Geben sich männliche Subs mehr auf?

09. Februar 2009
Geben sich männliche Subs mehr auf?

Eine Beobachtung, die mir schon eine Weile quer im Kopf liegt: wann immer ich über das Profil eines männlichen Subs stolpere, lese ich Dinge wie "totale Hingabe", "völliger Gehorsam", "ihr Diener und Sklave", "lebe nur noch für meine Herrin" und derlei. Sehr, sehr selten finde ich mal einen Malesub, der seine Unterwerfung auf einem weniger absoluten Level betreibt.

Ich frage mich, ob diese Beobachtung subjektiv ist oder ob es tatsächlich sein kann, daß Männer sich in ihrer Hingabe derartig überstürzen... Zwar gibt es auch Frauen, die so etwas in ihrem Profil haben, aber die sind allermeistens in festen Beziehungen oder Gor-Anhängerinnen. Der Großteil der weiblichen Subs scheint mir da eher auf einen "gesunden Abstand" zur totalen Unterwerfung (die bei Männern oft mit Kontovollmacht, "Taschengeld", Keuschhaltung, Paßwortübergabe etc. pp. einhergeht) zu achten.

Habt ihr ähnliches auch schon mal beobachtet? Und woran kann es liegen, wenn Männer sich derartig rückhalts- und rücksichtslos verschenken?
09. Februar 2009
@Elora ...

Dieselbe Frage habe ich mir auch des öfteren gestellt.

Mir ist es auch schon öfters aufgefallen, sei es in Profienl oder auch im Austausch im Chat das die Form des Unterwerfens, des dienens etc bei malesubs stärker ausgeprägt ist und zu extremen (in meinen Augen) neigt.

Vielleicht weil der Druck von aussen und/oder durch Anerziehung der Eltern größer ist als der bei Frauen...der stärkere und führende zu sein. Das der Wunsch dies abzulegen aufgrund einer devoten Neigung dann dazu führt (vielleicht unterbewusst...) wenn abgeben der oben genannten Eigenschaften... dann ganz... .
Dies ist reine Spekulation!

Ich bin mal gespannt auf Antworten... vielleicht auch Begründungen von malesubs wenn es so ist- warum es so ist.

lieben Gruß vom Püppi
09. Februar 2009

Ich denke, dass vieles in den Profilen der genannten Malesubs eher Kopfkino ist - in der Realität bleibt dann oftmals wenig davon übrig.

Woran es liegt, dass Malesubs da zu Extremen neigen, und sei es erstmal nur in der Beschreibung und dem Kopfkino, kann ich allerdings nicht wirklich begründen. Vielleicht hat es, wie @Puppenspieler schon sagte, mit dem äußeren Erfolgsdruck zu tun - keine Ahnung. Dass man also, um diesen abzuschütteln, quasi das gegenteile Extrem wünscht und sucht. Vielleicht ist es auch so, dass man(n) da (auch wieder anerzogener Druck) den WUnsch hat, es direkt in aller Konsequenz, Härte und eben überhaupt richtig zu machen - nicht so Larifari-Soft-SM, sondern direkt die harte Nummer! Keine Ahnung, kann ich nicht verstehen, nein.
09. Februar 2009

Im Nachgang stellt sich mir auch die Frage, ob diese Malesubs nur auf das reagieren, was sie an Ansprüchen von weiblichen Doms abbekommen - sprich, ob weibliche Doms mehr die totale Unterwürfigkeit wünschen oder verlangen als männliche... aber das ist vermutlich schon wieder ein neuer Thread...

Ich möchte nur kurz sicherstellen, daß ich nicht falsch verstanden werde: ich verurteile niemanden für seine Art, SM zu leben, egal ob als Kajira, Pet oder sonstwie. Aber es macht mich irgendwie hibbelig, wenn ich diese buchstäblich sklavischen Profile lese. Es kommt mir so vor, als würden Männer, die sich so anbieten, nicht nur ihre Unterwürfigkeit anbieten, sondern auch gleich ihre Würde.
09. Februar 2009

Also ich erinnere mich gerade an einen Thread ( BDSM Niedersachsen: Wenn Dom Sub isoliert ), danach glaube ich nicht, dass es in dieser Hinsicht relevante Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Subs gibt, zumindest nicht im realen Ausleben.

Was den Text in den Profilen angeht, denke ich ist der Ansatz vom Puppenspieler richtig, vielleicht ist es für den Male-Sub eine größere Überwindung, und wenn er sich dann einmal entschlossen hat, dann aber auch richtig! *g*

Vielleicht hängt es aber auch mit dem öffentlichen Bild des devoten Mannes zusammen, die Male-Subs mit solchen Profilen versuchen vielleicht, diesem Bild zu entsprechen.

Ich würde mich freuen, wenn sich hier auch einige Male-Subs noch dazu äußern würden.
09. Februar 2009

Ich kann mir gut vorstellen, dass Malesub vielleicht auch einfach nur denkt, dass "das so sein muss" und aus Angst, keine Dommse zu finden, eben einfach alles angeboten wird was geht, aus dem Glauben heraus, dass die Dominante es genau so auch gerne haben will.

Denn umgekehrt stelle ich auch fest, dass zumindest öffentlich häufig Femdoms beispielsweise fast durch die Bank Fotos veröffentlichen die auf vollste Strenge getrimmt sind, wo in den Profilen auch gerne bis ans Äußerste gegangen wird. Da erscheint es mir mitunter auch so dass jene womöglich denkt, sie müsste das bieten, um ihr Gegenstück zu finden.

Meine persönliche eigene Perspektive ist hier nun nicht so hilfreich, weil es für mich doch eine große spielerische Komponente hat und ich überdies ja auch nicht durchweg Subbie-Veranlagt bin. Gewisse Extreme finden sich aber auch bei mir, z.B. macht mich die totale Bewegungslosigkeit seeehr an oder auch eine komplette sensorische Deprivation, auch Isolierung. Das hat aber alles durchweg eher masochistische, weniger devote Wurzeln, und so lässt sich das schlecht mit jenen vergleichen, die sich einer Frau ja voll und ganz unterwerfen möchten.

Wäre aber mal wirklich spannend zu erfahren was für einen Grund jemand, der diesen Wunsch hat, dafür nennt. Vielleicht ist er ja so entwaffnend, dass hier auch alle nur sagen "na, dass ich da nicht selbst draufgekommen bin, stimmt eigentlich ...". *g*
09. Februar 2009

Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und bin mal zu folgendem, noch nicht genannten Ansatz gekommen:

MaleDoms haben, wenn die Unterwürfigkeit der weibliches Sub zu wünschen übrig lässt, immer die Möglichkeit die Unterwerfung mit Muskelkraft durchzusetzen, die sub also wörtlich "in die Knie zwingen", da in dieser Konstellation der Dom im Normalfall der körperlich überlegene Part ist.
Bei FemDoms ist das im Normalfall nicht, oder nur bedingt möglich, daher rührt vielleicht der Anspruch der völligen Unterwerfung, denn nur so lässt sich sicher stellen, dass der sub der Domse nicht auf der Nase herum tanzt und die Domse hilflos daneben steht.

Anders herum ist es vielleicht auch nur für extrem devote Männer möglich, sich einer Frau, also jemand körperlich Unterlegenem, zu unterwerfen. Bei schwächer ausgeprägter Neigung könnte ein Gedanke wie "ich könnt die ja jederzeit umhauen", dem Wunsch, als sub komplett abschalten und sich unterwerfen zu können, im Wege stehen.

*my2cents*
09. Februar 2009

Genau dies habe ich mir heute (angeregt durch einen Strang in einem anderen Forum) auch überlegt. Wobei zu sagen ist, dass ich mich hauptsächlich auf Beobachtungen in Foren stütze, weniger auf echte Bekanntschaften. Es gibt hier natürlich auch einige Paare in dieser Konstellation,bei welchen man die gegenseitige Liebe und die Achtung der Frau gegenüber ihrem Sklaven sehr gut merkt.

Mir ist aber aufgefallen, dass viele männliche Subs sich kriecherischer geben als Frauen. Von weiblichen Subs hört man kaum Aussagen wie "ich bin Ihrer Gnade nicht wert / ich bin ein Wurm / ich habe nichts Besseres verdient etc.". Ich erlebe hier und andernorts viel mehr männliche Subs die sich wertlos schreiben als weibliche. Männliche Subs siezen ihre Domsen auch viel öfter, das Verhältnis scheint häufig irgendwie kühler als zwischen Maledom und Femsub.

Vielleicht ist ein Grund, dass man annimmt, dass der Mann auf sich selbst aufpassen kann, während die weibliche Sklavin viel mehr als beschützbares Wesen angesehen wird.

Ein anderer Grund dafür könnte sein, dass es im Verhältnis wahrscheinlich relativ wenige dominante Frauen gibt. Die Malesubs sind froh, überhaupt eine Domina zu kriegen. Während für die weiblichen Subs die Auswahl an Doms doch etwas grösser ist.
09. Februar 2009

Mir ist das auch schon bei den Nicknamen männlicher Sub, vor allem in der SZ aufgefallen. Da findet man sehr häufig "wertlose Schweine", oder "nichtsnutzige dreckstücke". Ich bin mir allerdings nicht sicher in wie weit der Großteil dieser sich vollkommen aufgebenden Malesubs wirklich real ist bzw. inwieweit diese vollkommene Aufgabe nicht nur im Netz stattfindet.

Ich freue mich jedesmal wenn ich das Profil eines maßvoll mit seiner Submissivität umgehenden Mannes lese.

Abgesehen davon das ich persönlich einen submissiven Menschen der sich mir anvertraut und ein Stück seines Lebens in meine Hände legt, als etwas wertvolles betrachte, bin ich ein Mensch der eher auf die schönen Dinge abfährt. Da würde es halt nicht passen ein Dreckstück oder ein Schwein zu fi.......:-) Also nicht gegen Demütigung, aber halt nicht als Lebenseinstellung.;)

Bodo
09. Februar 2009

Männer sind immer ganz genau. Wenn sie glauben, sie hätten sich einmal für etwas entschieden, dann ziehen sie ihr Ding auch durch, konsequent und ohne Wenn und Aber.
Dann werden Männer stärker durch ihre Triebe gesteuert, also so frei ist ihre Entscheidung gar nicht. Da ja nun die Triebe nicht immer wirken, in dieser Beziehung sind Männer sehr unstet, schaltet sich irgendwann wieder der Verstand ein, dann aber auch ganz konsequent und mit durchschlagender Wirkung. Einige bekommen vorher Schiss, sie möchte ich mal außen vor lassen. Aber andere können ihre Rolle in einer D/S-Beziehung mit ihrer Rolle, die sie im täglichen Leben spielen müssen und die diese auch gern spielen, nicht vereinbaren. Sie fühlen sich und werden auch manchmal überfordert und kommen schlagartig zur "Vernunft". Das war es dann gewesen, und eine Femdom weiß gar nicht, was sie falsch gemacht hat, weil sie den Charakter der Männer nicht kennen.

Diese ganzen devoten Texte werden im Stadium höchster Geilheit geschrieben. Eine Frau, die meint, sie müsse bei denen, die solche Texte schreiben, nur besonders dominant sein, täuschen sich selbst. Nun, einige Frauen mit Erfahrung werden das ja wissen.
Ich würde solche bekloppten Texte nicht schreiben. Einer Frau, die auf so etwas eingeht, würde ich nicht über den Weg trauen.

Und. Egal, was die Männer schreiben, falsch ist es immer. *g*
10. Februar 2009

vielleicht manchmal zum teil einfach der harte wettbewerb der zu extremen formulierungen greifen läßt, in der hoffnung auf mehr aufmerksamkeit? das zahlenmäßige mann-frau verhältnis ist für male-subs ja deutlich ungünstiger als für ihre weiblichen gesinnungsgenossinen hab ich den eindruck. *nixweiss*
10. Februar 2009

Eine reine Theoretisierung:

Frauen wird in der Gesellschaft eher nicht die dominante Rolle zugedacht. Daraus folgt, dass Frauen, die nur eher dominant sind, sich eher angepasst verhalten werden. Die Frauen, die dennoch aus dem Raster fallen sind dementsprechend "härter" drauf, da sie ansonsten gar nicht zu ihrer dominanten Seite gefunden hätten.

Für Männer wird umgekehrt etwas ähnliches gelten denke ich.

Hinzu kommt aber bestimmt, dass es tendenziell mehr devote, als dominante Menschen gibt. Ich unterstelle Männern jetzt einfach mal einen stärkeren Trieb und deshalb auch Anpassungen in Richtung Pseudodom bzw. -sub.

Mir scheint der Frustrationsgrad bei dominanten Frauen relativ hoch, vllt. weil sie klarere Vorstellungen/Erwartungen haben? Oder weil sie ständig enttäuscht werden, wie leif schrieb?

Das würde jedoch heißen, dass Männer nur so tun als ob. *gruebel*
10. Februar 2009

Da sind ein paar echt interessante Gedankengänge dabei... aber irgendwie auch traurig, wenn sich jemand derartig ins Extreme lehnt, weil er glaubt, daß er sonst niemanden findet *snief*
10. Februar 2009
Kann ...

... es nicht auch sein das es daran liegt das Männer eher weniger umschreiben sondern eher ganz direkt sagen was sie wollen bzw. was sie meinen zu wollen?

Dazu dann das Kopfkino,...vieleicht entstehen dadurch manchmal solch Profile und Nicknamen.

LG xSabinex
10. Februar 2009
?bin ich sub?

ich übernehme sehr gerne den devoten teil im spiel aber bin ich deshalb schon sub...........ich denke nicht da ich mit meiner sexpartnerin in augenhöhe kommuniziere

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