![]() | 10. Dezember 2005 Körperbehindert ! WIE VERHALTE ICH MICH, WENN DER ANDERE SWINGER EINE BEHINDERUNG HAT UND ES NICHT GESAGT HAT ! WÜRDE GERNE EURE MEINUNG DAZU LESEN !!!!! |
![]() | 10. Dezember 2005 ??? das ist mal eine interessante frage. egal welche behinderung es sein kann, man sollte sich in dieser situatiion (im club) wie im normalen leben verhalten das bedeutet für mich, zwar auf mögliche einschränkungen rücksicht nehmen, aber ansonsten ganz normal bleiben. wenn sich ein mensch mit einer behinderung in einen swingerclub begibt, zeugt das aber auch von einem selbstbewußtsein, gleichwertig zu sein und so sollte es auch sein. |
![]() | 11. Dezember 2005 Vor einigen Jahren gab es ein Motto der "Aktion Mensch", wo zu lesen war behindert ist man nicht, behindert wird man Behinderte Menschen sind wie wir Bestandteil unserer Gesellschaft und haben das Recht, auch dementsprechend behandelt zu werden. Am besten stellt man sich selbst die Frage: wie würde ich es wollen, dass man mit mir umgeht, wenn ich zu der doch großen Gruppe der körperbehinderten Mitmenschen gehörte. Es Bedarf noch einiges an Arbeit, damit gewisse Unsicherheit im Umgang mit Behinderten bei der breiten Bevölkerung abgebaut wird. Als Anregung kann ich jedem nur empfehlen, sich mal umzuhören, ob und wann eine Einrichtung für Behinderte in der Nähe des eigenen Wohnortes mal wieder einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Dort wird man feststellen, dass diese Menschen genauso sind wie wir. Sie haben Stärken, Schwächen und Bedürfnisse. Beate |
![]() | 11. Dezember 2005 die frage ist echt krank wie Beate es schon treffend formulierte sollte hier kein Unterschied gemacht werde. Wie krank die Einstellung unserer Gesellschaft zu diesen Mitmenschen ist zeigt sich ja schon durch die vielen Behinderten Parkplätze auf der einen Seite und dann die vielen Hindernisse die man z. Bsp. den Rollstuhlfahrern in den Weg stellt. Also nehmt diese Mitmenschen wie jeden anderen auch denn jeder hat Fehler in irgend einer Form . Werner |
![]() | 11. Dezember 2005 Wie du dich verhalten sollst? Wie immer. Ist das kein Mensch mit Gedanken, Gefühlen und Sehnsüchten? Ganz normal und natürlich, aber ein wenig rücksichtsvoller und umsichtiger im Umgang miteinander (aufgrund von körperlichen Einschränkungen). Wenn es für denjenigen/diejenige keinen Grund gab es zu thematisieren, warum sollte es dann ein Thema für dich sein? Vermutlich ist es für diese Person normal oder aber es wurde bewußt nicht gesagt, weil es einfach schon zu viel Rückweisungen gab. |
![]() | 11. Dezember 2005 in einen behinderten menschen steckt mehr selbständigkeit als in manch gesunden menschen. ich habe vor einiger zeit einen mann kennengelernt der ohne arme auf die welt gekommen ist, rechts und links lediglich zwei stumpen. fragen über fragen überkamen mich da. wie wäscht er sich? wie zieht er sich an? was arbeitet er? kann er auto fahren? wie geht er auf toilette? wie macht er sich was zu essen? wie sieht es in seinem sexualleben aus? und und und. ich kann nur sagen ich bewundere diesen mann. er macht alles selber. er zieht sich selber an, er kocht, er rasiert sich selber, er duscht alleine, er fährt auto und ist von beruf profi fotograf. ich kam aus dem staunen nicht mehr heraus. selbst für die selbstbefriedigung hat er eine lösung entdeckt. er sieht absolut attraktiv aus und ist hoch intelligent, dennoch wird er von der gesellschaft immer wieder als minderwertig und krüppel hingestellt. und das macht mich verdammt wütend. akzeptiert die behinderten wie sie sind, denn sie wollen kein mitleid sondern einfach nur akzeptiert und wie "normale" menschen behandelt werden. lg die suesse |
![]() | 11. Dezember 2005 kann den bisherigen antworten hier nur zustimmen - klar haben behinderte die "gleichen" gefühle, sehnsüchte, bedürfnisse etc. wie nichtbehinderte und die gleichen rechte sowieso - versteht sich von selbst, traurig genug, dass man das erwähnen muss....ABER - um auf die eigentliche frage des threaderstelers zurückzukommen finde ich es schon wichtig von anfsang an mit offenen karten zu spielen...vor allem hier und wenn es auf ein reales treffen hinausläuft. klar mag jemand der körperlich behindert ist eventuell eine zurückweisung fürchten. aber wenn diese dann bei einem realen treffen stattfindet ist sie dann nicht noch viel heftiger für den betroffen? |
![]() | 11. Dezember 2005 Also ich gehe davon aus, dass ein Mensch mit einer deutlichen Körperbehinderung dieses vorher erwähnt. Alleine schon um sich eine brutale Abweisung zu ersparen. Die Frage ist nur, mit welchem Recht respektive welcher Begründung die Abfuhr erteilt wird. Mangels Aufklärung? Mangels Courage? Mangels Interesse? Mangels Menschlichkeit? Mangels Verstand? . . . . Andererseits wäre es wirklich interessant, es zu einer Konfrontation kommen zu lassen, um die doch allseits gepriesene und auf die Fahnen geschriebene Toleranz mal auf die berühmte Probe zu stellen. Ein behinderter Mensch mit solch hohem Selbstbewusstsein wäre doch jedem mal zu "gönnen". Beate |
![]() | 11. Dezember 2005 persönliches erlebnis ich kann da gut aus der erfahrung sprechen ich habe ein gutes freundespaar wo er sehr stark behindert ist (keine beine und ein arm fehlt) ich habe mich 1 jahr lang sehr schwer getan in einen realen kontakt zu treten wusste nicht wie ich darauf reagieren sollte als es dann soweit war ist das ganue viel einfacher und problemloser verlaufen als ich es mir vorgestellt habe er hat mir durch seine lockere art alle hemmungen genommen heute geh ich damit ganz offen und frei mit um aber es liegt wohl auch sehr viel an dem behinderten selber |
![]() | 11. Dezember 2005 ehrlichkeit ist mit sicherheit die beste lösung. richtig ist, dass jeder mensch die gleichen rechte hat und auch gleich behandelt werden sollte. doch nicht jeder kann sich sexuelle kontakte mit körperbehinderten menschen vorstellen und auch das ist völlig ok. da gibt es nun mal jede menge hemmschwellen, die auch sehr unterschiedlich sind. das ist gegenseitige toleranz und sollte von beiden seiten akzeptiert werden. es ist eine sache mit körperbehinderten menschen umzugehen - nämlich ganz normal! und eine andere sache mit ihnen sexuell in kontakt zu treten. ich habe selbst dieses erlebnis gehabt. habe einen mann via internet kennen gelernt, nett geplaudert, telefoniert, die chemie stimmte. irgendwann kam dann der wunsch auf, sich mal real zu sehen. wir kannten uns nur vage von ganz normalen fotos - doch die sagen oftmals nicht viel aus. eine woche bevor ich zu ihm gefahren bin, haben wir noch einmal ganz lang u ausführlich telefoniert und er war irgendwie anders, ernst und sachlich. ich musste nicht fragen was los ist - er hat es mir von allein gesagt, dass er mir noch etwas wichtiges mitteilen müsse bevor ich zu ihm fahre und er meinte auch, ich soll mir meine entscheidung durchaus noch einmal überlegen und er hätte für eine absage verständnis - denn nicht jeder könnte damit umgehen. ich war etwas erstaunt und fragte mich, was für schlimme sachen er mir erzählen könnte. ganz einfach: er hat bei einem schweren autounfall seinen linken unterschenkel verloren. im alltag und völlig bekleidet sieht man nichts und nur ein leichtes humpeln läßt auf etwas schließen. doch ganz anders sieht das dann aus wenn die kleidung fällt und auch irgendwann mal die prothese. so ganz einfach darüber hinwegzugehen ist das nicht! ich habe weder vorurteile noch hemmungen gegenüber solchen dingen und finde auch nichts abstoßendes daran. dennoch war es für mich eine völlig neue situation, ein neuer ein-/anblick den ich vorher nicht kannte. ich wußte nicht wie ich mich verhalten sollte, ob ich hinsehen sollte, ob meine hände auch dorthin wandern sollten. obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, nicht darüber nachzudenken und es auf mich zukommen lassen wollte - die gedanken und ängste, etwas falsch zu machen waren da. es lief alles ganz einfach. er hat mir meine hemmungen, ängste und scheu von vornherein genommen. wir haben offen darüber geredet und das tat sehr gut, hat vertrauen geschaffen und hemmungen gänzlich abgebaut. es war ein superschönes WE und für mich eine lehrreiche erfahrung. ob ich mit allen körperbehinderungen so umgehen kann, weiß ich nicht aber ich würde jedesmal wieder im vorfeld darüber reden. das erspart beiden seiten jede menge kummer und hilft zu verstehen, zu akzeptieren u damit umzugehen. lg Nanny |
![]() | 11. Dezember 2005 hallo, ich wollte etwas dazu schreiben habe aber gelesen, dass ich da mit vielen total übereinstimme. ergo spar ich meinen kommentar. nur eins, ich bewundere den mut und das selbstvertrauen desjenigen. toll! und vielleicht doch noch ein satz dazu. Ich hielt mal einem rollstuhlfahrer die tür auf, da wurde er ungehalten und sagte, brauche keine hilfe das kann ich schon. nun gut, er hat mich darauf aufmerksam machen wollen, dass er als normaler mitmensch behandelt werden will. seitdem gehe ich damit bedeutend lässiger um. zuch |
![]() | 16. Dezember 2005 Hallo allerseits Ich für meinen Teil würde mich ganz normal verhalten. Warum sollte man sich denn da anders verhalten, ist doch auch ein Mensch mit Gefühlen, und hat auch seine Ansprüche. Finde es im übrigen sehr Mutig, wenn man mit einer Behinderung Swinger geht, den Mut hat nicht jeder. Lieben Gruss GG |
![]() | 16. Dezember 2005 was hat eine behinderung.... was hat eine behinderung bitte schön mit sex zu tun. schon mal daran gedacht das der jenige ganz normal behandelt werden will und das er für sich selbst die behinderung gar nicht als solche ansieht? klar man/frau ist im ersten moment schon etwas, ich nenne es mal geschockt, aber im grunde genommen ist der behinderte ein ganz normales mitglied unserer gesellschaft und hat genau die gleichen bedürfnisse wie wir. |
![]() | 16. Dezember 2005 das ist unterschiedlich! da es die unterschiedlichsten arten der behinderung gibt, ist auch nicht jede mal so eben als gegeben anzusehen. unterhalte dich mal mit körperbehinderten und den zusammenhang sex. schnell wirst du herausfinden, dass es da, von beiden seiten, eine menge schwierigkeiten gibt und es gibt ein menge körperbehinderter, die eben gerade beim sex doch anders behandelt werden wollen oder sogar müssen! ich selbst habe seit geraumer zeit mit einem blinden u sehbehinderten verein zutun - in dem zusätzlich auch noch mitglieder sind, die weitere behinderungen haben. es ist sehr lehrreich und aufschlussreich in diesem kreise auch über das thema sex zu reden und nicht so einfach, wie du das gerade geschrieben hast. im übriegen, haben diese menschen genau vor der schockreaktion angst. sie können mit neugier, scham und hemmungen eher umgehen als mit dem schock. natürlich sind sie menschen, wie du u ich - haben die selben und oftmals mehr bedürfnisse. sie wie jeden anderen zu behandeln im täglichen leben sollte man vorraussetzen - in partnerschaften - dito. doch das sexuelle leben birgt eine ganze menge mehr, gerade wenn man sich kennen lernt oder für die jenigen die ihr sexleben offen auslebeben. letzteres ist schwieriger und viele wollen u können ihr sexleben gar nicht öffentlich ausleben (zb swingen) gehen. doch wie schon geschrieben, es kommt auch immer auf die behinderung als solche an! wenn du magst, kannst du mich gern einmal zu einem treffen der gruppe begleiten und du wirst sehen, was ich damit meine. lg Nanny |
![]() | 16. Dezember 2005 kanns verstehen Ich glaube. ich selber wäre auch unsicher. Nicht, weil ich den behinderten Menschen als "nicht vollwertig" ansehe.. sondern ganz einfach deshalb, weil es was "neues", "fremdes" für mich ist. Aber ich denke, wenn der zum swingen geht.. dann ist derjenige mit Sicherheit sehr selbstbewusst - und dann kann man mit dem auch offen drüber reden.. zb. wo /wie /was man helfen soll/kann. Ansonsten denke ich.. ist es wie mit jedem anderen Sexpartner auch.. reden und fragen, was dem anderen gut tut. Es gibt da ein Buch von einem Franzosen, der als kleiner Junge von einem Zug überrollt wurde, und der dabei beide Beine verlor. Es heißt: ich lass mich nicht behindern. Dieses Buch hat mich total fasziniert.. er schreibt darin auch über seine sexuellen Erfahrungen. Und ich hab mich mal mit einem querschnittgelähmten Mann unterhalten, der sich nichts sehnlicher wünscht, als wieder mal einen Orgasmus zu erleben. Je nach Art und Grad der Behinderung wird es auch unterschiedlich sein, wie man mit demjenigen umgehen soll. Gibt da sicher kein passendes Rezept |
