Dieser erotische Roman handelt von Aurelia, einem jungen Mädchen, das Malerin werden will. Ihr Vater bezahlt ihr daraufhin eine Ausbildung bei dem berühmten Hofmaler Romero, der sie die Kunst der Malerei lehrt. Doch mehr noch lernt sie im Haushalt des Malers wirklich zu leben und beginnt das Leben in vollen Zügen zu genießen. Und aus dem schüchternen Mädchen wird eine ungezügelt lustvolle Frau. Diese Geschichte aus der Epoche des Rokoko hat unser Mitglied vieby für euch ausgiebig quer gelesen.
Darum geht es in Aurelia
1742, Siena, eine Stadt im Zentrum der Toskana. Ein junges, unerfahrenes Mädchen, Aurelia, erhält das große Privileg - für das ihr Vater sehr viel Geld bezahlt hat - bei dem großen Maler Andrea Romero in die Lehre zu gehen, um eine Malermeisterin zu werden. Romero, der der Malermeister am Hofe des Conte Leon De Bernini ist, erkennt ungewöhnliches Talent in ihr.
Doch es wird ein sehr langer Weg vor ihr liegen, denn solange sie nicht begreift, dass Kunst durch das Leben kommt, wird sie sich nicht weiterentwickeln können. Was sie bis dato im Leben alles verpasst hat, merkt sie dann in der kommenden Zeit.
Sie zieht bei Romero ein und lernt Marco kennen. Der junge Mann, der in etwa ihr Alter hat, ist der Diener des Meisters und wird ihr Model und Weggefährte werden. Dann gibt es da noch Francesca, die ihr als Romeros Cousine vorgestellt wird, was sich allerdings mit der Zeit als Lüge herausstellt, ist sie in Wirklichkeit doch die langjährige Mätresse von Andrea.
Aurelia, die sich jetzt in einer anderen Welt befindet, entdeckt nun nach und nach, worum es bei der Kunst geht: um Sex. Um pure Leidenschaft zum anderen und auch eigenen Geschlecht. Noch nie zuvor erlebte Gefühle und Empfindungen regen ihre Fantasie und Gelüste an. Gelüste - hervorgerufen durch den Meister, Marco und auch Francesca - die sie nicht beschreiben kann, die aber befriedigt werden möchten.
Sie stürzt in ein Wechselbad der Gefühle, das irgendwann auch ihren Meister erfasst. Denn der nach außen hin scheinbar nur in die Kunst verliebte Herr im mittleren Alter merkt immer mehr, wie sehr auch er sich zu seiner Schülerin hingezogen fühlt. Sie ist seine Nymphe. Er möchte sie besitzen, doch aufgrund einer verletzenden Erfahrung aus vergangener Zeit ist es ihm nicht möglich, seine Kunst dafür zu opfern.
Francesca, die erst Aurelias Nebenbuhlerin war, wird mehr und mehr zur Freundin und weist sie allmählich in die Kunst der Verführung ein. Auch Marco trägt seinen Teil dazu bei, dass aus dem kleinen naiven Ding langsam eine selbstbewusste Frau wird.
Immer wieder wird Aurelia mit Sex, Lust und Begierde konfrontiert. Sei es auf Empfängen in Meister Romeros Haus, beim heimlichen Beobachten wilder Liebesspiele an den verschiedensten Orten oder die Vorstellung, von Andrea Romero genommen zu werden.
Fortlaufend gibt es Momente der Ekstase und Enttäuschung. Die Gefühle zu ihrem Meister lassen sie nicht mehr klar denken und als der Conte Leon De Bernini selbst ins Spiel kommt und um die Aufmerksamkeit der Nymphe buhlt, ist es ganz um sie geschehen. Als Objekt der Begierde zwischen zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Andrea, streng, hitzköpfig, ihr Meister und ein Gott der Malerei. Leon, reich, intelligent, feinsinnig, kunstliebend und gutaussehend.
Hin- und hergerissen wird ihr klar, was sie wirklich will und sie trifft einen Entschluss... Ihre Reise beginnt.
Leider kaum knisternde Erotik oder Spannung
Als das Buch mit der Post kam, war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde. Der Prolog klang viel versprechend und die einzelnen Charaktere wirkten anfangs sehr authentisch. Dann hatte ich allerdings das Gefühl, ich würde zwischen den Jahrhunderten hin- und herspringen.
Zeitgemäß würde ich die Dialoge der Figuren eher ins 20ste oder 21ste Jahrhundert einordnen, was mit der dargestellten Handlung nicht einhergehen wollte. Zudem passt hier geschichtlich einiges nicht zusammen. Zu der Zeit, zu der der Erotikroman handelt, waren Frauen zwar anerkannt wegen ihrer Schönheit, allerdings durften sie keine eigene Meinung haben, wurden nicht als gleichwertig betrachtet und durften schon gar nicht arbeiten. Aurelia dagegen darf all das …
Die erotischen Abschnitte waren recht freizügig und detailliert beschrieben, wirkten teilweise aber etwas plump. Auch hier muss ich bemängeln, dass die Wortwahl unrealistisch ist für diese Zeit. Die geschilderten sexuellen Erlebnisse klingen für mich sehr frühreif. Die Spannung bleibt da auch etwas auf der Strecke, da es eigentlich immer derselbe Ablauf ist, nur mit anderen Personen. Unter knisternder Erotik verstehe ich etwas anderes.
Ich würde mir wünschen, dass der Folgeroman, der durch das offene Ende irgendwie angekündigt wird, etwas zeitgemäßer ausfällt. Von dem vorliegenden Buch war ich enttäuscht. Man kann nicht wirklich eine Verbindung zu den Charakteren finden, um mit ihnen zu fühlen und zu leiden, geschweige denn erotische Fantasien an sie zu knüpfen.
Lest in den Erotikroman hinein
Ich stürme zum Wasserbecken. Marco liegt auf dem Rücken und lässt sich auf dem Wasser treiben. »Was ist denn mit dir passiert?« Er schaut mich erstaunt an. Ich antworte nicht, versuche nur, die Tränen zurückzuhalten. Marco zieht mich sanft an sich. Stockend erzähle ich ihm vom Meister Romero. Marco ist überrascht. »Normalerweise würde er einen guten Stich niemals sausen lassen.«
»Ach, ein guter Stich bin ich, ja?!« Ich boxe nach Marcos Schulter.
Er hält meine Handgelenke fest. »Ich mache dir ein Angebot.«
»Mich vögeln?«
Marco lacht. »Ich bin doch nicht lebensmüde! Mit der Zunge oder mit der Hand. Den ersten Stich überlasse ich aber lieber dem Meister, sonst bin ich ein toter Mann.«
Ich zögere. »Und was willst du dafür?«
»Dass du es mir auch machst! Nun guck doch nicht so. So schlimm ist es nicht.«
Ich sehe ihn mir genau an. Er ist ein hübscher Kerl und ich fühlte mich bisher schon immer von ihm angezogen. Seine Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen. »Mir ist es mit dem Mund am liebsten, aber du kannst du auch deine Hand nehmen.«
»Ich … hab das noch nie gemacht.«
»Lehn dich zurück, leg den Kopf auf den Beckenrand.«
Ich tue es und halte mich am Rand fest. Marco hebt meinen Po an, legt sich meine Beine auf die Schultern und schiebt sich an meine Venus heran. Mein Herz hämmert und meine Säfte laufen zusammen. Zu wissen, dass dieser junge Kerl gleich seine Zunge in mein Intimstes tauchen wird, macht mich verlegen und verlangend. Er legt die Hände so unter meinen Po, dass meine heiße, verlangende Spalte jetzt genau vor seinem Mund liegt. Ich atme flach.
Er blickt mich durch meine Beine hindurch an und lächelt. »Hey, es wird dir gefallen, nur keine Scheu.« Er beugt sich ein Stückchen hinunter und kreist vorsichtig mit seiner Zunge um meine Perle. Ich stöhne auf. »Oh …«
Marco lässt sich nicht beirren. Je mehr er mit seiner Zunge um meine Perle kreist, desto härter wird sie. Und es dauert nicht lange, bis sie pulsiert. Plötzlich spüre ich seine Finger an meiner Möse. Mein Atem geht stoßweise. Was hat er vor? Geschickt und ganz langsam lässt er zwei von ihnen hineingleiten. Ich stöhne laut auf und die Hitze schießt mir ins Gesicht.
»Oh Gott, was tust du?!«
»Ich ficke dich.«
Dieser Satz lässt noch mal eine Woge durch meinen Körper rauschen. Ganz schlicht, ohne sein Tun zu unterbrechen, fügt Marco hinzu: »Ich mache nur das, was der Meister hätte tun sollen.« Meine Venus umklammert pulsierend seine Finger, die er langsam rein und raus fährt, immer wieder, dauerhaft und gleichmäßig. Die Wellen der Lust schütteln meinen Körper. Mein Atem ist nur noch ein Keuchen.
»Du bist eine überreife Frucht.« Marcos Stimme ist rau vor Erregung. »Schade, dass ich dich nicht pflücken darf.«
»Tu es trotzdem, bitte …«, jammere ich.
Marco schließt die Augen. »Das darf ich nicht. Wenn der Meister …«
»Ist mir egal, tu es einfach, bitte, bitte…« Ich keuche, bin wie von Sinnen. Mein Unterleib wirft sich Marco entgegen. Ich sehe, wie auch sein Atem unregelmäßig geht. Kurz zögert er, dann beugt er sich wieder zu meiner Perle hinunter und saugt sie in den Mund. Zeitgleich stößt er seine Finger in meine Venus, schneller und schneller. Sein Saugen wird fast unerträglich. Ich winde mich und stöhne unter seinem Mund und seinen Fingern. Die Welle der Lust, die meinen Körper erfasst hat, spült mich mit sich fort. Ich kralle mich an den Rand des Brunnens und mein Körper bäumt sich auf. Laut schreie ich meinen Höhepunkt hinaus und spüre das nicht mehr enden wollende Zucken meines Körpers. Schließlich sacke ich schwer atmend in mich zusammen.
Details zu Aurelia - Nymphe der Lust
Aurelia - Nymphe der Lust
Erotischer Roman
von Maria Bertani
Verlag: blue panther books; Auflage: 1., verb. Aufl. (16. August 2010)
Einband: Taschenbuch
Seiten: 192
Sprache: Deutsch
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2 cm
ISBN-13: 978-3862770274






