![]() | 10. Dezember 2008 Frustration-Masturbation ??? Masturbation ist nach meiner und objektiver Meinung etwas völlig natürliches, fast jeder macht es, es ist gesund, macht Spass, macht ausgeglichen, hilft in der Partnerschaft eine unterschiedilche Libido auszugleichen ... nichts also, was irgendwie moralisch verwerflich oder physisch ungesund wäre. Nun habe ich aber bei meinen Partnerinnen öfter mal eine Diskrepanz in ihrer Wahrnehmung zum Thema gemacht. Meine Erfahrung ist, dass bei Frauen das Thema Masturbation im Allgemeinen, aber auch die weibliche Masturbation im Besonderen mit einer Art Tabu belegt ist. Ich meine, Männer haben eigentlich überhaupt kein Problem damit zuzugeben, dass sie öfter mal gerne Hand bei sich anlegen, stehen dazu und geniessen es. Warum ist das bei Frauen oft anders? Ich hatte schon öfter Partnerinnen, für die das ein Reizthema und Tabu war. Die eigene Selbstbefriedigung wurde verleugnet, obwohl sie ausgeübt wurde - meine Masturbation wurde toleriert, aber damit in irgendeiner Weise konfrontiert werden, wollte man nicht. Das Thema, sich beim Masturbieren mal zuzuschauen wurde als pervers und anormal abgetan - und das, obwohl man weder katholisch erzogen noch "katholisch" im moralischen Sinne war, oder in etwa total sexuell verklemmt. Allein die Vorschläge und Aüßerungen, es mal gemeinsam zu machen, sorgten für viel Frust und Streit, obwohl ich sie nie dazu direkt aufgefordert hätte. Wie kommt das? Warum haben viele Frauen Probleme mit ihrer eigenen Masturbation, mit Masturbation im Allgemeinen und Speziellen? Mir geht es jetzt nicht darum, Statements zu hören, wer das alles normal und natürlich findet, sondern um eine Analyse eines speziell weiblichen Tabus? Welche Frau hier, hat selbst ein Problem damit, oder könnte Aufschluss darüber geben, warum für manche Frauen das Thema ein Reizthema ist? Liegt es an der Erziehung? Ist es ein Trauma? Sehen sie die männliche Masturbation als eine Art Konkurrenz zu sich selbst, oder liegt es an einem geringen Selstwertgefühl? Wer bringt Licht ins Dunkel? |
![]() | 10. Dezember 2008 Manchmal ergibt es sich im Liebesspiel, dass ich selbst Hand anlege, und ich halte das für ziemlich normal. Voraussetzung ist, dass meinem Partner klar ist, dass ich es nicht mache, weil "er mir nicht reicht", oder nicht gut genug ist. Auf solche Diskussionen hätte ich so gar keine Lust. Manchmal ist es aber auch einfach nur "meins", das ich gar nicht teilen, zeigen, erklären, kaputtreden möchte. Momente mit mir und für mich, in denen eine andere Person einfach draußen bleibt. Mit Tabu hat das nichts zu tun. Was Deine Frage anbetrifft: Könnte es sein, dass deine Partnerin Dir nicht das Gefühl geben möchte, Du bist ihr nicht genug? |
![]() | 10. Dezember 2008 Ganz spontan fällt mir dazu ein, dass "Frau" ja nie einen Grund hat, "da hin" zu greifen. Männer müssen "Hand anlegen", um z.B. urinieren zu können. Also ist es für sie auch ganz normal, "da hin" zu fassen. Wenn Frau das tut, steht dann wohl immer eine sexuelle Absicht dahinter, die schon immer tabuisiert wurde. Zumindest in meiner Generation war es wohl eher so, dass "Mädchen" bzw. Frau keine sexuellen Absichten haben sollte, denn sonst war man ja "böse" oder auf dem direkten Weg zur "Schlampe", die es "darauf anlegte". Ausgereift ist dieser Gedankengang nicht - aber vllt nachdenkenswert Lieben Gruss Sie v. Arschi_medes |
![]() | 10. Dezember 2008 gibt... es in der heutugen zeit wirklich noch frauen die so denken...vor jahren haette ich vielleicht aouch noch anders gedacht... es ist meine lust die gelebt werden moechte....also warum tabu...vr allem nicht vor meinem partner... ich muss dazu sagen es allein zu tun danach ist mir gerade nicht...weil ich in dieser beziehung alles bekomme was ich brauche...und dazu gehoert auch das mit ins liebenspiel ein zubeziehen... |
![]() | 10. Dezember 2008 Damals hätte ich es auch nicht nicht zugegeben das ich masturbiere. Lag daran das ich nicht genug Selbstvertrauen hatte. Manche kennen es eben nicht sexuell so offen zu sein, oder machen es eben deswegen nicht, damit man nicht denkt sie seien leicht zu haben, nur weil sie übers masturbieren sprechen. Jede hat eben einen anderen Grund. Schade für dich das du noch keine Partnerin hattest die da offener war, das ist schon schön wenn man das masturbieren mit beim gemeinsamen Sex einbaut. Es ist Abwechslung und auch sehr erregend. Vielleicht sprichst du mit deiner artnerin einfach nochmal in ruhe darüber. Hila |
![]() | 10. Dezember 2008 Matsurbieren während des Geschlechtsverkehrs finde ich auch ab und zu geil und stehe auch dazu ABER wenn ich die Wahl habe "Masturbieren allein" oder "Geschlechtsverkehr mit einem passenden Partner" dann entscheide ich mich grundsätzlich für das Geschlechtsverkehr! In der letzten Zeit empfinde ich das Masturbieren als "erbärmlicher" Ersatz für Geschlechtsverkehr, denn es ist nicht ausreichend, es macht mich traurig, weil eben die Körperlichkeit fehlt und die anderen Sinne alle auf der Strecke bleiben Hast DU schon mal daran gedacht, dass Sie das gar nicht mag? Aber da ist noch das Problem, sie redet nicht mal darüber...hmm da könnte sein, dass ihr was wiederfahren ist ..während oder wegen Masturbieren und deswegen einen psychischen Knackpunkt für sie geworden ist, zu einer Art Blockade bei ihr führt! |
![]() | 10. Dezember 2008 Vielleicht ist es manchmal die Scham, vor der eigenen Reaktion.Zuzugeben, das auch zuschauen erregt.Denke,das manche Frauen sich da selber im Wege stehen und Angst davor haben,sich zu öffnen.Dabei gibts eigentlich gar nichts zu verlieren,sondern nur zu gewinnen.Was mich betrifft ,gibt es nichts gegenüber meinem Partner,wofür ich mich schäme oder was mir peinlich wäre.Absolutes Vertrauen,denke das ich das Geheimnis. |
![]() | 10. Dezember 2008 Grade umgekehrt Meine Erfahrung ist zumindest zum Teil, dass der Mann nicht dazu steht oder ich nicht zusehen darf und mein eigenes Bekenntnis zur Mastrubation lieber nicht gehört werden möchte. Schade, es ist aus meiner Sicht eine Spielart und Bereicherung des Liebeslebens. Wer kennt noch solche Männer oder hat solche Erfahrungen gemacht? Tanzmaus |
![]() | 10. Dezember 2008 @ tanzmaus mein Exfreund war auch so einer. Wir haben nicht zusammen gewohnt und ich wusste, dass er es sich abends oft selbst macht. Aber alleine davon zu erzählen ist ihm unendlich schwer gefallen. Heute gehört Masturbation für mich einfach dazu. Ich machs mir selbst, wann ich Lust dazu habe. Manchmal mehrfach die Woche, manchmal wochenlang nicht. Es steht auch in keinem Zusammenhang mit der Quantität oder Qualität mit dem Sex, den ich mit meinem Mann habe. Es ist "mein Ding". Wenn er was darüber wissen will, ok, aber manche Gedanken halte ich auch lieber für mich. Im Gegenzug gönne ich ihm auch seine "Alleingänge", wenn er selbst Hand an sich anlegt. Aber wir machen es uns auch schon mal gemeinsam selbst. Alles nach Lust und Laune. :o) |
![]() | 10. Dezember 2008 interessantes thema. selbstbefriedigung - da steckt ja der ganze sinn schon drinnen - für sich selbst. und nicht für andere. und so sehe ich das auch - das ist - wie's manche schon so schön genannt haben "mein ding". da bin ich mit mir allein und tu mir gutes und das dann wann immer ich zeit, lust und laune dazu hab. reden kann ich noch nicht so lange drüber ein paar jahre vielleicht. womit das zusammenhängen könnte? gute frage. "da drüber redet man nicht" das ist das was mir als erstes in den sinn kommt, also erziehung. tabu im sinne von "mann/frau tut das doch nicht" war es für mich nie. nur würds für mich aus heutiger sicht (alles andere will ich gar nicht ausschließen) nicht in frage kommen es mir selber vor meinem partner zu machen. weils einfach meine ureigenste sexualität ist, die ich dann auch mit niemandem teilen will. sex mit dem partner ist einfach was anderes - eben MIT dem partner. schätze es hat vielleicht auch etwas damit zu tun ob man grundsätzlich ein eher extrovertierter oder introvertierter mensch ist und ob man eine exibitionistische ader hat oder nicht. und ganz klar - hat auch was mit selbstvertrauen zu tun. für mich selber hab ichs - für andere in dem fall nicht. liebe grüsse ~M~ |
![]() | 11. Dezember 2008 Manche kennen es eben nicht sexuell so offen zu sein, oder machen es eben deswegen nicht, damit man nicht denkt sie seien leicht zu haben, nur weil sie übers masturbieren sprechen. Aber wo und wie muss man denn aufgewachsen sein, damit man noch so rückständig denkt? Unter der Burkha? In der mongolischen Steppe? Ich meine, die Frauen um die es geht sprachen teilweise ganz offen über Sex, über Fesselspiele, lesbischen Sex und andere Praktiken, die mir die Schamesröte ins Gesicht trieben, aber eben nicht über Masturbation, die ihrer Meinung nach pervers ist. Also, die Angst sie wären leicht zu haben, kann ich aufgrund ihrer anderen Schilderungen eher ausschließen. Ist es nicht eher so, dass viele Frauen Selbstbefriedigung als eine minderwertige Form der Sexualität ansehen, was ja auch aus einigen Beiträgen herauszulesen war - und nicht zugeben wollen, dass sie so etwas "nötig" haben - wäre ja möglich, daß das auch ein Grund ist. |
![]() | 11. Dezember 2008 Ich bin schwer überrascht, dass es für Frauen ein Tabu thema sein soll oder oft der fall ist?! Also ich habe keine Probleme mit meiner massigen sexuellen energie und thanks god, wir können masturbieren ( ; Wir beide masturbieren oft voreinander. Es gibt nichts erotischers als dem Partner bei der selbstlust zuzuschauen. Mit 12 hatte ich ausversehen meinen ersten orgasmus beim rumspielen und ich dachte ich müsse sterben, so erschrocken war ich. Doch dann gefiel es sehr und für eine weile bekam ich nicht raus was ich gemacht habe um dieses tolle gefühl zu bekommen. (kurze geschichte am rande) Ich denke, dass es sehr von früheren Partnern abhängt wie frau damit umgeht. Wenn diese einen bestärken und lustvoll dabei sind, wird sich frau völlig entspannt damit genießen können. Gibts da aber "nur im dunkeln sex tragödien" dann wirds wohl schwierig. |
![]() | 11. Dezember 2008 Ich oute mich als jemand, der damit ein Problem hat... Ja es ist Konkurrenzdenken zu einem großen Teil, es führt zu Minderwertigkeitsgefühlen (besonders in Verbindung mit Pornos) da Frau sich denkt: ich reiche ihm nicht aus (weder für seine Augen noch für sein Geschlechtsteil)... Geistiges Fremdgehen ist es, für mein Seelenleben wäre Sex mit einer anderen Frau (solange sie jetzt nicht sein absoluter Traumtyp ist) nicht viel schlimmer (denke ich zumindest, mit Sicherheit sagen kann ich es nicht ohne es erlebt zu haben). Warum genau Frau darauf kommt darauf habe ich keine Antwort, ich wurde also nicht dazu erzogen dass SB etwas Schlimmes wäre (wurde nie erwähnt, wobei grundsätzlich das Thema Sexualität selten angesprochen aber nie tabuisiert wurde). Evtl. liegt es darin begründet, dass Frauen Liebe und Sex (also auch Masturbation) gefühlsmäßig nicht so gut voneinander trennen können? |
![]() | 11. Dezember 2008 @isisa Ich bin schwer überrascht, dass es für Frauen ein Tabu thema sein soll oder oft der fall ist?! Das ist jedenfalls meine ganz subjektive Erfahrung. Hier im JC, mag das eher exotisch anmuten, weil sich hier doch eher Menschen konzentrieren, die sexuell eher aufgeschlossen sind. Trotz aller Aufklärung und Sexualisierung der Gesellschaft gibt es aber noch immer viele Formen der Prüderie. Mit 12 hatte ich ausversehen meinen ersten orgasmus beim rumspielen und ich dachte ich müsse sterben, so erschrocken war ich. Doch dann gefiel es sehr und für eine weile bekam ich nicht raus was ich gemacht habe um dieses tolle gefühl zu bekommen. (kurze geschichte am rande) Ach, Du auch - bei mir war es schon mit 9 Jahren. |
![]() | 11. Dezember 2008 Ist es nicht eher so, dass viele Frauen Selbstbefriedigung als eine minderwertige Form der Sexualität ansehen, was ja auch aus einigen Beiträgen herauszulesen war - und nicht zugeben wollen, dass sie so etwas "nötig" haben - wäre ja möglich, daß das auch ein Grund ist. Klar ist das definitiv auch ein Grund dafür, da hast du auch Recht. Es ist gar nicht ungewöhnlich das mancher über eine perverse Sache besser reden kann, als über so etwas banales wie Masturbation. Früher habe ich viel mitbekommen, das man über das Thema Masturbation wenig geredet hat oder auch gar nicht, und ich denke das die Leute heutzutage über Sachen wie lesbische Spiele einfach deswegen mehr reden, weil das sowas wie eine modeerscheinung ist. Da es alle tun, in dieser plötzlich ach so freien Zeit, macht es einfacher darüber zu reden. Da das Thema Masturbation aber schon so alt ist, ist es eben immernoch ein Tabu. Hila |
