Muss ein "Dom" immer "Dom" sein?! Oder:

10. April 2006
Muss ein "Dom" immer "Dom" sein?! Oder:

Hallo meine lieben gleichgesinnten!

Dies hier ist mein erster Eintrag in dieses Forum und gleich habe ich eine, für mich, sehr wichtige Frage.

Ich behaupte eine gewisse Neigung zur Dominanz zu haben, jedoch bezieht sich diese nur auf einige "Bereiche"!

So bin ich zum Beispiel der Meinung, dass es natürlich ist wenn jeder seinen eigenen Kopf hat und dies auch eine Beziehung ausmacht. Jedoch wenn gewissen Grenzen überschritten werden (Respektlosigkeit, mangelnde Streitkultur ;-), und eben Dinge die man nicht mit Gesprächen aus der Welt räumen kann (Endlosdiskussionen über Kleinigkeiten,..) finde ich es besser der Frau mal eben den Hintern stramm zu ziehen,... als ewig schmollend und diskutierend die wertvolle gemeinsame Zeit zu verbringen.

Ob man dies jetzt als Spiel sieht oder es einfach Teil einer Partnerschaft ist sei dahingestellt und darf gerne diskutiert werden... *zwinker*

Nun ja, so weit glaube ich ist auch noch alles "normal"!

Nur was ist eigentlich wenn es einem mal schlecht geht, darf man dann nicht den Trost der Partnerin suchen? Verliert man dadurch bei den Frauen an "Glaubwürdigkeit"? Wer sagt dass ein "Dom" (Ich mag den Ausdruck nicht!) immer alles unter Kontrolle haben muss?

Das sind Fragen die mich tatsächlich beschäftigen, denn entweder alle "Doms" sind "Überwesen" oder diese führen ein zwiegespaltenes Privatleben, welches auf der einen Seite den Part des "Dom" beinhaltet, auf der anderen Seite dann den "Beziehungsaspekt"!

Ist "Sub" quasi kein gleichwertiger Gesprächspartner (ausser diese liegt über meinem Schoß *fg*)?

Nun denn, dass beschäftigt mich, vielleicht kann mich jemand aufklären!

Schönen Abend,

Chris
10. April 2006
Eine Meinung!

Ui Chris,

Der erste Eintrag und dann gleich in die vollen *smile*.

Trost suchen als Schwäche auslegen? Es gibt bestimmt Partner/innen die so etwas als Schwäche auslegen, doch wenn man eine Beziehung eingeht ist die Einstellung des gegenüber sicherlich im groben geklärt und klar worauf man sich einlässt.

Ich persönlich würde bei einer echten Beziehung dies von Ihr erwarten, genauso wie Sie es von mir erwarten kann. Es ist eine Partnerschaft, ob nun im BDSM Bereich angesiedelt mit gewissen, Selbstdefinierten Spielregeln oder Stino. Dies ist Teil einer Partnerschaft.

Sicherlich sind DOMs keine Überwesen, jeder lebt seine Dominanz auf die eine oder andere weise aus, der eine mit verstärkter „Kontrolle“ über die Situation, der nächste lebe eher sein Hang zum Sadismus im Spiel aus. Jeder so wie er mag. Wenn dich einmal eine Sub oder DOM anmacht das du kein echter DOM bist und Du keine BDSM betreibst, bist dann pell dir ein Ei drauf! Die laufen einfach mit Scheuklappen durchs leben und akzeptieren keine andere Variante des BDSM außer von ihnen definierten neben sich und außerdem wer braucht Schubladen? Mach es so wie Du und dein Partner es wollen, punkt. Alles andere spielt keine wirkliche Rolle, außer Du willst dich nach außen darstellen.

Eine Sub kein gleich gleichwertiger Partner? Oha, für mich ist eine Sub, die mit mir meine Fantasien teilt ein verehrenswertes Wesen! Und sicherlich ein gleichwertiger Gesprächspartner, doch je nachdem wie die Beziehung ausgelebt wird, stellt sich dies eben in andere Weise dar. Als Außenstehender mach es vielleicht den Eindruck das Sie schlecht behandeln wird, doch vielleicht ist es auch Teil eines gemeinsamen Spiels über Stunden, Tage, Jahre?

ACHTUNG! Dies ist keine Aufklärung, dies ist eine Meinung und es gibt genauso viele Meinungen wie es Menschen gibt!

Gruß
Der Elementare

PS: Du magst die Bezeichnung DOM nicht ich empfinde die Bezeichnung Meister als Unpassen, so hat jeder sein Fürs und Wieders…
10. April 2006

Auf alles kann ich dir leider keine Antwort geben.
Aber würde mein Mann mir gegenüber keine Schwächen zeigen, wie könnte ich dann akzeptieren.
Wäre ich nicht eine gleichberechtigte Person, wie könnte unsere Beziehung dann funktionieren?

finde ich es besser der Frau mal eben den Hintern stramm zu ziehen,... als ewig schmollend und diskutierend die wertvolle gemeinsame Zeit zu verbringen.
Ich hoffe ich habe das jetzt falsch verstanden.


  • LG Blackangel36
11. April 2006
@Blackangel

*fg* Ich dachte durch meine Frage alleine hätte ich klargestellt, dass ich meine Partnerinnen immer als gleichwertig empfunden habe und ich auch nicht gedenke dies zu ändern.

Es gibt im "Spiel" die eine oder ander "Provokation" welche dann eben "geahndet" wird.... nun denn das macht ja den Reiz aus.

Ein Beispiel um die Gemüter zu beruhigen:

Nach 14h Arbeit komme ich nach hause und meine Partnerin ist die ganze Zeit am meckern und motzt mich dann an ich hätte z.B. den Müll nicht runtergebracht,... (Nicht dass das möglich wäre, denn ich warja nicht da...) nun denn, jeder wie er es mag.... *fg*

Ich glaube Du verstehst die "Ausweglosigkeit" einer Diskussion in diesem Zusammenhang.....

Nun ja, und schon bist Du mitten im "Spiel"!
(Wenn Mann nicht zu müde wäre..)

Natürlich gibt es fast unendlich viele Variationsmöglichkeiten... *zwinker*

Soviel hierzu....

Gruß Bernd
11. April 2006

@Berndq
OK, dann hatte ich es falsch verstanden.
Da ich mir nicht sicher war, hatte ich ja auch dazu nichts weiter zu geschrieben.
Wobei ich dazu sagen muss dass ich in einer solchen Situation wahrscheinlich ( man ist dann ja auch ziemlich geladen) nicht in der Lage wäre ein "Spiel" anzufangen.
Und den Anfang vielleicht nicht wirklich zu deuten wüsste, denn irgendwie klingt dass für mich nach Streit zwischen euch.
Wobei es wieder etwas anderes ist, wenn ihr das öfter macht und deine Partnerin dich einschätzen kann auch in ihrer Lage dann ist es ja ok.

  • LG Blackangel36
11. April 2006

@berndq

Ich möchte nicht das mein Partner/Dom immer dominat ist.
Und genauso wenig möchte ich immer als Sub gehandelt werden.
Dieses Spiel mit dominanz und devot muss für mich auch mal enden.
Ich finde es viel schöner sich in seinen Worten verlieren,seinBlick verratet mir dann,wenn das Spiel beginnt.
Würde er immer gleich 'dominant' sein .. wo wäre dann der Unterschied ?
Nämlich niergends .. daher ist es für mich sehr wichtig mein Priavtleben und mein Sexleben anderes zu gestalten.

Eine gewisse Dominanz ist mir zwar wichtig,aber nicht als Neigung gedacht sondern eifnach das der Mann mit beiden Beinen,genau qwie ich auch im Leben steht ..
und sich einer Entscheidung nicht zu dumm ist ..
jedoch hat dieses nichts mit DOM zu tun ..
Dom sollte er nur bei einer Session sein ..

In unserer Partnerschaft hat sich einiges geändert .. positiv gesehen,seit dem wir auch diese andere Seite ausleben.
Wenn ich mal so richtig frech bin .. weißt er mich darauf hin aufzupassen ..ansonst gibts etwas ..
jedoch ist das Teil vom Spiel .. wie ernst es wird kommt daruf an,ob er Lust hat ..
doch das merk ich ganz schnell.

Ich mag diese dominanten Männer sehr ..
nicht zu verwechseln mit DOM ..

Grüss euch mal alle nett .. MS
11. April 2006
Muss ein Dom immer ein Dom sein

Hallo Berndq,
mein Sub würde sich beschweren und das zu recht, wenn ich ihm aufgrund von es werden " gewisse" Grenzen überschritten und keine Lust zu "endlos" Diskussionen den Arsch versohle. Das ist in meinen Augen so nach dem Motto: Mir fehlen die Argumente und ich bin ja Dom, also versohle ich Dir jetzt den Arsch. Sorry, aber ein Dom steht da auf einem anderen Plateau ! Im Übrigen kommt es darauf an, wie die Beziehung geführt wird. Ist es eine 24/7 hast Du als Dom ausschließlich die starke Rolle, besteht jedoch BDSM nur im sexuellen Bereich bist in erster Linie Du selbst und dann erst Dom und kannst Dich nätürlich auch anlehnen.
Gruß,
Birgit
11. April 2006
ich sehe keinen Widerspruch

zwischen Dominanz und "sich mal anlehnen".
Wenn der Mann dominant ist, dann ist dass einfach sein Wesen. Deswegen bleibt er auch beim anlehnen er, also dominant.

Bei "Teilzeitdoms" isses auch nich schlimm, weil die ja eh nich immer tonangebend sind *zwinker*

Aliena
12. April 2006
@ Aliena

"Teilzeitdom" hört sich schon stark an ;-)!

*fg*

Gruß Bernd
12. April 2006
nun ja..

es gibt sie nun mal wirklich *zwinker* , genauso wie Teilzeitsubbies..

ist ja nichts verkehrtes dran, nur ernstzunehmen ist es eben nicht für jeden Menschen..

Aliena
12. April 2006
Teilzeitsubbbies & Teilzeitdoms

Och, der Ausdruck „Teilzeit“ ist eher schlecht dafür geeignet, hört sich irgendwie „abwertend“ an. Ich persönliche kenne genug Leute, die im normalen Alltag nicht die Präsents bzw. die „Rolle“ eine(r/s) sub(s) bzw. eine(s/n) DOM(s) einnehmen, in vielen belangen des BDSM Bereiches ne menge Ahnung haben und es in Ihrer Form konsequenter leben als so manche(r) „Vollzeit-DOMs/subbies“. Sie schalten um, bzw. tragen in sich eine Alterego welches gewollt oder auch ungewollt zum Vorschein kommt und gelebt wird, was soll daran nicht ernst zu nehmen sein, dies ist eine genauso ernstzunehmende Lebensart des BDSM wie jede andere auch. Jeder leb so will er will, kann, möchte.

Gruß
Der Elementare *zwinker*

PS: Oh , Gott! Er, Sie, Es... Femdom, Dom, Domse, Sub, Subbie usw. Ist echt anstrengend Politisch korrekt die Männliche/Weiblich Konstellationen von DOM/sub abzudecken *lol*
12. April 2006
Einfache Antwort

Du bist immer Dom ... nur bist du nicht immer dommig.
13. April 2006
Switcher ?

@SuALunaris; da werde ich mal spitzfindig :twisted:. Und wat is mit switchern? *ggg*


LG
Der Elementare *cool*
13. April 2006

Ist doch einfach ... du switchst immer .. nur ist es eine Frage des Gegenübers und der Tageskondition was du bist
19. April 2006

Auch und insbesondere eine DOM/sub-Beziehung, in der Vertrauen so wichtig ist, sollte von wechselseitigem Respekt, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt sein. Aus dieser wechselseitigen Achtung heraus, aus dieser tiefbegründeten Zuneigung resultierend können die Partner ihre BDSM-Sehnsüchte offen ausleben, sich wechselseitig fallen lassen. Auch der DOM in der Beziehung offenbart sich ja gegenüber der sub. Ich kann mich von meinem DOM lustvoll peitschen lassen, und trotzdem später im Rahmen unserer gleichberechtigten Liebesbeziehung zärtlich mit ihm sein, ihn in den Arm nehmen usw..
Übrigens: Die 'Po-stramm-Nummer' im Kontext mit Müllraustragen finde ich als Ästhetin auch eher schräg. Naja, Geschmackssache.

Wie findet Ihr es, wenn ein DOM mit Switch-Neigung seine sub-Seite in der eigenen Beziehung mit seiner sub (die auch Switch-Neigung hat) nicht ausleben möchte, sondern dies lieber geheim und unter Ausschluss seiner sub bei einer anderen Domina ?

Mehr zu Muss ein "Dom" immer "Dom" sein?! Oder:


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