Die neue Männlichkeit?

11. Juli 2008
Die neue Männlichkeit?

Hallo liebe Diskussionswillige,

schaut doch mal hier rein:
http://www.joyclub.de/magazin/die_neue_maennlichkeit.html

Auch wenn sich der Text anders lesen sollte, wir wissen alle, das die Emanzipation wichtig und gut war und dementsprechend geht es hier um KEINE GRUNDSATZDISKUSSION über deren Sinn oder Unsinn *zwinker* .

Viel mehr wollen wir wissen, was ist eurer Meinung nach noch übrig vom Mann … dem Idealbild … dem kernigen, Frauen rettenden und sich nur über Grunzlaute unterhaltenden Familienversorger?

Gibt es diese Männer noch? Was meint ihr (und damit meinen wir Männlein UND Weiblein!) und vor allem, was sind eigentlich die letzten Bastionen der Männlichkeit?

Ganz speziell würde uns von Seiten der Frauen mal interessieren, was sie denn von dieser neuen Männlichkeit halten. Also jene, die uns in den Medien usw. vorgelebt wird, sprich metrosexuelle Schönlinge, Extrem-Frauenversteher, den Haushaltschmeißer UND SITZPINKLER.


Sind diese neuen Idealbilder wirklich so beliebt?

Wir sind gespannt auf eure Meinung...

In diesem Sinne:
freeman
11. Juli 2008
Du

beschreibst in deinem Thread schon die Extreme.Sicherlich wird es diese Art der Beziehungen schon irgendwo geben.Ich denke aber das die Grenzen ineinanderfliessen.Frauen arbeiten,Männer bleiben zuhause.Ich finde es gut!
Allerdings finde ich gewisse Dinge äusserst fragwürdig.Emanzipationsverhalten hin und her-es sollten beide Seiten voneinander partizipieren.Das heisst für mich
1.gleiche Bezahlung in jeder Branche
2.gleiches Renteneintrittsalter
aber auch Wehrpflicht bzw Zivil und Ersatzdienste und gleiche Leistungsanforderungen im Berufsleben.
Ich beziehe mich in meinem Beitrag überwiegend auf das Arbeits/Berufsleben.
Freizeit und persönliches Erleben bedarf,glaub ich,kaum noch den Emanzipationsgedanken.Dort sollte er selbverständlich sein.
Übrigens bin ich kein Chauvi.lg m
11. Juli 2008
Schmunzel

@freeman

Dieser Artikel des Spiegels komplett gelesen, kommentiert die Gleichberechtigung ein wenig anders, oder?

Und zwar:

Frauen haben sich auf den Weg gemacht - die Männer sind einfach verunsichert stehen geblieben.

Während Frauen sich permanent entwickelten, wird dennoch in der männlich dominierten Arbeitswelt Frauen in Fragen des Gehaltes gleiches Gehalt für gleiche Leistung vorenthalten.

Die Politik hat den Beruf der Prostituierten sozialversicherungspflichtig anerkannt. Der Beruf Hausfrau hingegen wird völlig abgewertet, entwertet, wenn nicht sogar belächelt.

Solange es immer noch diese Botschaften gibt:

Frau als Heimchen am Herd doof. Frau erhält für gleiche Leistung dennoch weniger Gehalt usw.

kann Mann doch gar nicht wissen, wohin er schwenken soll - nämlich:

Frauen als gleichberechtigte Wesen zu sehen und dabei doch Mann bleiben, ohne sich wie ein Höhlenmensch aufzuführen.

Und auch Frauen sollten von sich aus Gleichberechtigung nicht damit verwecheln, dass sie einfach vermännlichen und Männer zu Frauen machen wollen.
11. Juli 2008
Letzte Bastion....

So, Du willst wissen was die letzte Bastion der Männlichkeit ist..

Kann ich dir sagen: das katholische Priestertum *haumichwech*

Ansonsten finde ich mich in diesem wirklich guten Artikel weder auf der Weichei noch auf der Machoseite wieder.

Auf weitere Commenti gespannt

Iwan Grosny
11. Juli 2008
Muss

Mann denn überhaupt sich selbst finden.Kann MANN denn nicht einfach Mann sein.lol
11. Juli 2008
interessant

doch wirklich superschwer zu überdenken, die jungen leute, die in den medien aus der sogenannten masse gezeigt und gefragt werden teilen sich in zwei gruppen, an die wir uns erinnern-

die einen, av mit jeder frau um jeden preis und sonst nichts, von wegen gefühle etc--
die ander gruppe, jungfrau bis zur hochzeit bleiben-
zwei extreme, dazwischen, darüber können wir nur vermuten, gibt es wohl alle facetten-
die männer heute sind wohl nicht mehr so verantwortungsbewußt innerhalb ihrer familie, vielleicht auch deshlab, weil frauen häufig das ruder in der ehe übernehmen-
die bastion mit dem fremd gehen teilt der mann heute wohl auch mit der frau ( mit wem sollte er sonst)-

ein beitrag, der zum nachdenken anregt-
ps: früher waren in den swingeranzeigen fast alle frauen bi, die männer nie, das hat sich geändert-
11. Juli 2008

@freeman

Dieser Artikel des Spiegels komplett gelesen, kommentiert die Gleichberechtigung ein wenig anders, oder?

*lach* *lach* *lach*

Das ist wohl wahr *zwinker*

In diesem Sinne:
freeman, der gerne auf Klischees reitet, um Fragen anzubringen.
11. Juli 2008

Was würde wohl passieren, wenn ein Mann in der Armee jammert, weil ihm beim Waffenputzen ein Nagel abgebrochen ist?

Keine Angst @free, das waren nur Anfangsschwierigkeiten, in denen Anwärterinnen wie Gina reflexartig in ein altes Rollenverhalten zurückgefallen sind.
Wir haben das jetzt aber fullmetal-jacket-mäßig geregelt unter uns Mädelz *fiesgrins* , harharhar (soviel zu unserer dominanten Seite).

Willst Du wirklich wissen, wo der letzte Rest von dem übrig geblieben ist, was Du als frühere Männlichkeit suchst?
Gerade Du als Leipziger hast sie doch Wochenende für Wochenende vor Augen: die Ultras von Loksche!

Dein Beitrag liest sich für mich, etwa so, als beklage jemand das Aussterben der letzten Silberrücken. *haumichwech*


King-Kong ist tot, es lebe King-Kong,
herzlichst, Deine Muschikatzi
11. Juli 2008
Was mir auffällt...

ich habe ne Schwester und nen Bruder. Bei uns in der Familie war klar, dass wir Jungs auch kochen, putzen, aufräumen, Klamotten selbst machen und im Haushalt komplett dabei waren. Wenn es darum ging Dachrinnen zu reinigen, Hof zu fegen, Auto zu warten, Garten umgraben etc. war von meiner Schwester nie die Rede!

Das Ding mit der Emanzipation wird von vielen Frauen leider aus Faulheit heraus falsch ausgelegt. Ich bin ein riesen Fan der Emanzipation, und hätte sie selbst spätestens erfunden, weil ich denke, dass es ein wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft ist. ABER:

Ich finde kaum emanzipierte Frauen! Ich finde zwar die eben angesprochenen Besserwisserinnen und fordernden faulen Stücke, aber eine SELBSTÄNDIGE (=emanzipierte) Frau - weit gefehlt.
Der Grund: Die Mütter bekommen den Schritt nicht hin, ihren Töchtern klar zu machen, dass sie keine schwachen Wesen sind, sondern ihnen immernoch wie ihre Mütter es auch taten erzählen, dass die Töchter "immer schauen müssen, wo sie bleiben".

Das blöde ist nur: Die Männerwelt ist wirklich stehen geblieben! Die denken auch noch in alten Mustern, weil deren Väter ihnen nicht erklärt haben, dass man GLEICHBERECHTIGT ist und es (wie es im Gesetzt auch heisst) keine sozialen Unterschiede gibt zwischen Männern und Frauen. Jedes mal, wenn ich hier etwas von "Gentlemanverhalten" höre oder "alte Schule" dreh' ich schier durch...

Ich warte mal lieber erst Kommentare ab , bevor ich weiter schreibe
Gruß und eine Ode an die Emanzipation,
Denis
11. Juli 2008
Stirb, Susi!

...fällt mir dazu spontan ein.

Das Buch von Wäis Kiani über den degenerierten neuen Männertyp, dessen Lieblingssatz "das sehe ich nicht ein" lautet.

Wunderbar unterhaltsam und über weite Strecken nur allzu wahr.

Schlüsselthese gefällig?

"Natürlich kann sich eine Frau ihre Zigarette selber anzünden. Aber sie sitzt wesentlich aufrechter, wenn ihr drei Feuerzeuge höflich angeboten werden, ohne dass sie danach fragen muss."
11. Juli 2008
Ich kotze gleich...

schon wieder so ein faules Stück *zwinker*

Hebe sie ihren Arsch, gehe es sich selbst holen und sehe sie dabei sexy aus. Genau DAS meine ich.
11. Juli 2008

Der Grund: Die Mütter bekommen den Schritt nicht hin, ihren Töchtern klar zu machen, dass sie keine schwachen Wesen sind, sondern ihnen immernoch wie ihre Mütter es auch taten erzählen, dass die Töchter "immer schauen müssen, wo sie bleiben".

Wenn Du wüßtest, wie blöde man angeschaut wird von aller Welt, wenn man wie ich mit einem Nageleisen an der Latzhose, herausgerissene Dielenbretter aus dem ersten Stock in den offenen Hof schmeißt, weißt Du auch warum.

Im Kern stimmt Deine Aussage.
Ich dreh auch durch, wenn ich diese bonbonfarbenen Dressiertöchterchen an der Hand ihrer magersüchtigen Mütter sehe, denen man regelrecht ansieht, dass in deren Schulzeit, jede Sportstunde ausgefallen ist.
Oder diese nervige Mädchenwerbung im TV mit Barby für Mandy und Sandy und den Superlaserblaster für Kevin.
Da steigt mir die Magensäure!

Deine Erfahrung aus der Kindheit kann ich jedoch nicht teilen. Wir waren auch drei Geschwister und als bei uns die Stromkabel endlich unter Putz gelegt wurden, mußten meine Schwester und ich ebenso Kabelschächte meißeln wie mein Bruder.
Heute mag das wieder anders sein.
Schließlich ist es ein faux pas, wenn Klein-Cindy zum Kickboxen will aber nicht, wenn sie wie "Slutie" in der Schule erscheint.
11. Juli 2008
Blöde angeschaut werden sollte kein Grund sein

dann dürft ich kaum was machen =)
Aber man(sie) wird ja auch blöd angeschaut, wenn sie ein geiles, wenn auch nuttiges Outfit trägt, oder abgefahrenes Piercing, oder neues Tattoo.. da macht es dann nix aus?!?

Aber ich kann dich da schon verstehen, wenn es beim Slutie-Dress keinen Stress gibt. Aber wenn sie dann wenigstens auch wirklich poppen würden wie Schlampen! Nö- geht nur um die Aufmerksamkeit.

Als "Sex in the City" ins Programm kam, hab ich meinen Fernseher weggeschmissen. Seit dem hab ich auch keinen mehr =) obwohl mich die "Feindpropaganda" schon interessieren würde.

Gruß Denis
11. Juli 2008

Als "Sex in the City" ins Programm kam, hab ich meinen Fernseher weggeschmissen.

Ich hab mit dem Vorderlader Kaliber '69 reingeschossen! *ggg*
11. Juli 2008
@bangat

Ich glaube nicht, dass Du meinen Beitrag verstanden hast.

Die emanzipierte Frau kann alles selber machen. Sie macht auch fast alles selbst. Beispielsweise den Ölstand vom Motor kontrollieren. Gewisse Dinge soll sie jedoch nicht selbst tun, weil es schöner ist, wenn Männer in ihrer Umgebung es erledigen. Beispielsweise Feuer geben, die Türe auf halten, usw..

Gutes Benehmen, das durchaus zu angenehmem Knistern zwischen Frau und Mann führen kann, hat absolut nichts mit Emanzipation zu tun. *zwinker*

Der Kater der Streuner

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