Verantwortung nach der Beziehung?

03. April 2009
Verantwortung nach der Beziehung?

Um es mit den Worten des Fuches aus dem "Kleinen Prinzen" zu sagen:
"Mit was/wem man sich vertraut gemacht hat, für das/den hat man ein Leben lang Verantwortung. Die Menschen haben das vergessen."

Vielleicht nicht ein Leben lang, aber als mein Ex Schluß machte und ich nicht wußte, wie ich nach Hause kommen soll, meinte er, das sei jetzt nicht mehr sein Problem.

Was haltet Ihr davon? Mal davon abgesehen, dass es so klingt, als sei es vorher ein Problem gewesen, was ich auch noch nicht einordnen kann. Gespräch folgt noch.
04. April 2009

schwierig... ich neige auch eher dazu wenn es aus ist, keinerlei Kontakt mehr zu wollen weil das meine Art ist damit zu Recht zu kommen.. und ob man dann noch eine Verantwortung für diese Person trägt..also ich würde sagen nein.

Allerdings hängt das wohl auch damit zusammen WIE man das Ende gestaltet - und jemanden nach Hause bringen ein letztes mal kann man schon machen. Wie er das gemacht hat, liebe@ganzweitoben, finde ich schon niveaulos.
04. April 2009
Das Ende und danach ist bei jedem anders.

Schwierige Geschichte. So ähnliche Sprüche habe ich meiner Ex aber auch schon entgegen geworfen. Liegt wohl aber eher daran das Sie noch ziemlich "gestalkert". Mein Mitgefühl ihr gegenüber, wie Sie darüber denken könnte, wenn ich eine andere habe, war eher null. Denn Sie konnte ja auch machen was Sie machen will.

Manchal ist es doch ganz gut den Kontakt so zu regeln, wie es für beide Seiten am besten scheint.
04. April 2009
Kommt sehr auf die Situation an...

Ich denke auch nicht, dass es eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt. Wie man reagiert hängt doch sehr stark von den Umständen der Trennung ab, ob man sich im Streit getrennt hat - wer verletzt ist wird kaum in der Lage sein, so etwas wie Verantwortung für den anderen zu tragen. Häufig will und braucht man auch erst einmal Abstand, um die Tragweite des Ganzen zu realisieren und zu verarbeiten.

Wünschenswert ist natürlich eher so etwas wie eine "harmonische" Trennung. Und hin und wieder klappt das auch, wenn beide sich einig sind. In dem Fall ist es auch möglich, trotz Trennung noch am Wohlergehen des anderen interessiert zu sein. Aber das dürfte wohl eher die Ausnahme sein...

Pussy
04. April 2009
Ein eher unhöfliches ....

Verhalten, ich hätte Dich wenigstens nach Hause gefahren.
04. April 2009

Verantwortung ist da sicherlich ein zu großes Wort.

Doch ich denke, wenn man einem Menschen einmal sehr nahe gewesen ist, so hat man auch nach Beendigung der Beziehung noch eine Vertrauensbasis.
Selbst, wenn diese begrenzt sein sollte, wegen etwaiger Vorkommnisse innerhalb der Beziehung, so könnte ich mich nicht einfach umdrehen, wenn derjenige in Not ist.

Und in deinem Falle, ganzweitoben, finde ich es schon extremst unhöflich, dass er dir nicht seine Hilfe angeboten hat.
Da hätte er sich sicherlich kein Bein ausgerissen und der Abgang hätte nicht einen solchen Beigeschmack.
04. April 2009

Oh man, auch wenn es blöd klingt, aber sei froh, dass Du den los bist.
Ernsthaft: So ein Spruch zeugt nicht gerade von Reife.

Also ich bin echt baff, dass es wirklich Männer gibt, die die Dreistigkeit haben, so etwas zu sagen. Sie wollen doch andersherum in einer ähnlichen Situation auch noch so mies behandelt werden?!

Anscheinend hatte ich bisher Glück mit meinen Ex-Freunden, manche sind untereinander befreundet und fast alle könnte ich bei Problemen, Sorgen oder Nöten jederzeit anrufen und ein "nein, ich kann nicht" würde nur dann kommen, wenn sie keine Zeit haben oder so.

Je nachdem, wie lange man zusammen war, kann man doch eine Verbindung auch nach der Trennung nicht von der Hand weisen. Vielleicht geht man erstmal getrennte Wege, aber man kann sich ja dennoch dem anderen gegenüber zuvorkommend und freundlich verhalten.
04. April 2009

...in meinen Augen keine Frage der Verantwortung, sonder eher des Anstandes... und der sollte bei allem Für und Wider meiner Meinung nach immer gewahrt bleiben...

LG. Er von Zwei
04. April 2009
Verantwortung

...hin oder her - das Ende einer Beziehung ist keine Rechtfertigung für schlechtes Benehmen.
04. April 2009
Anders gefragt

wolltest Du das wirklich?

Frau sollte immer genug Taxigeld dabeihaben um von jeder Dumpfbacke / jeder unmißlichen Situation selber und ohne abhängig zu sein nachhause zu können - begleitet vom Abschiedssatz: "geh einfach sterben , wenn ich weg bin"

*zwinker*

Geweint wird später - bei der besten Freundin - wenn es bei so etwas überhaupt nötig ist.
04. April 2009

Die Vorgeschichte, die bis zu diesem Satz geführt hat, kenn ich nicht, deswegen enthalte ich mich eines Kommentars.

Den Begriff Verantwortung finde ich ebenfalls zu übermächtig. Ich sehe das mehr aus einer fliessenden Perspektive. Genausowenig wie man "plötzlich" zusammen ist, ist man ab Stichtag X auseinander. Beides entspricht nicht dem eigenen Gefühlshaushalt.
Nur hat derjenige der trennt, sein Abebben der Gefühle schon hinter sich und dem anderen steht es noch bevor. Dabei kann man(in meinen Augen sollte man) seinen ehemaligen Partner sehr wohl unterstützen. Denn schliesslich waren da ja mal Zuneigung, Sympathie oder gar Liebe vorhanden. (Ausgenommen sind jetzt mal die Trennungen, wo es wirklich tief unter die Gürtellinie ging oder schon im Vorfeld alles schwerst im Argen lag.)
Mittlerweile halte ich persönlich eine gelungene Trennung für unverzichtbar. Es dient einfach meiner psychischen Gesundheit. Sowohl als Trennender als auch als Getrennter.


"I can see by the lack of your interest, that I was kidding."
04. April 2009

Also, auf ersten Blick ist das natürlich eine ziemliche Unhöflichkeit. Und je nachdem, wie weit oder unsicher der Weg ist, hängt ja auch von der Tageszeit ab, könnte man durchaus auch von Verantwortungslosigkeit sprechen.

Wenn aber keine uneinsehbaren Fusswege am Waldrand oder ähnliche reale Risiken involviert sind, ist es einfach nur unhöflich, aber damit vielleicht garnicht so schlecht. Von jemandem, der sich in seinem letzten Zug als Arschloch präsentiert, löst man sich vermutlich deutlich leichter als von jemandem, der bis über den letzten Moment heraus ein richtig netter Kerl ist.

Insofern: im Rahmen eines "kalten Entzuges" ist so ein Einstieg in die Trennung garnicht so verkehrt. Besser ein Ende mit Schrecken...
04. April 2009
Der Weg

Der Weg war eine Stunde per Bahn und Bus und mir ging es offensichtlich nicht sehr gut. Was hätte er denn gemacht, wenn ich zusammengeklappt wäre? Dann hätte er mich auch "an der Backe" gehabt. Aber das habe ich dann doch irgendwie geschafft.
Nun ja, es gibt ein Gespräch am Mittwoch, dann weiß ich mehr über die Motive und das Verhalten.
04. April 2009

Finde ich ziemlich schwach...
kein Mann und auch kein "Ex" bricht sich nen Zacken aus der Krone, wenn er eine Frau sicher nach Hause bringt...selbst wenn er sie nicht selbst heimfahren/begleiten kann oder will, ist es angebracht, wenigstens ein Taxi zu rufen und wenn sie kein Geld dabei hat, eben mal das Taxigeld auszulegen...meine Güte....Gehört für mich in die Kategorie Anstand und Gentleman....wer das nicht hat/ist, wirft ein ziemlich trauriges Licht auf sich.
04. April 2009

Ja umso mehr schmerzt es. dass es nach gut vier Jahren soweit kam. Es gibt sicher Vorgeschichten, aber das Verhalten hätte ich nie nie nie beim ihm erwartet. Eiskalt. Aber wahrscheinlich: Selbstschutz. Denn gut gings ihm offensichtlich auch nicht. Wie gesagt, wir treffen uns noch mal und dann mal sehen. Maybe Kurzschlußreaktion? Wer weiß. Es schmerzt dennoch.

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