Die perfekte Masche

09. April 2009

Also.

Ich hab jetzt mal ganz tief in mich reingeguckt und ein bisschen herumgekramt und hier ist also nun das, was mich am Begriff "Masche" stört.

Der Begriff "Masche" suggeriert für mich, dass es sich hier um eine Methode handelt, die bewirken soll, ohne Mühe zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.

Und das wiederum finde ich etwas degradierend: wenn ich jemanden ins Bett flirten will, reiss ich mir den Arsch auf, und so ein Pappsack kommt daher und will denselben Effekt bei mir mit einer Masche haben.

Gemein!

Denn erstens ist es unfair, dass ich mir Mühe geben muss, und jemand anderes kriegts in den Arsch geblasen. Und zweitens möchte ich nicht das Gefühl haben, dass sich jemand im Zweifelsfall mit MIR keine Mühe gibt. Schliesslich gebe ich mir umgekehrt ja auch welche.

Und so kommt meine Ablehnung des Begriffs "Masche" zustande.

Betrachte ich allerdings den Umstand, dass es ziemlich unmöglich ist, ohne jedes Bemühen Frauen ganz allgemein und mich im besonderen erfolgreich zu beflirten, sieht das ganze schon etwas anders aus.

Ich hab nichts dagegen, dass Leute lernen, wie sie sich ein bisschen charmanter und interessaner darstellen als sie das vorher getan haben. Ü-ber-haupt-nicht! Im Gegenteil!

Und das ist schliesslich das, was die Leute da lernen. Schön, über Einzeltechniken kann man streiten, aber insgesamt lernt man einfach, wie man sich um eine Frau BEMÜHT. Und nicht einfach stumm herumsitzt oder irgendwelche dämlichen Standardsprüche abspult.

Wer könnte da was dagegen haben!

Das Problem daran sind einfach die Leute, die nach dem Besuch des Workhops glauben, damit eine Masche zu haben, die es ihnen ermöglicht, sich keine Mühe mehr geben zu müssen, weil sie ja nun die Masche haben.

Das ist genauso, wie mit den Leuten, die sich einen 800seitigen Fitnessratgeber und ein Diätbuch kaufen, und glauben, sie würden davon fit und schlank. Werden sie nicht. Sie müssen sich trotzdem Mühe geben. Selber.

Und das müssen die Maschen-Lerner eben hinterher auch, genau wie jeder andere, ob Mann ob Frau, ebenfalls. Eine Masche ist also nichts unfaires.

Und damit schliesse ich meine Beweisführung zum Thema ab.
09. April 2009
@yaelle

Der PUA ist schon heftigst am Flirten (das Set), dann kommt so ein Peacock (Pfau) daherspaziert, labert dazwischen (das ist der Opener, also ein Gesprächsbeginn) und lenkt die Aufmerksamkeit der Holden ab - bedroht also den bereits gestarteten Flirt.<-

Nee - "peacocking" ist eine der Maschen der PUA's. Sie wurde von einem der Szene-Heiligen perfektioniert ("Mystery" alias Mr. Erik von Markovik).
09. April 2009
@Yaelle & @bunch

Dankeschön! *knix*
09. April 2009
@Shadow

Betrachte ich allerdings den Umstand, dass es allerdings ziemlich unmöglich ist, ohne jedes Bemühen Frauen ganz allgemein und mich im besonderen erfolgreich zu beflirten, sieht das ganze schon etwas anders aus.

Ich hab nichts dagegen, dass Leute lernen, wie sie sich ein bisschen charmanter und interessaner darstellen als sie das vorher getan haben. Ü-ber-haupt-nicht! Im Gegenteil!

Und das ist schliesslich das, was die Leute da lernen. Schön, über Einzeltechniken kann man streiten, aber insgesamt lernt man einfach, wie man sich um eine Frau BEMÜHT. Und nicht einfach stumm herumsitzt oder irgendwelche dämlichen Standardsprüche abspult.

Wer könnte da was dagegen haben!

Nach dem, was ich bisher in diesen einschlägigen Foren gelesen habe, geht es genau darum.
Zu lernen, souveräner aufzutreten, Liebeskasper-Verhalten zu erkennen und zu vermeiden, den Flirt so voranzutreiben (nicht wochenlang "nett Essen" zu gehen und Gesprächskekse zu reichen) dass die "Du bist so ein FREUND"-Falle (also...ein netter Kerl, mit dem Frau gern redet aber nicht MEHR) vermieden wird, "Langweiler-Verhalten" bleiben zu lassen, überraschend zu sein, aus eingefahrenen Verhaltensmustern rauszugehen, nicht zu "eifrig" zu werden (->ich sag lauter nette Sachen zu ihr und bemühe mich ohne Ende und sie weiss damit sofort, dass sie nur noch mit dem Finger schnippen muss...*gähn*...), die Gespräche interessant zu halten, Gesten und Mimik so zu deuten, dass Rückzug und "Angriff" *zwinker* im richtigen Moment erfolgen und sie dabei in einer Art "Comfort-Zone" bleibt, also nicht in die Verlegenheit kommt, sich wehren zu müssen...usw.

ok...der längste Satz aller Zeitem....das war jetzt mal so ein grober Überblick meines bisherigen Eindrucks.
Und ich finde das gut...würde ich auch so machen bzw. lernen wollen, wenn ich denn jemanden kennenlernen "müsste" oder "wollte"....
Wenig elegante (und damit nervige und erfolglose) Flirtversuche haben wir doch alle schon erlebt....und auch Männer, die erstmal einen auf "Freundschaft" machen und sich dann nach WOCHEN, wenn sie sich sicherer fühlen und doch mehr wollen, wundern, dass sie nun inzwischen eben doch "nur" Freunde sind...ach...es gibt so viele Beispiele....

Die Vorwürfe, dass es nur darum geht, die Frau "nach Masche" ins Bett zu bekommen....nunja...ich weiss nicht recht....eine Frau hat IMMER die Möglichkeit, NEIN zu sagen, wenn sie möchte, EGAL wie geschickt und charmant und flirt-geübt der Mann ist....aber vielleicht hat sie nach einem oder mehreren tollen Flirts ja gar kein Problem damit, ins Bett "bekommen" zu werden...auch ohne dass ihr die "grosse immerwährende Liebe" vorgekaukelt wird..............und davon, dass der PUA sie, wenn sie nein sagt, an den Haaren aus der Kneipe in sein Bett schleifen soll, hab ich bisher nichts gelesen....*gruebel*...aber vielleicht finde ich das ja noch...???
09. April 2009
@bunch

Nee - "peacocking" ist eine der Maschen der PUA's. Sie wurde von einem der Szene-Heiligen perfektioniert ("Mystery" alias Mr. Erik von Markovik).

und welche Masche ist das?
09. April 2009

Auf pickup-tipps.de (danke, yaelle) habe ich einen interessanten Gastkommentar zum Thema gefunden. Hier ein Auszug:

"Funktioniert Pick Up wirklich?
Ja und Nein!

Sicher kann man mit Hilfe der verschiedenen Pick Up Strategien und Grundsätze lernen erfolgreicher in der Kommunikation mit Frauen zu werden und bei konsequenter und kontinuierlicher Anwendung häufiger einen sogenannten KC (Kiss Close = sie küsst mich) oder einen FC (Final oder Fuck Close = mit ihr schlafen) erreichen. Dazu bedarf es allerdings genauso Zeit und Training wie bei dem Erlernen anderer Kommunikationsmethoden.

Darüber hinaus sollte man sich folgender Dinge bewusst sein:

- dass trotz solcher Versprechungen nicht jede Frau auf diese Weise zu kriegen ist
- dass diese Form der Annäherung in der Regel keine gute Grundlage für eine langfristige Beziehung ist (LTR = Long Term Relationship)
- dass die Bewertung der Frauen im Pick Up Umfeld ausschließlich durch eine 1 bis 10 Skala in Bezug auf die äußere Attraktivität erfolgt und so keinen Platz für andere Faktoren zulässt
- dass der größte Teil der Pick Up Aktivitäten in Umfeldern stattfindet, die die Chance erhöhen auf “paarungswillige” Frauen zu treffen (Disko, Bar, Feiern, Feste)
- dass man (wie die in dem Roman von Neil Strauss beschrieben Social Robots) Pick Up Süchtig werden kann

Ich denke jeder Interessierte sollte sich die Frage stellen, was genau macht Pick Up für mich zu einem lohnenden Ziel? Was will ich damit wirklich erreichen? Gibt es Defizite, die ich damit ausgleichen möchte?

Dass mit Hilfe von Pick Up Strategien Erfolge und Fortschritte erzielt werden, liegt zum Teil auch daran, dass dort bereits bekannte Modelle und Methoden aus dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation verwendet werden.

Ein Beitrag in dem deutschen Pick Up Forum von Braino.de zeigt meiner Ansicht nach sehr gut den dünnen Grad zwischen Persönlichkeitsentwicklung und neurotischer Kompensation auf. Es geht um den Unterschied zwischen den normalen Vorgehen und dem eines PUA.

"Im Endeffekt ist PU eine Art und Weise Frauen kennen zu lernen, in der Mann sich von der Masse abhebt und auffällt, sei es durch starkes selbstbewusstes auftreten, durch Wortgewandtheit oder durch schrilles Outfit."

Selbstbewusstsein, Wortgewandtheit und ein Sinn für Mode und die persönliche Wirkung ist in meinen Augen durchaus erstrebenswert. Wenn ich allerdings glaube mich aus irgendwelchen Gründen von der Masse abheben zu müssen, habe ich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Problem mit meinem Selbstwert, dass sich nicht per Pick Up Strategien lösen lässt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Trend auch dadurch recht erfolgreich ist, dass es in großen Teilen der westlichen Kultur keine vorgegebene Form und keine Rituale mehr gibt wie Mann sich einer Frau annähert. So deckt Pick Up mit seinen Vorgaben, Grundregeln und Strategien den Mangel an vorgegebenen Wegen ab.

Einblicke von außen
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Artikel “Operation pick-up” (engl.) von Hugo Rifkind in der Times Online nach einem Seminarbesuch bei Neill Strauss und einem kleinen Einblick in die PUA Community. Sein Fazit zu den bekanntesten PUA’s:

"These guys are awkward geeks who have learnt how to be arrogant Casanovas. Outside their routines, they are now arrogant geeks. Not a nice mix. Perhaps these guys could pick up any woman in the world, and perhaps they could show me how to do the same, but this still isn’t a world in which I feel comfortable. And not just because of my girlfriend."

Ich denke Pick Up ist ein Trend, der fasziniert, der einige Menschen auch motiviert, der festgefügte Vorstellungen ins Wanken bringt, aber als Lebensgrundeinstellung nichts taugt."


@yaelle
In Deinem Zitat wurde es doch erklärt.
Nur ist der "peacock" kein störender Dritter, sondern der PUA selbst.
09. April 2009
@Yaelle

DANKE, DANKE, DANKE...

Zum Thema "peacocking"...

Auch hier ist wieder der im Vorteil der selbstständig denken kann...


Beim Thema "peacocking" geht es nicht darum wie ein Gockel in der Disco umherzustolzieren, sondern um das logische Denken.
Nur ein Mann der bemerkt wird, wird auch bemerkt - also muss man um einen Augenkontakt zum flirten aufbauen will auch angeschaut werden.

(Wieder mal so eine Sache die logisch ist und deswegen auf wenig Gegenliebe stoßen wird.)

Die Frage ist: "Wie kann ich als Mann bemerkt werden ohne negativ aufzufallen." Mit einem Bier in Hüfthöhe und eine speckigen Shirt wohl nicht, wer die Mode von Dsquared kennt weis wie mein Stil ist.
Auffallend und doch gut aussehen, ganz ohne Pfauenfeder oder Rosa Hut.
09. April 2009

Wenn ich allerdings glaube mich aus irgendwelchen Gründen von der Masse abheben zu müssen, habe ich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Problem mit meinem Selbstwert, dass sich nicht per Pick Up Strategien lösen lässt.

Wer bitte will nicht etwas besonderes sein, gab es nicht zum Anfang der Diskussion einen Disput, dass jede Frau etwas besonderes ist und deshalb eine "perfekte Masche" nicht funktionieren kann.

Nun auf einmal ist aber die Individualisierung, das Herausstechen aus der grauen Masse das Problem.

*baeh* immer so wie ´s passt, nicht?
09. April 2009

Kann schon mal passieren, das ich Darstellungen und Meinungen zitiere die nicht zu hundert Prozent in der Meinen aufgehen.

Ich habe daher diese von mir zitierte Textstelle nicht für dich gefiltert.
Bitte um Entschuldigung. *roll*
09. April 2009

*sternchen*

Ich dachte das was in Anführungszeichen geschrieben wird, das sind die Zitate??? *hae*

Ich amüsiere mich regelmäßig über diese Art von Beiträgen in denen erst etwas gesagt, dann die selbe aussage negiert und zu guter letzt alles als Meinung verkauft wird.

"Ich bin dafür, dass ich dagegen bin"


Selbstbewusstsein, Wortgewandtheit und ein Sinn für Mode und die persönliche Wirkung ist in meinen Augen durchaus erstrebenswert.
... allerdings ...[nicht um sich aus] irgendwelchen Gründen von der Masse abheben zu müssen
*hae*

also nur so weit anpassen, dass man zur Masse passt???

durchschnittlich selbstbewusst, durchschnittlich wortgewandt, durchschnittlich modisch - mehr ist zuviel?
09. April 2009

Selbstbewusstsein, Wortgewandtheit und ein Sinn für Mode und die persönliche Wirkung ist in meinen Augen durchaus erstrebenswert.
So weit, so gut.

Wenn ich allerdings glaube mich aus irgendwelchen Gründen von der Masse abheben zu müssen, habe ich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Problem mit meinem Selbstwert, dass sich nicht per Pick Up Strategien lösen lässt.

Zitate wissentlich verzerrt wiederzugeben, finde ich nicht amüsant.
09. April 2009

@yaelle
In Deinem Zitat wurde es doch erklärt.
Nur ist der "peacock" kein störender Dritter, sondern der PUA selbst.

Wenn Du das aus meinem Zitat als "Masche" ansiehst, weiss ich auch nicht......dann haben doch so ziemlich alle Frauen genau diese Masche "drauf".....was machen WIR denn anderes, wenn wir weggehen und uns davor ein wenig auftussen??? Wir graben den Kleiderschrank um, gehen notfalls nochmal einkaufenn, suchen unsere coolsten Klamotten, wers kann die kurzesten Röcke, aus, beschliessen, dass die pinken Heels ein sauguter Hingucker sind und die Alltagsohringe zu "fad" für die Bar....ist doch nur recht und billig, wenn die Männer sich da (geschmackvoll) auch etwas in Szene setzen, um nicht in der Masse unterzugehen....*hae*...der Kerl in der zu kurzen Karottenröhre mit Pulli im gürtellosen Hosenbund und VokuHila auf dem Kopf ist zwar irgendwie auch ein Hingucker - aber eher zum drüber gackern mit den Mädels....*zwinker*

Im Zusammenhang habe ich den "peacock" allerdings wirklich als "Peacock-Konkurrenten" verstanden - denn er STÖRT ja das "Set".


@Brian_Lorenzo
DANKE, DANKE, DANKE...

BITTE, BITTE, BITTE...

*zwinker*
09. April 2009

Also, ich würde Peacock auch rein intuitiv als eine eher despektierliche Bezeichnung verstehen. So in der Art von: klitzekleines Hirn, aber ein Riesenschwanz...

Bzw sogar als Pea-Cock = "Erbsen"-"Schwanz". Auch nicht nett, eigentlich.

Offenbar führt kein Weg dran vorbei und ich muss selber nachlesen.
09. April 2009
Und dann war da noch ...

ENDE

*letzteswort*
09. April 2009
Wegen Überfüllung geschlossen

Dieses Thema hat die maximale Länge erreicht und wurde daher automatisch geschlossen.

*geschlossen*


Wir möchten uns an dieser Stelle für die rege Beteiligung bedanken.

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