![]() | 29. März 2008 Motivation Dom/Dev Paare Hallo zusammen! Warum gibt es BDSM? Warum mögen Menschen das Spiel mit Schmerz und Lust?? In den letzten Monaten haben wir mal Fesselspiele, Benutzungsrollenspiele ganz vorsichtig probiert... Alles sehr spannend, aber ich überlege was ist die Motivation der Dom`s und devoten Menschen? Ist es die Lust am Lustschmerz ertragen/zufügen? Ist es die Freude daran dem/der Partner/in Lust zu bereiten indem man sich unterordnet oder sich der Partner hingibt? Mir geht`s zur Zeit so das Lliane diese Spiele als aktiver Part spielt um mir einen Gefallen zu erweisen, ich merke das sie keinen wirklichen Lustgewinn daraus zieht, als Folge daraus flaut meine Stimmung auch wieder ab... Sind alle Partner bei denen BDSM funktioniert "ideale" Partner oder welche Kompromisse können überhaupt funktionieren?? Gibt`s da noch andere Dinge? Bin sehr gespannt!! Llandon |
![]() | 29. März 2008 Hi... Sehr interessantes Thema! Und vor allem schwierig. Am besten lies mal meine anderen Kommentare! Immer wieder meine Meinung.... wenn einer dem anderen nur etwas vorspielt - sic in eine Schubladen drängen lässt, wird gerade der gegenüber es irgendwann nicht mehr reichen auch wenn man diesen zuviele Ansatzpunkte gibt! Sehr viele tragen solche Grdanken, sei es Dom oder Devot eine lange Zeit in sich rum, trauen Ihren Gedanken nicht.. aber irgendwann kann man nicht mehr.. man bricht aus, .. schlimmstenfalls bis in anderen Foren zu schauen, den vielleicht perfekten Spielgefährten erstmal virtuell gefunden zu haben, bis das erste Treffen stattfindet! Danach ist der eigentliche Partner verloren. Er hat verloren!!! BDSM, dominant sein, devot sein kommt nicht von heute auf Morgen, es baut sich!!!! Immer und immer mehr.. es ist so wie Hunger haben und nichts zu essen zu hause,.. Du liegst im Bett und der Hunger schaltet sich nicht ab... Schlussfolgerung... man geht sich noch was holen allenfalls macht man sich noch was.. so ist es in dieser ebene fast gleichzustellen, am Anfang!!!!! Hey.... Ihr müsst da unbedingt drüber reden, bevor der Tot auf raten kommt!"!! Und wenn gerade NUR einem diese Gedanken wiederspiegeln und der andere es nur aus einem Grfallen tut.. ist es der Tot! Also reden, ganz ehrlic - ganz direkt - ganz offen! Viel Erfolg. |
![]() | 29. März 2008 Ui, das ging aber schnelll... :-) ...Und schon ist die erste Antwort da! Ich wollte mit meinem Posting nicht schreiben das wir ein Problem haben, gesprochen haben wir über das Thema in aller Ofenheit, ich interessiere mich einfach dafür was andere sich für Gedanken machen!! |
![]() | 29. März 2008 NEIN !!! Wer hat geschrieben.. Zitat: Mir geht`s zur Zeit so das Lliane diese Spiele als aktiver Part spielt um mir einen Gefallen zu erweisen, ich merke das sie keinen wirklichen Lustgewinn daraus zieht, als Folge daraus flaut meine Stimmung auch wieder ab... Also, ist das Problem schon da.. sorry... Aber lesen kann ich noch! |
![]() | 29. März 2008 Und: Das problem ist schon da - am besten mein erstes Posting noch mal lesen und auch verstehen. Vielleicht verstehst Du dann... |
![]() | 29. März 2008 Probleme über Probleme Also wenn ich nicht grad festgestellt hätte das es Probleme gibt wenn ich über ein Problem schreibe das ich nicht habe könnte man meinen das schreiben problematisch sein kann... ?? Sorry, hoffe meinen verbogenen Schreibstil mit meinem zweiten Posting etwas hingebogen zu haben! LG Llandon |
![]() | 29. März 2008 Ich glaub das nicht!! Zitat: Mir geht`s zur Zeit so das Lliane diese Spiele als aktiver Part spielt um mir einen Gefallen zu erweisen, ich merke das sie keinen wirklichen Lustgewinn daraus zieht, als Folge daraus flaut meine Stimmung auch wieder ab... Zitat 2: hätte das es Probleme gibt wenn ich über ein Problem schreibe das ich nicht habe könnte Frage ich mich, sorry, ... ob ich beide Sachen nun sowas von Falsch gelesen habe. So, und nun bitte ich Dich, obrige beide Zitate von dir nocheinmal zu lesen, und dann stell Dich vor einen Spiegel und frage Dich: Hab ich ein Problem, weil etwas im Bett oder besser beim Sex mache was mir keinen Spass macht um nur meinen Gegenüber einen Gefallen zu tun???? Derjenige der gibt - ohne zu fühlen, ... hat ein Problem! |
![]() | 29. März 2008 Nicht falsch gelesen! Hi Ralle. Du hast nichts falsch gelesen! Ich hab es falsch geschrieben. Richtig: Ich würde gern öfters den devoten Part übernehmen, Lliane macht der aktive Part nicht so viel Freude, das wäre ein Problem. Aber: Wir haben drüber gesprochen und lassen diese Spielart seit dem sein, und damit ist fast Alles gut. Also hätte ich eigentlich schreiben müssen das es mir so ging, das wir das Spiel spielten usw... Im ersten Posting möchte ich zum Ausdruck bringen das mich interessiert ob andere Paare ähnliche Probleme haben und wie sie das Thema behandeln. Hoffe nun ist Alles klar?? LG Llandon |
![]() | 29. März 2008 Ich bitte Dich: Deine Sätze nochmal zu lesen, sag mal, siehst Du das nicht was Du sachreibst? Lliane macht der aktive Part nicht so viel Freude, das wäre ein Problem. Aber: Wir haben drüber gesprochen und lassen diese Spielart seit dem sein, und damit ist fast Alles gut. Fast alles gut - gehen wir zurück zu mein erstes Posting.. wo der Tot auf raten eintrifft,.... |
![]() | 29. März 2008 ich muß ... .... Super Ralle recht geben. Dich beschäftigt das Thema BDSM sehr, und deine Partnerin kann wohl nicht ganz soviel damit anfangen. .. und leider ja,.. auf die Dauer kann das zu einem kleinen Tot werden. Aber ich möchte auch noch auf deine anderen Fragen eingehen. Warum es BDSM gibt.. warum man das Spiel mit Schmerzen und Lust mag... das ist keine wirklich Frage. Ebenso könntest du nach der krummen Banane fragen. Ich für meinen Teil denke, es ist eine Veranlagung. Sie ist einfach da.. der Wunsch danach ist da, die Fantasien sind da.. Und das hat nichts mit Aggressivität oder Autoaggressivität zu tun.. ich empfinde es ähnlich wie Homosexualität. Meine devot/maso. Fantasien hatte ich schon in der Kindheit... sie haben mich sexuell mein Leben lang begleitet.. und tun es noch. Die Frage nach dem idealen Partner.... Nur weil man eine gemeinsame Sexualität und Fantasie hat, ist man noch lange kein idealer Partner.. da gehört viel mehr dazu.. auch Sm'ler haben *normale* Beziehungen, mit all ihren Höhen und Tiefen.. und nur wenn das ganze Paket stimmt und passt.. dann hat man den idealen Partner. Und ja, es sind immer Kompromisse von nöten. Und welche das sind, ist für jede Partnerschaft verschieden... Sm ist ein ständiges geben und nehmen... respektieren, auf einander achten.... in den anderen hineinhören. Eigentlich all das was eine Partnerschaft ausmachen sollte... nur ein wenig intensiver, weil der Umgang mit dem Spieltrieb ein wenig intensiver ist. Arbeitet einfach weiter... informiert Euch.. es gibt so unendlich viele Variationen, Nuancen.. und Spielarten. Ihr werden Eure finden. Liebe Grüße Shy |
![]() | 30. März 2008 Viele Fragen, keine passenden Antworten ;) Die Frage betreffend "warum" kann ich, wenn ich mich und meinen Bekanntenkreis so ansehe der BDSM mag, sagen: Es gibt keine passende Antwort darauf. Oder besser gesagt: Es gibt genau so viele Antworten wie es Menschen gibt. Der Lustgewinn ist bei jedem ein anderer Kick. Oft genug lässt es sich auch überhaupt nicht erklären! Ich beispielsweise mache sofort *rrr* wenn ich in einer hilflosen Situation bin und Frau genau diese sichtlich genießt und Spaß dran hat, mir genau das auf die Nase zu binden. Warum das so ist? Frag mich was Leichteres - ist halt so. Zur der anderen Problematik: Verstehe ich das richtig, Llandon, dass Ihr beide gerne mehr machen würdet, deiner Frau aber die Dommse-Seite nicht so liegt, sie das irgendwo auch selbst bedauert und ihr noch auf der Suche seid, wo Ihr Euch "in der Mitte" treffen könnt ...? Falls ich das so richtig verstanden haben sollte, kann ich dazu auch nur sagen: Eine klare Antwort gibt es dazu einfach nicht. Kann sein dass sie nur mit dieser Art Dom nicht klarkommt und eine andere sehr mag (eher bestimmend statt strafend, eher "nur" schlagen statt Psychospiele, etc. pp. ... gibt unzählige Arten, Dom zu sein). Kann auch sein dass ihr "oben spielen" überhaupt nicht liegt. Für den Fall wäre es mal spannend den Spieß umzudrehen und zu sehen ob du mehr Spaß an "oben" haben könntest als du für den Augenblick denkst. Kann aber halt auch sein wie es SuperRalle sagt: Dass du dir von ihr etwas wünscht was sie nicht bieten kann. Das ist dann natürlich eine schwierige Sache. Da kannst du bzw. könnt Ihr für Euch nur selbst entscheiden, wie lebensbeeinflussend BDSM ist. Manche können ohne nicht mehr leben sobald sie es entdeckt haben - für den Fall wirds schwierig mit Euch beiden. Kann aber auch sein dass es nicht so irre viel Platz in Deinem/Eurem Herzen einnimmt. Für den Fall sind Kompromisse sicher noch drin, z.B. dass ihr eben switcht und das Ganze wirklich als reines Spiel begreift und nicht die Erwartungen in den Himmel hängt. So ein Spiel ist dann zwar vielleicht nur "nett" und geht nicht gen gewünschter Extase - Spaß machen kann es aber ja doch trotzdem. Zumindest ein bisschen. |
![]() | 30. März 2008 Solche und ähnliche Fragen... ...haben mich auch begleitet, als ich die ersten eigenen Erfahrungen mit dem BDSM gemacht habe. Wie ist es möglich, dass solche wiedersprüchlichen (z.B. sich frei in der Unterwerfung zu fühlen, Lust an schmerzhaften Impulsen zu empfinden), zum Teil recht irrationale und gesellschaftlich nicht konforme (es finden scheinbar rechtlich sanktionierbare Handlungen statt) Handlungen ein Teil von mir - von meiner Sexualität sein können? Gerade diejenigen, die sich erst spät entdecken und nicht von frühester Jugend an diese Seite ihrer Sexualität leben und eben (noch) nicht alles normal finden, stellen sich diese Fragen. Für mich war es ein Riesenumbruch im Leben, bis ich es einfach akzeptiert hatte, dass es für mich noch eine Reihe mehr an Handlungen und Stimulationen gibt, die mich rattig machen und mich in Extase versetzen. Die Motivation ist wirklich sehr individuell, wie der jeweilige Mensch, der BDSM lebt. Vielleicht kann sich Sub (nur für Subs kann ich sprechen) in der Passivität besser fallen lassen, vielleicht braucht sie das intensive Körpergefühl, wenn Schmerz oder körperliche Beschränkung im Spiel sind, vielleicht spielen exhibitionistische Motive oder der Wunsch im Mittelpunkt zu stehen, eine Rolle, vielleicht liegt in der devoten Geste der Wunsch, dem Partner zu zeigen, wie sehr man ihn liebt. Viele Grüße Angelika |
![]() | 30. März 2008 Sitze hier und kreise wie eine Schlange ums Kaninchen (will sagen: soll ich was sagen, oder nicht?) Mal schauen, was dabei rauskommt. Der Antwort von @youwillfindme ist von meiner Seite eigentlich nichts mehr hinzuzufügen - theoretisch. Warum macht man solche Sachen, die von Aussenstehenden in günstigstem Fall mit Kopfschütteln kommentiert werden? Ich liebe es, für eine gewisse Zeit die Verantwortung abzugeben, mein Wohl und Wehe in die Hand eines anderen zu legen. Dieses "sich öffnen" und "fallen lassen" entführt mich teilweise in eine andere "Dimension". Und wenn ich dann noch mitbekomme, wie der andere diese Hingabe geniesst, gibt es zusätzlich noch einen Kick. Sind Partner mit denen das eigene BDSM funktioniert ideale Partner? Auch die soll es geben. Aber ich denke, dass alle Formen der Partnerschaft nur mit Kompromissen funktionieren. Jeder sollte dem anderen einen kleinen Schritt entgegenkommen. Wenn ich allerdings bemerke, dass das Ganze dem anderen gar keinen richtigen Spass macht, hätte ich über kurz oder lang auch keine Lust mehr mit ihm zu spielen. Dann würde ich mich entweder in meinen Wünschen einschränken und mich mit dem zufrieden geben, was ich bekommen kann (um meinem Partner nicht weh zu tun oder ihn nicht zu verlieren) oder (was natürlich die härtere Variante wäre) mir einen anderen Partner suchen (halte diese Reaktion aber für mich eher für die Ausnahme). Liebe Grüße Glyxkind |
![]() | 30. März 2008 BDSM ist nicht Alles Hallo nochmal... Der allgemeine Tenor ist, wenn ich das richtig verstanden habe, das viele Menschen Probleme bekommen wenn sie Ihre Vorlieben nicht ausleben können und/oder mit dem Partner nicht offen reden!. Aber so unterschiedlich unsere Neigungen auch sein mögen, ich liebe das Mädel! Und wenn da die Sexuellen Vorlieben nicht 100%ig zueinander passen gibt es im Leben doch noch vieles anderes was wir miteinander machen!! Und wer weiß was sich entwickelt, vielleicht bleiben wir auf Dauer ja nicht unbedingt unter uns?? Mal schauen! Ein Muster oder Vorbild für die eigenen Gedanken zu finden ist wohl schwierig, vielleicht würde das die Möglichkeiten sogar einschränken?? |
![]() | 31. März 2008 Ich (m & sub) versuche mal unsere Motivation darzustellen, wegen der wir FemDom/BDSM in unsere Beziehung einbezogen haben. Erst einmal ist der Begriff BDSM sehr tricky... Eigentlich steht er als Abkürzung der Abkürzungen BD, D/S und SM. Also umfasst er Bondage (vor allem in Form der schon fast kunstvollen Verschnürung), Dominant-Submissiv (eher die psychische Unterwerfung) und eben Sado-Maso (das Zufügen und Annahmen physischer Schmerzen). Da wird jeder schon mal eigene Präferenzen haben. Uns liegt am ehesten D/S und SM. Als wir uns kennen und lieben lernten fühlten wir uns einfach unglaublich nah und wir haben sehr schnell ein tiefes gegenseitiges Vertrauen zueinander aufgebaut. Sehr schnell fühlte ich das "ich gehöre zu dir" Gefühl. Mit der Zeit entdeckten wir aneinander eine "besondere" Leidenschaft. Es wurde für mich zum "ich gehöre dir" und meine Liebste hat mich angenommen. Das ich Bottom bin fühlte ich schon länger, hatte aber keine Erfahrungen damit und sie hat ihre Rolle auch eher als Top gefunden. Wir haben darüber gesprochen und nach ein paar Monaten einen symbolischen Vertrag abgeschlossen. Damit gehöre ich ihr wirklich. All das ist aber sehr langsam entstanden, was auch sehr wichtig war. Die Grundvoraussetzung ist nämlich immer das gegenseitige Vertrauen. Ich kann als willenloser Sklave immer darauf vertrauen, dass sie meine Grenzen kennt und diese nicht zu meinem Schaden übertritt. Aber sie muss auch Vertrauen zu mir haben. Auch wenn es nicht so aussieht, als Sklave kann ich das "Spiel" genauso zerstören wie sie als Herrin. Da ist auf beiden Seiten Intuition, Feingefühl und eben ganz viel Vertrauen nötig. Vieles hat sich in dieser "Ebene" entwickelt. Das wichtigste war für uns beide, dass unsere sonst partnerschaftliche und gleichberechtigte Beziehung darunter nicht leidet. Diese würden wir niemals missen wollen. Zu der Entwicklung gehörte auch, dass sie sich anfangs gar nicht vorstellen konnte, mir mit Gerte oder Peitsche wehtun zu können - da brauchte sie mehr Vertrauen von mir als umgekehrt. Inzwischen hat sie aber auch entdeckt, dass ihr das durchaus Lust bereitet - worüber sie anfangs eher erschrak. Worin liegt die Motivation? Das muss man wohl aus 3 Perspektiven betrachten: 1. Für mich als Sub: ich geniesse es, mich ihr voll und ganz hinzugeben und alles, was kommt, in ihre Hände zu geben, mich von ihr bestimmen und benutzen zu lassen. Besonders das Gefühl, mich ihr voll und ganz anzuvertrauen, mich ihr zu schenken reizt mich sehr. Wenn sie mir Befehle erteilt, dann handle ich ohne Zweifel. Wenn sie mich demütigt, mich klein macht, dann spüre ich darin ihre Größe - und dass ich als "ihr Eigentum" Teil ihrer Größe bin. Wenn sie mir Schmerzen zufügt, dann fühle ich mich ihr durch meine Ohnmacht sehr intensiv verbunden - weil kein Gedanke zwischen ihrer Hand und meinem Schmerz steht. Wenn sie mich massregelt und bestraft, dann spüre ich ihre Wertschätzung darin, dass sie meinen Wunsch erfüllt, von ihr erzogen zu werden. Wenn ich meine Aufgaben erfülle oder schmerzvolles ertrage, dann spüre ich vor allem Stolz, mich für sie so hingegeben zu haben - und ihr damit ein großes Geschenk gemacht zu haben. 2. Für sie als Dom: um ehrlich zu sein, so genau kann ich das nicht beschreiben, das müsste sie tun. Aber aus den Gesprächen weiß ich: mich zu bestrafen fällt ihr oft schwer, aber sie weiß, dass meine Erziehung das erfordert (Kinder würde sie niemals so behandeln) und dass ich erzogen werden möchte. Mich im Spiel zu demütigen bereitet ihr Freude und Lust. Das Machtspiel aus dieser Position und ohne Hemmungen oder sonst geltenden Moralvorstellungen zu spielen ist auch für sie ein Kick - vor allem da Diskussionen, Kompromisse und Diplomatie im Alltag gelebt werden müssen. Dies steht nicht mehr zwischen uns - wir gehen unmittelbarer miteinander um. Obwohl sie es sich anfangs gar nicht vorstellen konnte, aber es macht ihr Freude mich auch körperlich an meine Grenzen zu bringen - was meist (aber nicht immer) auch mit Schmerzen zu tun hat. Sie empfindet es lustvoll, meinen Po mit Striemen zu verzieren, wenn ich auf Schmerzen reagiere - mit Stöhnen, (leisen) Schreien, Zucken und Winden und mit Zeichen der Lust. 3. Für uns beide liegt die Motivation darin, dass wir auf diese Weise unser Zusammenleben bereichern. Nicht nur durch die Lust, die wir dabei empfinden, sondern viel mehr noch durch das Vertrauen, das wir uns dabei zeigen und schenken. Diese gestärkte Vertrauensbasis hat auch unsere partnerschaftliche Beziehung gefestigt. Hinzu kommt aber auch, dass ich ihr ganz gehöre, mit allen Gedanken, Empfindungen und Sinnen. Sie gehört mir aber auch ganz - mit allen Gedanken, Plänen, ihrer Lust und ihren Emotionen. Wir beide sind füreinander und miteinander beschäftigt - physisch und psychisch. Unser Handeln dreht sich nur um uns. Ich bin ohne sie kein Sklave - sie ist aber ohne mich auch keine Herrin. In dieser Ebene existieren wir nur gemeinsam - wir sind aufeinander konzentriert und nur wenig kann uns dann da raus reißen. Diese Zeit ist für uns unglaublich intensiv und intensive körperliche Erfahrungen verstärken das sehr. Es ist Zeit, in der wir uns auf unglaublich intensive Weise fast unmittelbar nah sind. Wer mag solch eine Nähe nicht zu seinem Partner? Wir haben im BDSM einen Weg entdeckt, unvergleichliche Nähe zu erfahren. Andere Paare werden andere Wege suchen - jeder nach seinen Möglichkeiten und Wünschen. Ich hoffe - dass ich unsere Motivation einigermassen darstellen konnte... |
