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24. November 2009

@tangocleo


Wunderbar wirbelnde Bilder voller orgiastischer Phantastereien!

Bemerkenswert finde ich dann noch diesen größeren, textlichen Abstand zwischen dem tosenden Jahrmarktgeschehen und dem Erscheinen der Reinheit, der Unberührtheit

aus ihm heraus.


Manchmal dazwischen
Es wirkt auf mich wie in Innehalten, wie ein Moment totaler Stille ...

23. November 2009

Auf wiedersehen!


Ach weißt Du, in Kleinbonum gab es auch immer kleinere Kabbeleien wegen stinkendem Fisch (keine Ahnung ob es sich dabei um Heringe handelte) aber am Ende wurde ein Fest gefeiert, ohne den Barden mit den Mißtönen!

23. November 2009

@Lov_is


Liebe Ute,

das ist jetzt aber nicht dein Ernst oder?

Wenn es einen "neuen Wind" in diesem Forum gibt ist dies nicht mehr als ein Furz, der zwar unangenehm riecht aber ebenso schnell verfliegt.

Und sollte sich jemand, deiner Ansicht nach unangemessen zu deinen Werken äußern, dann antworte doch einfach mit einem freundlichen "Verpiss Dich aus meinem Thread!"

Denk noch mal drüber nach, ob Kleinbonum nicht doch ein angenehmer Ort ist um "kuschelige, lyrische Feste" zu feiern *zwinker*

Vivian

23. November 2009

die anderen


Natürlich ist es der Verstand, die Fähigkeit des bewußten Denkens, dass einem Menschen erst ermöglicht jenes vielgeliebte "Kopfkino" in Gang zu setzten, wenn er Worte, Sätze liest und sich deren Bedeutung zu Bildern formt. Eine Maus beispielsweise wird ein Gedicht nicht lesen können, weil die sie Schrift nicht erkennt. Auch ein lautes Vortragen des Gedichtes wird in ihrem Kopf vermutlich nicht jene Bilder erzeugen, die wir Menschen mit ihnen verbinden. Sie wird dich statt dessen mit ihren großen, schwarzen Knopfaugen anschauen, mit ihrer kleinen Nase schnuppern und an dem Zettel herumnagen oder irgendeine andere alberne Handlung vollführen, die dich, sofern du Mäuse magst, zum Lächeln verleiten wird. Dieses Lächeln aber ist etwas das der Verstand nicht direkt erzeugt sondern vielmehr ein spontanes Gefühl aus der belustigenden Situation heraus. Ein Neugeborenes hat recht wenig Verstand, dafür um so mehr Gefühl. Wenn das Gefühl nun aber ein Untermieter des Verstandes sein sollte, wie somamann es definiert, hat dann ein Neugeborenes kein Gefühl?

Der Verstand, von dem ich sprach, bezieht sich nicht auf den Logos, es war mehr als Metapher dafür gedacht, dass der Verstand, im Kontext von Moral, vernünftiger Abwägung der Empfindungen, orthographischer Zuchtmeister, als realitätsfanatischer Wortextremist, als ständiger Bedenkenträger alle Möglichkeiten ausschöpft das Gefühl zu unterdrücken, Wortspielereien und Ungereimtheiten ad absurdum zu stellen.

Ein konkretes Beispiel möchte ich hier noch einmal die Metapher vom schwarzen Schaf aufgreifen.

Zitat Wikipedia

"Mit dem sprichwörtlichen Ausdruck schwarzes Schaf bezeichnet man ein Gruppenmitglied, das sich in negativer Weise von den übrigen Mitgliedern einer sozialen Gruppe abhebt. In der Regel handelt es sich um einen Außenseiter, der aufgrund seiner nicht den gruppenweit anerkannten Vorstellungen oder Regeln entsprechenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen unangenehm auffällt..."

Nun betrachte ich ein schwarzes Schaf einfach mal als ein Gruppenmitglied, dass zwar eine Außenseiterrolle einnimmt, dem Wolf gegenüber nicht wie viele andere Schafe zitternd gegenübertritt und die Flucht ergreift, sondern den Wolf attackiert und zurückbeißt. Meine künstlerische Freiheit erlaubt es mir ganz einfach die allgemeingültige Metapher umzudefinieren, ganz so wie sie mir gefällt und meine Phantasie es mir eingibt. Der Verstand wird nun argumentieren, dass dies unzulässig ist, weil es ja eine allgemeingültige Definition von "schwarzen Schafen" gibt an die man sich zu halten hat. Hat man das? Wer erschafft denn Metaphern? Womit wird ihre endlose Gültigkeit begründet? Etwa damit, das es schon immer so war und immer so bleiben wird?

Genau hier setzt meine kritische Betrachtung dessen an, was gemeinhin als Verstand bezeichnet wird und ich gebe dem Gefühl, der sinnlosen Phantasie mehr Raum und Gewicht und bewege mich deshalb eventuell als schwarzes Schaf außerhalb der allgemeingültigen Norm *zwinker*

23. November 2009

vom fluidum vitea zur res publica


mephisto war immer die interessanteste gestalt in dem drama.

... das stimmt! Er verführt Menschen, oder versucht dies, aber nicht mit dem Mittel der hochmütig, verachtenden Erhöhung der eigene Fähigkeiten und der Verachtung sexueller oder intellektueller Vorlieben. Mephisto versucht eher den Menschen in die Teilnahme an solcherlei sexuellen Ausschweifungen zu locken *peitsche* *lach*

22. November 2009

vom fluidum vitea zur res publica


... so bleibt dir jede neue erkenntnis verschlossen.
Die eigene Erkenntnis entwickelt sich ständig fort, dies sollte kein endlicher Prozess sein - was den Tod des Menschen betrifft dies hier mal aus Acht gelassen.

Erkenntnisentwicklung besteht für mich darin über Gedanken anderer Menschen nachzudenken, um dann meine eigene Vorstellung einer Situation anzueignen, um daraufhin meinen Standpunkt einzunehmen.

Nun greife ich hier einmal zu dem "verpönten" Mittel des Fremdzitates, auch auf die Gefahr hin mir den Vorwurf einzuhandeln, mir Gedankengut eines anderen Menschen Zunutze zu machen, in Ermangelung eigener Denkfähigkeit

• „Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.“

- Francis Picabia, 1879–1953

22. November 2009

@Rhabia


Hmmm, lääääka *torte*

Stimmt, dröge sind deine Gedichte bei Leibe nicht, eher sehr emotionalgeladen, mit besonders viel Wut aus den Bauch in der letzten Zeit *bussi*

22. November 2009

vom fluidum vitea zur res publica


@somamann

ein schwarzes schaf ist jemand, der nonkonform ist.

eine unzulässige umdeutung ins positive. aber sei's drum; es gibt im text keines.
Jedem seine Deutung, ich schließe mich der von @Rhabia an *ggg*


@Rhabia
vielleicht durch die allgemeine diskussion
jemand wird verteufelt
weil er anders denkt, anders schreibt, anders spricht
manchmal die axt im wald
aber zur sache durchaus durchdacht und fundiert
Möchtest Du eine komplette Auflistung besagter "fundierter" Äußerungen? Ich würde mir doch glatt bei Gelegenheit die Mühe machen und das alles im Detail einmal zusammenzustellen, schön chronologisch und nur zur Verdeutlichung selbstverständlich *ggg*

22. November 2009

Du und ich


@unfehlbar

Das mit dem "Gleichsetzung mit dem Davor" durch den Gedankenstrich finde ich eine sehr gute Erklärung, der ich mich durchaus anschließen kann. Wie würdest Du eine Pause mit Satzzeichen definieren oder bist Du der Meinung ein Komma ist hier ausreichend?

Das Himmelsblau beschreibt hier nicht ausschließlich eine Farbe sondern vielmehr einen Empfindungszustand, das "Blau des Himmels", also nicht einfach nur ein nüchternes Blau oder Hellblau oder Himmelblau.

"seelentiefe" aus dem Grunde, weil man sich vor Glück darin verlieren möchte, in dieser Seelentiefe. Also das etwas Überbordende, den herzfüllenden Gefühlsüberschwang deutlicher machen.

Ein "n" sollte das Bild zu Bildern werden lassen, das "um zu" könnte weggelassen werden.

Hinzugefügt gehört meines Erachtens aber ein weiteres "und", um die Reihenfolge des

Wenn
und
wenn
und
dann

zu vollenden.


Wenn der Morgen schläfrig den Wolken entsteigt
und die Welt den noch jungen Tag beginnt,


Die Frage der Kausalität mag in der Physik oder der Logik angebracht sein, in der Poesie oder Lyrik halt ich es nicht für eine Grundbedingung. Aber wie gesagt "um zu ... " kann auch weggelassen werden. Es impliziert hier aber den Zustand des eigenen Erwachens und dabei erblickt man die Augen des geliebten Menschen, der einen bereits anschaut ... aber vielleicht ist der Andere ja auch schon fort?



@rhabia
Sobald Dichtung oder Lyrik in Arbeit ausartet, werde ich Selbige sofort einstellen.

Mir ist "Seelchenlyrik" einfach lieber, denn sie kommt aus dem Herzen und nicht aus dem Kopf, Emotionen bestimmen Takt und Melodie. Auch wenn sie manches mal etwas schräg klingen, so ist mir doch Katzenmusik deutlich lieber als der nüchterne, dröge Klang von hart arbeitenden Gehirnzellen.

22. November 2009

@somamann


Nöööööhh, schwarzes Schaf bin ich, wer sonst *lach*

Cheers,
Vivian

22. November 2009

@somamann


Eine sehr amüsante Art die Geschehnisse mit Witz, Humor und Phantasie darzustellen, gefällt mir sehr gut. *lach*

Da ich mich doch tatsächlich in diesem Kleinbonum wiederfinde, möchte ich noch hinzufügen, dass man das Tragen eines edlen Gewandes nicht mit einer edlen Gesinnung oder einem edlen Charakter verwechseln sollte, wie uns deine Geschichte leider nicht lehrt ... und das schwarze Schafe zwar generell kuschelig sind, aber auch recht heftig zubeißen können ... und zurückpfeifen kann man zwar den Schäferhund aber kein schwarzes Schaf!

Cheers,
Vivian

22. November 2009

Antwort...


Hey Kytta, *zwinker*

viele Fragen *lach* aber nun gut, dies ist was ich im Moment dazu denke und antworten möchte:

Alle meine Text sind Reflektionen meines Seins, meiner Erlebnisse und Empfindungen, manchmal ein ganz klein wenig überspitzt, aber dies ist in nur sehr wenigen neueren Gedichten der Fall, um der Deutlichkeit oder der Dramatik Willen.

Bisher ist es mir nicht möglich zu abstrahieren, also irgendwelche allgemeinen Gedanken in Worte zu fassen, wenn kein Erleben oder keine tiefen Emotionen im Spiel sind dann drängt nicht aus mir heraus, dann herrscht Ruhe. Wenn aber meine Emotionen Wellen schlagen, dann kommen seit einigen Monaten, eben jene Worte, Reime oder Un-Reime aus mir heraus. Manchmal erwache ich in der Nacht aus einem Traum, spurte zum Computer und schreibe so schnell es geht auf was sich formen will. Danach ist ein Gefühl der Leere in mir, eine Art zufriedener Erschöpfung sozusagen, schwer zu erklären. Es ist ja erst seit Februar diesen Jahres so extrem, beim Malen ja genauso. Ehrlich gesagt habe ich keine genaue Ahnung was los ist, nur das es gut tut wenn ich dem inneren Druck endlich und sofort, genau in dem Moment wenn er entsteht, nachgebe, alles andere stehen und liegen lasse, ganz egal was es auch immer ist. Das führt unter Umständen zu ziemlichem Unverständnis im Umfeld, aber entweder ich unterdrücke es und es ist unwiederbringlich verloren, so wie es mir in der Vergangenheit immer ergangen ist, weil ich getan habe "was sich gehört", weil der "klare" Menschenverstand und Moral und Ordnung es so verlangten, oder aber ich schalte alles um mich herum ab und lasse geschehen. Klingt skurril nicht wahr? Ist es irgendwie ja auch und es wirft meine bisherige Lebensweise sehr durcheinander, aber es gibt kein Zurück mehr zur Normalität für mich.

Diese Impulse für Gedichte können übrigens auch durch ein Bild, ein Musikstück oder Worte anderer Menschen ausgelöst werden, oder durch meine Träume. Es können Gefühle der Trauer, der Wut, des Überschwanges, der Sehnsucht oder der Liebe sein, die einen Impuls in mir auslösen. Es ist eben mein Leben was sich in diesen recht unterschiedlichen Wortgebilden darstellt. Vielleicht ist es irgendwann einmal vorbei damit, kommen keine Worte mehr aus meinem Herzen, aber solange es noch so ist lasse ich es geschehen. Oftmals sind es drei oder vier Gedichte an einem Tag und ich veröffentliche nicht mehr so viel, denn einiges ist sehr persönlich.

Der Ort an dem ich schreibe spielt keine Rolle, es genügt ja einfach ein Büchlein und ein Stift immer parat zu haben und dort die Worte schnell niederschreiben, das reicht aus, denn es ist ja ungewiß wann bestimmte Eindrücke oder Impulse zu Worten führen. Emotionen lassen sich nun mal nicht vorhersagen. Allerdings liebe ich es spät in der Nacht auf der Mole zu stehen und den Sternen und dem Meer zu lauschen.

Wenn ich alle Wege gehen könnte, so würde ich es tuen, denn kein Weg ist der Falsche, er ist eben ein Weg. Oftmals, im Nachhinein denke ich schon, es hätte alles ganz anders sein können in meinem Leben, wäre ich meinen natürlichen Neigungen und Impulsen immer gefolgt und hätte nicht jahrelang versucht mich den aktuell gültigen, gesellschaftlichen Normen anzupassen. Aber trotzdem ist es der Weg gewesen für den ich mich in jedem einzelnen Moment entschieden habe und der mich heute hier sein läßt.

Was ich aber auf meinem Weg gelernt habe ist, dass der Verstand etwas ist das unglaublich zerstörerisch sein kann wenn er auf Gefühle tritt und man zuläßt "ihm" (dem Verstand) Gehör zu schenken. Dann nämlich wird er versuchen alles was man empfindet ins Lächerliche zu ziehen, er wird deine Gefühle in Frage stellen, er wird Dir Vorhaltungen machen, alles analysieren wollen, Unmengen von Bedenken vorbringen, wird alles so lange drehen und wenden bis es letztendlich kaputt ist, bis in den endlosen inneren Diskussionen das Gefühl entschwunden ist. Erst dann wird er Ruhe geben und triumphierend ausrufen "Na, hab ich es Dir nicht von vorneherein gesagt das es nicht funktionieren kann mit dieser albernen Gefühlsduselei!". Am Ende steht man dann da und schämt sich womöglich seiner Emotionen anstatt sie auszuleben, einfach fröhlich und sinnlos glücklich zu sein, auch wenn es auf Verstandesmenschen albern, lächerlich oder unhaltbar wirkt. Ehrlich gesagt glaube ich das der Verstand nur neidisch auf das Gefühl ist und es deshalb immer wieder zu unterdrücken versucht *g*

Weiß Gott, ich bin weder ein bedeutender Künstler, noch ein Dichter oder was auch immer und werde dies wohl auch nie werden, denn dazu erfülle ich überhaupt keine Normen und bin auch nicht bereit diese jemals zu erfüllen. Aber ich genieße es momentan unglaublich mich einfach nur treiben zu lassen und sinniere dabei welchen lieblichen Duft der Vollmond wohl haben mag und ob das Schwarz des Neumondes sich gut mit der Farbe Rot kombinieren läßt. *zwinker*

Vivian

22. November 2009

@pido + @diANaone


Mein lieber Herein, dies ist aber mal eine Selbstrezensierung der ganz schmelzigen Art *ggg* Unübertroffen ausführlich dargelegt und detailliert beantwortet.

Chapeau!
Vivian


Liebe diANa, dein Musengedicht ist einfach wundervoll *lach* *blume*

Cheers,
Vivian

21. November 2009

@Kytta


es erfreut mich sehr und stimmt mich fröhlich das Dir diese kleinen Änderungen so zusagen *freu*

Es gibt aber noch ein "aber"! Denn ich finde, dass im Text noch ein "Stolperstein" vorhanden ist. Kannst Du ihn herausfinden? *zwinker*

21. November 2009

Du und ich


Mir gefällt das Gedicht sehr, denn es erzeugte beim Lesen eben jene angenehmen Gefühle die in ihm geborgen sind. Auch der Sinn erschließt sich, wie ich finde sehr leicht.

Natürlich kann man nun beginnen es zu sezieren, zu Tode zu analysieren, denn es ist schon okay jemanden in das Himmelsblau seiner Augen zu schauen und die Augen dabei gar nicht mehr wahrzunehmen, denn das Seelenlicht des Menschen zieht einen magisch in einen so tiefen Bann, das die Welt um einen herum sich aufzulösen scheint.

Was die bemängelten vielen "und" betrifft, denke ich das es durchaus genügen kann, einige durch Kommata zu ersetzen.

Liebe Kytta, ich habe mir hier erlaubt den Text etwas umzuformatieren, einige Worte auszutauschen, andere hinzuzufügen. Ich hoffe das Du dies nicht als zerstörend empfindest, denn ich habe versucht die tragenden Empfindungen, Eindrücke und Gefühle nicht zu verändern.


Wenn der Mond die Sonne einst zur Ruhe bettet
und die Nachtigall ihr Lied anstimmt,
wenn die Bäume ihre Blätter im weichen Winde wiegen
und die Sterne den Himmel in ein mattes Licht tauchen,
dann möchte ich Dich mit meinem Körper zudecken - Dich küssen.

Wenn der Morgen schläfrig den Wolken entsteigt,
die Welt den noch jungen Tag beginnt,
wenn die Sonne das Land mit malerischen Bilder versieht
und die Menschen sich die Nacht aus den Augen reiben,
dann möchte ich neben Dir erwachen,
um in das seelentiefe Himmelsblau deiner Augen zu schauen.


Einen ganz lieben Gruß,
Vivian