gentletom58 ![]() ![]() | 02. Februar 2012 geht es um die Beobachtung eines Menschen. Schmerz: Die Prothese (für das gestohlene Herz) schlägt nur (i.S. von "ausschließlich" und/oder "dann, unter einer oder mehreren bestimmten Bedingung/en") Wehen, und diese verursachen Schmerz, können aber auch Neues gebären. Im zweiten Teil: "wo ist das Wort" meint: (für Dich, die beobachtete Person). Also kein Ebenen/personenwechsel. Und ja, es kann als desillusionierender Text verstanden werden. Aber: wir sind mindestens dafür verantwortlich, wie wir mit den Phänomenen des Lebens umgehen, über sie denken und fühlen, und niemand sonst. Also können wir etwas ändern, auch wenn es uns oft nicht so erscheint. Also müssen wir nicht zwangsläufig mit einer schmerzenden Herzprothese leben, wenn uns ein Leid geschah. Diese Wahrheit empfinde ich als tröstlich. Schlauch weg? Herzlich Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 02. Februar 2012 Offenherzlich umarmt hast Du Herzbuben und Herzdiebe. Die Prothese schlägt nur Wehen, wenn Du Dich nicht sehen kannst, Dich nicht erkennst, nicht die wahren Namen nennst. Wo ist das Wort, das hält und heilt? Es ist fort. Den Rest räumt die Zeit. Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 26. Januar 2012 t |
gentletom58 ![]() ![]() | 26. Januar 2012 Meine Liebe träumt hinter harten Hecken von warmen Tagen, die möglichkeitsversäumt traurig sich verstecken. Was wir so genossen fühlt sich abgeschossen. Nichts, das uns wieder wachgeküsst. Ach, hätt’ ich das gewüsst… Meine Liebe schläft. Die Augen offen, mit Lippen, sanft geschlossen. Vögel fliegen über meinen Garten. Mein Herz darf hoffen, und es kann warten. Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 25. Januar 2012 Hand in Hand gehn' wir im Sonnenschein. Alles leicht. Alles schön. Gib mir beide Hände, dann können wir uns seh'n. Gleich wer wir sind und was wir hatten - wir begegnen uns im Schatten. Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 24. Januar 2012 Hallo Frank, dann mach' eines auf Wenn ich mich recht erinnere, gibt es da schon einiges im Archiv. Herzlich Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 19. Januar 2012 @Falcon_fly: Zu spät, aber gestern Abend noch ist mir der Fehler in meiner Ausdrucksweise aufgefallen. Darüber hinaus habe ich es unterlassen, zu sagen, wie weitgehend ich das verstehe. Richtig wäre gewesen zu schreiben: "Die Macht im Zweifelsfall immer der, von dem etwas gewünscht oder gefordert wird." Dieser Wunsch kann ein Handeln oder Unterlassen sein. Solange jemand die Macht über sich selbst hat und bereit ist, seine Position bis zum Äußersten zu vertreten (z.B. Leid, Tod), ist er von niemandem beherrsch- oder manipulierbar. ...und einen, der es geschehen lässt. Genau das ist die Macht des passiven Parts in einer Begegnung, Beziehung, was immer. Lediglich im physischen Bereich kann jemand sich eine Macht nehmen, wenn er überlegen ist. Gefühle und Gedanken eines Menschen kann niemand wirklich beherrschen, wenn das Gegenüber bereit und in der Lage ist, über sich selbst nachzudenken, Entscheidungen für sich zu fällen, zu handeln und die Konsequenzen dafür zu tragen.Deswegen empfinde ich die Macht immer bei demjenigen, von dem etwas gewünscht oder verlangt wird. Wer etwas wünscht oder verlangt, gibt seine Macht in letzter Konsequenz ab. Wenn er dazu noch den Wunsch hat, dass seine Wünsche erfüllt werden mögen und dies nicht geschieht und jemand sich schlecht fühlt damit, dann macht er sich selbst unglücklich und geht nicht gut um mit sich. Sorry Listies, wenn das OT, zu allgemein, zu philosophisch, zu irgendwas für Euch war. Im Grunde wird hier (mein Eindruck) eine 3er-Geschichte auf einer Metaebene (nach)bearbeitet, wenn auch, das hoffe ich, in für Euch akzeptablem Maße. Wenn Ihr das so nicht wollt, klinke ich mich aus. Ich habe in diesem unglücklichen 3 immer Wege gesucht, Beziehungsebenen herzustellen und zu pflegen, auf denen vlt. gegenseitige Akzeptanz und Empathie zwischen den beiden Frauen wachsen könnte, die ich so sehr liebe. Der Arbeitskreis Libernage ( "Was ist Libernage?" ) ist eine dieser Ebenen, dieser Thread eine andere. Ich suche halt nach Strohhalmen und versuche ein Seil draus zu machen. Meine Hoffnung ist eben unkaputtbar... So, genug gezeigt für heute... habe fertig. Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 18. Januar 2012 Na, Polies würden es natürlich weit von sich weisen, jemanden (oder etwas von ihm) "besitzen" zu wollen. Schließlich heißt besitzen, "Herrschaftsmacht" haben. Vlt. im BDSM- und Spielkontext ein Thema, aber nicht im realen Leben. Andererseits fällt oft das Wort "Verlustangst". Was kann ich verlieren, wenn ich es nicht habe (besitze)? Insofern sehe ich da bei vielen einen Widerspruch zwischen Wollen (Ideal) und Können (Real). In einer Partnerschaft "habe/besitze" ich einen Status oder Rechte, allerdings ohne wirklich eine Herrschaftsmacht zu haben, in einer Liebesbeziehung ohne Partnerschaft wohl eher nicht. In beidem kann ich allerdings Zeit und Aufmerksamkeit haben/beanspruchen/besitzen... Aber das hängt auch von den Vereinbarungen der Beteiligten ab. Die Ohnmacht der Sprache macht mich gerade ohnmächtig auszudrücken, was ich meine, ohne mich wieder auf die Ebene von Begriffen zu begeben. Unterm Strich glaube ich, dass Besitz i.S. von "Herrschaftsmacht" (das ist die juristische Definition) in Liebesdingen gar nicht möglich ist. Wenn mir ein Mensch die Macht hat, mir die Begegnung zu entziehen, ist Schluss mit "Besitz", und in aller Regel ist das so. Diese Macht haben alle beide, also kann nur einer gar nichts vom anderen besitzen. Die Macht hat immer der, von dem ein Handeln gefordert wird. Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 18. Januar 2012 Oder wollen wir mehr als einen BESITZEN. Verbindest Du damit, wenn Du den Bogen zum Eingangsthema schlägst, Partnerschaft mit Besitz? Habe ich Dich da richtig verstanden?Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 18. Januar 2012 Wenn alle kommen, die sich angemeldet haben, sind wir zu 14t + 2 Kids Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 18. Januar 2012 Gerade für Poly-Interessenten, die mit der Materie noch nicht vertraut sind, könnte vlt. ein eigener Bereich "Poly-Glossar" mit den verschiedenen Ansichten/Diskussionen zu einem Begriff hilfreich sein. Nur eine Idee, weil hier so viele Diskussionen immer wieder auf Begriffe und ihre unterschiedlichen Interpretationen hinauslaufen. Nur eine Idee... Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 18. Januar 2012 Hallo alle, ich freue mich über die rege Diskussion, die da über Begrifflichkeiten im Gange sind, frage mich aber, ob das noch zum Thema gehört. Könnte es sein, dass ein eigener Thread zu "Begrifflichkeiten" oder "Leidenschaft" oder "Beziehungsarbeit" sinnvoll ist? Ich sage das deshalb, weil manche OT-Beiträge lesenswert sind, aber nicht gelesen/beachtet/gefunden werden, wenn sie vom Thema her "unter falscher Flagge segeln". Das finde ich schade. Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 15. Januar 2012 Glaubte, dass irgendwann "alles" gut würde, wenn wir nur hart und lange genug daran arbeiten würden, dann ein gegenseitiges Verständnis und nachfolgend gegenseitiges Akzeptieren und Mögen sich entwickeln würde. Das ist Teil meines Musters, der im System zu dritt Resonanz fand. Als ich diesen Glaubenssatz als für mich falsch erkannte, nicht mehr für eine Fortsetzung zur Verfügung stand, begann der Anfang vom Ende. Ich begann andere Resonanzen zu entwickeln, stand nicht mehr zur Verfügung... Auch ich stehe für Beziehungsprobleme, wie ich sie (er)lebte, nicht mehr zur Verfügung. Ich muss mir das einfach nicht mehr geben. Das kann ich auch für mich bestätigen. Ich habe mir angeschaut, welche Frauen ich überwiegend anziehe, mit welchen Mustern ich in Resonanz gehe und warum. Zunächst passiert das nur auf Verstandes-/Erkenntnisebene. Der nächste Schritt ist, andere Signale zu senden, schneller und konsequent zu kommunizieren, zu handeln, auch loszulassen, auch wenn es zunächst meinem Gefühlsmuster nicht entspricht. Ich glaube, nun besser zu wissen, was ich einer Frau in unterschiedlichen Konstellationen zu dritt geben kann und was nicht. Mein Profil habe ich entsprechend geändert. Der Rest ist Leben und Arbeit mit meinen Gefühlen darin. Eine zeitlang werde ich zwar nicht kongruent, aber stimmig sein, und das ist mir letztlich wichtiger. Ich hoffe, dass dieser Weg in Zukunft viel Leid vermeiden kann - wenigstens dessen unnötige Verlängerung. Herzlich Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 14. Januar 2012 Mein Reichtum ist die Zeit, und die wäre, je nach gewünschter Intensität und Timing von Seiten zweier Frauen, für zwei Partnerschaften vorhanden. Im Idealfall könnte ich beiden Beziehungen mehr Zeit an Begegnung und Kommunikation widmen, als andere Frauen in monoamoren Partnerschaften erfahren, und das habe ich auch getan, so gut ich konnte. Das Problem in zwei Partnerschaften (und da sind die Ansprüche meist die höchsten) entsteht dann, wenn sich eine der beiden Frauen oder beide immer wieder nicht genügend wertgeschätzt/genährt fühlen, weil ich insgesamt nicht genug Ressourcen für beide habe und sich mindestens eine von beiden deshalb mehr im Mangel fühlt, als es für die Partnerschaft tragbar ist. Weil ich aufgrund dieser Bedürfniskonstellation in Einzelfällen immer wieder Prioritäten setzen musste und müsste und immer wieder eine Beziehung die Qualität der anderen beeinträchtigte, habe ich mich für eine grundsätzliche Priorität hinsichtlich der Partnerschaft entschieden. Ich möchte mit Frauen zusammen sein, die sich wohl fühlen im Zusammensein mit mir - und nicht zurückgesetzt, oder im Mangel oder verletzt, wenn ich eine Entscheidung da treffe, wo weder Konsens noch Kompromiss möglich sind. Eine glückliche Beziehung ist mir lieber als zwei halb- oder unglückliche. Nach anfänglichem Widerstand habe ich nun auch Wunsch und Hoffnung auf eine Liebesbeziehung zusätzlich zu meiner Partnerschaft losgelassen, damit meine ehemalige Partnerin so frei ist, wie ich es ihr wünsche. Wir bleiben in der Libernage ("Was ist Libernage?" ) sachlich verbunden, und ich bewundere sie für die Größe, dass das möglich bleibt. Ich glaube, dass es nur sehr wenige Frauen gibt, die das könnten. Ein Grund mehr, sie zu lieben, aber das Gefühl lasse ich in Zukunft ganz bei mir. Das Thema hat mich sehr bewegt, um über das Verhältnis von Liebe und Freiheit nachzudenken. Das Ergebnis habe ich ziemlich desillusionierend empfunden, aber das liegt nur an meiner Sehnsucht und wie ich mit ihr umgehe. Irgendwann wird es ein Thema hier oder in eine neue HP einfließen. Für Eure Beiträge dankt und grüßt Euch Tom |
gentletom58 ![]() ![]() | 14. Januar 2012 um verbindlich zu sein? Liebe Linghi, ich habe lange über Deine Worte nachgedacht und hie und dort gelesen... Frei und binden... wie verträgt sich das? Dein Beitrag hat mich zu einer lesenswerten Website geführt: (für die admins: rein privat) (Link wurde abgelehnt) Ich finde sie lesenswert für polyamor ínteressierte Menschen; ich komme noch auf sie zurück. Linghi schreibt: "Bislang gab es nur einen Teil, der Rest fehlte dir, jetzt gibt es gar nichts mehr." So klingt das für mich. Und so würde sich das für mich anfühlen an ihrer Stelle. ... Die andere Frau bekommt dich nun "ganz" und "alles" und die andere Frau bekommt ... Das, was ich nach meinen Möglichkeiten geben konnte, wollte die "eine" Frau nicht mehr, und ich finde, es war viel an Begegnung und auch Verbindlichkeit. Wenn auch nicht das, was sie sich wünschte. Teil - Rest - fehlen - alles - nichts - stehlen... Alles Wörter, die mit Haben und Besitzen in Verbindung zu bringen sind. Als sei meine Liebe, meine Zeit und ich ein Kuchen, den es aufzuteilen gilt. Ich möchte nicht mehr zwischen Wünschen, Anforderungen, Ansprüchen, Erwartungen und Bedingungen aufgeteilt sein und auch meine Konditionierungen in diese Richtung loslassen. Wie sagt der Autor der eingangs gelinkten Website: (Link wurde abgelehnt) : Ich bin gefragt worden, ob meine Einstellung nicht sehr egoistisch sei, ob ich nicht zu wenig auf meine Lieben eingehen könne. – Ich denke, daß jeder auf sich selbst achten kann. Ich bin nicht auf der Welt, um alle Menschen glücklich zu machen. Das kann ich nicht, und das begehre ich nicht. Aber es ist mir eine Freude, vielen Menschen zumindest „mal“ etwas Glück zu bescheren. Ich beanspruche nicht, daß sich meine Lieben auf mich einstellen. Ich biete an, was ich gerade geben kann. Wenn jemandem gefällt, was er sieht, wird er zugreifen. Wenn es ihm nicht gefällt, wird er es lassen. Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Ein weiser, junger Mann, der dies und anderes Bemerkenswertes als Mittzwanziger schrieb. Wie soll sie jemals für einen anderen Mann "frei" sein und sich auf etwas anderes konzentrieren, wenn du sie nicht ganz loslässt/loslassen möchtest/loslassen wolltest? Hast du je darüber nachgedacht? Wie könnte ich sie loslassen, wenn die Liebe mich nicht loslässt - und ihre Liebe mich auch nicht? Sie ist, aber wir werden sie uns in dieser Konstellation versuchen müssen, nicht mehr an sie zu denken, zumal wir noch auf sachlicher Ebene (Libernage) zusammenarbeiten - das wird die Zeit und unsere emotionalen Möglichkeiten zeigen. Wie kann es sein, dass ein polyamor fühlender Mensch nicht frei/offen ist für eine andere Liebe, wenn sonst keine da ist, die ihn erfüllt? Wäre es eine Möglichkeit, dass ein polyamor fühlender Mensch eine Liebe lebt und gleichzeitig einen Partner/Primary/was immer/ sucht? Der Autor schreibt auf der zuletzt verlinkten Seite dazu: Aber vielleicht sehe ich keinen Weg, meine Wünsche an die Liebe zu erfüllen. Dann erlebe ich die Liebe als unglücklich, und vielleicht wünsche ich mir, daß ich diesen Menschen nicht lieben würde. Vielleicht liebt auch jemand mich, und ich kann diese Liebe nicht erwidern. Aber es ist mir unmöglich, eine unglückliche Liebe zu beenden. Ebenso wenig kann ich eine Liebe hervorrufen, wo vorher keine gewesen ist. Habe fertig. Tom |