OP an der Halsrippe wer hat Erfahrung?

Ich muss jetzt doch mal fragen ob sich jemand von euch die erste Halsrippe hat weg operieren lassen.

08. April 2009

Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich weiss, dass du es gut gemeint hast aber glaub mir ich will mit op und Krankenhaus nichts zu tun haben.

Ich hab da auch heute nochmal angerufen wegen der medikamente, hab dann die Stationsärztin dort erreicht und hab ihr gesagt, dass ich mich erst mal nicht operieren kann und daraufhin hat sie gemeint, dass ich die Angio nochmal machen lassen muss wenn ich länger als 6 monate warte. Ausserdem könnte ich sogar den Arm verlieren. Sie hat mir empfohlen eine psychotherapie zu machen gegen meine Nadel Phobie und meine Ängste da ich im Krankenhaus ja schon bei der Angio hyperventiliert habe. Die Angio dauert normalerweise wenn überhaupt eine halbe stunde, bei mir haben sie 2 stunden gebraucht. Ich weiss nicht was mir eine therapie bringen soll, ich glaube nicht, dass sich dadurch was ändert. Es ist alles zum kotzen gerade und ich habe auf nichts lust momentan.
08. April 2009

Darf ich dazu noch ein paar Worte sagen:

Ich denke, das ganze belastet Dich sehr und das schon eine geraume Zeit. Du hast sehr anstrengende Erfahrungen hinter Dir, die bleibende Eindrücke hinterlassen haben. Daher die Angstgefühle und das Hyperventilieren. Ich bin persönlich ein kleiner Experte auf dem Gebiet Ängste und Phobien, ich weiß wie es ist nie wieder ein Krankenhaus von innen sehen zu wollen und ich weiß auch wie es ist wenn man denkt, nix hilft einem und man kann eine Situation eh nicht ändern.

Das ist ein Scheißgefühl und wenn Dir im Moment danach ist, Dich einfach zurückzuziehen und erst mal nix von allem hören und sehen zu wollen, dann ist das so.

Aber:

Du solltest Deine Ängste angehen und eine Gesprächstherapie, die sich konkret mit Deinen Ängsten außeinandersetzt, die kann Dir helfen, glaub mir. Es gibt ganz bestimmte, teilweise sehr einfach zu lernende, Methoden, mit denen Du Deine Ängste in den Griff bekommen kannst und diese Methoden kann Dir ein Therapeut näherbringen. Sowas hilft zum Beispiel, wenn Du wieder in einer Situation bist, in der Du beginnst zu hyperventilieren.

Ich finde es superverständlich, dass Du im Moment müde und frustriert und nasevollig bist, wirklich.

Nur lass Dich nicht dauerhaft hängen. Hol Dir Hilfe, sprich mit einem Therapeuten. Das wird Dir neue Kraft geben, ganz bestimmt.

Und irgendwann hast Du dann auch den Mut für die OP. Da bin ich sicher.
08. April 2009
Du hast Recht

Wie soll ich denn das angehen? Meinst du ich kriege eine überweisung vom Hausarzt zum therapeut? Und wie lange dauert so eine therapie? Ich könnte es vielleicht versuchen aber verspreche mir nicht so viel davon. Hab aber nächste woche ein termin beim Hausarzt und werde ihn drauf ansprechen.

Du hast es genau erfasst wie es mir gerade geht. Ich bin so erschöpft und am liebsten würde ich auf jeden los gehen aber das bringt ja auch nichts. Heute habe ich mir vorgenommen mit meinem Sohn ins Kino zu gehen, vielleicht gehts mir danach besser.

liebe grüsse
08. April 2009

Du hast den Weg schon richtig benannt: Du gehst zum Hausarzt, sprichst mit ihm darüber, bittest um eine Überweisung zum Psychologen, Gesprächstherapie wäre wohl das Mittel der Wahl.

Meist sind die Therapeuten ziemlich ausgebucht und es gibt eine Warteliste, das wäre natürlich blöd. Wenn der Hausarzt ein ganz Guter ist, dann klemmt er sich ans Telefon und besorgt Dir einen Platz. Manchmal kennen die sich ja untereinander und regeln das mit Vitamin B. Schildere Deinem Arzt einfach, dass es dringend ist, dass es Dir nicht gut geht... der weiß dann schon weiter.

Ansonsten ist es doch schön wenn Du Deinen Sohnemann schnappen und mal auf andere Gedanken kommen kannst. Genieß es, viel Spaß. *wink*
06. März 2010
Ich hab auch Halsrippen

Hallo liebe Leute,

via google, bin ich auf diesen Thread aufmerksam geworden, naja wer kommt schon auf die Idee in einer solchen Community nach "Halsrippen" zu suchen *kicher

Ca. 0,5 - 1% aller Menschen haben Halsrippen, sie sind ein Relikt aus der Urzeit. Nur wenige Menschen mit Halsrippen haben ein Problem damit, ich gehöre leider, ebenso wie Hei:Sel dazu.

Ich habe am siebten Halswirbel Halsrippen (also beidseitig), zwar "nur" rudimentär, aber immer noch blöd genug platziert, um Ärger zu machen.
Sie reizen meinen Armplexus rechts und links. Aktuell mache ich eine Physiotherapie, die meine Nacken- und Halsmuskulatur stärkt.
Arbeiten, bei denen die Arme und Hände durch gleichbleibende Bewegungen belastet werden und Arbeiten mit Armen/Händen über dem Kopf gehen gar nicht.
Neurologe als auch Physiotherapeut raten dringends von einer OP ab, solange ich meine Hände überhaupt noch benutzen kann, denn das Risiko einer Lähmung nach der OP ist einfach zu groß. Die Halsrippen sitzen einfach zu dicht an den Ausgängen von Nervensträngen.

Sollte Hei_Sel hier noch mitlesen, möchte ich ihr empfehlen, daß sie eine Invalidenrente beantragt, mehr wie ein "Nein" kann nicht kommen.
09. März 2010
OP gemacht

Ich habe diese Op vor 4 monaten machen lassen und bin froh, dass es vorbei ist. Mir wurde die erste rippe und die Halsrippe entfernt dann wurde noch sympaticolyse durchgeführt (da wird ein nerv getrennt das für bessere durchblutung an der Hand sorgt). Seitdem hab ich immer eine warme Hand und eine gute durchblutung. Auf der rechten seite kann es auch irgendwann kommen, muss es aber nicht. Die chirurgen machen da jetzt erst mal nichts und ich bin ja rechts beschwerde frei.
Ich habe diese Op in Kassel machen lassen, weil die mit TOS patienten Erfahrung haben und es Deutschlandweit durchführen.
Man muss 10 tage im Krankenhaus bleiben, die schmerzen danach sind sehr schlimm aber man kriegt reichlich medikamente.
Ich bin echt froh, dass ich es hinter mir hab denn auch ich habe jahrelang gelitten und jetzt hab ich ein ganz anderes Lebensgefühl. Ich kann es nur empfehlen.
11. März 2010

Hallo Bella,

schön daß Dir die OP so toll geholfen hat. *g*

Ich denke, daß das dennoch eher nicht für mich geeignet ist. Bei mir werden ja "nur" die Nerven gereizt, die Blutbahnen hingegen werden nicht abgeklemmt und mir ist das Risiko einer möglichen Lähmung nach der OP einfach zu hoch.

Ich denke, jeder muß für sich selber abwägen, ob er sich operieren läßt oder nicht.

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