![]() | 20. August 2009 sehr richtig! Wer einmal die mystische Ekstase erlebt hat, wird das nie wieder vergessen können. Das Leben danach ist nicht mehr dasselbe. Das gilt auch für die Liebe: Wer die transzendente, alles überschreitende Liebe einmal erfahren kann, der kann eine normale monogame Beziehung nicht mehr führen. ich hab das selbst erlebt und es hat mir die augen bezüglich vieler meiner schwierigkeiten geöffnet. was ich auch erfahre ist, dass es wirklich nicht leicht ist mit diesen übergängen. immer nur mono gelebt, immer gewußt, dass es nicht wirklich mein ding ist und nun seit monaten hellauf damit beschäftigt, licht in mein dunkel zu bringen. aber das gute daran: ich bin nicht allein! |
![]() | 21. August 2009 Klasse !! Echt klasse - das kann ich eins zu eins unterschreiben - die gesellschaftlichen Prägungen, Wertungen und Normen haben selbst heutzutage noch eine enorme Macht - und es ist immer schwieriger, Pionier/in zu sein, als mit der Masse mitzuschwimmen... |
![]() | 21. August 2009 @carmen_berlin Ich möchte mich mal deiner Sichtweise anschließen, denn auch mir ist dieser Text eine zu deutlichen Hang zur Spirituellen Verklärung, in einem spezifisch religiösen Sinn. Die Vorstellung einer Verbindung der Liebenden mit Hang zur Überschreitung geistiger Fesseln, dem Jenseits oder der Unendlichkeit ist mir zu wenig im Leben verwurzelt. Der Satz der mir in diesem Text am meisten gefallen hat, Lachend und doch irgendwie gequält sagte sie: "Ich glaube, wenn wir das überwunden haben" (sie meinte die Eifersucht), "dann haben wir alles überwunden! Dann hält uns nichts mehr. Das muss dann die Erleuchtung sein." Die einzige Frau im ganzen schwebenden Zeltlager, die begriffen hat, dass alleine der bewusste Umgang mit dem Inneren Spiel zur Erleuchtung führt. Um an mir zu arbeiten und neue Wege zu gehen, muss ich weder Shiva, noch Shakti grüßen. Auch wenn in diesem Text das Wort Selbsterkenntnis nutzt, so fehlt mir aber genau diese. Selbsterkenntnis kann eben nicht bedeuten, dass alle Lichter leuchten und jeder Mensch ewig liebt. Selbsterkenntnis bedeutet für mich vor allem das eigene Erkennen und annehmen der negativen Emotionen. Liebe egal ob monogam, offen oder polyamorösen ist nicht immer das Tanzen auf Blumenwiesen und das berühren der 7. Bewustseinsebene mit anschließendem verzücktem und berauschen lächeln. (Das können Drogen viel besser.) Liebe ist für mich vor allem Leben, und vor allem auch das erleben von Glücksgefühlen und das überwinden ganz irdischer Probleme. Ethisch gesehen ist die Bevorzugung eines einzelnen Menschen gegenüber allen anderen die unterlegene Beziehungsform: Würdest du beim Untergang der Titanic deinen Partner retten, auch wenn fünf andere dafür ertrinken müssten? Ab wie viel anderen gibst du den anderen den Vorzug gegenüber deinem Partner? Wer im virtuellen Raum der Vorstellung den Grad des eigenen Beziehungsegoismus messen will, hat hier Gelegenheit zu einem weiteren Stückchen Selbsterkenntnis. Ethisch gesehen bin ich ein Arschloch, denn ich würde meine Frau retten, selbst wenn die ganze Titanic der Preis wäre und vor allen brauche ich keine geistigen Führer um zu erkennen das ich selbst nicht der absolut "Gute Mensch" bin. Ich weiß, dass ich nicht Mutter Theresa oder Gandhi bin, aber ich habe auch nicht diesen Anspruch. "Wenn alle, die zusammen sind, einander lieben würden, dann würde die Erde leuchten wie eine Sonne!" "Wenn Liebe dem Zwang eines andauerndes Hochgefühl erfüllen muss, dann würde es genauso viele Paare auf der Erde geben, wie auf der hell erleuchteten Sonne." Einwohnerzahl = 0 Aber ich verzeihe dem Verfasser, denn er hat nicht für Menschen im Leben, sondern für das "Connection Tantra Special" geschrieben, er hat geliefert was bestellt war. Realismus oder gar ein Beitrag ohne die eigene geistige Erleuchtung zu betonen, habe ich nicht wirklich erwartet. LG Brian |
![]() | 21. August 2009 ...er hat nicht für Menschen im Leben, sondern für das "Connection Tantra Special" geschrieben, er hat geliefert was bestellt war. *nick* |
![]() | 21. August 2009 Wobei ich anmerken darf, dass er der Herausgeber und Chefredakteur dieser Zeitschrift ist. Trotzdem neige ich für mich persönlich dazu, mich eher Wolf Schneider anzuschließen und die spirituellen Aspekte nicht außer acht zu lassen. Wer damit aber nun mal nichts anfängt, kann selbstverständlich ebenso tief und kraftvoll und viel lieben. Das ist ja wohl über jeden Zweifel erhaben. Wichtig ist allein der bewusste und reflektierte Umgang mit sich selbst, den anderen, den Gefühlen und Verhaltensweisen. Finde ich. (Der Antaghar) |
![]() | 21. August 2009 ein schöner Vergleich.. Jeder einigermaßen belesene Mensch weiß, dass Alkoholkonsum leichter zur Sucht führt als Haschisch, und dass es relativ zur Anzahl der Genießer dieser Rauschmittel viel mehr Alkoholkranke und -tote gibt als unter den Konsumenten von Haschisch. Im Gegenteil: THC, der Wirkstoff von Haschisch, gilt vielfach sogar als Medikament. Dennoch nennt man versierte Haschischgenießer "Kiffer", während versierte Weinkenner den Ehrennamen "Sommelier" tragen. Es gibt sogar eine einjährige Berufsausbildung zum Sommelier, die von der IHK geprüft wird. Wie wäre es mit einer IHK-Prüfung zum ausgebildeten Kiffer, wo doch Marihuana sehr viel mehr nachweisbare positive Wirkungen hat als Alkohol? Und so wird man als polyamorös Lebender wohl noch lange nicht Bundespräsident werden können; an manchen Schulen vielleicht nicht einmal Lehrer, denn wer würde schon "einem solchen" seine Kinder anvertrauen? |
![]() | 21. August 2009 Wenn Liebe zur Abstraktion, zu einer Begrifflichkeit degeneriert ist, hat sie nach meinem Verständnis den Kontakt zum Boden verloren. Schließlich findet immer noch da - nee, hier unten das Leben statt. |
![]() | 21. August 2009 spirituellen Aspekte Viele die hier im Joyclub sinnvoll schreiben haben eines gemeinsam, das bewusste Reflektieren ihres Lebens. Doch nicht nur die Leben auch die Oberfläche auf der wir sie reflektieren (interpretieren) ist individuell und verschieden. Viele Punkte die sich einem Tantristen erschließen, bleiben einem anderen aufgrund der fehlenden Projektionsfläche verborgen, ebenso verhält es sich spirituellen Menschen, ihre Sichtweise verbaut ihnen oft den Blick auf eine rationale Sicht. Ein besser oder schlechter gibt es als Dogma nicht...für mich nur ein nachvollziehbar oder nicht anwendbar. LG Brian |
![]() | 21. August 2009 .. auch wenn ich nicht leugnen kann, dass ich "spirituell veranlagt" bin, unterschreibe ich das Post von Brian_Lorenzo. Vielleicht gut recherchiert, dennoch wirkt der Artikel wie von außen betrachtet, ein Gewirr aus Erzählungen anderer. (plötzliche Themenwechsel, selbst innerhalb eines Artikels mit der Aufgabe zum Thema zurückzufinden) Liebe kommt bei mir aus dem Herzen. Das Wort mal unter Bearbeiten, Suchen eingegeben, existiert es zwei Mal, nur zwei Mal. Selbsterkenntnis bedeutet für mich vor allem das eigene Erkennen und annehmen der negativen Emotionen. und wenn man das erreicht hat, lebt man mit meinem offenen Herzen, ganz gleich, ob jemand dabei sich einer Venus, einem Gott/Göttin, Buddha oder sonstiger gleichen zuwendet oder eben nicht. Die Welt der Gefühle sich für mich Gefühle, die im Herzen geboren werden und sonst nirgendswo..... |
![]() | 21. August 2009 geschätzter @brian jetzt kommst du mir aber ein bisschen vor wie der Atheist, der auch "überall" Gott sieht und dagegen vermeint ankämpfen zu müssen. Da wir alle nun mal viel "länger" tot sind - bzw. nicht_sind - als lebendig sind, vertieft etwas Beschäftigung damit, nach welchem persönlichen Geschmack auch immer (religiös, philosophisch, esoterisch, spirituell...), die Einsicht in den Wert des "Jetzt" und "Hier_Seins". Wobei ich zugeben muss, dass ich nach meiner persönlichen Präferenz mit vielen Arten solcher Beschäftigung rein gar nichts anfangen kann. Selbsterkenntnis kann eben nicht bedeuten, dass alle Lichter leuchten und jeder Mensch ewig liebt Also ich lese in dem Artikel keine grundsätzliche "wir-haben-uns-alle-immer-lieb-und-leuchten-esoterisch-nur-mehr-als-Gutmenschen-vor-uns-hin"-Tendenz. Und nur "Gutmenschen" (bzw. solche, die das von sich glauben) sind mir in höchstem Maße suspekt ! Selbst der sehr geschätzte @Antaghar kommt mir da oftmals um einiges "salbungsvoll-erleuchteter" vor als der Artikel - und ich bin sicher er "verzeiht" mir diese ironische Stichelei Wohingegen deine Aber ich verzeihe dem Verfasser, denn er hat nicht für Menschen im Leben, sondern für das "Connection Tantra Special" geschrieben, er hat geliefert was bestellt war. "Verzeihung" dem dir unbekannten Autor gegenüber nichts als eine subtile Abwertung ist, die insbesondere noch von der falschen Tatsache ausgeht, dass er "nur" ein bezahlter und auftragsgemäß "funktionierender" Schreiberling wäre Ach ja, etwas mehr Humor könnte *imho* dem Artikel guttun ... Erwin |
![]() | 21. August 2009 Das Problem bei der Liebe zu vielen hat ja meistens der Partner, der sich dann vernachlässigt, gekränkt etc. fühlt. Also ist die Grundvoraussetzung zur polyamorie die Heilung alter verletzungen im Bereich der Liebe. Erst wer frei ist von der Angst wieder verletzt zu werden wird eine glükliche Beziehung im drei oder vieleck leben können. Doch sich befreien ist nicht so einfach wenn die Gesellschaft nicht hinter einem steht. Ein interessantes Projekt gibt es z.B. in Monte Cerro in Portugal, wenn´s interessiert dem sei Dr. D. Duhm zu empfehlen, welcher das Projekt in die Wege geleitet und auch schon einiges zum Thema geschrieben hat. Meiner Meinung nach kann mann Sexuell viele Lieben, doch für das Geistige hat doch jeder seinen Favoriten. Wer das schon erlebt hat kann sich glücklich schätzen und Wahrscheinlich auch besser damit leben wenn der Partner sich mit einer/m dritten vergnügt. Da weiß man dann auch der oder die kommt immer zurück, weil man auf einer sehr Tiefen ebene miteinander verwurzelt ist. Und dennoch das Problem eifersucht muß jeder für sich selber lösen. Man kann alles verstehn und versuchen zu Leben, einfach ist es trotzdem nicht wenn der großteil der Gesellschaft und die eigene Erziehung für die Monogamie spricht. |
![]() | 21. August 2009 @strawberry Liebe kommt bei mir aus dem Herzen eine schöne sprachliche Metapher - aber nichts weiter - weder aus philosopischer und schon gar nicht aus wissenschaftlicher Erkenntnis. Oder liebt der Herztransplantierte dann gänzlich anders und jener mit einem künstlichen Herzen gar nicht mehr Erwin |
![]() | 21. August 2009 @ER_Win Da forderst du mehr Humor und liest mein verzeihen dann mit absolutem Ernst... Wobei ich lachen musste bei der Erklärung, dass der Verfasser der Herausgeber der Zeitung ist, also nicht nur der Schreiber der geliefert hat was bestellt wurde, er ist der "Meinungsmacher" selbst. Ich halte es nicht für eine falsche Tatsache, dass der Schreiben für die Erstellung des Textes bezahlt wurde, auch Tantristen arbeiten zwar hin und wieder gratis aber nie umsonst. LG Brian |
![]() | 21. August 2009 Also ganz ehrlich, ich habe ab dieser Stelle bereits aufgehört, den Artikel zu lesen, obwohl mich das Thema eigentlich interessiert Nun muss ich doch grinsen. Ohne den Artikel gelesen zu haben, weiß ich, was Du meinst. Ich habe in letzter Zeit einiges zum Thema pro/contra alternative Beziehungsmodelle gelesen und viele Autoren kommen irgendwann an den zumindest esoterisch anmutenden Punkt. Das ist wirklich Geschmacks-, oder besser Glaubenssache |
![]() | 21. August 2009 @brian Da forderst du mehr Humor und liest mein verzeihen dann mit absolutem Ernst... so gut könntest du mich schon "kennen", dass ich mit "absolut" und "Ernst" nicht viel am Hut habe ... Ich hab' das *imho* mit genau so einem "Wahrnehmungsfilter" gelesen, wie du den gesamten Artikel. An anderer Stelle verwende ich sicher selbst auch solche "Verzeihungen" aber eben genau mit jener unterschwelligen ironischen "Absicht", von der du jetzt meinst, ich hätte sie dir ernsthaft unterstellt btw. ob jemand was aus eigener Überzeugung, oder als bezahlter "Meinungmach-Schreiberling" schreibt, macht für mich schon einen Unterschied. Erwin |
