Heather Sweet, von Natur aus blond und sommersprossig, hat sich in ihr eigenes Schönheitsideal verwandelt und begeistert als Dita Von Teese die Fans des stilvollen Striptease und Fetischanhänger weltweit. Makellose weiße Haut, Lippen in sattem Rot und perfekt onduliertes, rabenschwarzes Haar – Die Presse feiert Dita Von Teese als »Queen of Burlesque« (in), die »große Schwester von Schneewittchen oder die kleine von Scarlett O’Hara« (Elle) und als »die berühmteste Stripteasetänzerin der Welt« (Woman).
- Inhaltsverzeichnis
- Dita von Teese
- Der Bildband
- Fazit
- Details zum Buch
- Kommentare
Dita von Teese
»Ich lebe Glamour. Jeden Tag. Jede Minute. Glamour. Wenn ich friere, schmiege ich mich in eine Pelzstola. Ich trage Nahtstrümpfe. Ich wickle mich sogar in einen Kaschmirmorgenrock ein, wenn ich einen Winterabend zu Hause verbringe. Ich sage nur: Glamour über alles.«
Dita Von Teese wurde am 28. September 1972 als Heather Renée Sweet in Rochester, Michigan geboren. Schon früh war sie fasziniert von den Filmdiven und Pin-Up-Girls der 40er und 50er Jahre, von Betty Page, Rita Hayworth oder Jane Mansfield.
Als Teenager jobbte sie in einem Geschäft für Damenunterwäsche und entwickelte eine Vorliebe für luxuriöse Dessous, Korsetts und Seidenstrümpfe. Sie wurde Kostümbildnerin und beschäftigte sich am College mit historischen Kleidungsstilen. Mit 19 begann sie, in einem Stripclub zu arbeiten. Von Beginn an hob sich ihre Show von denen der anderen Mädchen ab; die edle Kleidung mit den ausgesuchten Accessoires und die Ballettelemente in ihrem Tanz brachten »the tease back in Striptease«.
1992 ging ihre Website online, heute präsentiert sie dort über 10.000 erstklassige Fotografien. Drei Mal wurde Dita Von Teese bereits für den Playboy fotografiert, auch in allen renommierten Style-Magazinen wie Elle, Vogue oder Vanity Fair war sie zu sehen. Ihr Auftritt, bei dem sie sich wie eine Nixe in einem überlebensgroßen Martiniglas räkelt, ist legendär.
Sie modelt für Yves Saint Laurent, Gaultier und Moschino, wird von den berühmtesten Fotografen gebucht und lässt sich die Shootings gerne mit maßgeschneiderten Korsetts bezahlen. Über 400 besitzt Dita von Teese bereits und gesteht: »Ich hätte jederzeit lieber so ein Korsett als eine Diamantkette.«
Im Dezember 2005 heiratete sie den Musiker Marilyn Manson im irischen Schloss ihres Freundes Gottfried Helnwein. Im Januar 2007 reichte sie die Scheidung ein.
Der Bildband
»Nur durch die Optimierung der Kostümierung lenken Burlesque und Fetisch die Gedanken des Publikums näher und näher zum Sex und entreißen ihm dann diese Möglichkeit – wie man das als gute Verführerin eben tut«, so Dita Von Teese.
In dem Bildband, der als Wendebuch gelesen werden kann, zeigt die atemberaubende Künstlerin beide erotische Spielarten. Ob als prachtvoll kostümierte Burlesque-Tänzerin oder als Fetisch-Model, Dita Von Teese versteht es, den Betrachter in die Welt der niveauvollen Verführung zu ziehen. Über 200 farbenprächtige und äußerst erotische Abbildungen dokumentieren ihren unverwechselbaren Stil.
In "Die Kunst des Burlesque" inszeniert sich Dita Von Teese in luxuriösen Dessous, mit Opernhandschuhen und Netzstrumpfhosen mal frivol, mal kühl distanziert im Burlesque-Stil. Neben den erotischen Fotografien verrät Dita Von Teese ihre persönlichen Verführungstricks (»Lassen Sie einen Ihrer Stöckelschuhe von einem Fuß baumeln!«) oder präsentiert Bill Minskys »Goldene Regeln für die professionelle Stripperin«. Unterhaltsam berichtet sie vom burlesken Striptease der 20er bis 50er Jahre, schwärmt von ihren Ikonen Gypsy Rose Lee und Betty Grable und berichtet von ihrem eigenen Aufstieg zur bekanntesten Striptease-Tänzerin der Welt. Sie erzählt Anekdoten aus ihrer Kindheit und gesteht, dass ihr Künstlername auf einem Tippfehler basiert.
In »Die Kunst des Fetisch« beschwört Dita Von Teese die Macht bestimmter Kleidungsstücke und Accessoires.
Sie schlüpft in verschiedene Rollen, gibt die Jungfrau in Nöten oder die dominante Herrscherin in High-Heels, Lack und Leder.
Sie erklärt dem Betrachter die Anatomie einer Nahtstrumpfhose, erzählt von amüsanten Begegnungen mit Fetischisten oder die Geschichte ihres liebsten Kleidungsstückes, dem Korsett.
Fazit
»Die Kunst der Burlesque – Die Kunst des Fetisch« ist eine farbenprächtige Selbstinszenierung einer betörend schönen Frau. Äußerst stilvoll, sexy und doch züchtig und für "jedermann" geeignet. Durch die Vielfalt ihrer Kostüme und Rollen, in die sie schlüpft, wird man nicht müde, den Bildband immer wieder anzusehen.
Ein durchaus empfehlenswerter Bilderreigen des gehobenen Geschmacks.
Details zum Buch
Übersetzt von Madeleine Lampe
272 Seiten
ca. 200 Schwarzweiß- und Farbabbildungen
Format 24 cm x 30 cm
fest gebunden, durchgehend illustriert
39,90 EUR (D), 69,00 sFr
ISBN 978-3-89602-752-8
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2007











