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Onlineman Manngeprüft
07. Juni 2011

für eure Komplimente und Kritiken,
macht mich stolz.

Sehr schade, für den der es ärgerlich findet und der an einer Formulierung was anstößiges findet- ohne dieses weiter Diskutieren zu wollen. *schweig*
Onlineman Manngeprüft
07. Juni 2011

Die Paradiesfrucht hat meiner Ansicht nach doch sehr gelitten in den letzten Tagen, wurde verschmäht und erfuhr nicht genügend Wertschätzung.
Desahlb ist es meiner Ansicht nach an der Zeit, das Image dieser Wahnsinnsfrucht, (ja ja, ist eine Frucht -kein Gemüse) wieder ein wenig zu heben. Denn was dem einen die Erdbeere, dam anderen das Radieschen und der dritten die Gurke oder Banane, das ist mir die Tomate.


Eine Ode an die Paradiesfrucht.

Meine Liebe zu dir wurde und wird immer erwidert werden.
Deine Fleischlichkeit übertrifft alles, dein Rot ist von unvergleichlicher Schönheit.
Anders, als das gewöhnliche Rot einer Erdbeere ist dein rassiges Rosso voll und satt.
Anders, als der feuerfarbene Sonnenuntergang, leuchtest du, meine Tomate, substanzieller und dunkler, so, als wolltest du uns Zeigen, wie die Farbe der Liebe in seiner vollendeten Form zu sein hat.
Dein Rot, so kraftstrotzend, dass es bar jeglicher Gewöhnlichkeit steht, nicht nur zu simpler Erregung einlädt und doch ausreichend betörend wirkt.
Was wurde mit dir nicht schon alles getan, wofür musstest du nicht alles schon herhalten, du amerikanischste aller Früchte, du oft geschundenes und zu Unrecht als geworfenes Schlachtmaterial benutztes Nachtschattengewächs.
Wenn ich sehe, wie jemand in dich hinein beisst, erfüllt mich süchtiges Sehnen besonders eifrig.
Auch ich möchte meine Zähne versenken, durchstoßen dein glatte Schale.
Ich sehe dich, erfasse dich, berühre dich.
Meine Zähne kitzeln deine Haut, die prall gefüllt deine Werte schützt, ich erhöhe die Spannung meines Kiefers beim Biss und fühle, wie deine Pelle platzt wenn ich fester zubeiße, wie dein Blut hervor spritzt aus der prallen Haut und in meinem Mund deine Feuchtigkeit explodiert.
Ja, zeig mir, wie dein unvergleichlicher Geschmack meine Mundhöhle bis an die Grenzen füllt, dessen ‚Gout’ eine Dominante Fülle verspricht.
Dein Geschmack, er streicht über meinen Gaumen, meine Zunge und lässt mich mit allen Sinnen erleben, dein Geschmack er wechselt von einem zärtlichen Gaumenkitzeln bis hin zu der alles füllenden Faust im Mund. Wenn dein Aroma beginnt die Mundhöhle zu verlassen in den Schlund hinein, dann fühle ich, auch mein Magen müsste dich noch weiter schmecken, spüre die Wärme deines Fleisches in mir, werde schwanger deiner Aromen.
Dann nimmst du mich in Besitz.
Ich lehne mich zurück und in meinem inneren Auge erscheint ein unvergleichlich schönes Maja Mädchen mit tomatenrotem Mund. ich sehe sie vor mir jene indianische Schönheit, die dich zum ersten Mal erntete, ihre langgliedrigen bronzefarbenen Finger mit festen Nägeln die dich zart umschlossen, ihre liebvolle Stimme die dich Xiomatl nannte, ich rieche den würzigen Duft deiner Mutterpflanze, die Finger, die dich umfassten.
Wenn ich dich esse, kaue, so fühlt es sich an wie wenn zarte Finger mein Skrotum umfassen, wenn ich dich küsse, küsst mich jenes Maja Mädchen das dich entdeckte.
Dein Aroma verrät, wie die kräftigen Seemanshände von Kolumbus dich, ’Pomi d'oro’ begrabschten, wie du deinen Siegeszug über die europäische Küche antratest.
Dein Reich!
Dein aufgeschnittener Leib der dein von weichen Samenkernen umringtes Herz zeigt,
Dein zartes Fruchtfleisch das sich auf meiner Zunge anfühlt, wie das weiche Muschelfleischs einer jungfräulichen Klitoris,
Deine Gestalt, die mich jedes Mal zu Altmännerträumen hinreißen lässt. Du bist ganz rund und dazu dein Geruch, die Schmecklappen meiner Nase strecken sich aus nach Dir, ich möchte in dir baden mit deinen Brüdern und Schwestern, möchte mich wie deinesgleichen fühlen und zwischen den zerplatzten Häutchen mich winden und aalen, spüren wie das Fruchtfleisch mich liebkost und nicht nur dein Geruch meine Sinne benebelt.
Ich möchte deine Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen spüren und dein Blut auf meinem Bauch fühlen, möchte in deinem Brei vor und zurück gleiten und fühlen wie jene Mayagöttin auf mich reitet, in dem Tomatenwasser auf meinem Bauch vor und zurück rutschend, möchte rein und raus schlüpfen mit jener Schönheit deines Ursprung bis sie nur noch laut Xiomatl Xiomatl Xiomatl schreit und dein Aroma in meinem Kopf hineinimplodiert und meine Zunge anschwillt um dich ganz zu schmecken und ich in das ewig währende Tomatendelirium trete, auf dir wie auf einer Kanonenkugel reite ich in den Sonnenuntergang.
An meiner Seite: Dionysos und Aphrodite die dich genauso wie ich anbeten, ich möchte dein weiches dünnes und zerstoßenes Fleisch zwischen meinen Arschbacken zum kochen bringen und rot sehen,
rot rot rot,
derartig fühlend zwischen dir und deinesgleichen würde ich dann den kleinen Tod erleben
-und wenn mich dann der große Tod ereilen sollte
-so weiß ich nicht ob ich es in diesem Moment wirklich bedauern müsste.
Auf jeden Fall, würde dies bedeuten auf dem Gipfel zu sterben und nicht im Tale, wer weiß was besser ist.
Aber noch ist es nicht soweit, also liebe Tomate, liebe Xiomatl, verehrte Pomi d'oro, oder „mala peruviana“, meine „pomme d'Amour“, „meine „poma amoris fructo luteo“,
ICH LIEBE DICH !
Bitte, berausche meine Sinne, zeige mir deine Bestimmung und erfülle mich mit dem Reichtum deines Universums.