Der Künstler hinter den "Objects of Desire" verbindet in seinen Phalluslampen, den daraus entstandenen Variationen und seinen Möbelstücken Erotik und Design mit einer starken BDSM Note, die vermutlich nicht nur die Anhänger der Szene ansprechen wird. Für uns rückt der Designer der "Objects of Desire" seinen Weg von Möbeln, die er aus Schrottplatzutensilien fertigte, bis zu seinen heutigen Kunstwerken in den Fokus. Und gemeinsam mit ihm verlosen wir anschließend eine seiner Phalluslampen!
Der Ausgangspunkt waren Möbel aus Schrottplatzinventar
1987 begann ich als Autodidakt, selbst entworfene Möbel anzufertigen. Sie waren meist aus geflextem Metall, anfangs sehr geometrisch. Später schweißte ich alles zusammen, was auf Schrottplätzen so zu finden war. Die Schweißnähte wurden nicht mehr verschliffen, meine Arbeiten wurden organischer, Rost durfte auch sein. Einige meiner Möbelobjekte wurden damals in der örtlichen Galerie präsentiert.
Schon damals war mein Grundgedanke, dass z.B. eine Lampe nicht nur eine Lampe sein darf, sondern gleichzeitig immer auch ein Objekt für den Raum, dass ein Stuhl nicht unbedingt zum Sitzen da ist, sondern wie eine Art Skulptur die Wohnung bereichert.
Die Erotik kommt ins Spiel
Ende der 80er Jahre entstanden immer mehr Skizzen, die das Thema Erotik mit ins Spiel brachten. Erotische Möbel mit Objektcharakter als Synthese von Erotik und Design gab es zu der Zeit, mal abgesehen von den (auch heute noch) hässlichen Fetisch- und SM-Möbeln, kaum oder gar nicht.
Die Idee zur Phalluslampe
Aus einer kleinen Zeichnung, die nicht mehr zum Inhalt hatte als zwei Kugeln, eine Hülse und einen Leuchtstab, entwickelte sich die Idee meiner Phalluslampen. Es dauerte einige Zeit, bis ich diese Idee in die Tat umsetzen konnte, da sich die Planung und vor allem die Herstellung der Lampen als sehr aufwändig erwiesen:
Die Festlegung der geeigneten Dimensionen, die Auswahl der Materialien sowie deren Lieferanten, das exakte Anzeichnen der Kugeln für die Löcher der Killernieten (zu Beginn behalf ich mich mit einer Vorrichtung aus zwei leeren Raviolidosen!!!), eine Vorrichtung zum Anbohren der Nieten (jede Niete wird einzeln aufgebohrt und dann mit einem Gewinde versehen, weil die keiner so liefern kann, wie ich sie für meine Arbeit benötige), eine Vorrichtung zum Hartlöten, ein Lieferant für den Leuchtkörper (da Glühlampen hier in der EU mittlerweile verboten sind und deshalb auch nicht mehr fabriziert werden, importiere ich diese Leuchtkörper quasi "illegal" aus einem Nicht-EU-Land), das Vergolden oder Vernickeln der Lampen … der Aufwand war und ist wirklich enorm.
Die "Objects of Desire" waren geboren
Einen Namen für meine erotischen Objekte hatte ich bereits im Kopf. Auf einem Mac entwarf ich mein Logo und das Projekt "Objects of Desire" war geboren.
Im Laufe der Jahre 1991/92 entstanden weitere Variationen meiner Lampen sowie andere Objekte wie z.B. die Dominalampe oder der Dominastuhl.
Die Vermarktung meiner Objekte im nichtdigitalen Zeitalter ohne Internet erwies sich anfangs als nicht einfach, vor allem wenn man wie ich in einem kleinen schwäbischen Kuhnest wohnt. In Düsseldorf fand ich jedoch einen Galeristen, der sich meiner Objekte annahm und sie promotete. Er verkaufte meine Lampen recht gut und ich nahm an mehreren großen Ausstellungen teil. Nach einem Fotoshooting mit Hilfe eines Kumpels und zwei Flaschen Wein fand ich meine Objekte im "Penthouse" wieder, weitere Publikationen in anderen einschlägigen Magazinen folgten. Parallel dazu fertigte ich noch Unikatmöbel an und schweißte Großplastiken zusammen.
Phalluslampe im Hardcoregewand
Eine Stehlampe
Ein Tisch von "Objects of Desire"
Die "Vagina Illuminati"
Fast aufgegeben blühen die "Objects of Desire" wieder auf
Nach dem Kauf einer über 60 Jahre alten Harley schlief die ganze Möbel- und Objektgeschichte ein. Ich hatte eine neue Leidenschaft: Das Restaurieren von und das Handeln mit alten Harleys und Indians.
Nach fast zehn Jahren Abstinenz beschloss ich 2008, wieder kreativ tätig zu werden. Ich erweckte meine Phalluslampen wieder aus dem Tiefschlaf, fertigte neue Modelle, ließ meine Lampen endlich rechtlich schützen, bastelte mir eine Homepage und nahm in Berlin als Aussteller an der Fetish Fair, der Fetischmesse im Umfeld des German Fetish Balls, teil.
Ich bot dem bekannten Fetisch Fotografen Peter Czernich an, meine Lampen als Deko für eine seiner Fotosessions zu verwenden und hatte somit wieder eine erste Publikation im Marquis-Magazin. Des Weiteren sind meine Lampen heute im "2nd Face", Berlins bestem Fetischclub, zu sehen und dort auch zu erwerben.
Vor ein paar Wochen nahm ich die schon damals vom "Penthouse" geforderte "Vagina Illuminati" in Angriff. Zukünftig habe ich vor, noch weitere Ideen zu verwirklichen und zu versuchen, meine Objekte auch international bekannt zu machen. Wer mir dabei helfen kann, darf sich ruhig bei mir melden, ich würde mich freuen.
Weitere Infos und eine Bezugsmöglichkeit auf meiner Homepage
Gewinnt eine Phalluslampe
Gemeinsam mit "Objects of Desire" verlosen wir eine der Phalluslampen im schwarz lackierten, spitzstacheligen Design. Ein Model, das unter dem Namen "Kill Bill 1" im Shop von "Objects of Desire" firmiert. Das Objekt kommt komplett mit der "Morgenstern" Kugelpaarhalterung und einer dimmbaren 60 Watt Lampe.
Um "Kill Bill 1" gewinnen zu können, müsst ihr uns eigentlich nur folgende Frage rund um das Thema Licht beantworten:
Wie hoch ist denn eigentlich die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum?
Die Lösung war: 300 000 km/s. Die Gewinnerin wurde im Thread bekannt gegeben.


















