Sich an Einsamkeit gewöhnen?

 
Themenersteller
08. Juni 2008
Sich an Einsamkeit gewöhnen?

Sich an Einsamkeit gewöhnen?

Ich bin jetzt schon seit langer Zeit Single, und das nicht freiwillig alles was ich bis jetzt versucht habe hatte nur den einzigen Erfolg, dass ich das Gefühl hab mich von Jahr zu Jahr mehr an diese Einsamkeit zu gewöhnen.
Nicht nur das ich in dieser Zeit gemerkt habe das es dann doch immer auf das Aussehen ankommt, nein man(n) merkt auch schnell das man scheiße alleine ist und es nicht ändern kann.
Kann man sich wirklich an Einsamkeit gewöhnen? oder mache ich mir was vor!
 
08. Juni 2008

Hallo,

man kann es. Sehr gut sogar.

LG
MaMi
 
08. Juni 2008
warum ?

Klar der Mensch ist ein Gewöhnungstier, kann sich anpaßen, sich in Verzicht üben, nur warum?

Gerade die Frage ob ein Mensch sich an Einsamkeit gewöhnen kann finde ich bedenklich, denn der Mensch kann nur mit anderen Menschen existieren.
Dabei meine ich noch nicht mal eine Beziehung in Form von Partnerschaft, sondern auch gerade im sozialen.

Es kommt immer auf das Aussehen an? Diese Weisheit kann ich nicht teilen, obwohl ich sie wahrscheinlich aufgrund persönlicher für mich recht gravierender Einschränkungen teilen müßte.

Aussehen ist immer relativ, an seinem Körper und vor allem seiner Körperhaltung kann jeder etwas machen. Und wenn du denkst Frauen stehen nur auf gut gebaute Körper und das ist der Schlüssel zum Erfolg, dann erlaube ich mir dich zu enttäuschen, richtige Frauen legen genau so viel Wert auf, Intelligenz, Charme, Witz, Ausstrahlung ...

Eine kräftige Schulter zum anlehnen, kann so vielseitig sein wie das Leben selbst.

Einsamkeit ist kein Schicksal dem man sich fügen muß, sondern ein Zustand im Leben den man ändern kann.

LG
narciss
 
08. Juni 2008

hi

zu deiner Frage ob man sich an die Einsamkeit gewöhnen kann würde ich mich als beispiel nenen ich bin 21 und hatte seit 6 Jahren keine Freundin daher weiß ich was Einsamkeit bedeutet deswegen werde ich auf jeden fall alles drum setzen nicht mehr einsam zu sein, dass würde ich dir auch empfehlen.
 
08. Juni 2008

früher hat es mich nie gestört, daß ich immer allein war. ich kannte es nicht anders. Bis vor 1,5 jahren hatte ich nie eine beziehung. ich hab mich selbst abgeschaltet. fernsehen, internet, lesen... alles nur damit ich nicht daran denken muss, daß ich alleine bin.

dann kam ER. 1,5 jahre, in denen ich zu jemandem gehört hab. Dem ich erzählen konnte, was mich bewegt. klar hatte ich vorher auch meine freundinnen, aber ein partner ist doch was anderes. Ich war ein "teil eines ganzen".

jetzt die trennung.
was es noch schwieriger macht, ist daß meine freundinnen inzwischen nicht mehr single sind. also wochenenden, usw mit ihren liebsten verbringen. ich bin also wieder allein. und nicht nur das. ich bin, wie du es in der überschrift schreibst, EINSAM.

so wenig wie es mich früher berührt hat, umso mehr macht es mir heute zu schaffen. natürlich werde ich auch nicht jünger. Einsam sein ist nicht schön. Und ich kann mich nicht mehr daran gewöhnen. Aber genauso wenig bin ich ein mensch, der einfach alleine raus geht. leute trifft. das bin ich nicht. und an andere männer kann ich momentan noch gar nicht denken.

Also muss ich erstmal "einsam" bleiben. vielleicht ändert sich das auch wieder. vielleicht kann ich, wenn der momentane schmerz weniger wird, auch wieder kontakte knüpfen.

es gibt menschen, die sind lange einsam. und nach aussen hin macht es ihnen anscheinend auch nix aus. aber ich glaube nicht, daß das wirklich der fall ist.... wir sind doch alle "herdentiere", oder nicht?!
 
08. Juni 2008

Also ich glaube dass man sich an Einsamkeit nicht gewöhnen kann. Es ist ja keine bewusste gewollte Entscheidung sondern ein Gefühl. Und das kann man zwar unterdrücken kommt aber doch immer wieder in die Gedankengänge zurück. Und wir leben ja unter unseresgleichen und nicht in der Wildniss oder im Kloster.

Ich für meinen Teil hab mich halbwegs mit der Situation arrangiert und komme mit mir selbst recht gut klar. Gleichzeitig hab ich das Gefühl das seit geraumer Zeit die Publikationen die sich um das "IchSelbst" wie die Pilze aus dem Boden schießen. Das ist zum Teil auch Ok, führt aber IMO dazu nicht mehr fähig, willig, bereit zu sein Kompromisse einzugehen, ohne die es natürlich nicht geht. Wir brauchen aber einen engen vertrauten Menschen der uns den Spiegel vorhält und trotzdem liebt.

Ist schon komisch; natürlich sind wir Herdentiere, machen uns das Leben mit uns Herdenmitgliedern aber zunehmend komplizierter. Jedenfalls erscheint mir das so und das ist natürlich nicht repräsentativ *g*
 
09. Juni 2008
An Einsamkeit gewöhnen? - Keine Chance!

Ans Alleinesein jedoch schon.

Ich kenne dieses Gefühl der Einsamkeit. Gibts manchmal. Ist schrecklich. Ich verfluche diese Momente.

Nur: Man kann lernen, nicht _immer_ einsam zu sein. Sondern Spaß am Leben zu haben! Und dann sind diese einsamen Augenblicke verdammt selten.
Ich bekomme sie so wochen- ja: monatelang nicht zu sehen *g*

Mein Tipp: Erinner dich deiner Freunde! Und wenn du keine haben solltest: Unternimm etwas! Geh dorthin wo das Leben tobt! Wo DU Spaß hast! Es ist der beste Weg, gute Bekannte oder Freunde zu finden.
Und im Kreis der Freunde ist man dann niemals einsam. *g*

Corddy hat zwar geschrieben dass alle ihre Freunde nun vergeben sind und nun ausgerechnet die üblen Wochenenden nicht "frei" sind. Aber, hey ... man kann auch alleine verdammt viel machen. Das ist nämlich der große Vorteil am Alleinesein! Man hat ZEIT die du machen kannst was du willst! Und wenn es auch nur Durchschlafen ist das Wochenende über, egal! Brauchst ja niemanden zu fragen ob es ok ist wenn du das machst. *zwinker*

Das schönste Leben ist jenes, in dem du immer etwas tust, dabei verdammt viel Spaß hast, und dabei plötzlich ganz vergisst, dass du ja eiiigentlich nicht glücklich sein dürftest von deiner Situation her ... *zwinker*
 
09. Juni 2008

Ich glaube man sollte erst einmal zwischen Einsamkeit und Alleinsein unterscheiden.

Ich bin z.B. Dauersingle, aber deswegen nicht unbedingt einsam. Meiner Meinung nach kommt es darauf an wie man mit sich selbst klarkommt. Wenn man sich mag und weiß dass man auch ohne Partner etwas wert ist, so wird es gleich viel einfacher und man kann das Alleinsein sogar genießen.

Freunde und Hobbies ersetzen dann oft eine Beziehung und das ohne die nötige Verbundenheit.

Einsamkeit verschwindet auch durch einen Partner nicht. Sie sitzt IN einem.
 
JOY-Gruppenpate
09. Juni 2008

21 und hatte seit 6 Jahren keine Freundin daher weiß ich was Einsamkeit bedeutet deswegen werde ich auf jeden fall alles drum setzen nicht mehr einsam zu sein, dass würde ich dir auch empfehlen.

also ehlich mit den alter hatte ich noch keinen freund und hatte auch nicht das gefühl einsam zu sein da ich verdammt viele freunde hatte .
und auch so immer unterweges wahr ..

sicher kann man sich dran gewöhnen aber ich würde nie mit gewalt suchen .. den dann kann es nämlich nicht klappen ..
 
09. Juni 2008

Corddy hat zwar geschrieben dass alle ihre Freunde nun vergeben sind und nun ausgerechnet die üblen Wochenenden nicht "frei" sind. Aber, hey ... man kann auch alleine verdammt viel machen. Das ist nämlich der große Vorteil am Alleinesein! Man hat ZEIT die du machen kannst was du willst! Und wenn es auch nur Durchschlafen ist das Wochenende über, egal! Brauchst ja niemanden zu fragen ob es ok ist wenn du das machst. ;)

das genau ist ja nun aber das problem. allein hab ich einfach nicht so nen spaß. ich teile meine freude gerne. ich sehe keinen spaß darin allein ins kino zu gehen, allein in ne bar, an den baggersee, was auch immer. es kommt mir einfach sinnlos vor.

Ich glaube man sollte erst einmal zwischen Einsamkeit und Alleinsein unterscheiden.
das mach ich eigentlich auch. es macht mir an vielen tagen gar nix aus, nach hause zu kommen, nach der arbeit, und nicht auch noch dort jemanden "unterhalten" zu müssen. manchmal ist es ganz schön, einfach nur was zu essen, ein bissel lesen und dann ins bett.
Das macht die einsamkeit aber nicht besser. es gibt dann meist kleine dinge, die einem fehlen. morgens neben jemandem aufwachen. nach der arbeit abends doch mal dampf ablassen können. jemand, der einen in den Arm nimmt...
 
09. Juni 2008

Kann man sich wirklich an Einsamkeit gewöhnen?
Wie schon geschrieben wurde, ist der Mensch ein gewohnheitstier.
Demnach kann man sich sicher daran gewöhnen.

Die Frage ist nur: meinst du die Einsamkeit oder das Alleinsein ???

Für mich ein großer Unterschied.

Ich kann sehr gut alleine sein, einsam bin ich dennoch nicht.

Einsamkeit entsteht daraus, wenn man das Gefühl hat, den Bezug zu anderen verloren zu haben. Das niemand da ist, der sich um einen kümmert oder der sich sorgt.
Das muß nicht zwangsläufig ein Partner sein.
Die Frage ist, ob sich dieses Gefühl verflüchtigt, wenn jemand da ist.
Oftmals bleibt es bestehen, denn es verwurzelt sich auch in den Gedanken.

Ich definiere mich nicht über einen Partner, sondern über mich selbst.
Deshalb bin ich auch nicht einsam.
Denn so würde mir Lebensfreude abhanden kommen.
Und die kann man auch unabhängig von anderen bekommen.

Einsamkeit ist ein Lebensgefühl...ebenso wie Pessimismus.
Und nicht zuträglich für das Leben !!!
 
11. Juni 2008

man lernt mit der zeit sich mit der einsamkeit anzufreunden und mit dem schmerz zu leben der damit verbunden ist,nur macht es einen innerlich kaputt...
 
11. Juni 2008

Lifescan, Du sagst es. Der Mensch ist zwar ein Gewohnheitstier, aber in aller erster Linie eine Gesellschaftstier.
Die scheinbare Gewöhnung an Einsamkeit ist in Wahrheit die unmerkliche Veränderung der Persönlichkeit - sicher nicht zum Besten!

Nein, Einsamkeit macht die Seele kaputt!
 
11. Juni 2008

Der Mensch ist zwar ein Gewohnheitstier, aber in aller erster Linie eine Gesellschaftstier.
Und du meinst nicht das du hier gerade etwas verallgemeinerst?
Wie Midline schon geschrieben hat gibt es einen ziemlich großen Unterschied zwischen der Einsamkeit und dem alleine sein. Und wie gut man mit letzterem umgehen kann ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
 
11. Juni 2008

Nein, ich denke es ist nicht unzulässig verallgemeinert, dass der Mensch ein Gesellschaftstier ist.

Menschen brauchen die Gesellschaft. Auch wenn sie so individualistisch angehaucht sind, dass sie keine eine Partnerschaft suchen, so brauchen sie die Gesellschaft, in welcher Form auch immer.


PS: Nicht beide Begriffe zusammenwerfen, Partnerschaft und Gesellschaft.

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