![]() | 23. Juni 2010 ich arbeite seit geraumer Zeit mit geistig und zum Teil körperlich behinderten Menschen. Da ich ein offener Mensch bin, ohne Berührungsängste fand ich es nicht nennenswert anders wie mit "normalen "Menschen. Trotz Taubstumm, sehbehindert sowie geistig und sprachbehindert ist es immer wieder erfreulich zu sehen, wie sie kleine Fortschritte machen. Sie sind dankbarer, freundlicher und meist immer für Körperkontakt. Auch Sex und Liebe habe ich unter Behinderten schon kennengelernt.. sie haben auch Gefühle und Wünsche! Für mich sind es keine Menschen 2. Klasse.. |
![]() | 16. Juli 2010 ... zurückhaltung ist immer schlecht. der satz " geh doch normal mit ihnen um" ist leicht gesagt aber schwer getan. je nach behinderung wirken menschen mit handycap nunmal extrem anders! ihr aussehen ist vlt. anders, sie reden komisch und ihr verhalten entspricht auch nicht der norm. bitte wie soll man da wissen was normaler umgang ist? eine patentlösung kann es da nicht geben. offenheit ist ein guter anfang! stell fragen. kein behinderter mensch wird dich dafür verurteilen! frag warum sitzt du im rolli? warum kannst du so schlecht sprechen, ich verstehe dich kaum.... das schafft klarheit und nimmt beiden seiten die berühmte hemmschwelle. auch eltern mit kindern, die eine behinderung haben vlt. sogar schwerst-mehrfach behindert sind...sprech sie an! selbst wenn es nur alltägliche floskeln sind wie " darf ich mal vorbei"... gibt oft genug die situation, dass alles verschämt wegguckt und sich nicht1x traut "guten Tag zu sagen". glaube der "deutsche" ansich hat generell ein problem mit behinderungen..... welchen stellenwert haben & hatten behinderte in unserem land? kann da nur einen wobei ich sagen muss: ich veruteile hier NIEMANDEN! versteht das nicht falsch!!!! ich glaube nur, dass in manchen köpfen, bei gesetzen u.a. dringend eine reform fällig ist. |
![]() | 17. Juli 2010 @Doernroeschen01 .. jemand mit Hirn / ntelligenz glänzt, oder liegt es einfach daran dass manche einfach nicht mehr in denn 60er leben? Egal, der Beitrag ist gut! |
![]() | 21. Juli 2010 hallo da in meiner familie körperbehinderung und geistige behinderung vorkommt,weis ich aus erfahrung,das die menschen die eine behinderung haben gerne wollen das man sie wie jeden anderen gesunden behandelt. ich weis das ist einfach gesagt,weil man meistens hemmungen hat,ist auch normal..aber wnn man es einmal gemacht hat,wird man feststellen,sie sind genau wie du und ich... meistens sogar viel offener mit allen themen... lg |
![]() | 08. April 2011 Zum Thema Behandeln: tja was meint "normal" in diesem Sinne? Wie macht man das? Behindert zu sein bedeutet nicht, dass nur noch die Behinderung da ist. Wie der Durchschnitts homo sapiens, hat man trotz Behinderung
also all das womit man umgeht wenn man mit Nichtbehinderten zu tun hat. Also einfach die, absolut unnötige Angst ablegen, man könne wegen der Behinderung so unglaublich viel falsch machen und genauso mit einem umgehen wie man/frau sich wünscht dass mit einem selbst umgegangen werde. Meiner Erfahrung nach stößt das eher bei Nichtbehinderten als bei Behinderten auf Unverständnis. Ich weiss es weil ich da auch bei anderen Behinderten keine Ausnahme mache. Im Klartext bedeutet dies, dass ein A*loch/Vollpfosten/Grobian/whatever von mir auch dann ne Verbalbreitseite bekommt wenn er/sie behindert ist. Die geschockten "Das kannst Du doch nicht machen, $_Person ist doch behindert!" Gesundis Fragen: Mir ist's auch lieber wenn Leute fragen anstatt zu spekulieren. Gerade bei Kindern nehm ich mir dann erst recht die Zeit und erkläre - und Eltern die bei "Mama warum läuft der denn so komisch?" das Kind am liebsten in den Rucksack stopfen und weglaufen würden, oder noch schlimmer - es zusammenstauchen, bremse ich da fix aus, Das/ein Kind soll und darf fragen. denn nur wenn es eine vernünftige Antwort weiss wird es wenn's älter ist nicht, hassen, fürchten oder ignorieren. Es ist schade dass sich da grad viele Erwachsene für die natürliche Kindesneugier schämen. |
![]() | 08. April 2011 Bis vor Kurzem wurde ich immer mitleidig und auch verständnislos angesehen, wenn die Anderen mich haben gehen sehen, weil sie dachten ich wäre betrunken. Seit einer Woche benutze ich eine Unterarmgehstütze. Und siehe da, das Leben ist schöner geworden. Mir werden Türen aufgehalten und manchmal werde ich vorgelassen. Ist schon ein Unterschied zu vorher Luna |
![]() | 10. April 2011 hallo ihr lieben zum thema behinderungen, ich arbeite jeden tag mit behinderten menschen zusammen die auch körberlich und geistig behindert sind. meine meinung dazu ist man sollte sie so behandeln wie jeden anderen auch. ich finde es auch richtig die kinder darüber aufzuklären über behinderte menschen. es sollte heut zu tage auch kein tabu thema mehr sein. es sollte unsere aufgabe sein die behinderten menschen in unserer gesellschaft zu integrieren und zu unterstützen und nicht zu missachten oder verurteilen. lg |
![]() | 11. April 2011 Ich lebe in einer nicht zu grossen Stadt mit sehr vielen Behinderteneinrichtungen, das heisst, Rollifahrern, Menschen mit spastischen behinderungen, Downies, all das bevölkert bei uns das Stadtbild und ist vollkommen normal darin. Ich bin damit aufgewachsen. Wie geht man miteinander um? Wie man halt miteinander umgeht. Wenn mich ein Elektrorolli umfährt schimpfe ich genauso wie ich es bei einem Radfahrer tun würde, schliesslich hat derjenige ein Gehdefizit und nicht eins mit den Augen. Mir ist auch schon passiert, dass mir ein junges Mädchen mit Trisomie-21 spontan um den Hals gefallen ist, die fand mich halt total nett und hat es mir gezeigt. Befremdend ist es für mich immer, wenn ich mitbekomme, dass Eltern auf Fragen ihrer Kinder mit einem "gugg da nicht hin!" reagieren. Klar guggen Kinder da hin. Integrative Kindergärten finde ich übrigens eine tolle Idee... noxx |
![]() | 11. April 2011 Befremdend ist es für mich immer, wenn ich mitbekomme, dass Eltern auf Fragen ihrer Kinder mit einem "gugg da nicht hin!" reagieren. Genau das ist die Sorte Eltern, die dann von mir 'ne Standpauke abkriegt. |
![]() | 18. April 2011 Wir bewundern diese Menschen! Wir haben keine Probleme mit Menschen mit einer Behinderung. Wir gehen ganz offen auf sie zu. Für uns macht das keinen Unterschied. Wir haben auch einen Freund der im Rollstuhl sitzt. Und den möchten wir als Freund nicht missen. Denn er ist uns sehr ans Herz gewachsen. Viele Menschen vergessen leider immer dabei das es sie selbst treffen kann. |
![]() | 25. Mai 2011 die Behinderung im Kopf ausschalten Menschen mit Behinderung kann man genau so ansprechen wie jeden anderen Menschen auch. Es erleichtert die Sache auch sehr, wenn man seinen eigenen Standpunkt genau kennt. Damit ist es einem möglich die Persönlichkeit des Gegenüber genauer ein zu schätzen. Einem behinderten Menschen sieht man es genau wie einem ohne Behinderung an ob er glücklich, traurig oder ärgerlich ist aber nur, wenn man sich traut mal hin zu schauen. Freu dich mit ihm, wenn er glücklich ist oder frag was ihn traurig macht. Es gibt leider immer noch viele Leute die einem Behinderten nicht zutrauen, dass er mit seinem Leben zufrieden ist oder schlimmer noch eine körperliche Behinderung mit einer Geistigen gleichsetzen. Behinderte Menschen erfreuen sich an dem was ihnen geblieben ist und den Gesunden deprimiert es was er alles noch nicht erreicht hat. Liebe Grüße und viel Verständnis tenter |
![]() | 28. Mai 2011 Taub aber oho Hi, ich bin aus neugier hierher gelandet und muss unbedingt mein senf abgeben.. zumal ich zu einer sprachliche und kulturelle minderheit angehöre. die tauben. die welt der tauben. die nichts hören. ich bin prälingual taub zur welt geboren, wahrscheinlich eine vererbung, da meine eltern und meine geschwister alle taub sind. als kind dachte ich: die welt sei taub und sobald ich in der "sonderschule" eingeschult wurde, bekam ich ein schock - weil an der schule nur gesprochen wurde. die gebärdensprache ist bis heute immer noch ein streitthema.. und bis heute werde ich immer blöd angestarrt oder gar angebläfft, was ich hier wolle. manche menschen behandeln mich wie der letzten dreck, nur weil ich nicht so gut sprechen kann. warum legt die menschen soviel wert an der sprachlichem ausdruck? zählen die andere werte nicht? und die kinder... sie sind fantastisch, sind neugierig, direkt und offen - sobald ihre eltern ihnen diese natürliche entwicklung hemmen, wird sich ein schamgefühl entwickeln... das kind denkt: behinderung ist tabu. das ist ja das schlimmste. sei offen zueinander, auch wenn ihr verunsichert seid. auch wir sind verunsichert anhand der schlechte erfahrungen mit menschen, trotzdem wagen wir uns, über eigene schatten zu springen.. |
![]() | 01. Juni 2011 servus, bei dem thema kann ich auch als betroffener mitreden. vor 12 jahren verlor ich bei nem motorradunfall meinen linken arm und hab seither auch ne leichte gehbehinderung. was ich bisher hier so gelesen habe, triffts recht gut. behinderte menschen wollen genau so behandelt werden, wie gesunde. in meinem umfeld passt das soweit eigentlich recht gut und es verhält sich mir gegenüber eigentlich kaum mal jemand nennenswert daneben. es kommt allerdings auch auf die einstellung des behinderten an. wer andauernd mit seinem schicksal hadert hat es im leben schwerer. ich selbst bin aber chronischer optimist und versuche das beste aus der sache zu machen. auch mit einer behinderung kann man viel aus seinem leben machen. ich z.b. spiele gern billard (kreisliga) bin segler und taucher. es kommt eben ganz drauf an, wie man mit seinem handicap umgeht. wirklich stinkig werd ich eigentlich nur, wenn man mich nicht als menschen, sondern als behinderten behandelt, oder wenn man mir hilfe aufdrängt. (mit fragen macht man nie was falsch.) |
![]() | 06. Juni 2011 Erfahrungen Hey ihr Lieben.... Nun will ich mich doch auch mal als "Betroffene" - hört sich ziemlich doof an find ich - zu Wortmelden. Von Geburt an war ich sehbehindert und seit zwei Jahren bin ich jetzt blind. Tja früher hat man mir meine Behinderung teilweise gar nicht angesehen. Darüber war ich so so froh und bescheuerter Weise wollte ich selbst nicht zu den Behinderten zählen... Ich bin doch normal! Oftmals haben mich Leute komisch angeguckt, weil man mir ein bisschen ansieht, dass was mit meinen Augen nicht stimmt. Die waren dann irgendwie verwirrt, weil ich doch so normal rumlaufe. Oftmals wurde ich natürlich auch angeschnauzt, wenn ich doch mal jemanden angerempelt hab oder wissen wollte welcher Bus da grad ankommt. Tja einerseits verständlich aber hilfsbereit sollte man wohl bei jedem sein. Na ja seit ich nun mit Stock rumlaufen musste habe ich gemerkt, dass die Leute mich fast mehr so akzeptieren. Ich glaube sie können mich nun ganz einfach in eine Schublade stecken und wissen wieso ich dies und das so und so mache. Man wird aber eigentlich, wenn man mit Stock unterwegs ist nie angesprochen. Alle sind richtig stumm. Türen werden zwar aufgehalten aber dabei ein Wort zu sagen wäre ja zuviel verlangt. Ätzend finde ich auch, wenn mir andere sagen wollen was ich kann und was nicht. Da werd ich dann auch mal unfreundlich. Ach ja und ich hätte gern nen Pulli auf dem steht: "Nur ansprechen - Nicht gleich anfassen!" Jeder grabbelt einen an. Hakt einen unter oder kneift einem manchmal ziemlich energisch in den Arm, weil er dachte mir passiert gleich was. Ach ja von hinten an den Schultern anfassen und irgendwo vorbei schieben ist auch sehr beliebt. Ein bisschen wie mit den Omas, die man auch ungefragt über die Straße bringt, obwohl sie ganz wo anders hin wollte. Na ja seit ich nun meinen Hund habe haben die Leute auch wieder ihre Stimme gefunden. Nun haben sie ne super Brücke und können mich darüber ansprechen. Mein Blindenhund sorgt also schon mehr dafür, dass ich auf der Straße oder in der Uni angesprochen werde. Das ist nochmal eine sehr coole Erfahrung. Man wirkt wohl wieder etwas normaler... Na ja ich hatte es auch schon, dass ich ein Hilfsangebot abgelehnt habe und die Person hat dann sauer zurückgemault, dass sie ja nur freundlich sein wollte. Ach mensch wieso bin ich nur so selbstständig. Ach ja... Blindenhunde erkennen nicht ob die Ampel rot oder grün ist... Hm was bedeutet normal. Klar manchmal kann man den jenigen eben nicht wie einen normalen Menschen behandeln, weil er ja wirklich Einschränkungen hat. Aber man sollte ihn nicht ignorieren oder doof angucken. In meinem Profil steht ja, dass ich blind aber nicht blöd bin... Leider habe ich oft das Gefühl, dass viele eine Behinderung immer ein bisschen mit Blödheit in Verbindung bringen. Puh das war ein langer Text und ich hoffe er sagt ein bisschen was aus. Ach noch kurz zu meinem Sexleben... Liebste Grüße |
![]() | 20. Juni 2011 RESPECT ... ... was für ein geiler Beitrag. TOP So lernt der "Normalo" auch mal aus dem Leben eines blinden Mädels. Was für ein Einblick ins reale Leben und die dazugehörigen Empfindungen. Echt SUPER - und der Hund als Kontaktbringer ist ja wohl der coolste Ansatz. Daher - Sinne schärfen und einen offenen Umgang mit ALLEN. Weiter so und - good luck for you - |
