![]() | 28. Dezember 2007 Darf ein Mann nah am Wasser gebaut sein? Ich weis es ja schon länger und es passiert bisher auch nur wenn ich allein bin. Nicht im dunklen Kino oder anderswo. Ich frage mich manchmal ob Frauen es abstoßend finden wenn ein Mann bei manchen Filmen Tränen in den Augen hat? Sicherlich ist es nicht so extrem wie bei meiner Mutter, von der ich dies scheinbar habe, doch vielleicht deutlicher als bei anderen Männern. Oder wissen die es auch nur gut zu verstecken? Denn im Kino oder wenn ich nicht allein einen Film schaue passiert wie von selbst nichts. Das steuert alles das Unterbewusstsein. Haben wir als Jungs in der Schule doch alle spüren müssen, „Jungs weinen nicht“ auch wenn einem die Eltern anderes beigebracht haben. Der Gruppendruck hat gereicht um dies im Unterbewusstsein so zu manifestierend das es auch unbewusst gesteuert wird und uns vor peinlichen Situationen schützt. Denn wer kennt sie nicht die Situation in der Mann weinen möchte weil alle gegen einen sind und da einer ist der schon sagt, "Heul doch" und dabei gehässig grinst. Aber gerade jetzt zu Weihnachten bei den teils doch gefühlsgeladenen Filmen kam es wieder über mich. Möglicherweise nicht bei den selben Filmen wie Du egal ob Frau oder Mann. Doch die Frage stellt sich immer wieder... Findet Frau es abstoßend???? |
![]() | 29. Dezember 2007 Ganz klare Antwort Nein, ich finde es nicht abstoßend. Genau, dass macht den Mann menschlich - zu sehen, dass auch er weinen kann, auch bei gefühlsbetonten Filmen, macht es so leicht, ihn zu lieben. Jeder hat ein Recht, seinen Tränen freien Lauf zu lassen und sollte sich nicht dafür schämen müssen. |
![]() | 29. Dezember 2007 Er darf :-) Warum sollte das abstossend sein,wenn ein Mann Gefühle hat,und auch fähig ist diese rauszulassen und zu zeigen?Ist doch schön,wenn Frau bei nem sentimentalen Film nicht allein weinen muß eher als Pluspunkt! Gruß Nicole |
![]() | 29. Dezember 2007 Ich kenne das auch und habe keine Probleme (mehr) damit in solchen Situationen feuchte Augen zu bekommen. In unserem Alter sollten wir doch langsam gelernt haben, solche Erziehungsfehler zu überwinden - meine Jungs haben damit zumindest in der Familie damit kein Problem. Viele Grüße, Uwe |
![]() | 29. Dezember 2007 Kein Problem (mehr) Ich habe vor etwa 10 Jahren mit meiner damaligen besten Freundin mal "Ghost - Nachricht von Sam" gekuckt. Am Ende des Films, als Molly (Demi Moore) ihren als an seinen Mördern rachenehmenden Geist Sam (Patrick Swayze) verabschiedet, und er ihr sagt, dass er im Himmel auf sie wartet, sind mir auch Tränen die Wange runtergelaufen. Sie meinte dann: "Also wenn ich jetzt keinen Freund hätte, würd ich mich Hals über Kopf und für alle Ewigkeiten in Dich verlieben!" Früher hätte ich gedacht, das wäre wohl das Unmännlichste, das ein Mann tun kann, aber seither habe ich kein Problem mehr damit, meine Gefühle zu zeigen. Für mich machen Gefühle das Leben erst lebenswert! Gruss Lord Adeodatus |
![]() | 29. Dezember 2007 Kommt immer drauf an in welcher Situation. Mein Mann hat bei der Geburt unserer Kinder geweint und ich fand das total in Ordnung |
![]() | 29. Dezember 2007 Ich meint eigentlich schon Filme. Dacht das wurde deutlich |
![]() | 29. Dezember 2007 Abstoßend ist aber auch ein hartes Wort, so schlimm ist es sicherlich nicht und ich denke mal dass es auch gut ist wenn man sich ab und zu mal seinen Gefühlen hingeben kann, die gehören ja wohl zum Leben dazu. Mann sollte schon ab und zu auch mal Gefühle zulassen um unter beweis zu stellen dass eben auch Mann lebt. Wie aber bei allem auf unserer kleinen Erde kommt es auch sicherlich auf das wie wann und wieoft an, aber ich will hier mal niemanden verurteilen, nee nee. Ab und zu, oder auch mal öfter, ein bissi Gefühl kann nicht schaden und es gibt ja auch verdammt viele Gefühlvolle momente im leben (und auch im TV wenn wir mal beim Thema bleiben wollen) Liebe Grüße der männliche Teil des Profils |
![]() | 29. Dezember 2007 Warum nicht? Ich finde es ganz normal und schade, dass heute immer noch das Bild vom "harten Mann" aufrecht erhalten wird. |
![]() | 29. Dezember 2007 Ich muss zugeben, das ich es an einem Mann, egal wie "hart" er sonst ist, auch sehr schätze und es in keinster Weise als Weich-Ei bezeichnen würde, wenn er sich seinen Gefühlen auch mal hingeben kann. Dies hat nichts mit gefühlsduselei oder Heulsusen zu tun, aber ich habe auch schon Männer erlebt, die sogar beim Tod ihrer Mutter nicht geweint haben oder an denen manch andere emotionale Dinge spurlos an ihnen vorüber gehen und das ist dann für mich kalt. LG vom Zwerg |
![]() | 29. Dezember 2007 nicht immer hat das nichtzeigen von Gefühlen etwas mit Kälte und Gefühllosigkeit zu tun, das kann ich aus eingener Erfahrung sagen. Es gibt eben auch Menschen die versuchen mit sich selbst klar zu kommen, ohne irgendwelche Hilfe von Außen, dass das nicht unbedingt einfach und ein wirklich guter Weg ist kann ich bestätigen, aber ab und an und manche Sachen macht man einfach mit sich aus, vorallem wenn man es nie gelernt hat sich zu öffnen oder eben nicht ganz zu öffnen. Ich selbst handhabe es auch so dass es Dinge gibt die nur in mir ablaufen und von außen nur für sehr sehr gute Freunde sichtbar sind, Leute die mich nicht kennen werden soetwas nicht mitbekommen. Aber ich gebe dir auch recht wenn man sagt es gibt menschen denen es unmöglich ist Gefühle zu zeigen, da sie sie nicht haben, aber ich denke mal dass das nur ein kleiner Teil ist, die meisten fühlen zumindest. ... liebe Grüße |
![]() | 29. Dezember 2007 Ich hatte schon mal in einem anderen Thread, in dem es um ein ähnliches Thema ging, geschrieben, dass man zwischen "weinen" und "weinerlich sein" unterscheiden sollte. Letzteres finde ich bei Männern und Frauen schrecklich - weinen können zeigt, dass der Mensch hinter den Tränen authentisch ist. Viele Grüße, Uwe |
![]() | 29. Dezember 2007 Natürlich - und wenn ich mein Posting jetzt so durchlese, dann möchte ich betonen, das ich nicht alle Männer über einen Kamm schere, die keine Emotionen zeigen. Ich selbst - und das als "Vollweib" - konnte auf der Beerdigung meines Vaters, welcher mein absoluter lebensmittelpunkt darstellte für mich und trotz weit über 100 Beileidsbekundungen, keine Trauer nach aussen zeigen. Erst tage danach bin ich zusammengebrochen. Ich gebe Dir recht, auch ich mache vieles mit mir selbst aus und ich denke bzw gehe davon aus, das es Männer gibt, die das genauso handhaben. Ich wollte damit keinem zu nahe treten. |
![]() | 29. Dezember 2007 ich kann das von i.m.r. gesagte nur unterstreichen. Tränen als Ausdruck von Trauer, Ergriffenheit etc. ist völlig o.k. - ganz im Gegensatz zu "weinerlichem Verhalten", welches eher dazu dient (manipulativ) Mitleid zu erwecken oder den eigenen Willen durchzusetzen. Zweiteres finde ich auch ganz unabhängig vom Geschlecht als unerfreulich. Erwin |
![]() | 29. Dezember 2007 Na abstoßend ist das ja mal sicher nicht. Würdest Du allerdings bei jedem Film, der irgendwo gefühlvolle Stellen hat, zum Weinen anfangen, würde ich es doch etwas merkwürdig finden und Dich fragen, ob Du derzeit so einen enormen Druck hast, dass jede noch so kleine Situation als Auslöser dient. Aber bitte, Männer die Gefühl zeigen können, sind doch toll, solange sie nicht totale Heulsusen sind, die auch bei ner normalen Bezeihungsdiskussion gleich zum Heulen anfangen. |
