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Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Ihr habt völlig recht, wenn wirklich sexuelle Ausschließlichkeit zwischen zwei Menschen vereinbart wurde.

Meist gab es jedoch niemals eine entsprechende Vereinbarung, sondern es wird fast immer stillschweigend davon ausgegangen.

Und dann ist es keine Eifersucht, was man da fühlt, wenn man völlig berechtigt stinksauer ist. Sondern man wurde dann belogen, hintergangen und betrogen. an fühlt sich hintergangen, verraten und verkauft, und das ist mehr als berechtigt - hat aber nichts mit Eifersucht zu tun.

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Ich teile Deine Grundhaltung zu unserem Gesundheitssystem. Aber ich widerspreche entschieden der Behauptung, jeder Dritte in Europa leide an Multipler Sklerose. Das ist meines Wissens einfach nicht wahr.

Soweit ich weiß, sind es in Europa derzeit etwa 500.000 Menschen, die an MS erkrankt sind. Das sind nicht mal 3%.

Aber es sind mit Sicherheit weit mehr Menschen daran erkrankt, als allgemein bekannt ist. Und jeder einzelne davon ist einer zuviel. Dabei gibt es mittlerweile durchaus hilfreiche Behandlungen, die allerdings von der Ärzteschaft und der Pharmaindustrie leider nicht ernst genommen werden. Vielleicht gerade deshalb, weil Kranke mehr Geld bringen als Gesunde.

Man sollte Ärzte nicht bezahlen, wenn ihre Patienten krank sind, sondern nur, wenn sie gesund sind ...

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Eifersucht = Verlustangst

Eben nicht!

Eifersucht - das ist weder Verlustangst noch Neid noch Konkurrenzdenken, sondern schlicht und ergreifend eine Folge von einem ziemlich niedrigen Selbstwertgefühl, was dazu führt, dass man den geliebten Menschen am liebsten einsperren würde, damit er niemals weglaufen kann. Man nennt das auch Besitzdenken.

Wer sich selbst "liebt" und sich seiner selbst sicher ist (man nennt das auch Selbstsicherheit), gerät nicht gleich in Panik, nur weil der Partner mal mit jemand anderem spazieren geht, tanzt, flirtet, lacht, ins Kino oder essen geht (oder was auch immer). Nicht einmal, wenn der Partner mit jemand anderem auch mal Sex hat.

Es wird ihm nämlich nichts genommen, es geht ihm nichts verloren. Und er vertraut der kraftvollen Liebe des Partners, verlässt sich auf ihn - und weiß, dass der Partner deshalb nicht gleich die Beziehung verlässt, sondern dass die Liebe stark genug ist, um echte Treue leben zu können. Also um eine Treue, die auch Beschäftigungen des Partners mit anderen Menschen übersteht, weil er trotzdem immer zu einem hält.

Da stimme ich Dir gerne zu: Keiner von uns besitzt jemals einen anderen Menschen, also kann man ihn auch nicht verlieren.

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Wenn jemand ungerecht behandelt wird und sich darüber ärgert, hat das doch rein gar nichts mit Eifersucht zu tun!

Und ansonsten halte ich es immer wieder für wichtig, darauf hinzuweisen, dass sehr oft etwas als Eifersucht bezeichnet wird, das damit überhaupt nichts zu tun hat.

Neid z. B. auf jemanden, mit dem der Partner aus irgendwelchen Gründen gerade viel Zeit verbringt, ist einfach nur Neid und vielleicht sogar völlig berechtigt.

Konkurrenzdenken ist die Angst davor, dass ein anderer in irgendwas besser sein könnte als ich (vorzugsweise beim Sex), aber ich kann einfach nicht in allen Bereichen auf dieser Welt immer nur der Beste sein, es wird immer viele geben, die in manchem (z. B. beim Sex) noch besser sind als ich. Es ist aber auf jeden Fall keine Eifersucht, sondern Angst davor, dass ich nicht mehr der Beste bin.

Und dann gibt's noch die völlig verständliche Verlustangst. Aber mal Hand aufs Herz: Was ist eine Liebe wert, wenn der Partner nur deshalb verschwindet, weil eine andere Frau schöner oder besser im Bett ist? Trotzdem halte ich diese Angst für menschlich. Doch auch das ist keine Eifersucht.

Übrigens kann auch ich die genannten Bücher sehr empfehlen ...

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Spät, aber es muss trotzdem noch sein: Du hast das völlig richtig erkannt, wie es auch mal wieder in dieser Diskussion hier häufig läuft.

Eine Diskussion besteht u. a. aus einer These, eine Antithese - und dann vielleicht sogar einer Synthese. Dazu gehört es vor allem, sich gegenseitig aufmerksam zuzuhören (oder aufmerksam zu lesen) - und zwar nicht mit der Absicht, die Argumente des anderen in der Luft zu zerfetzen und ihn dabei auch noch anzugreifen, sondern sie ernstzunehmen und zu prüfen und gegebenfalls gute Gegenargumente zu bringen.

Aber auch hier zeigt sich wieder mal, dass viele gar keine Argumente hören oder lesen wollen, die dem eigenen Weltbild widersprechen und vielleicht sogar den Horizont erweitern könnten, sondern nur solche, die das eigene Sichtweise und das eigene Wohlbefinden auf keinen Fall gefährden.

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Barry Long, ein Tantriker und ein ziemlich interessanter, wenn auch unbequemer Mann, hat dazu geschrieben, dass nach seiner Meinung die Männer vergessen haben, wie man ein Mann ist und wie man wirklich und wahrhaftig liebt.

Er hält dies für die größte Tragödie aller Zeiten, weil statt der Liebe zum Weiblichen eine Art Verachtung des Weiblichen entstanden ist, die sämtliche patriarchalen und zerstörerischen Probleme nach sich zieht, angefangen von der Zerstörung der Natur bis hin zu den meisten Kriegen. Wenn das Weibliche sich aber insgeheim oder offen verachtet fühlt, dann entsteht in vielen Frauen ein unbewusster Groll gegen alles Männliche, von dem sie sich ja im Stich gelassen fühlen.

Eine echte Frau braucht als Gegenpart einen echten Mann. Und ein echter Mann braucht eine echte Frau. Es ist wie bei einer Waage: Wenn eine Seite die andere im Stich lässt, dann gerät das Ganze ins Ungleichgewicht.

Frauen müssen seiner Ansicht nach geliebt werden, um starke, kraftvolle und dennoch weibliche Frauen zu sein. Denn nur dann, wenn eine Frau wahrhaft geliebt wird, kann sie sich als kraftvolles Weib fühlen, kann ihre weibliche Kraft und Weisheit spüren. Und dann kann auch der Mann wirklich er selbst sein und seine verlorene natürliche "Autorität" wiedergewinnen - die wiederum die Frau braucht, um sich als "wahre Frau" fühlen zu können.

Wenn die Frauen sich endlich körperlich und seelisch wirklich geliebt und wertgeschätzt, geachtet und verehrt fühlen, so führt er weiter aus, werden sie wieder aufblühen und all die in ihnen verborgene Lust entdecken - nicht nur zu ihrem eigenen Wohle, sondern auch zu dem der Männer! Und damit wäre beiden gedient, den Frauen und den Männern.

Ich meine, der Mann könnte recht haben und wir sollten ehrlich, offen und selbstkritisch mal darüber nachdenken - und dem vor allem auch mal nachspüren.

Und vielleicht ist in diesem Thread im Grunde nichts anderes als genau das gemeint?

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
25. Mai 2012

Und heute darf ich im Namen aller Mods nun auch die beiden von hotspot_rp als neue Mitglieder bei uns willkommen heißen!

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
24. Mai 2012

Vielleicht sind einige Mißverständnisse hier in dieser heißen Diskussion auch nur darauf zurückzuführen, dass der Begriff "Devotion" verschieden interpretiert wird?

Devotion bedeutet im ursprünglichen Wortsinn (es kommt vom lateinischen "devotus"): "Hingabe". Und Hingabe hat zwar auch, aber keineswegs nur mit BDSM zu tun. Und Hingabe hat absolut nichts mit "devot" zu tun.

Dass viele glauben, "devot" bedeute nur "unterwürfig", bezieht sich ausschließlich auf den sexuellen Bereich im BDSM-Kontext. Außerhalb davon wurden z. B. meines Wissens auch schon besonders fromme Christen als devot bezeichnet.

Und wenn eine Frau sich einen dominanten, kraftvollen und souveränen Partner wünscht, bedeutet das doch noch lange nicht, dass sie devot ist. Es kann sogar bedeuten, dass sie sich einfach nur einen ebenbürtigen Partner wünscht, einen selbstbewussten Mann, der weiß, was er will und zu sich steht, der seinen Weg geht und sich nicht verbiegen und nicht manipulieren lässt (z. B. im Sinne des lesenswerten Buches von David Deida: "Der Weg des wahren Mannes").

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
24. Mai 2012

Natürlich meinte ich das nicht bezogen auf die Beiträge in diesem Thread, sondern auf

... Wenn Du mich wirklich lieben würdest, hättest Du keine Lust auf xy!

Das ist aus meiner Sicht einfach nur dummes Geschwätz - egal ob es von Männern oder von Frauen kommt.

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
24. Mai 2012

Und vor allem ziemlich viele doofe Männer ... *fiesgrins*

Aber leider auch Frauen, denn von manchen dieser eigentlich so wunderbaren Wesen kann man hin und wieder ähnliches Geschwätz hören.

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
24. Mai 2012

Wenn zwei miteinander lieber Wein oder sonstwas trinken oder meinetwegen sogar lieber Murmeln spielen als Sex zu haben, ist das ihre Sache. Und wenn sie damit glücklich sind, ist es doch okay - vielleicht haben sich zwei Asexuelle gefunden?

Die immer wiederkehrende Frage ist aber: Was, wenn einer so gut wie kein Interesse an Sex hat, dem anderen der Sex aber fehlt.

Und dann kommt immer wieder die Frage dazu, warum dem einen der Sex fehlt, denn da gibt es viele Gründe:

Dem einen fehlt er, weil er sich darüber Bestätigung oder Nähe holt, was ihm vielleicht sonst im Leben fehlt. Der andere braucht das Gefühl, begehrt zu werden, weil er glaubt, sonst nichts wert zu sein und nicht geliebt zu werden. Manchen fehlt wohl das, was man "Druckabbau" nennt (als gäbe es dafür nicht auch andere Möglichkeiten). Und vielen fehlt Sex sogar vielleicht sogar nur deshalb, weil er glaubt, alle anderen hätten öfter Sex - und er will da nicht nachstehen.

Ob wir wirklich alle ständig Sex benötigen? Ich liebe Sex wirklich sehr und möchte ihn nicht missen, aber ich hab auch schon monatelang keinen Sex gehabt. Und als ich drei Jahre lang als allein erziehender Vater gelebt hab, hatte ich gar keine Zeit für Sex - und er hat mir auch nicht gefehlt. Es geht also auch ohne.

Ich bin aber auch nicht abhängig davon, unbedingt Sex haben zu müssen, sondern ich freue mich, wenn ich so oft wie möglich welchen hab. Und wenn nicht, geht's mir auch gut. Das für mich Interessante daran ist: Seit ich solch tiefgehenden, erfüllenden und bereichernden Sex hab, dass ich mich da wirklich "gesättigt" fühle, geht's mir besser und fühle ich mich freier als damals, als ich noch jung war und ständig glaubte, Sex haben zu müssen. Aber damals war der Sex auch oberflächlicher, mehr wie Nase putzen: Erleichternd, aber nicht wirklich befreiend, erfüllend, und "sättigend".

Und so frage ich mich: Vielleicht ist das ja ein häufig übersehender Punkt, dass mangelnde Intensität durch die Häufigkeit überspielt werden soll?

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
23. Mai 2012

"Wenn man Liebe nicht bedingungslos geben und nehmen kann, ist es keine Liebe, sondern ein Handel."

(von Emma Goldman)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
23. Mai 2012

Okay, dann hab ich das wohl nicht richtig verstanden.

Da stimme ich meinen Vorschreibern zu: Es gibt zahllose Berufe, die seelisch sehr anstrengend sind und kaputt machen können.

Und alle Damen, die ich bisher aus dem Bereich der Prostitution kennengelernt habe, haben weit mehr unter der Haltung anderer Frauen ihnen gegenüber gelitten als unter ihrem Beruf.

Für mich ist Prostitution (die es ja seit Jahrhunderten gibt) ein durch und durch ehrbarer Beruf, in dem man ebenso wie in vielen anderen Berufen gute und schlechte Erfahrungen macht. Der Straßenstrich von süchtigen jungen Mädchen und Frauen ist sicher alles andere als angenehm, aber Abhängige machen ohnehin fast alles, um an Geld für ihren Stoff zu kommen. Und andere Damen in diesem Gewerbe - bis hin zur Edelnutte - machen auf mich in keiner Weise den Eindruck, als würden sie unter ihrer Arbeit leiden.

Die Antagharin muss manchmal von morgens bis abends bei geistig und körperlichen behinderten Menschen vollgemachte Windeln wechseln und Erbrochenes beseitigen, Sabber wegputzen und Geschrei ohne Ende anhören - das macht auf Dauer auch seelisch kaputt. Und noch keine einzige Prostituierte, die wir kennen, hat gemeint, sie würde gerne mit ihr tauschen.

Und wenn ich dann noch an den Verdienst denke ...

Aber wir haben hier im Joyclub ja eine Gruppe für Prostitution, da sind einige Damen dabei, die sicher gerne hier was dazu schreiben. Und was ich dort so lese, klingt total anders als das, was diese Sozialarbeiterin da von sich gegeben haben soll.

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
23. Mai 2012

Also, ich lese hier einige sehr wichtige und grundsätzliche Fragen an die Männerwelt, auf die sogar mich eine Antwort brennend interessieren würde.

Und man kann ja auch darüber diskutieren, warum jemand wohl Soldat wird oder Selbstmord begeht oder Rauschgift nimmt, ohne selbst betroffen zu sein. So hab ja auch ich auf so manche Frage hier eine Antwort zu geben versucht, ohne dass es mich selbst als Mann betrifft (ich lasse auch keine Socken rumliegen und trag den Müll gerne raus - aber ich weiß von Männern, auf die das tatsächlich so zutrifft).

Doch sind hier, wie ich finde, noch einige Fragen unbeantwortet - und wer, wenn nicht wir Männer, sollten darauf eine Antwort versuchen, auch wenn wir selbst anders sind.

Oder wollen wir, dass uns auch noch die Frauen erklären, wie wir Männer funktionieren?

(Der Antaghar)
Antaghar Paargeprüftes VIP-Mitglied
JOY-Angels
23. Mai 2012

prostitution anschaffen?

Was für ein treffliches Wortspiel - auch wenn's wohl nur vertippt ist ...

*zwinker*

Im Laufe meines Lebens hatte ich privat und beruflich immer wieder mal Kontakt zu Frauen, die als Prostituierte arbeiteten. Und fast alle waren mir in ihrer meist unbefangenen Einstellung zur Sexualität lieber als die sogenannten "normalen" Frauen.

Und ich hatte immer den Eindruck, dass sie alle so eine Art sexueller "Sozialarbeit" verrichten und für viele Männer Gold wert sind.

Dass "Emma" Prostitution abschaffen will, verstehe ich so, dass es nur um die leider auch vorhandene Zwangs-Prostitution geht, die ich natürlich auch jederzeit verbieten und bekämpfen würde. Doch alles andere, was mit Prostitution zu tun hat, sehe ich eher in der Tradition der früheren Tempeltänzerinnen und Tempelhuren: Sie sind wichtig und nicht wegzudenken.

(Der Antagha)