Sarina Tyler verbindet in ihren erotischen Büchern Sinnlichkeit mit wortwörtlich fesselnder Erotik. In ihren Geschichten findet ihr die Themen Liebe, Verlangen und Leidenschaft, gepaart mit einer Prise SM. "Schmerzhafte Verführungen", ihr neues Buch, entführt euch mittels zehn Kurzgeschichten in eine Welt aus Dominanz und schmerzhafter Erotik. Wir stellen das Buch kurz vor …
Zehn Geschichten aus der Welt des BDSM
In den zehn Kurzgeschichten der Anthologie "Schmerzhafte Verführungen" geht es heiß her: Eine junge Frau lässt sich bis zum kompletten Kontrollverlust treiben. Andere verführen ihren Freund mit gemeinsten Methoden und lassen ihn nicht zum Höhepunkt kommen. Mehr und mehr versinken alle Figuren dieser Kurzgeschichtensammlung in der Welt des BDSM, bis sie schließlich ein Teil davon sind.
Als Leseprobe hat uns Sarina eine Geschichte aus ihrem Buch zur Verfügung gestellt.
Eine der Kurzgeschichten: "Kein Laut über deine Lippen"
Ich wusste nicht, warum sie sich heute so schick gemacht hatte. Die blonden Strähnen der Hochsteckfrisur rahmten ihr Gesicht ein und gaben ihrem blassen Teint das Antlitz einer Porzellanpuppe. Das eng anliegende, schwarze Kleid verlieh der gesamten Bar etwas festliches, als würden wir nicht am Freitagabend mit Freunden einen Cocktail trinken gehen, sondern beim Nobelitaliener mit Prominenten dinieren. Das Stimmgewirr der Gäste vermischte sich mit einer entspannenden Musik aus den Lautsprechern zu einer ganz eigenen Melodie.
"Susan", sagte ich zu meiner Freundin, lehnte mich zu ihr herüber und streichelte ihre Hand. "Warum hast du dich heute so rausgeputzt?"
Ein mildes Lächeln umspielte ihre Lippen – wissend und doch konnte ich nicht sagen, was sie im Schilde führte.
"Lass dich doch einfach überraschen, Erik."
Ihre Worte waren wie eine einzige Verführung. So leise, dass es keiner unserer Freunde mitbekam und nur für mich gedacht. Sie stützte ihren Ellenbogen auf die Tischplatte und fuhr durch meinen Dreitagebart. "Du musst schließlich nicht immer alles wissen."
Ich hielt ihre Hand. Die Haut brannte, schien beinahe schon zu glühen. Für einen Moment dachte ich in ihren wunderschönen blauen Augen lesen zu können. Ein Moment der Unsicherheit in ihrem Blick. Doch schon in der nächsten Sekunde fiel sie wieder in das Geheimnisvolle, eine Aura der Undurchdringlichkeit. Es war genau das, was ich immer schon an ihr geliebt hatte. Ein tiefer Seufzer entfuhr mir, als ich mich in den Sessel fallen ließ. Ich bestellte zwei weitere Cocktails und wandte mich dann wieder den Gesprächen zu.
Langsam füllte sich das Lokal. Abgesehen von den vollbesetzten Tischen, bewegte sich auf der kleinen Tanzfläche nun auch ein Pulk aus Menschen und wiegte sich in der Melodie der lauter werdenden Musik. Mein Blick schweifte über die aneinander geschmiegten Körper, die lasziven Bewegungen, die mit jedem Schluck Alkohol an Intensität zunahmen.
Dann schreckte ich zusammen und ich benötigte einen Herzschlag, um die Situation richtig einzuordnen. Susan hatte ihre schwarzen Schuhe abgestreift, massierte durch die Jeans die Innenfläche meiner Schenkel. Ihre Berührungen waren zärtlich, gleich einer Feder. Sie arbeitete sich Zentimeter für Zentimeter vor. Gleichzeitig unterhielt sie sich mit einer Freundin, als würde sie nichts mit dem zu tun haben.
Ich rutschte mit dem Stuhl nach vorne, sodass niemand im schummrigen Licht der Bar wahrnehmen konnte, welches Spiel gerade unter dem Tisch getrieben wurde. Nur für einen Wimpernschlag blickte sie zu mir, als würde eine Jägerin ihre Beute fixieren. Dann war sie wieder ins Gespräch vertieft. Ich stutzte innerlich und versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Dieses kleine Luder. Sie hatte nur auf diesen Augenblick gewartet – wenn die Bar vollbesetzt war und jeder schon einen gewissen Pegel erreicht hatte.
Und sie wusste, dass mich so etwas schrecklich anmachte. Noch ein kurzer Seitenblick von Susan, dann lehnte sie sich nach vorne und gab den Blick auf ihr tief ausgeschnittenes Dekolleté frei. In einer Bewegung drückte sie ihren Rücken durch, das Oberteil spannte und sie lachte leise auf. Ihr Busen wippte bei jeder Geste mit, sie war so grazil, so sexy, dass ich meine Augen nicht mehr von ihr nehmen konnte. Nun spürte auch ich die Enge in meiner Jeans. Gleichzeitig fuhr ihr Fuß weiter. Ich konnte gar nicht anders, als ihn zu fassen, über ihre frisch pedikürten Zehen zu streicheln. Das silberne Fußkettchen funkelte mir entgegen.
Als sie meine aufkommende Lust bemerkte, ging sie in die Vollen. Unmerklich rutschte sie ein Stück nach vorne, streichelte nun meinen Penis. Für einen Augenblick hielt ich ihren Fuß fest. Dieser Hauch von Kontrollverlust zauberte mir eine Gänsehaut auf den Rücken. Doch sie ließ nicht von mir ab. Immer fester wurden ihre massierenden Bewegungen, immer geschickter ihr Spiel.
Schnell stieg Hitze in mein Gesicht und ich nahm ein paar Schlucke, um sie herunterzukämpfen. Doch Susan machte einfach weiter, fuhr mit ihrer kleinen Tortur fort. Nun streichelte auch ihr zweiter Fuß die empfindliche Stelle. Mein Penis wollte sich nun vollends aufrichten, ich konnte beinahe spüren, wie mein Körper immer mehr Blut in ihn pumpte. Doch er lag unter dem engen Stoff der Jeans, welche nun soviel Druck auf mich ausübte, dass es beinahe zu schmerzen begann.
Ich atmete tief, konnte es bald schon nicht mehr aushalten. Noch einmal hielt ich ihre Füße fest, wollte, dass sie von mir abließ. Doch der Blick aus ihren stahlblauen Augen ließ keinen Widerstand zu. Als wäre es eine Bestrafung, fuhr sie mit der Innenseite ihrer Füße nur noch härter über meinen Schwanz. Innerlich stöhnte ich, mein Körper hatte nun vollends Feuer gefangen und sie goss mit jeder Bewegung Öl in die Flammen. Meine Lider begannen zu flackern, ich nahm die Menschen um mich herum kaum noch war.
Als gehörte es zu ihrem Spiel, vibrierte auch noch das Handy in meiner Hosentasche. Im selben Moment zog sie zurück, schlüpfte in ihre Schuhe und ging zur Toilette. Mein Blick folgte ihr und fixierte ihren wiegenden Po unter dem schwarzen Kleid, die nackten Beine, welche mit jedem Schritt an den Stoff spannten. Mit zittrigen Fingern las ich die SMS.
"Folge mir …"
Ich schien so in Trance zu sein, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, wie sie mir schrieb. Ich räusperte mich, versuchte händeringend wieder in diese Welt zu finden und die Erektion kleiner werden zu lassen. Susan war bereits in der Damentoilette verschwunden und es würde nicht mehr lange dauern, bis sie sich wieder auf ihren Platz mir gegenübersetzen würde und die Chance verstrichen war. Der Herzschlag in meiner Brust war noch einmal schneller geworden, das Blut rauschte in meinen Adern und meine Begierde schoss in ungeahnte Höhen. Ich musste diese Frau haben. Jetzt und hier.
Ungeachtet aller meiner Prinzipien stand ich auf, zupfte mein Shirt nach unten und ging hastig in Richtung der Toiletten.
Was ist, wenn mir jetzt wer entgegenkommt? Ungläubige Blicke? Vielleicht ein heller Schrei?
Dies alles war gleichgültig, mein Verstand war ausgeschaltet. Ich spürte, wie meine Zähne aufeinander mahlten, als ich die Tür öffnete. Glücklicherweise war niemand zugegen. Insgesamt sechs einzelne Kabinen präsentierten sich vor einer langen Beckenfront. Ich schritt jede Einzelne ab. Sie waren unbesetzt. Bis auf die Letzte. Zaghaft klopfte ich an der Tür. "Susi?"
Anstatt einer Antwort wurde mir geöffnet. Dort stand sie, nur mit Slip und BH gekleidet. Ihre Haare waren gelöst, hingen golden vor ihrer Brust und ihr Blick brannte sich in mich hinein.
Ohne zu zögern, griff sie meinen Nacken und zog mich zu sich. Mit geschickten Bewegungen öffnete sie meine Hose und streifte sie herab. Bevor ich überhaupt etwas entgegnen konnte, hatte sie meinen Penis mit ihren Lippen umschlossen.
Die ersten Bewegungen waren zärtlich, nahmen jedoch mit jedem Mal an Intensität zu. Bald schon musste ich mich an der Wand abstützen. Sie hatte mich so heiß gemacht, dass jegliches Denken jetzt unmöglich war. Lustvoll blickte sie mich an, fuhr mit der Zungenspitze über das dünne Bändchen, drückte sie in den Schaft und ließ die Finger gleichzeitig durch die feinen Rillen gleiten. Mit der anderen Hand massierte sie meine Hoden.
Mehrmals wiederholte sie diese Zärtlichkeit, bis sie schließlich langsamer wurde, als würde sie auf etwas warten. Ihr Blick war das reinste Verlangen, als sie wieder an der Spitze meines Schwanzes saugte, ihre Zunge über die reizbarsten Stellen glitt. Es war zu wenig, um zu kommen, doch genau richtig, um mich ständig kurz vor der Explosion zu halten.
Dann erkannte ich, worauf sie gewartet hatte. Mit einem dumpfen Schlag wurde die Tür zur Toilette geöffnet und zwei Frauen betraten den Raum. Ins Gespräch vertieft legten sie ihre Handtaschen auf die Beckenreihe und legten ihr Make-up nach. Genau darauf hatte Susan gewartet. Mit einem diabolischen Grinsen umschloss sie meinen Schwanz nun vollends. Lautlos ließ sie ihn tief in sich gleiten, zog ihn dann wieder heraus, um ihm mit der Hand fest zu umschließen. Wieder und wieder strich sie dabei um die Spitze meiner Eichel, drückte ihre Zunge an den Schaft, umschloss ihn dann wieder.
Ich presste die Lippen aufeinander. Der Raum um mich herum begann sich zu drehen. Keinen Laut durfte ich von mir geben und sie wusste das. Sie streichelte und leckte nun nur noch die gereizte Eichel. Wellen der Lust erfassten mich, das Schwindelgefühl zog meinen gesamten Körper hoch. Ich wollte sie wegdrücken, doch sie umfasste mein Handgelenk und ließ meinen Penis nun so tief in ihrem Mund gleiten, dass ich alle mir verbliebene Willenkraft aufwenden musste, um nicht laut zu stöhnen.
Ich konnte nicht mehr, war am Ende meiner Kräfte. Das Sperma spürte ich bereits in meinem Schwanz drücken, doch sie machte einfach weiter mit ihrer Folter, umfasste mit der einen Hand meinen Schwanz und fuhr mit den Fingerspitzen über den empfindlichen Schaft. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis die Frauen das Bad endlich verließen. Erst, als die Tür ins Schloss fiel, hielt Susan inne und blitze mich mit feurigem Blick an. Ohne dass sie mich ein weiteres Mal berühren musste, ergoss ich mich.
Außer Atem, lehnte ich mich gegen die Wand und versuchte wieder in das Hier und Jetzt zu finden. Sie lehnte ihre brennende Wange an die Meine, streichelte meinen Hals.
"Hat es dir gefallen?", hauchte sie mir ins Ohr.
"Das war so gemein." Nur langsam lichtete sich der Schleier aus Wollust und der Ekstase des Orgasmus. "Na warte, das kriegst du irgendwann noch mal zurück."
Mit den letzten Zuckungen ließ sie ihre Hand über meinen Penis gleiten, streichelte sich schließlich meine Brust hoch und fand den Weg in meine Haare.
"Geh lieber wieder raus, sonst denken unsere Freunde noch etwas Unanständiges."Ich nickte und obwohl meine Beine das Gewicht meines Körpers nicht mehr tragen wollten, verließ ich die Damentoilette und ging eine Tür weiter. Erschöpft lehnte ich mich auf das Becken und blickte in den Spiegel. Die Hitze ballte sich in meinen Kopf, sodass ich mit einem Schwall kaltes Wasser meine Haut kühlen musste.
Das bekommt sie zurück. Ganz bestimmt sogar.
Alle Informationen zu "Schmerzhafte Verführungen"
Schmerzhafte Verführungen
Fesselnde Short Stories
Autorin: Sarina Tyler
Taschenbuch, 100 Seiten
Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN 978-3-8423-6770-8
Cover © fotalia.de






