![]() | 27. Februar 2009 "Poesie zu den Jahreszeiten" - Teil II Und weiter geht's und lasst uns sammeln was es noch so an ... Gedichte, Zitate, Gedanken über .... "Blumen, Bäume, Wiesen, Wälder, Natur und Pflanzen.... Aphorismen und - Naturdüfte .... gereimtes rund um den Garten geht, der sich Natur nennt. "Laßt Blumen sprechen" .... "etwas durch die Blume sagen" sich "blumig ausdrücken" - diese geflügelten Worte zeigen heute noch die Bedeutung der Blumen in unserer Sprache. Würde mich freuen, wenn sich wieder viele daran beteiligen, um das - neue - "Gartenjahr" - hier erblühen zu lassen. Zum Einstieg : Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat. (Johann Wolfgang v. Goethe) |
![]() | 28. Februar 2009 Oh schön das es weiter geht... diesmal erweitert, wenn ich richtig gelesen habe! Ich liebe den Wald. In den Städten ist schlecht zu leben: Da gibt es zu viele der Brünstigen. Friedrich Nietzsche |
![]() | 28. Februar 2009 ~ Frühling ~ In tauiger Nacktheit eine junge Wiese, dünne silberne Stämme nackt, kühle Blütenblässe in der Luft. Ein rothaariges Mädchen nackt bis zu den Hüften. Nur um die Füße ein Gewand blaugrau aus Sonnenrauch. Durch die Wiese langsam ein glattes Wasser, entlang Weidengefaser, Röhricht, so um den Weiher und den Hügel hinauf. Eine bleiche Reifstarre, ein Frösteln im Grün und über den rotvioletten Buschweiden. Aber im zarten Wasser ein milchsüßes Blau und ein Rosa wie Mandelblüten, das Spiegelecho singender Wolken. Primelstille, Veilchenwärme und erregter Erdduft ringsum. In allem geht das halbreife Kind mit den schmächtigen keimenden Brüsten. Ein schmales Lächeln, das Lächeln des Kindes geht im Goldschein über die Wiese, durch stille Bäume und klingt im rosigen blauen Wasser. Sie greift nach den dünnen leeren Zweigen, das Reis saugt ihre Wärme. Um sie im Blaßblau und Rosa und Grün drängt ein weiches Erschließen, ein gelockertes Keimen. Silberiger Duft ist fern über die Höhe geweht, Samtstaub von Blüten, tauender Reifhauch über allen Farben. Das Goldgrün und das bereifte Blaugrün lispeln ein Sonnenscheinlied, das blaurote Gestrüpp wispert es und die grünweißen Schneeglöckchen neigen sich, schaukeln in daunenweichen Lüften. Der Zug der Zwergweiden trottelt den Hügel hinauf. Nur die Nächsten warten, lauschen mit dünnem, sehnsüchtigem blauen Blut und zittern in der Wärmer die von dem Leibe des Kindes strömt. Sein Fleisch ist blau und kühl, und nur vom roten Haar strahlt Wärme und aus den Augen. Braune Knospenaugen, noch von keinem Geschehnis geritzt. Die Lippen von den Zähnen gezogen, zwischen den Zähnen lispelt sie das Sonnenlied. Die braunen Augen horchen den Lippen und flüstern und lächeln mit den Lippen. Sie geht mit weichem kosenden Schritt. Sie vergißt keinen und grüßt alle. Sie ist eben erst erwacht aus dem reifdünnen Grase ohne Staunen, ohne Wundern es ist Frühling und sie streichelt ihn und lächelt mit seinem Rosa, seinem Blau, seinem Grün und seinem Silber. Dauthendey, Max (1867-1918) |
![]() | 28. Februar 2009 Die Veilchen will ich zum Strauße gereiht, aber die Rose allein. Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863) |
![]() | 01. März 2009 |
![]() | 01. März 2009 Ich werde nie zum Frühling sagen: Verzeihen Sie, Sie haben dort ein welkes Blatt! Oder zum Herbst: Nehmen Sie es ja nicht übel, aber dieser Apfel ist nur zur Hälfte rot. Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) |
![]() | 01. März 2009 Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär, wär zwar das Auge satt, der Magen aber leer. Friedrich von Logau (1604-1655) |
![]() | 04. März 2009 |
![]() | 04. März 2009 Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen. Bauernregel |
![]() | 06. März 2009 * An den Frühling... Willkommen, schöner Jüngling! Du Wonne der Natur! Mit deinem Blumenkörbchen Willkommen auf der Flur! Ei! ei! da bist ja wieder! Und bist so lieb und schön! Und freun wir uns so herzlich, Entgegen dir zu gehn. Denkst auch noch an mein Mädchen? Ei, Lieber, denke doch! Dort liebte mich das Mädchen, Und 's Mädchen liebt mich noch! Fürs Mädchen manches Blümchen Erbettelt' ich von dir - Ich komm und bettle wieder, Und du? - du gibst es mir? Willkommen, schöner Jüngling! Du Wonne der Natur! Mit deinem Blumenkörbchen Willkommen auf der Flur! Friedrich von Schiller (1759-1805) |
![]() | 06. März 2009 Die Nachtigall, sie war entfernt, - Der Frühling lockt sie wieder; - Was Neues hat sie nicht gelernt, - Singt alte, liebe Lieder.“ Johann Wolfgang von Goethe |
![]() | 06. März 2009 Vorfrühling... Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung an der Wiesen aufgedecktes Grau. Kleine Wasser ändern die Betonung. Zärtlichkeiten, ungenau, greifen nach der Erde aus dem Raum. Wege gehen weit ins Land und zeigens. Unvermutet siehst du seines Steigens Ausdruck in dem leeren Baum. Rainer Maria Rilke (1875-1926) |
![]() | 06. März 2009 Ein Tag im Frühling ohne Veilchenduft ist ein verlorener Tag. Paracelsus Theophrastus (1493-1541) |
![]() | 06. März 2009 Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen. Sie tragen einen weißen Flausch und sind mit Schrot zu schießen. Ich schieße keine Möwe tot! Ich laß sie lieber leben- und füttre sie mit Roggenbrot und rötlichen Zibeben. O Mensch,du wirst nie nebenbei der Möwe Flug erreichen. Sofern Du Emma heißest, sei zufrieden,ihr zu gleichen... Ch.Morgenstern |
![]() | 06. März 2009 Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling. Vincent van Gogh (1853 - 1890) |
