Schlaganfall... mit 34

02. Juni 2008
Schlaganfall... mit 34

hallo an alle...

ich muss mir das einfach mal von der seele schreiben... mein bekannter (34 jahre) hatte nen schlaganfall und liegt im krankenhaus... ich hab nur sehr wenig informationen, von seiner oma... er ist rechtsseitig gelähmt, kann nicht sprechen, hat nen luftröhrenschnitt bekommen und die ärzte warten, dass sich das gerinsel im kopf auflöst... ich denke der anfall muss recht heftig gewesen sein, wenn er künstlich beatmet wird... wie gesagt, ich hab mir alles mögliche im internet durchgelesen aber in der richtung nichts gefunden, ausser schluckbeschwerden...

vielleicht hat jemand sowas ähnliches erlebt oder bei einer person mitbekommen und kann etwas dazu sagen...

mein kopf dreht sich im moment einfach nur... zumal er vor drei wochen schon davon sprach, das es ihm nicht gut geht... er ist danach mit einem zusammenbruch ins krankenhaus gekommen... wir haben noch telefoniert und gescherzt... ich denke er wird dann im krankenhaus diesen schlimmen schlaganfall bekommen haben... *snief*

lg melli, die dankbar über jede antwort ist...
02. Juni 2008
Hallo Melli

ich konnte lesen wie sehr dich das mitnimmt und drücke hiermit für deinen Bekannten ganz feste die Daumen!

Mein Vater hatte vor einigen Jahren auch einen, bzw. zwei Schlaganfälle und lag einige Zeit in einem künstlichen Koma.
Er hatte den ersten in der Firma (mein Vater war damals 50 Jahre alt) und den zweiten in der Klinik.

Es dauerte eine ganze Weile bis er sich einigermaßen erholt hat und es brauchte zwei Reha-Aufenthalte bist er wieder einigermaßen zurecht kam.

Bei jedem Patienten ist es verschieden und einige schaffen es mit viel Kraft und festen Willen und harter Arbeit, relativ schnell wieder auf die Beine!

Alles Gute und vielleicht kannst du deinem Bekannten ja Mut und Kraft geben, ich wünsche es Euch!

*love4* Pepsi von den 40gern
03. Juni 2008
*tröst*

Mir geht es ähnlich wie dir, Schlaganfall ist eine Sache mit der man sich erst beschäftigt, wenn sie passiert ist. Aber wie Pepsi schon schreibt, viel macht der Wille.

Habe einen guten Bekannten, dem das mit 13 passiert ist, wenn er es mir nicht erzählt hätte, wäre mir nichts weiter aufgefallen, aber bis auf die Tatsache, dass er in der linken Hand nicht mehr die volle Bewegungsfähigkeit hat, ist nichts zurück geblieben.
Wichtig ist die schnelle Behandlung und schneller als im KH geht ja wohl kaum, mit Reha, Krankengymnastik, Logopäden und seinem Willen dürfte er, zwar nicht sofort, aber auf Dauer wirklich gute Chancen haben.

Ich drück dich mal....*knuddel2* Morgiane
04. Juni 2008
Schlaganfall

hallo!

ich schreibe Dir als Angehörige eines Schlaganfallpatienten.

Mein Lebensgefährte hatte 2005 den ersten Schlaganfall, 4 Wochen Koma usw.
Den zweiten Schlaganfall hatte er 2005 im Mai, die linke Backe ist gelähmt , er beisst sich ständig beim Essen, doch das war noch nicht alles, im Dezember 2007 de rdriit eSchlaganfall und davon sindzurückgebliebe Störung des Kurzzeitgedächtnisses, Schwindelanfälle, Gangstörungen, da er dies alle snicht verkraftet hat, hat er gedacht nun kann ich als Exalkoholiker nun auch wieder trinken, im April wurde er dann mit dem notarzt unfd dem Rettungswagen abtransportiert mit 3,5 Promille, ich habe Ihn dann vor die Wahl gestellt ich ode rder Alkohol, in der Zwischenzeit ist die Entgiftung vorbei, er geht jetzt zur Langzeittherapie und ich hoffe wir bekommen unser Leben wieder in den Griff, aber dies ist sehr schwierig, zumal ich nach einer versauten hüftoperation 2006 auch behindert bin, dazu habe ich noch einen behinderten Sohn, einen vater der Kinder der keinen Unterhalt zahlt, frag nicht wie mir es geht
04. Juni 2008
oh man...

@firegirl... ich kann mir vorstellen, wie dein leben aussehen muss... und glaub mir, du hast mein vollstes mitgefühl... *troest* ich frag mich auch immer, warum muss das leben einen so beuteln??? was macht man falsch???

lass den kopf nicht hängen... schick dir mal ganz viele liebe gedanken...

@die anderen... danke für euer mitgefühl... sowas hilft echt enorm...

*blume* Melli
04. Juni 2008
Danke

Hallo Melli!

Melde Dich mal wieder , wenn Du mit jemanden darüber reden willst
Gruß Andrea
04. Juni 2008
danke...

für dein angebot... ich werde nächste woche seine oma wieder anrufen und fragen wie es ihm bis dahin ergangen ist...

*knuddel2* dich mal dolle
04. Juni 2008
Einfach so

Traust du Dich nicht ins Krankenhaus oder seit Ihr kein Paar
04. Juni 2008
...

nein, sind wir nicht... gute freunde, die zwischendurch mal "spass" hatten... seine noch frau hat jetzt ihr finger dazwischen... und er liegt 200 kilometer entfernt... alles irgendwie voll kompliziert... darum bin ich froh, den kontakt zu seiner oma zu haben... und warte, bis er hierher verlegt wird... dann bin ich auf jeden fall da...
04. Juni 2008
Einfach so

Dann bist Du also auch nur die leidige Nr. 2 die nichts zu sagen hat, wenn es darauf ankommt, so geht es mr auch ,denn auch mein Lebensgefährte ist noch verheiratet
04. Juni 2008

Mhh,

durch die jetzige Lebenssituation vieler Menschen (Schnellebigkeit, Stress, falsche Ernährung, zu wenig Sport) bekommen schon Jugendliche schnell einen Herzinfarkt.
Mittlerweile gehört das ganze schon fast zum Standart, im Gegensatz zu vor 20 Jahren. Jedoch ist unsere Medizin so gut mittlerweile, dass es nur noch selten zu Totesfällen kommt (meist bei alten Menschen oder wenn die Hilfe einfach zu spät eintrifft oder wenn die Symptome falsch gedeutet werden)

Dys
04. Juni 2008
eigene Erfahrung

Nun wir können Dir leider auch aus eigener Erfahrung dazu was schreiben. Unsere sie hatte vor rund 6 jahren mit 38 3 leichte Schlaganfälle und einen schlimmen. genau wie bei Deinem Bekannten keine Sprache und rechtsseitige Volllähmung. Um es kurz zu machen: Nach 5 rehas die erste allein über 3 Monate ist die Lähmung bis auf die Finger und ein leichtes Taubheitsgefühl auf der rechten Seite verschwunden. Die Sprache geht mittlerweile einigermassen. Aber man muss dazu sagen, dass es sehr hart ist, wenn man noch nicht mal "A"sagen kann.man benötigt viel Hilfe vom liebenden Partner und auch von anderen. Es wird eine sehr harte Zeit. Unsere sie ist Frührentnerin und wird dies auch leider bleiben. Das ist betrüblich, wenn man vorher als Buchhalterin tätig war.
Unsere Ärzte sagten damals unter 40 bestehen gute heilungschancen,ganz hats nicht geklappt aber zum Leben und auch der schönsten nebenssache auf jeden fall
04. Juni 2008
na das...

...klingt doch schonmal positiv, obwohl es ein harter weg war... aber sie ist zumindest soweit wieder hergestellt...

er hatte vorher auch zwei kleine... hätte ich ihm nach dem ersten nicht gesagt, er solle zum arzt gehen und hätte er den schlimmen nicht im krankenhaus bekommen, denke ich nicht, dass er überhaupt noch leben würde, der schwere nach zu urteilen...

ich hoffe für ihn, dass er zumindest soweit wieder hergestellt wird, dass er relativ selbstständig ist...

es heisst abwarten und hoffen... und das mache ich jeden tag...
04. Juni 2008

Ich konnte jetzt zwar nicht alles lesen, habe aber im Krankenhaus auch auf der Stroke gearbeitet.

Wichtig bei einem Schlaganfall ist:
-die Zeit bis ins KH
-das KH mindestens ein CT hat
-es über eine Stroke verfügt
-eine Lyse erfahrenen Arzt im Dienst hat

DIe Zeit wird vom Anfall bis zur Einleitung der Lyse mit max. 4h angegeben, je schneller desto besser. Leider vefügen nur die wenigsten KH über eine solche Einrichtung, viel Zeit wird meist in falschen KH verloren.
Der Beatmungsschnitt kann mehrere Ursachen haben, ist nicht unbedingt was ungewöhnliches. Ebenso die Lämung, welche nur vorrübergehend sein kann.
Viel wichtiger ist die Ursachenabklärung, und hier ist man auch wieder auf erfahrene Ärzte angewießen. Oft wird hier geschlampt, und z.b. die Carrotis als Auslöser nicht richtig untersucht. Nur wenn man die Ursache kennt lässt sich ein zweiter Anfall verhindern.
Die Zeit bis zur Wiederherstellung oder teilweisen kann extrem lang sein und benötigt viel Gedult. 2-4 Jahre sind, leider, keine Seltenheit.

Gruß
03. Juli 2008

so,ich laß das nun durch zufall weil wir uns im chat getroffen haben


ich kann dazu nur sagen...mein dad hatte schon einige davon,bisher immer wieder auf die beine gekommen,aber der letzzte war.....hammer....ich dachte ich verliere ihn,wußte nicht was ich tun sollte da wir 400km voneinander entfernt wohnen....ich weiß wie das ist wenn man helfen will,aber nicht kann....

und auch zwischen seinem 2 und 3 hatte er sich seelisch sehr veändert.ich denke es ist für diese menschen selbst schwer zu ertragen.
wenn du reden willst,weißt du wo du mich findest...

lg mila

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