![]() | 10. Februar 2010 Soziale Phobie Erster Beitrag, und gleich das Outing. Ich bin ebenfalls Sozialphobiker, und das ist nicht gerade angenehm. Echte, gute Freunde kann ich an einer Hand abzählen, und, nach dem Umzug nach Hessen, sind die auch weit vom Schuß. Ich kam damit in meiner (offenen) Beziehung ganz gut klar, aber hatte natürlich ziemliche Probleme im Büro, wo doch gewisse Selbstmarketingfähigkeiten gefragt sind, um nicht zum Außenseiter zu werden. Ich habe das dank einer Therapie gut in Griff bekommen, aber nun merke ich doch, daß ich auch gerne im privaten Umfeld soziale Kontakte hätte, um auch mal aus dem Alltag ausbrechen zu können. Das hingegen ist ziemlich schwierig. Als Sozialphobiker traut man sich nicht unbedingt, sich in irgendwelchen Vereinen oder andersweitig zu engagieren. Flirten, Frauen ansprechen etc. ist ebenfalls eine Herkules-Aufgabe . Bin ja schon überrascht, wenn mich mal eine nette Frau anlächelt. Ich hatte deshalb auch noch nicht so viele Beziehungen, und es war auch immer so, daß ich "ausgesucht" wurde, statt andersrum. |
![]() | 26. Februar 2010 Ich hatte schon immer wenig Freunde- fast keine. Und meine Beziehungen gehen auch permanent zu Bruch, oft weil sich meine Partner ob Männlein oder Weiblein,sich einen anderen Partner/in zulegen mich halt ersetzen. Ich frage mich manchmal on man Einzelgänger von Geburt sein kann- so eine Art Bestimmung oder Prägung weil man einfach einen bestimmten Charakter hat? Ich bin da noch nicht so ganz hinter gestiegen. Ich kann mir gut vorstellen das es auch an meiner exentrischen Persönlichkeit liegt. Aber es ist schon tragisch zu sehen das es keiner mit mir auszuhalten scheint. Die Verbitterung über die ganzen Enttäuschungen zunehmen- ich vermutlich dem entsprechen misstrauischer werde. In Gesellschaft bin ich oft auch so das ich nicht weiß was ich am besten sagen soll. Oder wenn ich mich dann mal entschieden habe, die das zu sagen angebrachte Situation, schon vorrüber ist. |
![]() | 26. Februar 2010 Der Einzelgänger wähnt sich in Bewegung, der Eigenbrötler ist in Bewegung, und der Einsame hat manchmal Angst sich zu bewegen. |
![]() | 26. Februar 2010 Hallo zusammen. Also ich kann von mir behaupten,das ich ein 100% Einzelgänger bin. Ich bin nicht von meinem Leben dahin geführt worden,sondern so geboren worden. Es ist eine Charakter eigenschaft. Einzelgänger ist nicht zu verwechseln mit Eigenbrötler. Denn die Leben in ihrer eigenen Welt. Ich habe nicht einmal eine Handvoll gute Freunde. Auf die kann ich mich zu 100% verlassen. Mit Freunden ist das so eine Sache. Viele haben es bestimmt selbst festgestellt; Wenn es einem Dreckig geht,egal aus welchem Grund,sind plötzlich Leute da mit denen man nicht gerechnet hat. Und die, worauf man gesetzt hat nicht da sind. Und da ich Biker bin, habe ich keine Probleme Leute kennen zu lernen. Und an Dark Velvet. Es gibt Menschen die Finden ihr Gegenstück auf Anhieb, Viele müßen suchen,und finden dann. Und manche suchen und suchen,und finden nicht. So ist das Leben. >>> Ich bin wie ich bin, denn wenn ich nicht bin,kann ich nicht sein.<<< |
![]() | 26. Februar 2010 @ Dark Velvet: Ich kenne das auch, Unsicherheit, leere Birne, etc. im Zusammensein mit anderen, fremden Menschen. Hst Du schon einmal überlegt, ob Du möglicherweise an sozialer Phobie leidest? Ich hatte damit schwer zu kämpfen. |
![]() | 26. Februar 2010 Gibt es hier Leute die ,wenn sie ehrlich zu sich selbst sind, sagen müssen dass sie (mehr oder weniger freiwillig) schon das ganze Leben lang Einzelgänger sind und keine wirklich guten Freundschaften haben.Wie fühlt ihr euch dabei?Was ist bei euch der Grund dafür?Wie reagieren andere darauf? Kommt mir bekannt vor... Woran das liegt? Sicher gibt es Gründe die bedingen das es so ist, diese aber nun aufzuzählen und zu erläutern ist mir dann doch to much um es so öffentlich zu tun. Bleibt, das es manchesmal nicht schön ist, punkt. |
![]() | 11. April 2010 na das is ja krass, da denkt man, man ist allein mit seiner komischen Art und dann liest man das hier Mein Problem fing sehr früh an durch meine Krankheit die mit 4 Jahren begann, bis heute anhält aber bei weitem nicht mehr so präsent ist. Diese Zeit im Krankenhaus usw. hat mich sehr sehr geprägt, und mich zu einem ernsteren Menschen gemacht der über vieles im Leben mehr nachdenkt als es andere machen. Was mich oftmals sehr nervt, da ich mir oft selbst im Weg stehe, ich bin eigentlich ein Mensch der gern mit anderen Menschen redet und sich umgibt, aber eigentlich eben auch wieder nicht Dazu kommt anscheinend das ich eher Pessimist und Realist bin, ich halte nix von Tagträumerein und unrealistischen Wünschen für das Leben. Manchmal wünschte ich mir das, das ich naiv und gutgläubig durch die Welt gehen könnte und mir die Welt bunt male, wie es ja sehr viele tun, aber das bin ich nunmal nicht Ich habe Freunde, auf die ich mich auch verlassen kann, aber nicht sehr viele, was ich wiederum jetzt aber nicht soo schlimm finde, weil was nützen mir 100 in der ICQ Liste wenns mir dreckig geht ist aber keiner davon da Ich glaube es ist schlicht und ergreifend die Entscheidung, ob man mit der Masse mit geht, wie die Lemminge, anderen sein Leben lang nach dem Mund redet und immer fein Ja und Ahmen sagt, damit ist man natürlich auf der sicheren Seite und wird gemocht und geliebt. Ich bin da eben anders, was manchmal als Meckern ausgelegt wird, was ja aber nicht stimmt. Ahhhhh ist das alles kompliziert |
![]() | 14. April 2010 ich bin auch ein Einzelgänger.... warum? das weiß wohl nur der Liebe Gott |
![]() | 22. April 2010 Gibt es hier Leute die ,wenn sie ehrlich zu sich selbst sind, sagen müssen dass sie (mehr oder weniger freiwillig) schon das ganze Leben lang Einzelgänger sind und keine wirklich guten Freundschaften haben. Ich war bisher immer Einzelgänger. Meine Freundschaften sind quantitativ wenig, dafür aber qualitativ gut. Wie fühlt ihr euch dabei? Bisher war ich zwar nicht immer glücklich als Single, aber im Großen und Ganzen doch zufrieden.Was ist bei euch der Grund dafür? Ich bin schüchtern und manchmal habe ich die Angewohnheit jedes Fettnäpfchen zu treffen. Da ich doch als Jugendlicher sehr isoliert gelebt habe, auch räumlich, habe ich nur wenig "soziale Kompetenz" und der Umgang mit anderen Menschen fällt mir manchmal schwer.Wie reagieren andere darauf? Ich bin recht unauffälliger Menschentyp, daher reagieren die anderen meist gar nicht drauf, weil sie über mich kaum etwas wissen.Ich wirke auf den ersten Blick immer unbeholfen und naja etwas behindert, weil ich einfach sehr unsicher bin. Meine Psychologin meint, dass sie mich auch unterschätzt hat, weil ich etwas unbeholfen wirke und man mich erst genauer kennen lernen muss, da ich mich nicht gerne so zeige wie ich sein kann. |
![]() | 07. Mai 2010 interessant... zu lesen, dass man doch nicht alleine ist. Ich habe dieses Einsamkeits"problem" schon lange. Das fing schon in der Schule so 8. & 9. Klasse an, wo ich quasi immer Aussenseiterin war. Irgendwann gewöhnt man sich dran. Wenn ich mal Freundschaften hatte, sind die wg. Umzug, Lügen und/oder Vertrauensbrüchen auseinander gegangen. Ich dachte nach meinem Umzug wirds besser, aber nö, ist wie immer. Ich kenne ganz viele Leute aber Freunde in dem Sinne hab ich eigentlich nur 2 - ein Mann und eine Frau. Mir sind Menschen zum großen Teil zuwieder. Ja ich weiß das klingt hart und vielleicht bin ich auch gestört. Aber ich habe Abgründe von Menschen gesehen, dass ich mir denke nö, ich hab mit mir genug zu tun. Und ich will mir oft auch gar nicht die Zeit nehmen für Freunde. Nur damit die mich mit ihrem Scheiß zu labern?! Das brauch ich net. Die interessiert es doch auch nicht wenn es mir scheiße geht. Bis auf die zwei erwähnten. Größtenteils liegt es aber an mir und das weiß ich. Ich bin gerne für mich, lebe meine Hobbies und mein Sexleben aus, wie es mir gefällt ohne das eine vermeintlich offene Freundin mich schlampe schimpft...so sind se halt. Das Problem ist auch, dass ich äußerlich sehr glücklich und optimistisch rüber komme, ich lache viel und geh gern mal aus. Aber wenn es um meine Probleme geht, halte ich hinterm Berg. ICH gebe den Leuten gar nicht die Möglichkeit mich besser kennenzulernen und in diesem Muster bin ich seit 10 Jahren und ich kann es nicht wegkriegen, egal wie sehr ich es mir vornehme. In einer Partnerschaft wiederum habe ich das Problem nicht, da kann ich mich gut öffnen und auch über unangenehme Dinge reden. Vielleicht sollte ich mal zum Psychiater, wer weiß. Denn manchmal habe ich es echt satt und beneide andere um ihre Freundschaften. |
![]() | 08. Mai 2010 krass... finde das zu lesem total interessant! es gibt so verdammt viele menschen denen es so geht. jeder hat so seinen grund und seine erfahrungen gemacht. letztendlich sehe ich das so: sorry wenn das bischen krass rüberkommt: das ganze leben ist darauf ausgerichtet kinder zu bekommen - in der zeit in der das alles diesen weg geht fühlt sich keiner einsam. wir sind hier dazu verdammt diesen lebensabschnittsweg zu gehen um uns in unserer haut wohl zu fühlen. klar gibt es auch einzelgänger, aber ganz ehrlich: wieviele gibt es die sich trotzdem wohl in ihrer haut fühlen? JEDER wünscht sich doch tief im inneren jemanden zum anlehnen, ob männlein oder weiblein - und wenn derjenige da ist, dann ist die frage wann wird SIE schwanger - dann ist der zweck erfüllt. und das meine ich nicht mal negativ - es ist die wunderbarste zeit die man im leben haben kann. denn das leben ist zu kurz um nicht das glück zu finden - sei es nur für eine begrenzte zeit. es ist schön, all diese offenen worte zu lesen - macht mir mut, dass es trotz allem menschen gibt die ehrlich und offen und damit auch ECHT sind. Danke! |
![]() | 08. Mai 2010 sozialphobie....nein, ...ich persönlich würde mich auch als emotionalen einzelgänger beschreiben, auch in beziehungen von denen ich schon einige hatte fühlte ich nur selten etwas von zweisamkeit, daraus resultierte auch das sie nie lange bestand hatten, ich benötige eben keine oberflächlichen...dahinsiechenden kontakte....ebenso kann ich sehr schlecht mit unwahrheiten und der doppelmoral von menschen umgehen, im gegensatz zu mir ist das aber eine ziemlich verbreitete kommunikationsform im zwischenmenschlichen bereich...daraufhin basiert es, das menschen sich von mir abwenden...und ich mich von ihnen... nur eines ist mir klar geworden im laufe der zeit....der mensch wird sich für mich nicht ändern....und wenn ich in meinen leben wenigstens ein wenig spass haben will....muß ich mich an die oberfläche wagen...lügen, betrügen...heuscheln...eben einfach nur das tun was alle anderen auch machen, ohne rücksicht auf verluste....böse worte nein....nur anpassungsfähig, wenn es von nöten ist.... |
![]() | 08. Mai 2010 hm...@pegasus muß ich mich an die oberfläche wagen... lügen, betrügen... heucheln... dann bist das aber doch nicht DU selbst, wenn du das tun mußt? unter "ich selbst sein" verstehe ich, sich das auch zu trauen und sich nicht anzupassen an seine umgebung... |
![]() | 08. Mai 2010 entkoffeiniert danke das du mich darauf aufmerksam gemacht hast....auch wenn du selbst zum thema wie immer nichts zu sagen hattest und nein ich mag enkoffeniert nicht....ich trink ihn lieber schwarz und mit koffein! |
![]() | 08. Mai 2010 wenn sich jemand als "emotionaler einzelgänger" beschreibt, beeinhaltet das doch, dass er auch er selbst sein/bleiben will...???? oder nicht??? die frage ist also zu abwägig...? und by the way - ich bin immer an der oberfläche - und muss mich niemandem anpassen |
