Sex mit Behinderung? - Warum gibt es soviele Vorurteile?

16. November 2011
Gerade gefunden

vielleicht hilft es einigen "Betroffenen" (Den Plural "Behinderte" empfinde ich als abscheulich)

Links nur für Mitglieder

*kuss*
20. November 2011

warum es so viele vorurteile gibt?

- ..., weil in vielen köpfen die gleichung rumspukt, dass körperbehinderung = geistige behinderung ist

- ..., weil viele sich nicht vorstellen können, dass behinderte auch mit behinderung vollständig sind!

- ..., weil viele sich nicht vorstellen können, dass auch behinderte sich nach echter körperlicher liebe sehnen.

- "... weil manche nicht-behinderten sich beim sex mit behinderten ganz schön behindert anstellen!" - Zitat einer behindetren Bekannten.

- ..., weil sex mit behinderten eben gewisse anforderungen an die fantasie stellt:

sex von hinten mit einer Beinamputierten oder Unterkörpergelähmten ist auf dem bett eben nicht möglich ... aber schon, wenn siebäuchlinks auf der bettkante liegt und er auf den knien hinter ihr. sie auf dem tisch und er kann sogar ganz bequem im stehen.

sie kann sogar auf ihm sitzen, wenn sie sich in einer sling sitzend an dieser festhält. ... sie darf im entscheidenden moment nur nicht loslassen, dann fällt sie hoffentlich weich ins bett ...

usw.
20. November 2011

Political correctness im Umgang mit betroffenen behinderten Andersbegabten.

keiner leidet mehr unter p.c. als viele behindert selbst.

"betroffene" macht ach so fürchterlich betroffen und riecht nach fremdschämen und mitleid.

und letzteres wollen sie gar nicht.

ein(e) rollifahrer(in) ist eben eine(r)

ein spastiker bleibt ein spastiker von mir auch auch tetraplegiker - Bei Fachtermini kann auch mal so etwas passieren: "Tetrapak? - Tetra... was? Ist das ansteckend?!"

Eine Sehbehinderte ist keine Sehbetroffene.
Als mich vor Jahren eine Kollegin bat, ihr zu helfen und ich ohne hinzuschauen nach dem Grund fragte: " Sag mal. Bist du AUCH blind?!" Großes Gelächter auf beiden Seiten.

Wichtig ist, dass diese Menschen für voll genommen werden.
Wir Normalen haben auch eine Behinderung, wenn es uns nicht gelingt normal mit Behinderten umzugehen.

PS.:
Ein(e) Rollifahrer(in) im Team bewirkt: Nie mehr Teambesprechungen im Stehen, sondern nur noch bequeme Sitzungen!
23. November 2011
Vorurteile

Vorurteile sind schnell getroffen. Man sollte doch erst einmal einen Menschen kennen lernen. Bleiben wir mal beim Thema Rollstuhl. Warum habt Ihr Frauen soviel Angst? Habt Ihr Angst das ihr zu kurz kommen könntet? Habt Ihr Angst Fehler zu machen, den Mann nicht gerecht zu werden? Die gleiche Frage kann man an die Männer stellen. Stellt Euch doch ganz einfach auf den Partner oder Partnerin ein. Vielleicht könnt Ihr sogar noch was lernen. Auch Menschen mit Behinderung haben sehr viel Phantasie und Praktiken, die Ihr vielleicht noch nicht kennt, die viel Spass machen können. Hört auf 2 Klassen zu bilden. Ist doch ...
Überall ist Klassenbildung- Ost-West, Privat versichert-Kassenpatient und und und. Da muß man doch nicht noch im privaten solche Show abziehen. Lasst Euch einfach mal auf so ein Experiment ein. Ihr dürft nicht nur nehmen wollen sondern auch mal geben.
25. November 2011
:)

lol genau:
Lasst Euch einfach mal auf so ein Experiment ein. Ihr dürft nicht nur nehmen wollen sondern auch mal geben.
Experimentierfreudige Frauen dürfen sich gerne kostenlos und unverbindlich an mich wenden.....
26. November 2011
Unsicherheit...

Für mich persönlich gibt es kein Problem im Umgang mit Leuten, die ein Handicap haben, wenn ich mal von Unsicherheiten beim Kennenlernen absehe. Wenn ich weiß, welche Hilfen gern angenommen werden, ist die Behinderung akzeptierter Teil des Umgangs.
Mich würde allerdings interessieren, wie Leute mit körperlichen Problemen eine Kontaktaufnahme mit sexuellem Hintergrund durch Nichtbehinderte sehen, wie sie ablaufen sollte und was in jedem Fall zu vermeiden ist. Vielen Dank für die Unterstützung.

Thorsten in Bremen
26. November 2011
Sparks28

also ich würde sagen.

Wenn man trotz einer Behinderung einen Partner sucht, sollte das für den Gegen-Part kein "Weltuntergang" sein.
"WIR" haben schlließlich auch einen Kopf-INHALT.
Man kann sich über alles unterhalten.

Mir ist es am liebsten, wenn mich die Person ganz direkt fragt was sie wissen will.

Ob Hilfe benötigt wird, das werde ich dann schon sagen.

Doch da haben auch Menschen mit Handicap verschiedene Auffassungen
Man sollte das mit Hilfestellung auch nicht übertreiben..das hinterläßt immer so einen Eindruck bei einem..als wäre man total abhängig.

Wir sind eben alle individuell geboren, und deswegen sollte man jedem Menschen seine Meinung akzeptieren.

Wenn Fragen noch offen sein sollten....dann bitte nachfragen :-))

Zusatz: man kann auch mit einer körperlichen Einschränkung ein sehr erfülltes unkompliziertes SEX-Leben haben.
Das Problem ist nur -- es läßt sich so gut wie niemand auf ein solches "Abenteuer" ein -- echt schade ---
aber FRAU gibt die Hoffnung ja nicht auf :-)))) *g*

lg
27. November 2011
Wie gehabt...

So habe ich es mir gedacht! Danke für den Hinweis. Außer der Schüchternheit zu Beginn gibt es keine größeren Probleme, eine Frau kenenzulernen. Mal sehen, wie es läuft....
04. März 2012

Bei all dem sind Geduld und Offenheit die wichtigsten Stichworte. Wenn man sich symphatisch und bereit ist, sich auf mehr einzulassen, kann man diese ja kurz mit den wichtigsten Punkten im Profil angeben, später noch mal (wie ein ganz normales Thema, was es ja auch sein sollte) drauf zu sprechen kommen und dann offen erzählen, was (je nachdem, wie es einem beliebt) möglich ist oder nicht (ohne dabei zu pessimistisch oder beklagend zu werden). Sind die Gesprächspartner auf etwas bestimmtes fixiert, ist es ja ohnehin egal, ob man etwas aus Desinteresse oder aufgrund der Behinderung nicht machen kann.
Vermeiden ist dabei eigentlich ziemlich wenig: Verbissenheit, zu konkrete Vorstellungen (stört bei allem), voreiliges Handeln und Ungeduld (Schüchternheit legt sich).
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, selbst wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht *g*
07. April 2012
Die Gesellschaft...

...hat grundsätzlich vor allem Angst, was anders ist, ob es Menschen mit Behinderung sind, Schwule, Lesben, Dicke, Krebspatienten, psychisch Kranke, Trauernde, Menschen mit einem Trauma....endlose Liste.
Vorurteile entstehen aus der Angst heraus, selbst einmal betroffen sein zu können, damit mag man sich nicht auseinandersetzen, da ist es leichter, an seinem Vorurteilsbettvorleger zu häkeln und das eigentliche Thema nicht an sich ranzulassen.

Die Welt ist bunt.
Und das ist geil.
10. April 2012

ich kann jetzt nur zwei Beispiele anführen, die ich persönlich erlebt habe:
1. eine Kollegin hatte einen Unfall- ist jetzt auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie hat das echt gut gemeistert- hat vielen Leuten die "Scheu" und "Angst" genommen .. mit Witz, Humor.. aber auch damit, dass sie immer genau sagt, wo sie Hilfe braucht- und wo nicht.
Sie sagt immer: "ich melde mich, wenn ich Hilfe brauche- wenn ich nichts sage, dann schaff ich das allein".
Ich fand das super- so wurde allen, die eben nicht ständig mit ihr zusammen sind, die Unsicherheit genommen.

2. eine andere Kollegin kann nur mit 2 Krücken gehen. Als ich ihr mal die Tür öffnete- war sie zutiefst beleidigt. Sie meinte nur grimmig: zu Hause kann ich das auch- also kann ich das auch in der Arbeit! Also stellen Sie mich nicht als Kleinkind hin, das noch nicht mal eine Türe öffnen kann"
Ups.. dachte ich da nur.. ich wollte sie doch nicht verletzen.

Aber jede/r reagiert eben anders.. und gerade weil - zumindest geht es mir so- man ja niemanden verletzen will- und weil man nicht weiß, wie empfindlich der Mensch mit der Behinderung ist- herrscht große Unsicherheit.

Das mag auch daran liegen, dass Menschen mit Behinderung nicht wirklich ins "normale" Leben "inkludiert" sind (Inklusion ist ja daas große Thema zurzeit). Und das ist wiederum kein Wunder- da viele Menschen mit Behinderung eben besondere Hilfsmittel brauchen- und daher schon von Klein an (Schule) bis ins Erwachsenen-Alter (Werkstätten für Menschen mit Behinderung) irgendwie "ausgesondert" werden. Ich finde das schlimm.. denn so lernt "Otto-Normal-Bürger" doch nie den richtigen Umgang.

Und ich glaube, dass es nicht am Wunsch nach Sex liegt- sondern eben an der allgemeinen Unsicherheit- vielleicht zu wenig Begegnungen, Erfahrungen.. keine Ahnung
11. April 2012
Zum Nachdenken

Ich mag generell das Wort "Behinderung" nicht, weil es heute sehr negative Bedeutung hat. Natürlich ist jemand, der eine Behinderung hat in irgendeiner Form körperlich oder geistig nur eingeschränkt leistungsfähig.

Wer mal in sich geht und über seine Umwelt nachdenkt, der wird merken, dass er Leute, die nur an Krücken gehen können, die im Rollstuhl sitzen oder eine geistige Beeinträchtigung haben als Behinderte wahrnimmt, oder?!?!

Genaugenommen ist doch aber schon ein Brillenträger "behindert", weil er in seiner Sehfähigkeit beeinträchtigt ist...!!

Kommen wir jetzt zurück auf die Ausgangsfrage, dann hat sicherlich jeder bereits Sex mit einem "Behinderten" gehabt! Und hat der Sex mit einem Brillenträger weniger Spaß gemacht, als der mit einem nicht-Brillenträger?!?! Bestimmt nicht! Einzig und allein die Art der Beeinträchtigung ist entscheidend dafür, welche Sexpraktiken ausgeführt werden können und welche nicht! Und selbst das sollte nicht dafür ausschlaggebend sein, ob der Sex Spaß macht oder nicht!

"Behinderten" Personen sollte dort geholfen werden, wo sie offensichtlich etwas nicht können, wenn sie nach Hilfe fragen oder wenn es der Knigge verlangt!
14. April 2012
Gesellschaft ?

Wer sucht der findet!

Liebe Grüße
18. April 2012
@single78

Theoretisch hast du recht, praktisch leider nicht. Ich habe eben in einem anderen Forenbereich geschrieben, dass ich aufgrund meiner Behinderung unsicher bin, ob ich auf Stammtreffen gehen soll. Ich war am Überlegen statt Behinderung das Wort Einschränkung zu verwenden (jedes Mal Körperbehinderung zu schreiben geht ja auch nicht). Aber Menschen, die sich mit solchen Themen nicht auskennen, können es auch nicht so einfach unterscheiden. Von daher hätte viele das Wort Einschränkung wahrscheinlich falsch verstanden.

Und auch mit der Ansicht, dass Menschen unabhängig von ihrer Behinderung gleichwertig sind, hast du Recht. Jedoch das Tragen von Brillen und körperliche Einschränkungen kein realistisches Beispiel. Stimmt, beide sind behindert. Stimmt nicht, dass es keinen Unterschied macht. Das muss man eben wirklich stark bezüglich den verschiedenen Arten von Behinderung in Vergleich setzen, und damit wird es für viele Menschen (ohne Erfahrung/Offenheit) wieder (zu) schwierig
18. April 2012
@angelo..........

Schließ dich bloß nicht aus, gehe zu der Stammgruppe hin !!!!!!!!!!!

Nur so zeigt Ihr, das ihr auch ein Teil der Gesellschaft seid und das ein sehr guter.

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