FKK
Freikörperkultur als Lebensgefühl

FKK ist die geläufige Abkürzung für Freikörperkultur, in deren Mittelpunkt die Nacktheit des menschlichen Körpers steht. Das Nacktsein im Sinne der Freikörperkultur findet ohne sexuellen Hintergrund statt, sondern wird viel mehr als gemeinschaftliches Lebensgefühl praktiziert.

Nichtsdestotrotz gibt es auch Leute, die private Nackt-Treffen in abgelegenen Bereichen von Seen o.ä. organisieren, um Erotik und Sex unter freiem Himmel auszuleben.

FKK ist besonders in Deutschland und Frankreich beliebt...
FKK ist besonders in Deutschland und Frankreich beliebt...
 

Der Grundgedanke beim FKK

Damals wie heute geht es echten FKKlern um mehr als bloß die körperliche Nacktheit an sich. Da Klamotten oft als Statussymbole genutzt werden oder eine bestimmte Stilrichtung ausdrücken sollen, führt das Fehlen der Kleidung zu einer Angleichung der praktizierenden Menschen.

Passend dazu entstand schon früh der bekannte Leitsatz "Wir sind nackt und sagen du", der noch einmal unterstreicht, dass beim FKK der Mensch an sich im Vordergrund steht, und nicht das Materielle, wie in vielen anderen Bereichen des Lebens. FKK-Gesellschaften sind also beinahe als eine eigene Art von Gesellschaft zu verstehen, eine spezielle Subkultur, die nur in wenigen Ländern so akzeptiert wird wie in Deutschland.

Nackt ist nicht gleich FKK

Im Volksmund wird vieles, was mit dem Nacktsein zu tun hat, mit Freikörperkultur verbunden, doch das ist nicht korrekt. Bestes und häufigstes Beispiel dafür ist die Textilfreiheit in der Sauna. In deutschen öffentlichen Saunen ist die Nacktheit obligatorisch, jedoch alleine aus gesundheitlichen Gründen. Die wenigsten Saunabesucher sind dort nackt, weil sie das nackte Beisammensein praktizieren wollen, sondern deshalb, weil die Regeln der Sauna es nun einmal so gebieten.

Gewisse Überschneidungen sind dabei jedoch nicht von der Hand zu weisen; schließlich führt die kollektive Nacktheit auch in der Sauna dazu, ein bestimmtes Wir-Gefühl zu erzeugen. Dies ist jedoch nicht alles. Obwohl die großen Saunabereiche heutiger Thermalbäder nur noch zu einem Bruchteil aus den Saunen an sich bestehen, herrscht normalerweise auch in den anderen Zonen des Saunabereiches das Gebot der Textilfreiheit. Beispiele dafür sind die modernen Pool- oder Duschwelten solcher Anlagen, in denen das Nacktsein beibehalten wird. Sauna und Freikörperkultur sind also laut Definition nicht das Gleiche, allerdings doch gewissermaßen artverwandt.

Echte Freikörperkultur: Strand, Camping und mehr

FKK-Strände gibt es auf der ganzen Welt, besonders jedoch in Deutschland und Frankreich. Speziell die Ostsee und Orte wie Sylt oder Norderney sind seit Jahrzehnten als FKK-Spots bekannt. Gleiches, wenn auch in kleinerem Maßstab, gilt auch für Flüsse und Seen in ganz Deutschland, wie an der Isar in München.

Vollendet wird das FKK-Lebensgefühl allerdings erst durch Nacktheit auch abseits von Strand und Wasser, nämlich auf Campingplätzen, die speziell auf die Freikörperkultur ausgelegt sind. Dort ist es normal, nackt einkaufen oder Essen zu gehen. Das Zentrum der Welt, was FKK angeht, ist sicherlich der französische Ort Cap d'Agde, der auch die Stadt der Nackten genannt wird.

Nach einem FKK-Urlaub freuen sich viele Leute, wenn sie die Schnappschüsse in ihrer FKK-Bilder-Gruppe einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren können.