Zusammen alt werden ein Mythos ?

16. November 2008
Zusammen alt werden ein Mythos ?

Vor einigen Tagen habe ich eine Skulptur wiederentdeckt, die ich vor über 20 Jahren einmal gekauft hatte. Sie zeigt ein älteres Ehepaar gemeinsam und Händchenhaltend auf einer Bank sitzen.

Als ich sie mir damals kaufte fand ich sie wunderschön und dachte, so etwas möchte ich auch erleben. Mit meinem Partner gemeinsam alt werden.
Das einzige was von damals übrig war ist diese Skulptur.

Jetzt, 20 Jahre später denke ich das alles ist ein Mythos. An meinem eigenen Beispiel und auch in meinem Umfeld erlebe ich immer wieder daß es
nicht machbar scheint:-( Woran könnte das liegen ?

Wer von Euch glaubt noch daran, daß es funktioniert ? Gibt es sie, die Liebe für`s ganze Leben ?
16. November 2008

ja die gibt es ,
aber nicht jeder findet sie,

aber an der liebe muss man
auch "arbeiten",
dazu sind heutzutage vielleicht manche
nicht mehr in der lage dazu
16. November 2008

Wahre und dauerhafte Liebe ist eine Mordsarbeit. Wir sind seit 16 Jahren zusammen und werden es bis an unser Lebensende sein.

Da sind wir 1000%ig sicher.

Wir leben nach dem Motto: "In guten wie in schlechten Zeiten."
Wir beißen uns durch und schaffen auch die schlimmsten Hürden weil wir es eben WOLLEN, So wie meiner Frau niemand das Wasser reichen kann bin ich für meine Frau das nonplusultra und der Mann der für sie das wichtigste im Leben bedeutet.

Aber das fällt nicht vom Himmel. Manchmal will man vor lauter Arbeit an und in der Beziehung das Handtuch werfen. Das kommt vor. Aber diese Zeiten überwindet man. Stürme werfen uns nicht um sondern festigen unsere Leidenschaft für einander. Bester Freund und geilste Geliebte in einer Person sein ist viel verlangt aber schaffbar. Nur eben leider nicht für alle.
16. November 2008
ich glaube

auch immer noch daran .........irgendwie

und es begeistert und fasziniert mich wenn "alte" pärchen händchenhaltend spazieren gehn
ich denke in uns allen hegt der wunsch "anzukommen" mit oder bei dem passenden partner .....
aber erstens geben zu viele zu schnell auf -probleme ? nix wie weg weil zu anstrengend -sind ja alle austauschbar/ ersetzbar
. früher waren die menschen / paare aufeinander angewiesen ,nur durch den zusammenhalt blieb die familie was eine familie ausmacht . und heute- welche frau "braucht" noch nen mann ?
wir gehn arbeiten ,machen karierre und ziehn unsre kinder allein groß ....ich denke die rollenverteilung passt nicht mehr (NEIN ich möchte nicht mit der kittelschürze hinterm herd stehn !!!!)

trotzallem -ich gebe die hoffnung nicht auf das auch ich eines tages mit einem /meinem mann lächelnd und händchenhaltend auf einem bänkchen sitze und das leben revue passieren lasse - sagen kann weißt du noch damals im joy *zwinker*

in diesem sinne euch allen viel glück bei der suche

*knuddel2*
16. November 2008

Nein, es ist kein Mythos.

Es ist eine Frage was jeder selbst dazu bereit ist zu tun und zu geben.

Es erhöht die Chancen erheblich wenn........

ich dieser Liebe auch dann vertraue wenn ich sie gerade heute nicht in dieser allumfassenden Art und Weise spüre.

ich weiß und akzeptiere, daß sie nicht weg ist nur weil Liebe auch ab und an Distanz braucht.

ich nicht Alles in Frage stelle weil ich diesen über alles geliebte Partner heute und vielleicht auch morgen auf den Mond schiessen könnte.

ich Veränderung bei mir und ihm zulassen kann.

ich weiß und lerne, Liebe ist kein Anrecht mit Rückgabegarantie und neuwertigem Ersatzanspruch.

nur ein paar wenige Gedanken dazu nach 31 Jahren Ehe mit allem was dazu gehört.

Keine Harmonie bis zum Tod, sondern Höhen und Tiefen bis zum heutigen Tag. Diese Lebendigkeit möchte ich nicht missen.

LG Emily
16. November 2008

Aufrichtiges und Ehrliches Kompliment an Euch, 31 Jahre Ehe "schaffen" heutzutage eher wenige Paare. *blumenschenk*
16. November 2008
Glaube kann Berge versetzen

Ich glaube daran, dass ein gemeinsames Altwerden mit den Partnern möglich ist.

Ich kenne Paare, die gemeinsam alt geworden sind bzw. sich auf dem besten Weg dahin befinden. Es freut mich jedesmal den Mythos erneut bestätigt zu sehen. Manchmal funktionierte es erst im zweiten Anlauf mit einem neuen Partner.

Die Partner in solchen Beziehungen gehen offen und ehrlich miteinander um. Sie scheuen keine Konflikte, provozieren sie jedoch nicht. Sie sind füreinander da, stützen sich und fangen einander auf. Sie nehmen ihre Partner im Ganzen wahr, mit Ecken, Kanten, Stärken, Schwächen, Gemeinsamkeiten, Unterschieden, Bedürfnissen, usw. Sie geben sich gegenseitig Freiräume. Sie stehen eng beisammen.

Ja, mit meinen Partnern möchte ich alt werden. Ich liebe sie und sie bedeuten mir unglaublich viel. Sie geben mir mehr, als sie sich vorstellen können. Ich hoffe jedem von ihnen soviel geben zu können, wie sie von mir brauchen.
Dabei bin ich nicht blind. Mir ist vollkommen klar, dass nicht alles ewig währt. Jeden Partner kann ich aus den unterschiedlichsten Gründen jederzeit verlieren - auf manche dieser Gründe habe ich keinen Einfluss, die anderen Gründe versuche ich zu vermeiden.

Es ist definitiv Beziehungsarbeit erforderlich. Wie jede Arbeit, die einem Spass bringt, fällt sie in der Regel leicht. Und in Momenten, wo sie schwer fällt, sollte man sich an die schönen Augenblicke erinnern. Es gibt immer wieder Hoch- und Tiefphasen in Beziehungen. Wichtig finde ich das Miteinander statt Gegeneinander - Beziehungen sind kein Soloauftritt.

LG
Rascal
16. November 2008

Ich hab das ja schon in einem anderen Thread geschrieben.
Bei uns in der Familie ist es wirklich so "Bis das der Tod euch scheidet"
Meine Großeltern (mütterlicher- und väterlicherseits), meine Eltern, Tanten, Onkel alle waren verheiratet bis einer der Partner gestorben ist
oder sind es immer noch.
Und sie haben alle in wirklich jungen Jahren geheiratet.
Mein Mann und ich haben es auch schon 24 Jahre geschafft.

Aber ich muss dazu sagen, man muss wirklich sehr viel Kompromisse schließen und ich war oft in der Situation wo ich gedacht habe ich packe meine Koffer und hau einfach ab.

Was mir auch aufgefallen ist, jedenfalls bei uns in der Familie, das sich die Frauen unterordnen, zurückstecken.
Ich will und werde das aber auf keinen Fall tun!

Habe gerade vor ein paar Tagen mal meine Mutter gefragt ob sie nie das Gefühl hatte was versäumt zu haben. Der ungläubige Blick sagte alles.

Man, ich hab schon das Gefühl, dieses "Wars das jetzt"- Gefühl.
Direkt aus dem Elternhaus raus, geheiratet, 2 Kinder, 24 Jahre der gleiche Mann. Ich hab schon, gerade in letzter Zeit, das Gefühl ich habe was verpasst im Leben.

LG Jutta
16. November 2008
@women16

Kompliment für Deinen Beitrag, es sind auch meine Gedanken... Wenn es heutzutage nicht passt dann wird die Sache beendet - es wird einfach viel zu schnell aufgegeben, sich den Problemen nicht wirklich gestellt bzw. auseinandergesetzt und die Kompromißbereitschaft ist lange nicht mehr so groß....
16. November 2008
Aber ja

Mehr als jede zweite Ehe in Deutschland wird nicht geschieden. Und anders als früher gibt es heute weder ökonomische, noch gesellschaftliche Zwänge, die das Ausbrechen aus eine unbefriedigenden Ehe verhindern. Es ist also möglich. Die negative Hysterie zu diesem Thema rührt, glaube ich, daher, daß jeder des Schreibens Mächtige, der eine Scheidung erlebt hat, ein Buch darüber verfasst, in dem er die Ehe als nicht funktionierende Institution beschreibt. Sich an einem untauglichem Modell versucht zu haben, ist weitaus weniger schmerzhaft als individuelles Scheitern. Denn sonst müsste ich mir ja Gedanken machen, was ich falsch gemacht habe. Oder warum ich mir jemanden ausgesucht habe, der nicht zu mir passt.
Leute wie ich schaffen sogar beides.
Aber man muss sich nicht so dumm anstellen. Meine Scheidung war kein schicksalhaftes Verhängnis und deshalb habe ich die Chance, es in Zukunft besser zu machen.
Und andere schaffen das sicher auch auf Anhieb.
16. November 2008
Es werden wohl immer weniger

(Ehe-) Paare, die zusammen alt werden, im Bekanntenkreis sind es bis dato vier Paare, die sich dieses Jahr getrennt haben, von ganz frisch getraut (erst zwei Jahre) bis schon ziemlich lang (21 Jahre verheiratet). Frägt man nach den Gründen, zucken alle die Achseln, wissen es entweder nicht so genau, oder wollen es einfach nicht im Bekanntenkreis zur Diskussion stellen.
Alles was hier an Beiträgen schon gesagt wurde, kommt in einer langjährigen Beziehung mal vor (Angst, was verpaßt zu haben, Kennenlernen einer ausgesprochen sympatischen Person, Eifersucht beim Partner, Streß wegen Erziehung, etc.), da muß man sich nicht nur zusammenraufen, sondern öfters auch mal zurückstecken. Bei uns klappts seit nunmehr über 25 Jahre mit weit überwiegend positivem Zeitanteil. Wir haben sicherlich kein Patentrezept, aber gehen mal davon aus, daß Abwechslung im Privatleben, etwas unternehmen, mal zusammen fortgehen genauso wichtig ist, wie mal alleine "fort dürfen", Interessen nachgehen, was erleben. Wenn beide nur noch auf der Couch sitzen, über was wollen sich die zwei unterhalten?
16. November 2008
Ganz klares

JA

Was bringt es mir, wenn ich nach ein paar Jahren merke, dass ES nicht mehr so ist wie am Anfang, dass es schwierige Phasen gibt, dass MANN/FRAU sich einfach weiter entwickelt, vielleicht in verschiedenem Tempo geht und ich mir aber dann einen anderen suche?

Klar ist Anfangs alles wieder rosarot, ich bin verliebt, habe Schmetterlinge im Bauch und alles was so dazugehört......aber irgendwann komme ich 100%-ig wieder an den gleichen Punkt, weil

ICH meinen Partner verändern will
ICH nicht aufgepasst habe, dass auch die Liebe gepflegt sein will
ICH anstatt meinen Mann zu verwöhnen lieber mit anderen Männern flirte
ICH keinen Konflikt austragen will, wenn es schwierig wird

usw. usf.

Ich glaube an die Liebe für´s Leben und auch daran, dass es dazu gehört, immer wieder aufzupassen, immer wieder von vorne anzufangen und immer wieder achtsam zu sein in meiner Partnerschaft!!

Wenn ich immer von einer Blüte zur nächsten fliege, dann verpasse ich das Blühen und die Schönheit der ersten!

Colette
16. November 2008
ein mythos,

aber dennoch aktuell, jeder möchte im leben ankommen
16. November 2008
Ich glaube auch immer noch dran

dass es die Liebe "bis dass der Tod euch scheidet" gibt.

Fakt ist: beide Partner müssen daran arbeiten. Die Rollenverteilung sollte klar sein, allerdings müssen Beide evtl. einen Wandel mit vertauschten Rollen ertragen können (kann ja immer was vorkommen, dass sich dahingehend etwas verändert).

Vertrauen ist auch sehr wichtig und dass man viel miteinander spricht. Wer ständig im Stillen vor sich hingrübelt, ansonsten aber nichts leistet für das Zusammenleben, das kann nicht gut gehen. Grübeln darf man, wenn man dafür dann aber auch was tut.

Genauso sollte man nicht immer nur reden, was man alles tun wird. Man muss anfangen und einfach machen! >>> meiner Meinung nach ein absoluter Beziehungskiller ... Planer, die jahrelang planen aber nie etwas auch tatsächlich beginnen und auch durchziehen bis zum Schluss


Es kann auch nicht gut gehen, wenn man ständig Anderen die Schuld zuweist. Fehler muss man auch bei sich suchen und dann ändern.

Nur ... beide Partner hängen ineinander wie Zahnrädchen. Manchmal kann sich das Eine nur dann ändern, wenn sich das Andere auch ändert.


>>> ich gehe von meinen Erfahrungen aus, kann sein, dass ich mich da täusche
16. November 2008

Ein Mythos?
Die Hoffnung stirbt zuletzt!!
Es kommt ganz darauf an, mit welchem der Partner man alt werden wollte.
Im Prinzip wahrscheinlich mit jedem Einzelnen und dann wäre es ein Mythos für mich, ja.
So warum sollte man nicht mit Mitte 30 oder mit 40 oder 50 den Partner finden mit dem man alt wird.

Ältere Paare, die noch liebevoll miteinander umgehen, die das Leben genießen und gemeinsam lachen und lieben können, finde ich so unheimlich positiv.
Als Vorbildfunktion quasi und für die Hoffnung!!

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