Für Karin Stein, die in unserem JOYclub als Lightwitch unterwegs ist, erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten erotischen Romans ein lang gehegter Wunsch. In dem Roman dreht sich alles um Julia, Single und beständig auf der Suche nach dem Traummann. Die Anmeldung bei einer erotischen Single-Börse soll Abhilfe schaffen und gipfelt in einer Vielzahl virtueller, sexuell höchst aufgeladener Begegnungen, die Karin Stein in äußerst saftige Worte kleidet.
Die Autorin von "Pur Magenta"
Karin Stein erblickte das Licht der Welt im Februar 1965. Heute lebt sie in München und im Unterallgäu, mit dem sie sich eng verbunden fühlt. Dort entstand auch die Idee zu ihrem Roman "Pur Magenta".
Neben ihrem Job, den sie seit fast 20 Jahren in leitender Position ausübt, ist das Schreiben ihre neueste Leidenschaft, welche sie wieder zur Ruhe kommen lässt und auf andere Gedanken bringt. Alles begann im Übrigen mit dem Schreiben von erotischen Geschichten, in denen sie ihrer Fantasie freien Lauf ließ.
Als allein erziehende Mutter von einer mittlerweile volljährigen Tochter hat sie gelernt, mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen und sich bestens zu organisieren, um das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu meistern. Sie quält sich nicht in Fitnessstudios, fährt aber sehr gerne schnelle Autos - das macht ihr richtigen Spaß. Wir baten die Autorin zu einem kleinen Interview.
Karin Stein im Interview: "Geht offen mit Sex & Erotik um!"
Du bist fester Bestandteil unserer Community. Was hat dich zu uns verschlagen? Hat dich der JOYclub bei deinem Schreiben inspiriert?
Ich kam auf den JOYclub durch eine Freundin. Sie erzählte mir davon und ich wurde neugierig, so wie das ja bei den meisten Menschen ist. Ich war begeistert, was ich hier erleben durfte und bis heute noch darf. Es hat sich bis heute nichts daran geändert, dass sich tatsächlich alles um stilvolle Erotik dreht. Und ja, der JOYclub hat mich zum Schreiben animiert, weil ich mir dachte, dass die hier erlebten virtuellen Begegnungen einfach festgehalten werden müssen.
Wie kamst du zum Schreiben?
Zum Schreiben kam ich dann ganz schnell. Der Auslöser war ein sehr netter Mailaustausch mit einem Mann, mit dem ich eine ganz besondere Begegnung hatte. Das dabei erfolgte innige Schreiben und was er und ich dabei fühlten und spürten, war so, als ob es in diesem Moment real passieren würde. Es war sensationell, wie tief diese Lust zu spüren war. Der Körper bebte, die feinen Härchen stellten sich auf … ich war begeistert, was Worte auslösen konnten.
Zu meiner Freude hält dieser Kontakt bis heute an und wir tauchen immer wieder aufs Neue in diese besondere Welt der Lust und Leidenschaft ein und genießen den Zustand, den wir da erleben dürfen.
Wieso hast du dich für die erotische Literatur als Betätigungsfeld entschieden?
Jeder hat Sex in den verschiedensten Variationen, mit den unterschiedlichsten Neigungen, Fetischen und Vorlieben. Ich habe schnell für mich festgestellt, dass es zwar jeder macht, aber die wenigsten offen damit umgehen oder gar darüber reden. Wenn, dann alles nur hinter vorgehaltener Hand. Und das in der heutigen Zeit. Sex und Erotik sind Themen, mit denen man durchaus offen umgehen sollte. Ich wollte dazu meinen Beitrag leisten und deshalb habe ich mich für das Schreiben erotischer Storys entschieden.
Wie viel von dir findet man in dem Buch wieder?
Nun, das wird mein Geheimnis bleiben. Freunde von mir sagen, dass ich mich als ein Charakter in die Geschichte eingebracht hätte. Die äußerliche Hülle sei ich, aber nicht der Rest. Doch ob das stimmt, bleibt ebenfalls mein Geheimnis. Eine Geschichte aus dem Buch ist meiner Freundin vor vielen Jahren passiert. Das ein oder andere Ereignis ist auch in meinem Leben vorgekommen, aber ich genieße und schweige …
Arbeitest du an einer neuen Geschichte?
Mein Buch "Pur Magenta" ist seit März 2011 im Handel und ich bin stolz darauf, dass ich mich für eine Veröffentlichung entschieden habe. Die positiven Erfahrungen aus der "Pur Magenta" Veröffentlichung haben mich motiviert, ein zweites Buch zu verfassen, das etwas anders ist als das erste. Es wird aus real erlebten Geschichten bestehen, die virtuellen Begegnungen a la "Pur Magenta" werden allerdings nicht gänzlich ausgeklammert.
Warum sollten die JOY Club Leser dein Buch lesen?
"Pur Magenta" kann die perfekte Anleitung für das Kopfkino sein. Antreibend und sehr erregend und damit ein schönes Muss für das Nachttischchen am Bett. Genialer und ultimativer Sex fängt im Kopf an und hört beim Orgasmus längst nicht auf. Dieses Vergnügen möchte ich mit meinen Mitmenschen teilen. Zudem kann man sich sehr schnell in die Geschichten einfinden. Ich wünsche allen Lesern viel Vergnügen, wenn sie in meinem Buch schmökern.
Wilde Abenteuer in einer Sexcommunity
Julia Hepmann ist eine attraktive junge Frau, die mit reichlich Selbstbewusstsein ausgestattet ist. Sie lebt seit neustem in einem Single-Dasein und beschließt, sich bei einer erotischen Single-Börse anzumelden. Ihre Busenfreundin Isabel, die gegen Julia wie ein Mauerblümchen wirkt, soll für das Online-Profil von "pur magenta" ein paar vorteilhafte Fotos machen. Aber Julia entschließt sich, dies dann doch selbst zu tun. Um das Profil zu vervollständigen, gibt sie ihre erotischen Vorlieben und Interessen online an.
Nach kurzer Zeit bekommt sie die ersten Mails von "Bewerbern", parallel stöbert sie in den anderen Profilen der Männer herum. Anhand deren Beschreibungen und Fotos bekommt sie lustvolle Gedanken. Sogar eine Frau macht Julia an, und sie schicken sich ein paar sehr prickelnde Mails, denen sie nicht widerstehen kann. Sie lässt sich auf eine sexuelle Begegnung ein, welche noch tagelang in Julia nachklingt.
Sie lernt dort ebenfalls einen Mann kennen, der eine dominante Frau sucht, um ihr Lustsklave zu sein. Nach mehreren Begegnungen online mit ihrem Sklaven beschließt sie jedoch, dies zu beenden, denn sie fühlt sich in der Rolle der Regisseurin unwohl. Regieanweisungen sind nicht ihr Ding, sie will nicht nur dominant sein. Es kommt dabei zu Rollenspielen, bei denen Julia eine ahnungslose Touristin spielt, die sich mit einem rassigen Südländer einlässt. In perfekter Kulisse gibt sie lustvoll ihren Wünschen nach. Ihre sexuellen Eskapaden verursachen eine regelrechte Sucht in ihr, nach Dienstende kann sie es kaum abwarten, ihren PC zu starten und tiefer in ihre erotischen Fantasien einzutauchen.
Wir baten unser Mitglied fantasy_8281 um eine Kritik zum Buch. Ihre Eindrücke teilt sie uns fortfolgend mit.
"Pur Magenta" in der JOYclub Kritik
Die Autorin Karin Stein hat in ihrem Buch über eine Frau geschrieben, die sich kurz nach dem Ende einer Beziehung auf einer Internetplattform als Single registriert hat. Sie wohnt alleine, hat mehrere Freundinnen (eine davon mit nicht alltäglichen Beziehungsproblemen) und steht mit beiden Beinen fest im Berufsleben.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Eitelkeiten, was ihr Profilfoto angeht, begibt sich die junge Julia Hepmann auf eine virtuelle Reise ins World-Wide-Web. Sie lernt die verschiedensten Formen der Internet-Liebhaber kennen: Von einer einzelnen Frau über ein Paar in fester Beziehung bis zu einem Sklaven, der ständig auf Anweisungen wartet, ist alles dabei, sogar ein Mann, der auf Sex mit Spielzeug steht.
Ihr bleibt nicht einmal ein Mann mit Erektionsschwierigkeiten oder ein virtueller Stalker erspart, den sie sogar zuvor in einem Wellnessbad kennen gelernt hat. Die Erotikplattform entwickelt sich für Julia zu einer Sucht, die ihre Fantasie dominiert. Dennoch lernt sie mehr über ihre eigenen Vorlieben und verliert sich in ihrer eigenen Welt.
Ich kann mir vorstellen, dass es vielen Frauen und Männern so geht wie Julia. Immer auf der Suche nach neuen Bekanntschaften plus der Hoffnung auf die große Liebe. Und dafür Tag für Tag den Computer oder den Laptop erneut hochfahren. Viele internetaffine Leserinnen und Leser werden sich in diesem Buch mit Sicherheit wieder erkennen.
Die Geschichte von "Pur Magenta" und die Idee dahinter begeistern
Die Geschichte ist anfangs recht interessant geschrieben und von der Idee her super. Ich habe das Buch mit Freude angefangen zu lesen. Allerdings kommen beim Lesen dieses Buches unheimlich viele Fragen auf, die leider nicht einmal am Ende aufgeklärt werden. Auch verlaufen die geschilderten Tage der Story fast immer nach dem gleichen Schema, was die Spannung merklich sinken lässt.
Die einzelnen Erlebnisse, die Karin Stein hier schildert, lesen sich, als wenn mehrere Kurzgeschichten in einem Buch zusammengefasst werden sollten. Teilweise ist es auch nicht nachvollziehbar, woher Hauptfigur Julia so viele Details über ihre Internetbekanntschaften bekommt.
Ebenso hätte ich mir für Julia und ihre Freundin ein anderes Ende in Hinsicht auf ihre Probleme gewünscht. Alles in allem ist "Pur Magenta" aber eine schöne Geschichte für Leser, die keinen Bestseller erwarten.
- 1. Teil: Pur Magenta
- 2. Teil: Lest in ein virtuelles Sexabenteuer aus "Pur Magenta" hinein






