27.07.2011

Aurelia - Nymphe der Lust

Erotische Gelüste und Abenteuer zu Zeiten des Rokoko

Dieser erotische Roman handelt von Aurelia, einem jungen Mädchen, das Malerin werden will. Ihr Vater bezahlt ihr daraufhin eine Ausbildung bei dem berühmten Hofmaler Romero, der sie die Kunst der Malerei lehrt. Doch mehr noch lernt sie im Haushalt des Malers wirklich zu leben und beginnt das Leben in vollen Zügen zu genießen. Und aus dem schüchternen Mädchen wird eine ungezügelt lustvolle Frau. Diese Geschichte aus der Epoche des Rokoko hat unser Mitglied vieby für euch ausgiebig quer gelesen.

Darum geht es in Aurelia

Aurelia - Nymphe der Lust

1742, Siena, eine Stadt im Zentrum der Toskana. Ein junges, unerfahrenes Mädchen, Aurelia, erhält das große Privileg - für das ihr Vater sehr viel Geld bezahlt hat - bei dem großen Maler Andrea Romero in die Lehre zu gehen, um eine Malermeisterin zu werden. Romero, der der Malermeister am Hofe des Conte Leon De Bernini ist, erkennt ungewöhnliches Talent in ihr.

Doch es wird ein sehr langer Weg vor ihr liegen, denn solange sie nicht begreift, dass Kunst durch das Leben kommt, wird sie sich nicht weiterentwickeln können. Was sie bis dato im Leben alles verpasst hat, merkt sie dann in der kommenden Zeit.

Sie zieht bei Romero ein und lernt Marco kennen. Der junge Mann, der in etwa ihr Alter hat, ist der Diener des Meisters und wird ihr Model und Weggefährte werden. Dann gibt es da noch Francesca, die ihr als Romeros Cousine vorgestellt wird, was sich allerdings mit der Zeit als Lüge herausstellt, ist sie in Wirklichkeit doch die langjährige Mätresse von Andrea.

Aurelia, die sich jetzt in einer anderen Welt befindet, entdeckt nun nach und nach, worum es bei der Kunst geht: um Sex. Um pure Leidenschaft zum anderen und auch eigenen Geschlecht. Noch nie zuvor erlebte Gefühle und Empfindungen regen ihre Fantasie und Gelüste an. Gelüste - hervorgerufen durch den Meister, Marco und auch Francesca - die sie nicht beschreiben kann, die aber befriedigt werden möchten.

Sie stürzt in ein Wechselbad der Gefühle, das irgendwann auch ihren Meister erfasst. Denn der nach außen hin scheinbar nur in die Kunst verliebte Herr im mittleren Alter merkt immer mehr, wie sehr auch er sich zu seiner Schülerin hingezogen fühlt. Sie ist seine Nymphe. Er möchte sie besitzen, doch aufgrund einer verletzenden Erfahrung aus vergangener Zeit ist es ihm nicht möglich, seine Kunst dafür zu opfern.

Francesca, die erst Aurelias Nebenbuhlerin war, wird mehr und mehr zur Freundin und weist sie allmählich in die Kunst der Verführung ein. Auch Marco trägt seinen Teil dazu bei, dass aus dem kleinen naiven Ding langsam eine selbstbewusste Frau wird.

Immer wieder wird Aurelia mit Sex, Lust und Begierde konfrontiert. Sei es auf Empfängen in Meister Romeros Haus, beim heimlichen Beobachten wilder Liebesspiele an den verschiedensten Orten oder die Vorstellung, von Andrea Romero genommen zu werden.

Fortlaufend gibt es Momente der Ekstase und Enttäuschung. Die Gefühle zu ihrem Meister lassen sie nicht mehr klar denken und als der Conte Leon De Bernini selbst ins Spiel kommt und um die Aufmerksamkeit der Nymphe buhlt, ist es ganz um sie geschehen. Als Objekt der Begierde zwischen zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Andrea, streng, hitzköpfig, ihr Meister und ein Gott der Malerei. Leon, reich, intelligent, feinsinnig, kunstliebend und gutaussehend.

Hin- und hergerissen wird ihr klar, was sie wirklich will und sie trifft einen Entschluss... Ihre Reise beginnt.

Leider kaum knisternde Erotik oder Spannung

Als das Buch mit der Post kam, war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde. Der Prolog klang viel versprechend und die einzelnen Charaktere wirkten anfangs sehr authentisch. Dann hatte ich allerdings das Gefühl, ich würde zwischen den Jahrhunderten hin- und herspringen.

Zeitgemäß würde ich die Dialoge der Figuren eher ins 20ste oder 21ste Jahrhundert einordnen, was mit der dargestellten Handlung nicht einhergehen wollte. Zudem passt hier geschichtlich einiges nicht zusammen. Zu der Zeit, zu der der Erotikroman handelt, waren Frauen zwar anerkannt wegen ihrer Schönheit, allerdings durften sie keine eigene Meinung haben, wurden nicht als gleichwertig betrachtet und durften schon gar nicht arbeiten. Aurelia dagegen darf all das …

Die erotischen Abschnitte waren recht freizügig und detailliert beschrieben, wirkten teilweise aber etwas plump. Auch hier muss ich bemängeln, dass die Wortwahl unrealistisch ist für diese Zeit. Die geschilderten sexuellen Erlebnisse klingen für mich sehr frühreif. Die Spannung bleibt da auch etwas auf der Strecke, da es eigentlich immer derselbe Ablauf ist, nur mit anderen Personen. Unter knisternder Erotik verstehe ich etwas anderes.

Ich würde mir wünschen, dass der Folgeroman, der durch das offene Ende irgendwie angekündigt wird, etwas zeitgemäßer ausfällt. Von dem vorliegenden Buch war ich enttäuscht. Man kann nicht wirklich eine Verbindung zu den Charakteren finden, um mit ihnen zu fühlen und zu leiden, geschweige denn erotische Fantasien an sie zu knüpfen.

Lest in den Erotikroman hinein

Ich stürme zum Wasserbecken. Marco liegt auf dem Rücken und lässt sich auf dem Wasser treiben. »Was ist denn mit dir passiert?« Er schaut mich erstaunt an. Ich antworte nicht, versuche nur, die Tränen zurückzuhalten. Marco zieht mich sanft an sich. Stockend erzähle ich ihm vom Meister Romero. Marco ist überrascht. »Normalerweise würde er einen guten Stich niemals sausen lassen.«
»Ach, ein guter Stich bin ich, ja?!« Ich boxe nach Marcos Schulter.
Er hält meine Handgelenke fest. »Ich mache dir ein Angebot.«
»Mich vögeln?«
Marco lacht. »Ich bin doch nicht lebensmüde! Mit der Zunge oder mit der Hand. Den ersten Stich überlasse ich aber lieber dem Meister, sonst bin ich ein toter Mann.«

Ich zögere. »Und was willst du dafür?«
»Dass du es mir auch machst! Nun guck doch nicht so. So schlimm ist es nicht.«
Ich sehe ihn mir genau an. Er ist ein hübscher Kerl und ich fühlte mich bisher schon immer von ihm angezogen. Seine Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen. »Mir ist es mit dem Mund am liebsten, aber du kannst du auch deine Hand nehmen.«
»Ich … hab das noch nie gemacht.«
»Lehn dich zurück, leg den Kopf auf den Beckenrand.«
Ich tue es und halte mich am Rand fest. Marco hebt meinen Po an, legt sich meine Beine auf die Schultern und schiebt sich an meine Venus heran. Mein Herz hämmert und meine Säfte laufen zusammen. Zu wissen, dass dieser junge Kerl gleich seine Zunge in mein Intimstes tauchen wird, macht mich verlegen und verlangend. Er legt die Hände so unter meinen Po, dass meine heiße, verlangende Spalte jetzt genau vor seinem Mund liegt. Ich atme flach.

Er blickt mich durch meine Beine hindurch an und lächelt. »Hey, es wird dir gefallen, nur keine Scheu.« Er beugt sich ein Stückchen hinunter und kreist vorsichtig mit seiner Zunge um meine Perle. Ich stöhne auf. »Oh …«
Marco lässt sich nicht beirren. Je mehr er mit seiner Zunge um meine Perle kreist, desto härter wird sie. Und es dauert nicht lange, bis sie pulsiert. Plötzlich spüre ich seine Finger an meiner Möse. Mein Atem geht stoßweise. Was hat er vor? Geschickt und ganz langsam lässt er zwei von ihnen hineingleiten. Ich stöhne laut auf und die Hitze schießt mir ins Gesicht.

»Oh Gott, was tust du?!«
»Ich ficke dich.«

Dieser Satz lässt noch mal eine Woge durch meinen Körper rauschen. Ganz schlicht, ohne sein Tun zu unterbrechen, fügt Marco hinzu: »Ich mache nur das, was der Meister hätte tun sollen.« Meine Venus umklammert pulsierend seine Finger, die er langsam rein und raus fährt, immer wieder, dauerhaft und gleichmäßig. Die Wellen der Lust schütteln meinen Körper. Mein Atem ist nur noch ein Keuchen.

»Du bist eine überreife Frucht.« Marcos Stimme ist rau vor Erregung. »Schade, dass ich dich nicht pflücken darf.«
»Tu es trotzdem, bitte …«, jammere ich.
Marco schließt die Augen. »Das darf ich nicht. Wenn der Meister …«
»Ist mir egal, tu es einfach, bitte, bitte…« Ich keuche, bin wie von Sinnen. Mein Unterleib wirft sich Marco entgegen. Ich sehe, wie auch sein Atem unregelmäßig geht. Kurz zögert er, dann beugt er sich wieder zu meiner Perle hinunter und saugt sie in den Mund. Zeitgleich stößt er seine Finger in meine Venus, schneller und schneller. Sein Saugen wird fast unerträglich. Ich winde mich und stöhne unter seinem Mund und seinen Fingern. Die Welle der Lust, die meinen Körper erfasst hat, spült mich mit sich fort. Ich kralle mich an den Rand des Brunnens und mein Körper bäumt sich auf. Laut schreie ich meinen Höhepunkt hinaus und spüre das nicht mehr enden wollende Zucken meines Körpers. Schließlich sacke ich schwer atmend in mich zusammen.

Details zu Aurelia - Nymphe der Lust

Aurelia - Nymphe der Lust
Erotischer Roman
von Maria Bertani
Verlag: blue panther books; Auflage: 1., verb. Aufl. (16. August 2010)
Einband: Taschenbuch
Seiten: 192
Sprache: Deutsch
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2 cm
ISBN-13: 978-3862770274

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Kommentare

Ingwer: eine kleine Philosophie

Wenn ich auf Ingwer beiße, seine Schärfe auf der Zunge spüre, sein Aroma schmecke, seine Wärme sich im Bauch entfaltet, ist es mir, als ob zwei Dinge zusammenfinden würden, die einfach zusammenpassen; wie zwei Teile einer Schatzkarte: ich und Ingwer –
Die Wärme im Bauch ist meine Wärme – ist jene Wärme, die ich fühle, wenn plötzlich eine Erinnerung an eines meiner Kinder auftaucht:
Oft unerwartet, während ich Auto fahre, höre ich das Lachen einer meiner Söhne, das aufbricht, ausbricht, hervorbricht, sich meckernd ausbreitet, dass die Kulisse zittert – die Welt wackelt und sich neu zusammensetzt;
es ist die Wärme, die ich fühle, wann immer ich einen Menschen betrachte – nur betrachte;
es ist die Wärme, die mich unweigerlich lächeln lässt.

Natürlich müsste ich nun irgendeine ErInnerung von jedem meiner Kinder einfügen – der Gerechtigkeit halber oder, um den Schein zu wahren, dass eine Mutter ALLE ihre Kinder IMMER gleich liebt.
Das tue ich nicht –
Ich liebe meine Kinder zu jeweils anderen Zeiten in unterschiedlicher Intensität und Qualität; manchmal in ihrer Gegen-wart, manchmal in meiner ErInnerung, manchmal verschließ ich mich vor ihnen und liebe sie später – plötzlich - mitten auf der Landstraße, während die Lärchen im goldenen Feuer gen Himmel lodern und das dunkle Grün von Tannen und Fichten dazwischen den Flächenbrand im Herzen beruhigt.

Noch überrascht mich die Liebe wie aus heiter`m Himmel:
Sie kommt mit einem Klang, einer Farbe, einem Geruch, einem Geschmack:

wenn meine Hände über das mit Seifenlauge gesättigte Schafwollfließ streichen, wieder und wieder, der Duft von Seife und Schafwolle sich vermengt mit dem Geruch von Holz, wenn Farben und Formen sich zu einem Bild verfilzen;
wenn die sinnliche Wahrnehmung eindringt, sickert, ankommt und echot in der Stille; Antwort findet oder Entsprechung, wenn sie sich anschmiegt ans passende Puzzleteil, das bis zu diesem Augenblick frei schwebte in mir.

So kann ich jederzeit, irgendetwas, irgendwen lieben, bis ich beginne darüber nachzudenken -

Wenn ich Yng-oder-wer bin, ist das nicht sonderlich von Bedeutung, dann zählt nur das Jetzt, und Jetzt ist alles richtig;
wenn ich Yng-wer bin, darf mir die Welt und Du mit ihr ein Geheimnis bleiben;
darf die Vergangenheit ein Irrtum sein und die Zukunft ein Rätsel;
lösen sich die logischen Schlüsse in Luft auf, werden zu Luftschlüssen, Luftschlössern, deren Haltbarkeit fragwürdig ist wie der Sinn des Lebens, an den zu klammern keinen Sinn macht.

Die Überheblichkeit ist mir zur Last geworden, dass ausgerechnet mein Leben, mein Dasein und Sosein unter all den Milliarden von Leben und Formen einen Sinn machen sollte:
Die unzähligen Fasern eines Wollfließ`s zusammen mit den unzähligen Fasern eines anderen Wollfließ`s in anderer Farbe verfilzen zu einem Bild unter anderen unzähligen Bildern.

Thats it – ich liebe das Kichern von Janis Choplin, mit dem sie diesen kurzen Satz begleitet am Ende des Liedes „mercedes benz“ –
Sobald man die Sinnlosigkeit erträgt, ist das Leben ein leichtes – thats it!

eingerollt wie eine katze in einer pfütze müden sonnenlichts umgeben vom glanz eines winters, in dem ein frühling wartet mit seiner feuchten erde, in die ich tulpenzwiebeln vergraben werde, in dem der sommer lauert mit seinem geruch nach harzen, der herbst, der die blätter auf den weg wirft und nach pilzen riecht… –
Wenn die geneigte Leserin...

schon durch so unerotische Grammatikfehler wie "... der ihr die Kunst der Malerei lehrt" abgeschreckt wird - wer soll das Buch dann noch lesen?
Gruß von der des Deutschen mächtigen
Iris

Also allein die Leseprobe ist ja fürchterlich... Die Sprache passt überhaupt nicht zum Zeitgeschehen.. "Hey..." Und wer das Wort "Möse" in einem Erotikroman benutzt hat von Erotik nicht viel verstanden.

Der Verlgeich mit den Frankfurter Mülltonnen war da sehr passend.
Sehr toll geschrieben

Ich habe das Buch Zuhause und habe es gelesen, sehr spannend und toll geschrieben, ich kann es nur empfehlen:-)

Viel Spaß beim Lesen
Das Lesetestergebnis

Hallo liebe Leseratten,

wie versprochen, hier das Ergebnis des Usertests des Buches Aurelia. Unsere http://www.joyclub.de/my/1712852.vieby.html (User gelöscht) fand das Buch leider wenig prickelnd ...

Aurelia - Nymphe der Lust

In diesem Sinne:
freeman

Versuch macht also klug? Na dann wollen wir es mal versuchen und http://www.joyclub.de/my/1712852.vieby.html (User gelöscht) auf das hier vorgestellte Buch loslassen.

In diesem Sinne:
freeman
Erotische Literatur?

Allein der kurze Auszug aus dem Buch verdarb mir die Lust darauf es lesen zu wollen. Nicht, weil ich erotische Bücher nicht mag, - obwohl es wenige erotische Bücher gibt, die ich tatsächlich erotisch finde - sondern weil die Sprache einfach nicht passt. So etwas nervt! Da schreibt ein Autor eine Geschichte im Historiengewand und die Protagonisten reden, als würden sie in Frankfurt um eine brennende Mülltone herumstehen!
Nee! Sowas macht keinen Spaß!

ich kann meinem Vor-poster nur zustimmen. Zum Testlesen läd dieser Auszug, finde ich, nicht ein. Auch die verwendete Sprache trägt bei mir nur zu Belustigung bei. Sorry, kein Test an dem ich teilnehmen möchte.
Aber es finden sich bestimmt noch "willige" Tester *gg*
Hübsche kleine Überflüssigkeit...

Der kurze Auszug lädt zum Weglegen der Papierschwendung ein. Weder ist es sprachlich gewandt , noch hat man hier einen ideenreichen Anleser vor der Nase.

Banalität wie es sie haufenweise in den hinteren Regalen gibt.
lustvolles und kritisches Lesevergnügen

nach den Paar Zeilen, kann ich "mary" nur beipflichten. Die Dialoge scheinen in keinsterweise historisch zu sein und ob denn nun der geschichtliche Hintergrund paßt oder nur billige Tapete ist, würde ich schon gerne herausfinden wollen. Die Beschreibung der erotischen Szenen macht aber Lust auf mehr. Also bin ich gerne kritischer Testleser. Meinen Beitrag kann ich dann schon in der erwarteten Zeit erbringen, falls ich nicht vor unbändiger Lust davon abgehalten werde.
LG
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