Wie damit umgehen,das Sie als Domina arbeitet???

10. Mai 2008
Wie damit umgehen,das Sie als Domina arbeitet???

Hallo
Meine Freundin arbeitet seit kurzem wieder in einem Studio als Domina.Als ich Sie kennenlernte,hat Sie mir davon erzählt,das Sie damals mal als Domina gearbeitet hat und auch wieder damit anfangen möchte.
Wir haben damals mal darüber disskutiert und ich habe ihr gesagt,das ich wohl kein Problem damit hätte,wenn Sie wieder anfangen möchte als Domina zu arbeiten.
Jetzt kam aber alles ziemlich plötzlich,quasi alles innerhalb von vier Tagen und ich wurde so ein bisschen vor vollendete Tatsachen gestellt.Sie hat sich an einem Mittwoch vorgestellt und konnte schon am Sonntag dort "arbeiten".An diesem besagten Sonntag habe ich dann ziemlich nervös und mit einem ungutem Bauchgefühl zuhause gesessen.Sie meldete sich dann zwischendurch auch mal und teilte mir mit,das Sie gleich ihren ersten Kunden hätte.Sogleich wurde mir noch komischer aber gleichzeitig hatte ich auch erregende Gedanken.
Jedoch blieb das komische Gefühl in der Magengegend.
Es ist wohl doch nicht so leicht für mich,damit umzugehen.Ich habe ihr aber gesagt,das ich Sie in all ihren Vorhaben unterstütze und hinter ihr stehe.
Vertrauen ist bei so einer Sache wohl das allerwichtigste und ich vertraue Ihr auch,wenn Sie sagt,das ausser den besprochenen Sachen,die Sie dort an den Kunden ausführt auch nichts weiter geschieht(also kein anfassen oder GV,nackt zeigen,sonstiger Intimkontakt!!! ).
Ich muss mich erstmal an den Gedanken gewöhnen,das Sie dort arbeitet.Ich kenne das Studio aus dem Inet und laut Ihrer aussage ist das ein renomiertes und gehobenes Studio.Ich habe aber trotzdem gewisse Ängste(Verlustangst,Fremdgehangst und vorallem das ihr was passiert)
Heute und morgen muss Sie leider auch wieder "arbeiten" und ich sitze mit meinen Gedanken wieder allein Zuhause.

Wie würdet Ihr mit so einer Situation umgehen???Ich werde mich wohl mal mit Ihr darüber Unterhalten müssen.

Gruss Lassie
11. Mai 2008

Wenn ich sage, dass ich kein Problem mit was auch immer habe dann muss ich auch davon ausgehen, dass ich in den nächsten fünf Minuten schon mit der Situation konfrontiert werden kann.

Ich kann nicht nachvollziehen, dass es dich jetzt plötzlich so kalt erwischt wo du doch genau wusstest, das der Tag an dem SIE wieder als Domina arbeiten möchte, kommen kann.

Aber wie das so oft ist, man sagt etwas leichtfertig daher um verständnisvoll zu wirken, weil, jetzt (!) ist ja noch nicht später und vielleicht trifft es ja auch nie ein.

Ja, nun ist Sonntag (!), deine Freundin muss arbeiten, und du sitzt mit einem unguten Bauchgefühl da und hast Angst sie zu verlieren.

Worüber willst du dich mit ihr unterhalten? Hört sich an als ob du mit ihr ein Hühnchen rupfen willst!

Steh zu deinem Wort und mach dich mit ihrem "neuen alten" Job vertraut, wenn du sie nicht verlieren willst.

Alles Gute!

LG Delia
11. Mai 2008

Ich denke du musst wirklich keine Fremdgeh-Angst haben. Aber klar, rede mit ihr. Lass dir z.b. erzählen wie es bei den Sessions abgelaufen ist, vielleicht tust du dich damit dann leichter.

Diese Frau verkauft nichts anderes als eine Dienstleistung, zwar mit Körpereinsatz, aber ohne dass ihr Körper dabei wirklich inkludiert ist. Nach einer gewissen Anlaufzeit wirst du bestimmt kein Problem mehr damit haben.

lg
Angelika
11. Mai 2008

Ein Gespräch ganz in Ruhe wird dir helfen Ängste abzubauen.

Ich stimme da meiner Vorrednerin vollkommen zu. Diese Dienstleistungen werden doch vorher abgesprochen und es findet kein GV statt.
11. Mai 2008

Ich würde ihr auch mitteilen, dass Du ein mulmiges Gefühl und Angst hast ... Ich selber finde das wichtig. Manchmal habe ich auch Angst, die ich selber gar nicht unbedingt nachvollziehen kann. Aber nicht jedes Gefühl lässt sich mit dem Verstand erklären. Gefühle ordnen sich auch nicht unbedingt den eigenen Ansprüchen unter (das bringt mich manchmal richtig zur Weißglut). Aber sie gehören nun einmal zu uns und wir sollten sie ernst nehmen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir und der Sitation hilft, über meine Gefühle zu reden, auch oder gerade dann, wenn sie widersprüchlich sind in sich oder zu meinen Ansprüchen. Und wenn Du ihr im Grunde vertraust und hinter ihr stehst, wird sie das auch fühlen und sich vermutlich konstruktiv mit Deinen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen.
11. Mai 2008
Es gibt...

sicher einiges abzuklären aber eigentlich solltest Du keine Angst haben das ihr jemand zu nahe kommt.

Eine echte Domina hat keinen Sex mit ihren Kunden. Sollte dieses in irgend einer Form verlangt werden steht in der Regel eine Zofe zur verfügung. *geheimtipp*


*zwinker* vom Frenchlover
11. Mai 2008
das bleibt ...

Und wenn Du ihr im Grunde vertraust und hinter ihr stehst, wird sie das auch fühlen und sich vermutlich konstruktiv mit Deinen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen.
zu hoffen, ist aber (zumindest nach meinen Erfahrungen) nicht immer so.

Zumindest habe ich in Beziehungen mit Frauen die einer "erotischen Arbeit" (Prostitution) nachgehen auch erlebt, daß sie mein Interesse daran u.a. eher als "Störung" empfunden haben, was nach meinen Vermutungen darauf hindeutet, daß sie selbst nicht wirklich hinter ihrer "Tätigkeit" stehen/standen. Ebenso wurde dann in der Beziehung auch regelmäßig verleugnet, daß "die Arbeit" auch manchmal (sicher nicht immer) mit Lust verbunden ist, obwohl ich in anderem Zusammenhang als auch von anderen aus "dem Gewerbe" weiß, daß das ganz sicher vorkommt.

Meine überwiegende Erfahrung, zumindest mit Frauen, die der Prostitution (in bordellähnlichen Betrieben) nachgehen, ist, daß versucht wird, die Tätigkeit im privaten (Familien/Beziehungs-)Umfeld völlig auszublenden.

Erwin
11. Mai 2008
@Erwin

Ich hatte schon befürchtet, dass ich mit meinem Posting zu rücksichtslos rüberkam.
Du hast jetzt die Gedanken aufgelistet die mir durch den Kopf schossen.

Es gibt nichts Schlimmeres für den/die Partner(in), als vorgegebenes Verständnis, das sich dann im Nachhinein doch als Problem entpuppt egal welcher Herkunft es angehört Bspw. Job, Aussehen, Neigung, Geschlecht... und so weiter und so fort.

Ganz ehrlich, das ungute Gefühl in der Bauchgegend war bestimmt vorher schon da, nur war es nicht so präsent, weil deine Freundin zu dieser Zeit diesen Job nicht ausübte.
Sicherlich ist es gut mit ihr darüber zu reden, um zu erfahren wie sie selber zu ihrem Job steht, aber wenn du nicht willst dass sie diesen Job ausübt kann das für dich nach hinten losgehen, denn laut deiner Aussage hast du wohl kein Problem, dass sie wieder als Domina arbeiten will.

Na egal (!) vielleicht reagiere ich nur etwas gereizt, weil ich selber so eine ähnliche Situation erlebt habe, nur dass es sich nicht um den Job handelte.

Wie ich schon erwähnte... ich wünsche dir Alles Gute!

LG Delia
11. Mai 2008
@delia

ich denke, nicht dein gesamtes Posting ist jetzt auf mich bezogen, sondern ab dem zweiten Absatz dürfte es an den TE gehen ...

Im meinem Fall war es eher so, daß sie es lieber gesehen hätte, wenn ich massiv etwas dagegen gehabt hätte.

Erwin
11. Mai 2008
zu heftig?

Wenn Du damit wirklich so große Probleme hast bitte sie halt doch etwas anderes zu arbeiten.
11. Mai 2008
@Erwin

Ja... *ja* ab den zweiten Absatz geht es an den TE.

Ich halte mich hier jetzt eh raus, ich bin in diesem Thema nicht neutral genug.

LG Delia
13. Mai 2008

Ok,
da sie ja von Anfang an mit offenen Karten gespielt hat, liegt es an Dir, mit der nun bestehenden Situation klar zu kommen.
Mache Dir bewusst, dass sie wirklich nur eine Dienstleistung anbietet.
Hey, sieh es doch mal von der humorvollen Seite.
Sie bekommt Geld dafür, dass sie fremde Männer dominiert, verdrischt, erniedrigt.
Was glaubst Du wieviel Frauen das liebend gerne tun würden. *gg*

Al
13. Mai 2008

Ich habe mich mal mit einer Table-Dancerin unterhalten, unter anderem irgendwann auch was ihren Job betraf (wie, neugierig, ich? niemals!*gg*)
Was sie darüber bzw. über ihre Arbeitseinstellung was das Zwischenmenschliche betrifft erzählte war sinngemäß: Natürlich beinhaltet die Stellenbeschreibung ganz klar ein gezieltes Spielen mit aufreizenden Aktionen, der Versuch eine gewisse sinnliche Atmosphäre zu erzeugen, die dann auch vom (hauptsächlich männlichen) Publikum tunlichst aufgegriffen werden sollte. Und gerade dieses Spielen macht einerseits auch Spaß, ist andererseits aber oft genug richtig harte Arbeit. Und wenn sie dann mit ihrer "Schicht" fertig war, dann war da kein Gedanke an irgendeine knisternde Stimmung oder tolle Typen in der "Kundschaft", sondern nur der Wunsch nach Hause zu kommen und die Füße hochzulegen.

Ich vermute mal, daß es bei Deiner Freundin grundsätzlich ähnlich aussieht und es letztlich ein Job für sie ist, eben einer den sie gerne macht, aber nur ein Job.
Ich denke auch, daß es erstmal gewöhnungsbedürftig ist, wenn die/der Partner(in) in einem Berufsfeld arbeitet, das (wenn auch möglicherweise nur kundenseitig) in einem Bereich liegt, den man zunächst mal als intim versteht.
So offen wie sie da mit Dir war würde ich jetzt auch mit ihr sein, und ihr von Deinem mulmigen Gefühl erzählen (und bitte nicht so etwas fahren wie jedes Mal wenn sie zur Arbeit geht "plötzlich" grummelig werden), nur wenn sie davon weiß kann sie Dir z.B. mal ein paar Abläufe erzählen, damit Du letztlich zumindest ein wenig weißt, worum Du Dir keine Gedanken machen musst *zwinker*
Und der Rest ist dann allerdings auch ein gewisses Vertrauen in sie, das von Deiner Seite einfach da sein sollte...

Darki
13. Mai 2008
@darkling

Was sie darüber bzw. über ihre Arbeitseinstellung was das Zwischenmenschliche betrifft erzählte war sinngemäß: ...

ja, das deckt sich gut mit meinen Erfahrungen und stellt aber gleichzeitig ein potentielles "Beziehungsproblem" dar, bzw. war für mich durchaus eines:

Die Übersättigung an "verdinglichtem, zweckorientiertem Sex", selbst wenn die verführerischen Spielereien durchaus auch "Spass" machen, ist zwar verständlich, aber wenn dann für die eigene Beziehung "nur" mehr erotisches Desinteresse und "Ruhe haben wollen" bleibt, dann war das für mich - weniger aus Eifersucht, sondern eher aus gewissen "Neid"-Gefühlen - nicht auf Dauer akzeptabel.

Noch schlimmer ist es in den Konstellationen, wo in Clubs durch dauernden Alk-Konsum und "unangenehme" Freier sich dann tatsächlich eine Aversion gegen Männer+Eros+Sex bildet, was klarerweise auch Auswirkungen auf das Beziehungsverhalten sowie die eigene physische + psychische "Gesundheit" zeigt.

Erwin
13. Mai 2008

Erwin, ich denke ich sehe was Du meinst - das ist dann natürlich wieder stark von der Person abhängig(was Du, nehme ich an, mit "potentiell" meintest).
Wenn da tatsächlich eine (wenn auch unterschwellige) direkte Verbindung zwischen Arbeit und Sex hergestellt wird, dann kann ich mir vorstellen, daß das dann auch aus dem privaten Feierabend stärker ausgeklammert wird oder sogar die von Dir beschriebene Steigerung(->unangenehm) erfährt.

Weniger gegeben das so etwas passieren könnte sehe ich, wenn die Identifikation mit der Arbeit eher in so einer Art Schauspielerei besteht - wenn den ganzen Tag erotische Szene geprobt wurde, dann ist man abends vielleicht geschafft, aber die Libido sollte dadurch eher nicht abstumpfen - so stelle ichs mir vor.
Aber wie das gehandhabt wird ist von Persönlichkeit zu Persönlichkeit wohl sehr unterschiedlich...

Darki

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