ist prostitution unethisch? II

Die ausgangsfrage lautete: nach diversern ansichten und äusserungen, habe ich eine theorie: die folgende bemerkung...

02. Juni 2008
ist prostitution unethisch? II

die ausgangsfrage lautete:

Ist Prostitution unethisch?


nach diversern ansichten und äusserungen, habe ich eine theorie:
die folgende bemerkung, bringt mich auf folgenden gedanken:
Ich hoffe, viele Männer begreifen sehr bald, daß sie für die Huren nur ein ekelfaktor mit Geld in der Tasche sind. So lange Männer denken, den Huren würde es mit ihnen Spaß machen, wird es Prostitution geben. Und den Zwang dazu, es mit Männern wie Dir und mir treiben zu müssen.

suggiert doch eigentlich, das jemand der freier als ekelhaft bezeichnet, somit auch die prostituerten in diese ecke stellt. denn welche frau gibt sich schon gerne mit ekelhaften menschen ab. eigentlich nur ekelhafte frauen...!!!

wird dadurch nicht unterbewusst der eindruck erweckt, das all das ganze käufliche liebes/sexgewerbe etwas darstellt, was einem fäkalkarakter gleichkommt.
die negierung dieser dienstleistung, geht die nicht mit einher, mit einer unterschwelligen verbalen/geistigen verabscheuung.

nun mal als hypotethischer ansatz:
wäre die dienstleistung liebe/sex in unserer gesellschaft nicht so negativ, sondern positiv verankert, wie würde man über menschen urteilen, die diese ehrenwerte art dann so wie oben erwähnt betiteln würden?
02. Juni 2008
Unsere meinung

Nein die leute die dieses betreiben gehören seit jeher in die gesellschaft und wir denken das wenn dieses kommplet abgeschaft würde. würden wir ein kleines übel gegen ein viel größeres eintaschen z.b.
mehr vergewaltigungen übergriffe auf frauen oder änlichem deswegen finden wir das dass ein wichtiges glied in unserer gesellschaft ist um auf die frage zu kommen nein prostitution ist nicht unethisch
02. Juni 2008

schließe mich shinji´s Aussage an.

Prostitution ist absolut nicht unethisch, im Gegenteil...
Im alten Rom als auch zur Zeit Pompeji´s waren die Huren angesehene Frauen in der Gesellschaft......
Heute können wir alle froh sein das es bei uns nicht so prüde zugeht wie bei den Ami´s.....


lg

deWinni
02. Juni 2008

Ich persönlich denke, dass es bei der Prostitution drauf ankommt, was die Frau dabei fühlt!

Es gibt eben Prostituierte, die dabei einfach Spass haben und das Geld eher als positiven Nebeneffekt sehen. So wie Pronodarstellerinnen.
Solange sie nach dem Sex sich nicht stundenlang unter die Dusche stellen, weil sie sich schmutzig fühlen oder einfach danach ein schlechtes Gewissen haben, dann sehe ich auch keinen Grund, dass sie das nicht machen oder es gar unethisch ist!
Solange sie es will und es geniesst, ist es ok. Da würden nur iregndwelche Gottvernarrten Menschen den Teufel an die Wand malen, wobei die meisten wohl selbst "dunkle" Seiten haben!

Dagegen darf man natürlich nicht die Prostituierten vergessen, die es nur wegen dem Geld machen, weil sie in Not sind.
Das ist natürlich was komplett anderes, denn das geschieht meist unfreiwillig und genau diese sagen dann auch, dass sie Freier ekelhaft finden.
Wenn es nicht ums Geld gehen würde, würde diese Frauen bestimmt nie im Leben so eine Arbeit leisten!

Man muss einfach da unterscheiden und was das ethisch und unethisch angeht, hat eben jeder seine eigene Sicht.
Manche finden es unmoralisch, weil man seinen Körper verkauft/"beschmutzt" oder es gegen ihre Moralvorstellungen/Glaube ist.
Andere sehen es tolerant und sehen nur, dass so eine Frau einfach ihr Hobby zum Beruf gemacht hat.
Ist doch schön, wenn man sowas von sich behaupten kann! *top*
02. Juni 2008

@ mutabor

Eine ziemlich wenig durchdachte Unterstellung.
Nein, die Frauen sind nicht eklig. Sie werden nur zu einem Job gezwungen der widerlich ist.

Nein, Sex ist nichts ekelhaftes oder etwas was mit Fäkalien behaftet ist. Aber der Sex mit jemandem, mit dem man normalerweise nicht ins Bett gehen würde ist ekelerregend. Da kann man noch so viel Geld bekommen: Die Zuneigung ist über Geld nicht herstellbar.

Auch gehst Du von der irrigen Annahme aus, das Prostituierte LIEBE verkaufen.

Das ist natürlich falsch, mein Guter. Huren verkaufen keine Liebe. Sie tun mehr oder weniger geschickt so als ob sie lieben würden, als ob sie wenigstens ein wenig Zuneigung zu dem Mann empfinden würden, was selbstverständlich nicht so ist.

Es wird ein gespieltes Gefühl verkauft. Es wird die Genehmigung verkauft, einen Menschen dort zu berühren, wo er eigentlich von demjenigen der bezahlt gar nicht berührt werden möchte.

Die Hure an sich ist, wenn man Menschen denn in Klassen überhaupt unterteilen kann, "wertvoller" als der Freier. Der Freier ist sich ja oft nicht mal bewusst, das die Hure ihm seine Zuneigung nur vorspielt.
02. Juni 2008

Hmmm...das ist ene schwierige Frage. Bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher ob es weniger Vergewaltigungen geben würde...menschen die das machen, machen das meist nicht aus dem grund weil sie zu wenig sex habe, sondern weil es sie antörnt sich einfach zu nehmen was sie brauchen oder weil sie sich an frauen allgemein rächen wollen (ist ja oft so, diese leute sind krank). und billig ist ja sowas auch nicht gerade...was machen denn die ganzen hartz4 empfänger, die ieinfach keine frau bekommen, die rennen ja auch nicht raus und vergewaltigen alles was nicht bei drei auf den bäumen ist.unethisch finde ich es aber nicht. es ist ein job der ne menge kohle bringen kann, wenn man sich nicht unter wert verkauft (was ja meist bei diesen armen osteuropäischen mädels der fall ist, die dazu gezwungen werden, oder wenn frauen das wegen einer drogensucht machen)...wer sex und liebe bzw in diesem fall privates und berufliches trennen kann macht nichts falsch.
02. Juni 2008
Rolle von Prostituierten

Prostituierte als Menschen abzuwerten finde ich total daneben.
Freier gibt es meiner Ansicht nach verschiedene:
Solche, welche unbesehen der Umstände über eine Prostituierte hermachen und fürs Geld Praktiken verlangen, welche der Prostituierten zuwider sind, finde ich eklig; ebenso, wenn der Freier nicht merkt, ob es sich um eine Zwangsprostituierte handelt.
Wenn der Freier mit einer Prostituierten spricht und mit ihr im voraus abmacht, ob seine Bedürfnisse mit ihrer Bereitschaft vereinbar sind, finde ich o.k.
Von Liebe mit Prostituierten zu sprechen scheint mir absurd. Wenn ich zu einer Prostituierten gehe, will ich mich nicht selbst erniedrigen und mache mir demnach nichts vor. Es geht um meine Geilheit und ihr Geschäft. Dass sie einen Orgasmus haben soll, erachte ich als Anmassung, sie soll mir möglichst nichts vormachen, das wäre mir peinlich. Gekünsteltes Gestöhne ist mir zuwider. Ich kann ihr sagen, wie schön sie ist und wie herrlich sie sich aussen und innen aufühlt, das ist Ausdruck von Lust, nicht von Liebe.
Gruss
Jakove
02. Juni 2008
2008

Haben wir echt schon 2008? Was soll an Prostitution per se unmoralisch sein? Es gibt viele unmoralische jobs und unmoralische Angestelltenverhältnisse. Ist deshalb Arbeit unmoralisch? Es gibt Pornos, die unter widerlichen Umständen gedreht werden. Ist deshalb jeder Porno unmoralisch, nur weil da Leute für Geld poppen? Unmoralisch ist es, wenn die Frauen diskriminiert werden ("moralisch" und gesetzlich) und wenn staatliche Hilfen nicht jedermann/frau erlauben, ohne diesen Job zu leben. Prostitution kann so sauber sein wie Biofleisch und irgendwann gründe ich den ersten Amnesty geprüften Puff *zwinker*
Das mit den "ohne Huren würde es weniger Vergewaltiger geben" ist auch so ne alte Moralkeule der Art: "der mann, das triebgesteuerte wesen. Na, wenn er nicht kann, dann muss er halt zwingen". Ziemlich ähnlich wurde wahrscheinlich vor 30 Jahren bei Vergewaltigung in der Ehe argumentiert. Hinter einer Vergewaltigung steckt wohl ein klein bissel mehr als blosse Triebabfuhr. Sonst könnte man ja Freikarten für den Puff verteilen und es würde schlagartig keine Vergewaltigungen mehr geben *zwinker*
02. Juni 2008
knackpunkt...???

Sie werden nur zu einem Job gezwungen der widerlich ist.


ist das nicht gerade der knackpunkt...

an dem was ich erfrage?
denn, wenn dies nicht so ein tabu wäre, wenn die prostitution eine erstrebenswerte berufslaufbahn wäre. wenn menschen, egal ob jetzt frau oder mann, dafür geachtet werden würden, das sie körperliche nähe und emotionen an andere weitergeben, könnte dann jemand zur prostitution gezwungen werden...???
würde dies sinn machen...???

dies geht doch nur, weil dies unter dem deckmantel der verschwiegenheit, der intoleranz der gesellschaft, dem einzugsgebiet von randgruppen, kriminalität und drogen geschieht.

dort herrscht zwangsprostitution, mit all ihrer häßliche begleiterscheinungnen. würde man nicht diesen nährboden durch anerkennung und achtung der prostitution austrocknen.


liebe... von prostituierten.
natürlich ist das nicht ernst und echt, aber wieviele menschen brauchen einmal den effekt, das gefühl in den arm genommen zu werden. zur einer prostituierten zu gehen, heißt nicht zwangsläufig gv ausüben...
es soll auch menschen geben, die dort ein gefühl der nähe, des verstanden werdens suchen...

und ganz bös hat dies eine frau ausgedrückt, die genau mit solchen begegbenheiten ihren lebensunterhalt erstritten hat:

wer von uns beiden ist die hure, ich oder die ehefrau, die ihren mann verhöhnt, von sich wegstößt und nur nach seiner geldbörse und seinem bankkonto greift?
sie ist die angesehne, mit der er sich präsentiert.
bei mir bekommt er ein offenes ohr und jede menge streicheleinheiten...

daher... die verlogenheit der gesellschaft greift beidseitig...
so sehe ich das... *roll*
02. Juni 2008

Seitdem dieser Thread existiert, gibt es Poster, die überhauopt nicht differenzieren können und wollen. Man kennt ein paar Prostituierte und so sind alle Postituierte. Unterschiedliche Ausprägungen werrden ignoriert, alles wird über einen Kamm geschoren und andere Meinungen läßt man nicht gelten.

Das ist genauso einfältig und dämlich, wie die Aussage, daß alle Manager geldgierig sind, alle Kapitalisten ihre Mitarbeiter ausbeuten etc...

langweilig, einfältig und öde.
03. Juni 2008

@ Mutabor

Du magst recht haben, aber du siehst das zu einseitig.

Du siehst das gute, das eine Hure einem freier zufügen kann und wertest diesen Dienst als "guten Dienst". Damit hast Du Recht. Aber nur diese Seite der Medaille anzusehen ist nicht genug.

Man muss auch und vor allem darauf sehen, was die Hure in dem Moment denkt, wenn sie den armen, ach so einsamen FReier in den Arm nimmt. Tut sie dies gerne? Immer und bei jedem Freier? Ist ihr diese Umarmung recht?

Ich sage: In den meisten Fällen hasst sie diese Umarmung und spielt angewidert die zärtliche.
04. Juni 2008
Angeblich...

soll es ja zukünftig nicht mehr Prostituierte, Huren oder ähnlich lauten.

Vollkommen wert- und geschlechtsneutral heißt es dann

Menschen mit Penetrationshintergrund ...

*zwinker*
*undwech*
04. Juni 2008

man sagt prostitution sei der älteste beruf der welt wie kann es dann unethisch sein
ob im alten rom oder im mittelalter es gab schon immer huren, hübschlerinnen freudenmädchen
und egal in welches land man schaut überall gibt es sie und überall gab es sie egal ob vor oder nach christi
unethisch ist nur wenn wie oft der fall mädchen durch gewalt gezwungen werden sich als prostituierte zu verkaufen
diese machen ihren beruf wirklich nur mit ekel und grauen
und solange prostitution nicht als echter beruf anerkannt wird wird es auch die zwangsprostitution geben
lg jagstpaerchen(w)
04. Juni 2008

Nebenbei: Prostitution funktionierte in allen Kulturen nur unter Zwang. Meistens waren sie Sklavinnen oder heimatlose Mädchen, Waisen und Witwen.
04. Juni 2008
Ich denke

dass das Umfeld der Prostitution sehr viel mit dem negativen Bild der Huren zu tun hat. Nicht die Prostitution selber, sondern die Gewalt und der Zwang der dort herrscht, sind dafür verantwortlich. Auch Huren sind Menschen wie Du und ich. Auch der Aspekt, dass diese Dienstleistung nicht als vollwertiger und anerkannter Beruf (Tätigkeit) angesehen wird, trägt sein Teil dazu.
Wo kann in Deutschland (und vieleicht auch anderswo) eine Frau dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen, ohne das ihr nachgestellt wird und andere daran mitverdienen wollen.
Das ist der Knackpunkt der meisten Gesellschaften.
Wenn eine Frau das möchte, soll sie es machen. Dann sollte sie aber, wie in anderen Berufen, auch in Ruhe arbeiten gehen können. Oder hat schon einmal jemand davon gehört, dass ein Bäcker oder Schlosser bedrängt und genötigt wird, wenn er seine Tätigkeit ausübt. Dann würde aber ein Aufschrei durch das Land gehen. Bei der Prostitution ist das Usus. Dort hat fast jede Hure ihren Zuhälter.
Und die Gesellschaft schaut weg. Ist das richtig so?
Ich denke nicht.
So lange sich da nichts ändert, wird auch das Ansehen der Prostituierten sich nicht ändern.

So sehe ich das

Michael186
*wink*

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