| nein, dann wird alles nur schlimmer | 75% | (48) | |
| ja, die Probleme könnten verschwinden | 1% | (1) | |
| ein Versuch ist es wert.... | 23% | (15) | |
| Teilnehmer insgesamt: | 64 | ||
![]() | 09. Juli 2009 Zusammenziehen trotz Stress in der Beziehung? Hallo liebes Forum! Was haltet ihr vom Zusammenziehen, obwohl es in der Beziehung nicht zu 100% toll läuft bzw. oft krieselt? Seht ihr es als Fehler, weil die Probleme größer werden oder seht ihr es als Chance die Probleme zu beseitigen? Freue mich über eure Antworten! Lg Nici |
![]() | 09. Juli 2009 Gegenfrage: Würdest Du Dir ein Auto mit Motorschaden kaufen, wenn Du am gleichen Tag damit in Urlaub fahren möchtest? Ich persönlich würde auf keinen Fall einen Gedanken an ein Zusammenziehen verschwenden. Ich würde mir Gedanken darüber machen, ob ein Fortbestand der Beziehung überhaupt Sinn macht. Al |
![]() | 09. Juli 2009 Ich denke, es wird schlimmer! Denn zu den ohnehin vorhandenen Problemen kommen auf jeden Fall früher oder später neue, nämlich die typischen Alltagsprobleme (Wer bringt den Müll raus? Zahnpastatube offen gelassen, Saubermachen und, und, und.). Hört sich vielleicht erstmal lächerlich an, aber wenn es sowieso schon kriselt, dann sind es grade die Kleinigkeiten, die ein Fass dann zum Überlaufen bringen. Von den neuen "größeren" Problemen (finanzielle z.B.) mal ganz zu schweigen (Miete, Nebenkosten, Einkaufen, etc.) Wir selbst leben in einer LAT-Beziehung ("Living Apart Together"), wir sind also ein Paar, welches in getrennten Wohnungen wohnt, aber durch die unmittelbare Nähe können wir uns jederzeit ohne großen Aufwand sehen. Und es bekommt unserer Beziehung sehr gut. (Falls dich das Thema näher interessiert, dann schau doch auch mal hier im Forum in den Thread "Wer lebt nicht mit dem Partner zusammen") LG sexbomber |
![]() | 09. Juli 2009 Klingt für mich ein bisschen so, als sei eine Zahnwurzel entzündet und man wollte diese zur Schmerzlinderung mit einer Krone versorgen Für mich stellt sich die Frage, warum es in der Beziehung kriselt...wenn du das näher ausführst, ist für uns die Einschätzung leichter, ob euch diese Nähe helfen könnte. Gehört dieses Problem dazu? Manisch-Depressiv Wenn ja, wäre es solange, bis dein Freund medikamentös richtig eingestellt ist, ein denkbar schlechter Zeitpunkt...für dich! liebe Grüße JOY-Team Moderator xxxotb |
![]() | 09. Juli 2009 Ich finde es schwierig auf diese Frage eine Antwort zu geben, die dann allgemein gültig sein soll. "Wenn es nicht 100% läuft...", "wenn es öfter mal kriselt..." kann ich nur sagen: willkommen in der Realität! Wenn der Maßstab zu hoch angesetzt wird kann keiner mehr zusammen ziehen. Meiner Meinung nach geht es nicht um 100% und auch nicht um eine Partnerschaft in der es nie kriselt. Es geht um die Fähigkeit der Partner damit umzugehen, um Konfliktbereitschaft und um den Willen und die Fähigkeit gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Und darum, sich diese Eigenschaften anzueignen, falls noch nicht (genügend) vorhanden. Und um Vergebung. Zum Zusammenleben brauchen beide viel Verständnis füreinander und für sich selbst und ein großes Herz. |
![]() | 09. Juli 2009 ja und nein... Die große Frage ist doch erst mal, WARUM kriselt es. Wenn es kriselt, weil der eine zu wenig vom anderen hat, dann kann zusammen ziehen eine Lösung sein. Wenn es kriselt, weil der eine mehr Freiraum will als der andere, dann wird sich die Situation durch eine gemeinsame Wohnung eher verschlimmern. Ich würde erst mal den Grund der Krise erforschen und dann kann viel besser und sinnvoll entschieden werden. Daher könnte ich hier, ohne Details zu wissen, beim besten Willen überhaupt keinen Tipp abgeben. |
![]() | 09. Juli 2009 wenn einer Nähe will und der Andere mehr Distanz, weil er/sie es nicht mag ständig jemanden in der Nähe zu wissen, dann ist ein Zusammenleben gar nicht möglich oder wird immer konfliktgeladen sein. Wenn es aber um Freiräume geht, kann innerhalb der gemeinsamen Wohnung jeder sein eigenes Zimmer haben. Das ist doch leicht zu regeln. |
![]() | 09. Juli 2009 @mymelody Die Ambivalenz von Nähe und Distanz zu regeln, ist eine der schwersten Aufgaben in vielen Beziehungen. Ich denke dennoch, dass es fast immer Lösungen für diese Herausforderung gibt. Auch freiheitsliebende Menschen vermissen ihre Partner. Auch Menschen mit vielen Hobbies und dem Bedürfnis, sich frei fühlen zu wollen, verbringen gern Zeit mit ihren Liebsten. Auch Fernbeziehungen können funktionieren. Ich denke nicht, dass ein eigenes Zimmer in einer Wohnung meiner Definition des Wortes "Freiraum" in irgend einer Art und Weise gerecht wird. Freiraum bedeutet für mich Platz zur Entfaltung meiner Persönlichkeit und nicht ein eigenes Kämmerchen. Freiraum findet im Kopf und in der Seele statt. |
![]() | 09. Juli 2009 Ein klares nein Hallo, für mich ist die Frage ganz klar: Nein, nicht zusammenziehen. Wenn es schon nicht "rund läuft" in zwei Wohnungen - warum sollte es dann in einer besser werden? Es gibt auch Paare, die schaffen sich bei Problemen in der Beziehung ein (weiteres) Kind an - das geht auch meist schief. ... Ja, der Vergleich hinkt etwas, aber es steckt auch Wahrheit drin, oder? LG |
![]() | 09. Juli 2009 Das geht ins Auge... zumindest über Kurz oder Lang denn auch wenn es vielleicht vorrübergehend klappen sollte so sind doch die Grundvoraussetzungen für eine harmonische Partnerschaft nicht gegeben. |
![]() | 09. Juli 2009 devominanz, ich meine nicht nur ein eigenes Zimmer für jeden für den Rückzug innerhalb der 4 Wände. Ausführlicher: jeder hat seine eigenen Interessen, Hobbies und Freunde und dann gibt es Schnittstellen, wo beide gemeinsam etwas machen. Die Liebe des Distanz bevorzugenden Menschen habe ich nicht in Frage gestellt! Wahrscheinlich ist es aber sehr schwer zu realisieren solche Kombinationen unter ein Dach zu bekommen. Vielleicht in einem Haus, in welchem jeder seine eigene Wohnung hat...? Die Persönlichkeitsentfaltung sollte in jeder Partnerschaft möglich sein, auch dazu braucht es nicht zwingend 2 Wohnungen. |
![]() | 09. Juli 2009 hey danke für die prompen antworten... ja leider gehört das "manische depressive" problem auch zu den problemen... mittlerweile macht er aber eine therapie und ich hoffe, dass es bald besser wird. wir würden in eine megagroße wohnung mit vielen räumen ziehen, wobei gleichzeitig ein teil arbeitsbereich sein soll. jeder hätte also genügend platz und raum jeweils vom anderen abstand zu nehmen. bin mir trotzdem nicht so sicher, ob es eine gute idee ist...klar wäre es fein...ich meine, wer freut sich nicht darüber... die erste gemeinsame wohnung mit dem partner den man mag... trotzdem denke ich widerrum, dass es probieren sollte....geht es gut, ist alles ok. sollt es nicht gut gehen, ziehe ich wieder aus...was gibt es also zu verlieren? (außer vielleicht finanzielle sachen, die man in die wohnung gesteckt hat) |
![]() | 10. Juli 2009 @mymelody Bezüglich der Entfaltung sind wir einer Meinung und auch das Wort Freiraum sehen wir vermutlich ähnlich. Das Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz zu finden ist - wie ich immer wieder bei vielen Bekannten feststellen muss/kann/darf - scheinbar eine häufig zu findende Aufgabe in der Beziehungsgestaltung. In ganz vielen Konstellationen entsteht da ein Missverhältnis, das nur schwer auszubalancieren ist. Mich wundert immer, wenn Beziehungen klappen OHNE jemals auf diese Sandbank aufzulaufen. |
![]() | 11. Juli 2009 meine beziehungsprobleme kamen größtenteils zwar immer erst nach dem zusammenziehn |
![]() | 11. Juli 2009 ne.... egal was für ein Problem...wenn man es schon postet, dann scheint es tiefgründig zu sein. Das Fundament in einer Beziehung muss stehen; ansonsten stürzt das ganze Haus ein. Schließlich heißt ja ein Zusammenzug, dass man langfristig mit dem Partner plant. Ich würde die ganze Geschichte noch mal beobachten wollen und die Zeit spielen lassen. Es ist zu Deinem besten und die der Partnerin, auch,wenn sie es verletztend anders sehen mag. |
