Haben Beziehungen ein Haltbarkeitsdatum?

 
Themenersteller
29. Januar 2009
Haben Beziehungen ein Haltbarkeitsdatum?

Aufgrund eines anderen Themas hier im Liebe und Beziehungsforum frage ich mich, ob Beziehungen "ablaufen" können und dies auch zwangsläufig tun.
In diesem anderen Thread geht es unter anderem um die Frage, ob man sich auch innerhalb der Beziehung jedes Bedürfnis erfüllen sollte. Einige meinten ja, auch wenn es gegen Absprachen geht oder zur Trennung führen sollte.
Nun bin ich Single und spreche mit anderen Singles darüber. Für viele Singles wäre es das Wundervollste eine Partnerschaft zu haben, den "Richtigen" zu finden und mit dieser Person eine Beziehung zu führen und viele Singles wissen gerade wie schwer es ist eben diesen Menschen unter all den vielen anderen zu finden.
Ich wundere mich an dieser Stelle immer wie leichtfertig teilweise mit bestehenden Beziehungen umgegangen wird. Ich hoffe ich kann mich halbwegs klar ausdrücken. Warum wird etwas, das so schwer zu finden ist und ich meine hier Liebe, teilweise wegen eines sexuellen Kicks, wegen der Spannung aufgegeben oder zumindest in Kauf genommen, dass dadurch die Beziehung in die Brüche geht? Weshalb kann mancher nicht dankbar sein für das was er hat, anstatt immer mehr zu wollen?
Gerade das Thema Sex wird hier oft zum Mittelpunkt. Dem einen ist der Sex zu wenig, dem anderen nicht ausgefallen genug, wieder ein anderer möchte aber noch Sex mit Freunden, Partyhasen usw., nun gab es kürzlich eine Studie, dass Singles bei weitem weniger Sex haben als Menschen in Partnerschaften. Ich selbst kenne Single(männer), die seit Jahren überhaupt keinen Sex mehr hatten, teils freiwillig, teils unfreiwillig. Und wieder fange ich an zu überlegen - derjenige in der Beziehung hat im Regelfall geregelten Sex, aber langfristig reicht ihm das nicht, es muss mehr sein, besser sein. Dabei frage ich mich im Vergleich zu was? Ist manchen Menschen vielleicht gar nicht mehr bewusst was sie eigentlich schon haben? Wie gesagt ich vergleiche hier Single - Nichtsingle. Wird man vielleicht nach langer Zeit in Beziehungen, ich sage es mal überspitzt, undankbar und sieht nicht mehr wie wertvoll eine Liebe sein kann? Fällt die Liebe langfristig einem Haltbarkeitsdatum zum Opfer, weil es ihr an Frische fehlt? Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.
 
29. Januar 2009
sehr viele fragen...

Fällt die Liebe langfristig einem Haltbarkeitsdatum zum Opfer, weil es ihr an Frische fehlt?
darin besteht die grosse kunst. eine liebe jeden tag auf´s neue wie am ersten tag erleben zu wollen!

in einer zeit, geprägt durch wegwerfkameras, drive-in und cofe-to-go, fehlt den meisten menschen schlichtweg die motivation, sich zeit für die bestehende partnerschaft zu nehmen, um diese zu pflegen.

klar lässt die leidenschaft mit der zeit nach, und weicht der vertrautheit. die art der liebe ändert sich. aber es ist meiner meinung nach sehr wohl möglich, die leidenschaft am leben zu erhalten.

ich behaupte ganz provokativ: die meisten menschen heutzutage sind schlichtweg zu faul, sich jeden tag neu zu bemühen um ihre partner/innen! denn das bedeutet arbeit. und um nicht arbeiten zu müssen, ist den meisten jede ausrede recht (ich spanne jetzt bewusst nicht den bogen zum thema hartz VI! - aber das grundprinzip ist das selbe!)...

gruss, t.i.m.
 
29. Januar 2009
Ohje..

hätte ich nicht gedacht, Aber ich muss t.i.m. vollkommen Recht geben.
Am Anfang ist man noch richtig froh,das man einen Partner gefunden hat. Viell. auch genau der richtige. Aber nach einiger Zeit schläft es nun mal ein.

Wie sagte Evje van Dampen (Hape Kerkeling) : Beziehung heißt Arbeit,Arbeit,Arbeit !

Und wenn man daran nicht Arbeitet.. ist es irgendwann auch wieder vorbei!
 
29. Januar 2009

Ich wundere mich an dieser Stelle immer wie leichtfertig teilweise mit bestehenden Beziehungen umgegangen wird

Das kann man nur nachvollziehen wenn man sich in so einer Beziehung befindet. Und zwar in einer langjährigen Beziehung.

Ich finde es immer interessant mir von Leuten die Single sind oder gerade mal 2 Monate zusammen sind Tipps anzuhören.
Und wenn ich dann Sprüche höre wie miteinander Reden, oder die Beziehung zu beenden dann könnte ich echt die Wand hoch.

Aber da ich scheinbar zu blöd dazu bin diese Situation zu erklären, lasse ich es lieber.

LG Jutta die

*headcrash* weil sie immer wieder auf solche Beiträge schreibt und außerdem heute nicht ihren besten Tag hat
 
29. Januar 2009

bei vielen mag der Sex im Vordergrund stehen, gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit.
Es gab einen ähnlichen thread mit der Frage das Eheversprechen zeitlich zu begrenzen, um sich daraus dann lösen zu können ohne schwerwiegende ??Probleme..
Unsinn oder nicht Unsinn wäre hier die Frage..?
In vielen Beziehungen wird nur einseitig gearbeitet(nicht im sinne von Hartz IV) *zwinker* und das bringt sie zum wanken und späterem Scheitern. Wenn ein Zahnrad knackert findet es nicht den Rundlauf, somit, wenn der Alltagstrott eintritt, lässt auch anderes nach.
und auch ich lese oft, wie kurz manche Beziehungen halten mit kopfschütteln.Alle wollen immer gleich alles perfekt haben.. geht doch aber nicht.
Es bleibt reine Beziehungsarbeit.
 
29. Januar 2009

@bigmami63 nicht den Kopp gegen die Wad kloppen *troest*

Du hast doch vollkommen Recht. Singles können dies Nicht nachvollziehen,wenn sie nicht in einer langjährigen Partnerschaft Leben.
Auch 2 Monate beziehung ist noch nichts (verliebtheitsphase) *gaehn* die hatte jeder mal (am Anfang) !
Aber wenn man den Partner Jahre(!) kennt, ist es alles anders als noch am Anfang !
Zudem,der partner verändert sich auch in einer Beziehung/ehe ! Man selber verändert sich auch. Ob es zum positiven oder negativen hingeht.. tja..das wird man dann sehen !
 
29. Januar 2009
Eine Beziehung

ist wie ein Haus, man muss da immer was dran machen damit man es im guten Zustand hat und man sich Wohfühlt.
Diese Arbeiten müsse aber von beiden gemacht werden, ist das nicht der Fall geht es in die Hose.
 
Themenersteller
29. Januar 2009

Nun, nur kurz soviel, auch aktuelle Singles hatten Beziehungen ;-), auch ich hatte eine lange Beziehung, also ganz so getrennt sehen kann man es wohl nicht. Aber ich lasse euch erst noch ein wenig schreiben und sammle eure Gedanken.
 
29. Januar 2009

@funny80

dann hat sich die Frage doch eigentlich erübrigt (oder seh ich das falsch?)
Du weißt doch die antwort auf deine fragen. So leid es mir tut,das die beziehung nicht gehalten hat.

Aber die anderen können ja auch was dazu schreiben *gg*

*es sei euch erlaubt* *lol*
 
Themenersteller
29. Januar 2009

Nein, es geht dabei nicht um meine alte Beziehung, es geht um die Frage, ob Beziehungen generell an Wert für einen selbst verlieren, ob der Partner an Wert verliert, weil man ihn für selbstverständlich hält. Ob Beziehungen an Wert verlieren, weil Nachbars Wiese immer grüner ist als die eigene, nicht weil es wirklich so ist, sondern weil man die eigene Wiese kennt und sie für langweilig einstuft, für uninteressant. Ich stelle die Frage ob man die eigene Beziehung noch realistisch einschätzt oder ob man denkt sie ist an sich ersetzbar, ohne zu sehen wie schwer es ist einen Menschen zu finden den man liebt und der dich liebt. Es soll schlicht diskutiert werden, ich suche keine Hilfe oder ähnliches, mich interessieren eure Auffassungen dazu *g*
 
29. Januar 2009

Nein, es geht dabei nicht um meine alte Beziehung, es geht um die Frage, ob Beziehungen generell an Wert für einen selbst verlieren, ob der Partner an Wert verliert, weil man ihn für selbstverständlich hält. Ob Beziehungen an Wert verlieren, weil Nachbars Wiese immer grüner ist als die eigene, nicht weil es wirklich so ist, sondern weil man die eigene Wiese kennt und sie für langweilig einstuft, für uninteressant. Ich stelle die Frage ob man die eigene Beziehung noch realistisch einschätzt oder ob man denkt sie ist an sich ersetzbar, ohne zu sehen wie schwer es ist einen Menschen zu finden den man liebt und der dich liebt. Es soll schlicht diskutiert werden, ich suche keine Hilfe oder ähnliches, mich interessieren eure Auffassungen dazu

Den wert an dem Partner darf man nie verlieren. Sonst ist die Beziehung sowieso hinüber!
Ich halte meinen Partner nicht für selbstverständlich. Ich weiß auch wie schwer es sein kann,einen neuen Partner zu finden, der nicht nur auf eine sex-Beziehung aus ist !
(was aber viele davon abhält, die beziehung zu beenden weil - keine liebe mehr im spiel ist-weil man misshandelt wird-weil man ungerecht behandelt wird uvm ,weil sie einfach angst haben wie es sein kann,wenn sie alleine sind. Was wird danach passieren? Finde ich einen neuen oder bleib ich ewig allein?)
 
29. Januar 2009
also...

.. wir kennen uns nun seit 15 jahren... halbes leben sozusagen...

wenn man da nihct an sich und der beziehung arbeitet hat man sicherlich ein haltbarkeitsdatum, die beziehung läuft irgendwann nur noch so, dass man nebeneinander herläuft und nichts mehr viel investiert...

wir machen das so, dass wir regelmässig neue dinge ausprobieren, neue menschen kennenlernen und abwechslung erzeugen.
auch ein grund, warum wir uns hier damals angemeldet haben....

wenn man also dran arbietet,kann gar nichts schief gehen...

wenn da nur die entwicklung des einzelnen nicht wäre... denn man muss schon immer drauf achten, dass man bei seiner persönlichen entwicklung auch an seinen partner denkt... denn der gehört nunmal zum leben dazu...
 
29. Januar 2009
Eigentlich...

... fehlt es vielen schlichtweg an Loyalität.
Denn wenn die wirklich beiderseitig gegeben ist, kann man kaum eine Beziehung an die Wand fahren lassen, finde ich. Jedenfalls nicht solang man das nicht möchte.

Doch besagte Loyalität ist selten... weil anstrengend, weil sie viel Denkarbeit und Empathie braucht, und das Augenmerk darauf verlieren die meisten leider mit der Zeit, wenn sie es überhaupt hatten.

Respekt ist der andere wichtige Baustein. Wenn ich den anderen respektiere, genau wie er ist, ihn nicht ändern oder zurechtbiegen will, sondern mir immer bewusst mache, dass ich ihn mir ausgesucht habe, genau WEIL er so ist wie er ist....und das natürlich auf Gegenseitigkeit beruht, ganz wichtig, kann mir persönlch kein kurzweiliger Sex mit einem Fickhäschen wichtiger sein als mein Seelenzuhause bei meinem Partner.

Aber... FastFood ist eben in... Trends ein MustHave...und viele konzentrieren sich eben darauf, dem hinterherzuhecheln. Habenwollen, erlebenmüssen ist so manch einem wichtiger als ruhig auszukosten was man hat. Leider.
 
29. Januar 2009
Ja, genau die Loyalität

... ist das A und O einer langjährigen Beziehung. Das Kribbeln und Knistern der Verliebtheit weicht nach spätestens zwei Jahren Paarbeziehung dem "normalen" Zusammengehörigkeitsgefühl, dem Gefühl tiefer Verbundenheit, dem Gefühl von Liebe oder wie auch immer man das, was gemeinhin als "Liebe" bezeichnet wird, beschreiben mag. Um auf Dauer miteinander leben zu können, ist es erforderlich, gewillt zu sein, den Alltag miteinander zu teilen, und der besteht nunmal nicht aus einer endlosen Aneinandereihung von Hochs, Glücksgefühlen und Schmetterlingen im Bauch.
Zum einen sind also so grundlegende Dinge wie Respekt, Achtung und Wertschätzung vonnöten, zum anderen aber auch ein nicht unerhebliches Maß an Realismus und die Fähigkeit bzw. der Willen, die in jeder Beziehung (nicht nur in Liebesbeziehungen) irgendwann auftauchenden Beziehungsflauten auszuhalten und durchzustehen, ohne das Heil in der Flucht zu suchen oder sich so nebenbei woanders abzulenken. Verkürzt ausgedrückt könnte man das mit dem altmodischen (?) "in guten wie in schlechten Tagen" zusammenfassen.
Das "Problem" sehe ich darin, dass heutzutage Beziehungen nicht mehr in erster Linie der Versorgung und Absicherung dienen, wie das noch in der Generation unserer Großeltern meist der Fall war. Wenn man sich erst einmal gebunden hatte, war das für den Rest des Lebens nahezu unwiderruflich. Es gab keine wirkliche Alternative. Heute sind langjährige (vielleicht sogar auch "lebenslängliche") Beziehungen immer noch der Wunsch der meisten Menschen, aber es werden bei weitem nicht mehr so viele "Nebenwirkungen" auf Dauer in Kauf genommen. Die Schmerzgrenze ist früher erreicht, und - glücklicherweise! - können sowohl Männer als auch Frauen nach einer Trennung ein normales Leben führen, ohne gesellschaftlich oder wirtschaftlich ins Abseits zu geraten.
Dass Beziehungen in unserer Zeit oft und frühzeitig scheitern, liegt also nicht nur an mangelnden "altmodischen" Tugenden, sondern auch an der Freiheit, die wir heute haben.
 
29. Januar 2009
Diese Zusammenschau ...

... ich behaupte ganz provokativ: die meisten menschen heutzutage sind schlichtweg zu faul, sich jeden tag neu zu bemühen um ihre partner/innen! denn das bedeutet arbeit. und um nicht arbeiten zu müssen, ist den meisten jede ausrede recht ... und ...
... wenn man da nicht an sich und der beziehung arbeitet hat man sicherlich ein haltbarkeitsdatum, die beziehung läuft irgendwann nur noch so, dass man nebeneinander herläuft und nichts mehr viel investiert ...

... hört sich unangenehm und fies an. *panik*

Um den/die anderen/e bemühen ... arbeiten, weil man ansonsten schlichtweg zu faul sei, investieren ... Kapitalanlage?*gruebel*
Nö.

Hat man sich bereits so kennengelernt und an den/die Partner/-in und dem Haus Beziehung gearbeitet oder vielleicht den/die Partner/-in bearbeitet, getäuscht? Dann war man es nicht selbst und hat durch Arbeit und vielleicht Verstellung ein Bild oder Profil von sich geschaffen, dass durch schwere Arbeit aufrechterhalten werden muss. Wie bitter und die Beziehung wird sich auf Dauer dennoch nicht aufrechterhalten lassen. Schwächeln wird nämlich jede/er einmal. War man es aber selbst und hat man den/die Partnerin so, wie sie waren, um ihrer selbst gefunden, muss man nicht arbeiten, sondern darf sich jeden Tag von neuem freuen, was einem doch für ein Glück beschert worden ist.

Beim Stichwort „Faulheit“ kann ich jedoch zustimmen. Dies führt oftmals dazu, dass man sich dann auch gehen lässt ... und ... schon ist man völlig anders, wird überhaupt nicht wiedererkannt und ist nicht die/der, die/der man einmal war.

LG
Cabal

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