![]() | 20. November 2007 Schmerzen sich selbst zufügen Kein Selbstverletzen, kein Borderline, rein die Lust auf Schmerz den man sich selbst zufügt. In einer Chatrunde kam es zu der Aussage: "Wenn sich meine Sub selbst Schmerzen zufügen würde, wär ich den letzten Tag ihr Herr gewesen." Daraus entbrannte ein kleiner Streit, den ich hier gern ausdiskutieren möchte. Vorgaben: Sub braucht den Schmerz. Sie fügt ihn sich (auch) selbst zu. Die Fragen an die Subs: Fügt ihr ihn euch nur selbst zu, wenn es euer Herr nicht ausreichend tut, nicht verfügbar ist? Fügt ihr euch evtl sowieso immer noch selbst zusätzlichen Schmerz zu? Wo sind die eigenen Grenzen im Schmerzbereiten? Wie, womit fügt sich Sub diese Schmerzen zu? Die Fragen an die Herren: Wie reagiert ihr auf "so eine" Sub? Lasst ihr es zu oder verbietet ihr es? Versucht ihr evtl durch "mehr geben" ihr Tun zu verhindern? |
![]() | 20. November 2007 wir kennen einen dominanten herrn der sich selbst nadelt ... ich will damit ausdrücken das es in dem umfeld des bdsm sehr unterschiedliche und verschiedenste vorlieben gibt ... und ich denke man sollte sie rundweg akzeptieren (so sie nicht den gesetzlichen rahmen sprengen) Wie reagiert ihr auf "so eine" Sub? gar nicht ... wie auf fast alle subs ...aber du meinst sicher wenn man feststellt das die seinige diese vorlieben hat ... nun ich würde mich selbst in frage stellen ... ob ich ihr nicht genug geben kann oder nicht in der qualität wie sie es sich wünscht Lasst ihr es zu oder verbietet ihr es? zulassenwie kann man einem geliebten und verehrtem menschen aufgrund eigener fehlleistungen so etwas abschlagen oder gar verbieten??? Versucht ihr evtl durch "mehr geben" ihr Tun zu verhindern? verhindern finde ich unangebracht ... aber das ist wortklaubereiich würde es versuchen abzuschwächen ... in dem ich die qualität erhöhe! in beschriebenen beispiel ist dies nämlich der grund / keiner kann ihm präzise diesen schmerz zufügen den er begehrt so etwas zu untersagen finde ich leicht abartig ... man kann das "problem" gemeinsam aufarbeiten das promte verbieten ist doch nur ein anzeichen der dominanten unzulänglichkeit gemeinsames miteinander ... gemeinsames miteinander sprechen wäre für mich eine adäquate lösung.
|
![]() | 20. November 2007 So sehr ich es liebe, wenn er mir Lustschmerzen bereitet... Ich würde das nie selbst tun, ganz einfach aus dem Grund, weil ich ohne die passende Situation, das heißt seine Anwesenheit, dabei keine Lust empfinden kann... ich fände das auch keinesfalls erotisch oder anregend... und mal davon abgesehen, dass mir schon die Vorstellung widerstrebt, würde das auch technisch gar nicht so funktionieren, dass ich was davon hätte nunja, Selbstbefriedigung bedeutet ja auch nicht, dass einem der Sex mit dem Partner nicht reicht, aber bei Schmerzen ist das irgendwie... anders ich glaube, mich würde das so etwas wie traurig machen, wenn ich wüsste, dass meine Sub (nein, ich habe keine, aber ich mag den Gedanken) sich selbst Schmerzen zufügen würde verurteilenswert find ichs aber nicht ist eben Geschmackssache |
![]() | 20. November 2007 Aus dominant-sadistischer Sicht Wie reagiert ihr auf "so eine" Sub? Erst einmal wäre ich ziemlich verunsichert. Liegt es an mir? Gebe ich ihr nicht genug? Was fehlt ihr? Ich würde versuchen, mit ihr zusammen, diese Fragen zu beantworten und Lösungen suchen. Vielleicht die Qualität oder die Dosis ändern. Lasst ihr es zu oder verbietet ihr es? Ob ich es zulassen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht, dass hängt von den Umständen ab.Verbieten würde ich es ihr nicht, mit Verboten könnten wir die Situation nicht ändern. Mike |
![]() | 20. November 2007 Und wenn der Dom einem genug gibt. Es gibt ja auch immer noch die Selbstbefriedigung, und ohne das selber zufügen von Schmerzen läuft dieselbe bei mir nicht. Ich brauch ein gewisses Mass Schmerz, um erregt zu werden. Ich machs mit Tittenklemmen. Das gehört für uns zur sexuellen Selbstbestimmung. Zumal wir eh eine Fernbeziehung haben und uns nicht regelmässig sehen und spielen können. Meinem Mann ist es egal, da er eh BDSM für grotesk und pervers hält und mir seit Jahren nur noch freundschaftlich-brüderlich verbunden ist. Mein Sexualleben interessiert ihn nicht, solange es nicht mit meinen Pflichten meiner Familie gegenüber kollodiert. |
![]() | 20. November 2007 hinterfragen Frei nach Woddy Allen: Masturbation ist Sex mit dem liebsten Menschen auf der Welt. Daß ein/e devoter resp. Masochist/in dazu Schmerz "braucht" und sich den bei der Selbstbefriedigung folglich auch selbst zufügt, halte ich für völlig normal. dennoch würde das hinterfragen und beobachten, denn geht's es zu zweit zb. nur bis Schmerzlevel vier, bei der Selbstbefriedigung jedoch bis Level 8, dann passt da irgendwas nicht. Das heisst nicht zwangsläufig daß Sub 'ne Macke hat und auch nicht daß Dom unfähig ist. vg jo |
![]() | 21. November 2007 füge mir bis jetzt alles selbst zu...per anweisung über Cam Dom.. ist nicht zu verachten und kann auch sehr schön sein.... doch irgendwann bedarf es einfach der realität....da wird man zur tickenden zeitbombe... genau wie werbung im fernsehn...du siehst dein lieblingsgericht und kannst es nicht zusammen essen mit ihm, weil hinter dem monitor...hinter der mattscheibe...!! auf dauer nicht zu empfehlen. |
![]() | 21. November 2007 ich mache das auch schon recht lange. Zu anfang meiner ehe haben wir das noch gemeinsam ausgelebt, aber seid vielen jahren mag mein mann das nicht mehr. Da habe ich begonnen mir schmerzen aber auch demütigungen selbst zuzufügen. Sonst macht es ja leider niemand und irgendwie brauche ich das schon. Wobei ich dabei auch seltsamerweise manchmal die seite des beherrschenden nicht uninteressant finde. ich gebe mir ja sozusagen selbst "befehle". Ich glaube ihr nennt das switsch. Sorry aber ich weiß erst seid kurzem das das was ich schon so lange fühle BDSM heißt. Lisa |
![]() | 21. November 2007 demütigungen selbst zuzufügen Lisa, kannst du das vielleicht ein wenig genauer erklären? |
![]() | 21. November 2007 Mal kurz zurück zu den Fragen an die Herren... Wie reagiert ihr auf "so eine" Sub? Lasst ihr es zu oder verbietet ihr es? Versucht ihr evtl durch "mehr geben" ihr Tun zu verhindern? Anfangs war ich ziemlich irritiert und habe mich gefragt, ob das, was ich tue, das falsche oder nicht genug ist. Nach einer Weile habe ich für mich akzeptiert, dass es bei ihr eben ein Schmerzlevel gibt, das zu verabreichen ich nicht (oder noch nicht) bereit bin. Das hat dann erst mal von mir selbst Druck genommen, auch weil ich mich erst am Anfang meiner Entwicklung im BDSM sehe. Ich akzeptiere also ihr Verhalten und beobachte, was es mit ihr macht. Ist schließlich eine gute Gelegenheit, ihre Körperfunktionen und -reaktionen noch genauer zu verstehen und das eigene Spiel auf dieser Basis zu optimieren. Verhindern durch "mehr geben" ?? Im Moment aus meiner Sicht unsinnig, perspektivisch gesehen stimme ich schlagfertig´s Meinung zu. |
![]() | 21. November 2007 @ Sklavin_Talena na ja, ich mag schmerzen ungemein, aber am wichtigsten ist mir die demütigung. Da ich im moment und das schon lange zeit, niemanden hab, der mit mir das ausleben kann habe ich angefangen das mit mir selbst zu machen. Ich stelle mir dinge vor, die mich sehr demütigen würden. z.B. mal ohne slip einkaufen zu gehen. Dann "befehle" ich mir das quasi selbst. Ist nur sehr schwer, wenn es mir wirklich schwer fällt. Deshalb glaube ich eben fast einswitsch zu sein. an Alle für mich stellt sich die frage, wie ein Dominanter ein solches verhalten mitbekommen soll. Bei schmerzen verstehe ich das. Die spuren sieht man ja mal irgendwann oder die Sachen die man dazu nimmt. Bekommt die Devote aber zu wenige Demütigungen, sieht man das ja nicht. Dazu braucht man ja auch nur seinen Kopf. Und wenn ich mir vorstelle jemanden zu haben der meine lust teilt, aber mir zu wenig gibt würde ich das nicht sagen können. Da hätte ich angst den jeneigen vor den kopf zu stossen. Ich würde zwar über meine sehnsüchte reden, aber wenn er oder sie da nicht drauf nicht drauf einginge "müsste" ich eben doch öfter das noch selbst mit mir machen. Lisa |
![]() | 21. November 2007 @Lisa Danke für deine Beschreibung, so in der Art kann ich mir das für mich überhaupt nicht vorstellen. Aber eben nur für mich selbst nicht. Wie ein guter Herr so etwas heraus findet? In dem er seine Sub/Sklavin fragt. Hat er ihr vollstes Vertrauen, wird sie ihm auch wahrheitsgemäß antworten. In der Regel spricht man ja über vieles, auch schon erlebtes, vergangenes, was ist, was sein soll, was sein könnte... dabei würde dann sicher auch die Sprache auf Selbstdemütigen bzw sich selbst Schmerzen zufügen kommen. |
![]() | 21. November 2007 Schmerzen wenn die sub sich selber schmerzen zufügt, würde ich sie wahrscheinlich beim nächsten Date wesentlich mehr züchtigen um ihr mehr zu geben. Vom Grundsatz her hätte ich aber nichst dagegen, wenn sie sich selber züchtig und sie damit glücklich ist. |
![]() | 21. November 2007 nicht vorstellen Hallo@all Ich kanns mir ihrendwie nicht vorstellen wie man sich selbst züchtigen soll, denn ich sehe da keinen Kick drin, ich für mich brauche das schon die Atmosfähre. Denke aber das jeder da so seine eigene Vorstellungskraft hat. Lieben Gruss Golden_Girl |
![]() | 21. November 2007 Selbstzüchtigen übertrifft jetzt auch meine Vorstellungskraft. Wie Selbstdemütigen, so könnte ich mir das auch nicht für mich vorstellen. Das Selbst-Wehtun schon. Wie einige beschrieben haben, zur Selbstbefriedigung gehört meist eine "Portion" Schmerz. Sei es durch einfaches Kneifen oder auch mal Klammern an Nippeln oder Schamlippen. Für mich hat dieser Schmerz auch nichts damit zu tun, ob ich grad ein Spiel, eine Session hinter mir habe, oder wie Schmerzhaft es dabei vielleicht auch war. Es gehört bei mir, mehr oder minder, so lang ich mich zurück erinnern kann, schon immer zur Selbstbefriedigung dazu. |
