![]() | 03. Dezember 2005 Dominant UND devot ? Seid über einem Jahr bin ich mit einem verheirateten Mann zusammen. Er behauptet von sich - und so kenne ich ihn auch - sehr dominant zu sein. Nicht nur seine äußere Erscheinung (er ist sehr groß und kräftig), auch sein Verhalten an sich und auch der gemeinsame Sex bestätigt das. Niemals würde sich in unserer Beziehung dieses Verhältnis Dom-Sub umkehren lassen. Er liebt meine Unterwürfigkeit und behauptet von sich selbst, sich nicht unterordnen zu können. Mittlerweile aber mehren sich die Stimmen, die behaupten, dass er zuhause, vor seiner Frau, sehr "kuschen" würde. Immer wieder höre ich, dass eher SIE sehr dominant ist -zumindest, was ihr Verhalten angeht (über den Sex mit seiner Frau haben wir nie gesprochen ...). Und manchmal merke ich es selbst auch, wenn er sagt "Meine Frau sagt ...." Nun habe ich hier im Forum gelesen, dass gerade die Dominanz etwas ist, was man hat oder eben nicht, dass diese sozusagen im Blut liegt. Ich muss gestehen, dass ich nun komplett verwirrt bin. Ich wäre enttäuscht, wenn es so wäre, dass er zuhause eine andere Rolle einnimmt. Was ist er denn nun wirklich??? |
![]() | 03. Dezember 2005 Widersprüche Hallo Kaya, ich kann Deine Verwirrung vollkommen verstehen. Ich selber hatte mal über einen längeren Zeitraum eine Affäre mit einem dominanten Mann. Ich war ihm völlig verfallen und unsere Treffen waren einfach wunderbar. Er hatte es echt drauf mich zu führen und zu erziehen. Eines Abends waren wir nach der Session noch zusammen essen. Sein Handy klingelte und seine Ex-Frau war am Telefon. Er hatte irgendwelche Termine verwechselt und wurde nun von ihr daraufhin angesprochen. Ich saß dabei und war fassungslos. Das mein Mund nicht offen stehen blieb, wundert mich heute noch. Nicht nur die Art zu reden, auch seine ganze Körperhaltung änderte sich und strahlte eine Devotheit aus, die mich abstieß. Mit diesem Erlebnis verlor er einen Teil meiner Achtung und ich wurde aus meiner Traumwolke gerissen und begann, ihn realistischer zu analysieren. Was ja an sich nichts schlechtes ist. Aber der Tod einer Illusion ist halt schon was schmerzhaftes. Im übrigen gibt es ja im BDSM Bereich auch sogenannte Switcher. Dies sind Menschen, die sowohl dominante als auch devote Anteile in sich spüren. Aus dem Oben geschilderten kannst Du sicher schließen, daß ich mit den Switchern nicht viel anfangen kann. Und kann mir auch schlecht vorstellen, beides in mir zu tragen. Ich bin eine devote Frau und will einen dominanten Mann. Und dieser Mann erregt mich dann in seiner Dominanz.Bei einem devoten Mann würde sich bei mir nichts regen. Mein oben geschilderter Partner und ich haben dies übrigens mal in einem Chat in Form eines Rollenspiels gemacht. Die Rollen vertauscht. Er spielte den Sklaven, ich die Herrin. Auf intelektuellem Niveau hat es mir sehr viel Spaß gemacht, einmal eine andere Rolle anzunehmen. Auf dem sexuellen Niveau war es eine Katastrophe. Niemals war ich so trocken bei einem Chat mit diesem Mann, wie bei diesem Rollenspiel. Violetta |
![]() | 03. Dezember 2005 Lesetips |
![]() | 06. Dezember 2005 switcher... Dazu würde ich mich wohl am ehsten zählen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es sehr wichtig ist welcher Person man gegnüber hat. So habe ich einige Zeit lang eine sehr reizvolle und sehr strenge Freundinn gehabt. Sie und auch ich liebten es unsere erotischen Begegnungen mit etwas Dominanz von ihr zu würzen. Wobei es dabei meist nur bei Befehlen und sehr direkt ausgesprochenen Wünschen von ihr blieb - also keine Gewalt... Fast zu selben Zeit (glaub sogar mit etwas Überschneidung) lernte ich ein anderes Mädchen kennen, welches eindeutig die devotere und passive Rolle bevorzugte. Auch dies war für mich sehr reizvoll und auch praktikabel... Nur ein Problem habe ich...so richitig glücklich wurde ich bisher in keiner Rolle.... Also werde ich weiter forschen..... Für eine sub festzustellen, wie devot ihr Herr sein kann (Vorposterin) ist es sicher schwer diese Erfahrung mit der bisherigen Rollentrennung zu vereinen.. Markus |
![]() | 06. Dezember 2005 liebe kaya ich kann mir das beim besten willen nicht vorstellen. meinen geliebten herrn, zu dem ich aufsehe , der für mich die dominanz schlecht hin ist, in einer devoten rolle zu sehen . allein die vorstellung würde mich glaube ich sehr enttäuschen. natürlich gibt es auch bei ihm augenblicke in denen er sanft, fast weich mit mir umgeht aber noch nie habe ich erlebt das sich sein dominantes wesen verändern würde. auch nicht beim telefonieren oder sowas. gruß sklavin heidi |
![]() | 06. Dezember 2005 Das könnte ich... mir auch nicht vorstellen,dass der dominante Mann...HERR..sich plötzlich total devot verhält!!! Das ist sicher total abtörnend.Da kann man dann selber gar nicht mehr so devot sein bei dem,wie man es gerne hätte. |
![]() | 08. Dezember 2005 Hmmm... ... naja, es gibt ja viele Beispiele, dass gerade Männer in beruflichen Führungspositionen zur Domina gehen und dort ihr wahres Ich zeigen. Und... es gibt viele Männer die dominant sein wollen aber es im Grunde nicht sind. Es gelingt ihnen eine Zeit lang, diese Rolle zu spielen aber irgendwann fliegt die Sache auf. Mein Tipp: Authentisch bleiben. Ich habe als dom. Teil in unserer Beziehung außerhalb des Sex auch kein Problem damit, mal zärtlich oder melancholisch zu sein. Nur immer der Harte - Das würde mir und meinen div. Facetten nicht gerecht werden und wäre mir auch zu eindimensional. |
![]() | 08. Dezember 2005 @Schwarzer_Tau Gegen zärtlich sein hat ja niemand was dagegen...das braucht auch jede sub mal...ich zumindest!! Aber dieser Mann ..Dom???..ist ja regelrecht verfallen,als er telefoniert hat!! Das muss man mal verkraften können,dass der sich plötzlich so devot verhält... Und kaya möchte ja einen dominanten Mann..und nicht das gegenteil...das verstehe ich total gut. LG...kaffee |
![]() | 08. Dezember 2005 Hi Kaffee, klar, wenn er vorher Max den Starken gespielt hat ist es ja kein Wunder dass sie aus allen Wolken fällt. Deswegen finde ich es wichtig, von vornherein mit offenen Karten zu spielen und nicht zu versuchen etwas darzustellen was man(n) gar nicht ist bzw. sein kann. LG Tau |
![]() | 09. Dezember 2005 Hallo Kaya Ich bin männlich und devot, könnte mir auch nie mehr vorstellen anders zu sein. Bevor ich aber meine HERRIN kennen gelernt habe war ich verheiratet und eigentlich mehr der dominante Teil der Beziehung. Weniger sexuell gesehen (Vanillasex wenn das dir was sagt). Aber jetzt bin ich in jeder Beziehung der devote Teil. Meine HERRIN ist schon immer dominant gewesen, im Beruf und privat. Wir könnten uns nie vorstellen unsere Rollen zu tauschen. Du siehst es gibt nicht den schon immer devoten oder dominanten Menschen. Es kommt immer auf den einzelnen an. |
![]() | 10. Dezember 2005 hallo kaya, ich erlebte eine sehr ähnliche situation mit einem verheiratetem mann... mir allerdings ist es gleich, was andere sagen/sagten. denn ich erlebte ihn in UNSERER beziehung, im spiel, als dominant, bestimmend und souverän... die frage, die ich mir gerade stelle ist, ist seine frau wirklich „dominant“ oder einfach nur „herrisch“? letzteres finde ich wirklich hässlich. mein ex-dom erzählte mir, dass er nie ohne das verhalten seiner frau dom geworden wäre..na und? WIR hatten spaß zusammen, ich konnte mich ihn unterordnen, er hatte den richtigen zugang zu mir, wusste, wie er mich „anfasst“. und by the way- real wirke ich sehr dominant an deiner stelle würde ich die zeit nicht mit grübeleien verbringen sondern, sofern du ihn magst, einfach die (wenige) zeit mit ihm genießen:-) |
![]() | 24. Februar 2006 öffendlich und privat interessantes thema ich wirke in der öffendlichkeit,bei gott nicht dominant,eher normal und selbsbewust und das ist gut so.es würde mich stören wenn das "normale" umfeld was von meinen neigungen wüste.ich trenne privat und öffendlich.privat bin ich das genaue gegenteil und es gefällt mir das sich die leute täuschen lassen von den eindruck den sie gewinnen wenn sie mich kennenlernen |
![]() | 13. März 2006 @darklady40 Da bin ich auch ganz deiner Meinung....es geht doch keine Nachbarn etc.etwas an,was man ganz privat so "treibt" Und wenn sie Bescheid wüssten,dann könnte man vielleicht problems bekommen. Das ist auch nicht gut.Also ok so ,wie es ist. Liebe grüsse...kaffee |
![]() | 19. März 2006 Weißt du Kaya, in jedem Menschen steckt auch immer das Gegenteil. Wenn man ein einfühlsamer Mensch ist, dann kann man seine Dominanz sehr fantasiereich ausgestalten und man wird immer wissen, was der andere gerade empfindet. Irgendwann reicht dieses Wissen aber nicht mehr und man will es auch erfahren. Man kann das mit dem Verstand beeinflussen und sich einreden, nur dominant oder nur devot zu sein aber irgendwo drinnen ruft dann doch eine leise Stimme, die auch mal das andere sehen will. Gerade bei neuen Praktiken würde ich oft zu gern wissen, wie sich das denn nun wirklich anfühlt. Aber es gibt sicherlich auch Leute, die dominant und devot mit aktiv und passiv verwechseln und die glauben, dass Sex nur funktioniert, wenn einer beherrscht und der andere beherrscht wird. Das ist dann sehr schade, gerade wenn man sich liebt und dem Partner eigentlich Liebe und Zärtlichkeit geben will aber nicht mehr weiß, wie das geht. |
![]() | 19. März 2006 wir können uns nur selbst verwirren Submission bedarf immer einen Machtausübenden Gegenpart. Das kann situationsabhängig oder lebensumspannend sein. Freunde von uns leben das in einer besonderen Art. Er, sehr dominant, sie, sehr devot. Er, angestellt im öffenlichen Dienst, sie, selbständige Unternehmerin mit Haaren auf den Zähnen und grundbrutal im Geschäftsleben. Wie soll man diese beiden jetzt einordnen? Das funktioniert nicht! |
