Jürgen Drews, unser König von Mallorca, spricht Klartext zu der schönsten Sache der Welt. Der 66jährige Schlagersänger ist eine lebende Legende in den Feiermeilen unserer Region und hat sein Königreich auf unserer Lieblingsinsel Mallorca, wo er seine eigene Kneipe eröffnet hat.
Drews ist bekannt wie ein bunter Hund, hat in seinem Leben vieles kommen und gehen sehen und hat es mit viel Disziplin geschafft, sich selbst immer treu zu bleiben. Wir möchten an dieser Stelle kein erneutes Resümee über seinen allseits bekannten Werdegang ziehen. Von seinem Megahit "Ein Bett im Kornfeld" ganz zu schweigen. Der PO stand er in einem Interview Rede und Antwort und präsentiert sich als Mann, der sich nicht an Illusionen klammert und als verantwortungsvoller König gerne und kritisch zwischen die Zeilen des Lebens blickt.
- Inhaltsverzeichnis
- Jürgen Drews über die sexuelle Revolution, Sex und Erotik
- Die Jugend und der Zugang zu Sex und Erotik
- Jürgen Drews und die sexuelle Revolution
- Der Mann und seine Angst vor Frauen
- Jürgen Drews Lieblingsthema: Frauen
- Jürgen Drews und die Ehe
- "Neue" Möglichkeiten, um den sexuellen Horizont zu erweitern
- Kommentare
Jürgen Drews über die sexuelle Revolution, Sex und Erotik
Er hat alles erreicht und lebt seit 1995 glücklich verheiratet mit seiner Frau Ramona, die so unglaublich erotisch ist, dass viele ihn mit sabbernden Speichelfäden beneiden. Gegenwärtig bereitet der König seinen neuen Hit vor, betreut seine 15jährige Tochter Jolie bei ihrer anstehenden Musikkarrriere und denkt noch lange nicht ans Aufhören. Schlager, Mallorca, Sonne, Strand und Party sind aber nicht die Themen, über die wir uns mit Herrn Drews unterhalten möchten.
"Ich finde den Menschen seltsam, aber sympathisch", lautet ein Kommentar auf youtube.com unter dem Video zu seinem Hit "Ich bau dir ein Schloss". Seltsam ist er aus meiner Sicht nicht, sympathisch auf jeden Fall. Und jemand, dem man ruhig öfter zuhören sollte, denn er hat wirklich eine Menge Interessantes zu erzählen. Wir lernten das Energiebündel von seiner nachdenklichen Seite kennen und haben uns sehr darüber gefreut, mit ihm nicht nur ausführlich über Sex und Religion, sondern auch über seine unanfechtbare Liebe zu seiner Familie sprechen zu können.
Die Jugend und der Zugang zu Sex und Erotik
- Die Jugend hat ja durch die Medien einen sehr transparenten Zugang zu Sex und Erotik. Glaubst du es macht Sinn, wenn man solche Dinge verbietet?
Ich denke, ein Verbot wäre genau das Falsche. Damit meine ich aber nicht die Obszönitäten für die Pädophilen. Eine aufklärerische Transparenz entspannt das Verhältnis zum anderen Geschlecht. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich das selber auch für gut befunden, wenn ich zu meiner Jugendzeit einen offeneren Zugang zu den Themen Liebe, Sex und Partnerschaft bekommen hätte. Ich musste mir die medizinischen Unterlagen meines Vaters klauen, um mich selber aufzuklären. Ich habe mir damals auch ein Buch über das Wesen der Frau besorgt, wo ich mir über streng wissenschaftlich erstellte Zeichnungen ein Bild über das weibliche Geschlecht machen konnte.
Das fand ich unglaublich interessant und es war sehr faszinierend, festzustellen, wie verschieden wir doch im Detail sind. Ich finde, wenn die Jugend keinen vernünftigen und verantwortungsvollen Zugang zu den Dingen hat, dann werden irgendwelche Fantasien in Gang gesetzt, die keinen vernünftigen Anschluss zu der letztendlichen Realität haben. Durch das Kaschieren der Wirklichkeit kann gerade bei heranwachsenden Männern eine aggressive Anmachform gegenüber Frauen entstehen. Wenn die natürliche Sexualität den Jugendlichen offen und ehrlich und vor allem mit viel Vernunft beigebracht wird, reagieren sie wesentlich entspannter.
Jürgen Drews und die sexuelle Revolution
- Du bist ja mit der sexuellen Revolution aufgewachsen. Viele sagen im Nachhinein, dass sie nicht gut für uns war…
Natürlich war sie gut für uns. Das Verteufeln der Sexualität durch die organisierte Religion ist ein hirnrissiger Dauerkrampf. Gerade das, was auch jüngst in der katholischen Glaubensrichtung an die Oberfläche gekommen ist, sagt uns ja wieder, wie gesund das Zölibat für die Menschen ist. Und auch welche Schäden es haben kann, wenn man ohne Körperkontakt aufwachsen muss und zugleich noch einen Glauben repräsentiert, der absolut ungesund für Körper und Geist ist und gegen jegliches Naturgesetz verstößt. Ob sie deswegen dem lieben Gott wirklich näher sind, weiß ich nicht.
Homosexualität zum Beispiel war bis in meine Zeit hinein ja auch verboten. Ich erinnere mich da an den berühmten Paragraphen 175, der Homosexualität sogar unter Strafe stellte. Und wenn wir noch ein weiteres Stück zurückgehen, im Dritten Reich wurde diese Lebensform sogar mit KZ bestraft. Mittlerweile können wir ja froh darüber sein, dass gerade in unseren Breitengraden sich diese Thematik zum Glück in einem Nichts aufgelöst hat. Ich denke, dass diese Veränderung auch in anderen Kulturkreisen stattfinden wird, aber das wird noch ein Weilchen dauern. Meine Kinder werden das aber mit Sicherheit erleben. Wenn ich mir den Iran anschaue, dann glaube ich gewiss, dass dort auch eine neue große Revolution mit irrem Aufwand nicht mehr lange auf sich warten lässt. Da braucht dann auch kein Bush einmarschieren, denn das wird das Volk von alleine regeln.
- Ich stelle fest, dass du Dir sehr viele Gedanken über diese Dinge machst, wir haben es aber nicht anders erwartet.
Ja, das mag für die, die mich nur als Party- und Schlagermenschen sehen, erstaunlich sein. Aber ich empfinde es als normal und sehe es auch als persönliche Notwendigkeit, dass ich mich immer wieder mit dem derzeitigen Wandel intensiv auseinandersetze. Ich liebe das Party machen sehr, und es macht mir immer wieder von neuem Spaß, wenn ich mich vor meinem Publikum zum König von Mallorca hochsinge. Ich kann mich sehr gut mit der heutigen Jungend identifizieren. Auf der einen Seite mächtig Party machen, aber auch zu den anderen Dingen offen und ehrlich sein, so erlebe ich die Jungend untereinander und miteinander.
Ich kann dir hunderte von Beispielen nennen, wo sich das immer wieder von selbst bestätigt. Die ehemalige DDR, die mit ihrer kommunistischen Diktatur sehr verwerflich mit den Menschen umgegangen ist, ist da auch ein gutes Beispiel. Dort war das Verhältnis zwischen der Kirche und der Regierung ja sehr angespannt, was dazu führte, dass die Leute in ihrem Innenverhältnis viel freier waren, was die eigene Sexualität betrifft. Da haben sich die wenigsten Gedanken darüber gemacht, dass das Ausleben der Sexualität vom lieben Gott ablenken könnte.
- Unser Zerrbild eines Gottes der richtet und bestraft, wenn wir nicht gehorsam glauben…
Ja, genau, die Kirche ist BESTIMMEND, aber der richtige Glaube ist etwas sehr Wertvolles. Aber das, was die Menschen aus der Institution der katholischen Kirche gemacht haben, das kann ich in der heutigen Zeit nicht nachvollziehen, warum dieses Bild aus dem Mittelalter noch aufrechterhalten wird. Kurz nachdem ich damals mein Abitur gemacht habe, bin ich aus der Kirche ausgetreten - und das aus reiner Opposition. Ich bin aber auch sehr eng mit einem katholischen Pfarrer befreundet, mit dem ich auch sehr oft über diese Dinge tiefe Diskussionen führe. Ich stelle ihm oft die Frage "Wie kannst du all das nur glauben?". Die Geschichte der Schöpfung in sechs Tagen usw. und der Darwinismus. Er ist der Meinung, dass der liebe Gott unsere Evolution genau so geschaffen hat, wie es in der Bibel steht.
Ich denke dass die Evolution "Mensch" noch lange nicht abgeschlossen ist. Wir stehen in vielen Dingen noch am Anfang und verdecken es hinter unserer Arroganz. Wenn ich mir den Rassenwahn genauer anschaue, dann denke ich, dass wir diesen in drei- bis vierhundert Jahren nicht mehr haben, sofern unsere Welt bis dahin überlebt. Vieles von dem habe ich früher schon über meine Band "Les Humphries Singers" propagiert. Woodstock und das Musical "Hair" setzten ja auch Zeichen, als der erste Nackte auf der Bühne stand. Ich habe aus dieser Zeit vieles mitgenommen, was ich auch heute noch als Energiequelle in mir trage. Das ist ehrlicher, als gehorsam an eine Scheinwelt zu glauben.
Der Mann und seine Angst vor Frauen
- Der Feminismus wird in der letzten Zeit auch von vielen Frauenrechtlerinnen dafür verantwortlich gemacht, dass der Mann derzeit in einer Identitätskrise steckt. Der Mann hat Angst vor starken Frauen oder er hat Angst, Frauen anzusprechen.
(Lacht) Ja, Du sprichst gerade auch mit einen Mann, der früher Angst hatte, Frauen anzusprechen. Das war bei mir auch so. Ich bin von Natur aus auch ein schüchterner Typ. Feminismus und das Patriarchat, wo kommt das denn her? Ganz früher war der Mann die treibende Kraft in allen Dingen, und heute müssen sich alle auf Augenhöhe begegnen, wodurch dann auch ein neues Rollenbild bei beiden Geschlechtern entstanden ist. Ist klar, dass darunter auch viele Männer leiden.
Ich mag dass, wenn eine moderne Frau zu mir kommt und sagt "Ich finde dich geil. Du bist zwar ein alter Sack, aber wenn du nicht verheiratet wärst, würde ich mit dir ins Bett steigen." Hey, HALLO? Ich freue mich sehr, dass es heute diese Entwicklung gibt. Und das meine ich nicht, weil ich mich dadurch geschmeichelt fühle, sondern weil damit eine Offenheit dokumentiert wird, die es Frauen ermöglicht, ihre Neigungen bedenkenlos auf dem Präsentierteller zu zeigen, ohne gleich stigmatisiert zu werden.
Früher waren die Frauen zwar auch offensiv, aber in einer anderen Weise. Damit meine ich die berühmten Groupies. Wenn die dich anstrahlten, da war es klar, dass sie mit dir ins Bett wollten. Da gab es so gut wie keine Missverständnisse. Heute muss man da genauer differenzieren und genauer hinhören, denn es kann ganz schnell passieren, dass die Frau dir eine reinhaut, wenn du dich im Ton vergreifst.
- Ja, wenn man heute sagt, "du siehst geil aus", kann man in manchen Fällen auch mit einer Anzeige wegen sexueller Belästigung rechnen.
Genau das. Das klingt vielleicht extrem, aber es ist ja schon oft passiert. Aber ich weiß auch von nicht wenigen Fällen, wo auch Männer sich von Frauen sexuell belästigt fühlten. Das passiert bestimmt auch öfter, als wir es durch die Medien mitbekommen. In meinem Fall, der natürlich als Schlagersänger auch in einem anderen Licht steht, gab es auch mal einen Vorfall. Ich stand auf der Bühne und unterhielt mich gerade mit ein paar Fans. Da muss wohl eine Dame unbemerkt auf die Bühne geklettert sein. Jedenfalls merkte ich plötzlich, wie sie mir von hinten nach vorne in die Hose griff und alles in der Hand hatte, was ich zu bieten habe. Sie freute sich natürlich. Meine Begeisterung hielt sich aber sehr in Grenzen, das kann ich dir sagen. Ich denke, dass sich aber solche extremen Situationen in Zukunft aus unserem Zeitgeist verabschieden werden und wir wieder eine klare Kommunikation, zumindest in diesem Aspekt, finden werden.
Jürgen Drews Lieblingsthema: Frauen
- Sind die Frauen heute "schwieriger" als früher?
Nein, die sind heute in der Lage, sich so zu geben, wie sie schon immer sein wollten. Sie sind multitaskingfähig, indem sie vieles auf mehreren Ebenen gleichzeitig machen können. Sie sind das eigentliche starke Geschlecht. Frauen leben länger, sind in vielen Dingen auch belastbarer als wir Kerle. Und sie haben ihre wundervolle Weiblichkeit, in welche wir uns so gerne fallen lassen. Ich hab auch in den frühen 60ern immer wieder gesagt, dass Frauen das stärkere Geschlecht sind. Nur hat es mir damals kaum einer geglaubt. Ich sehe mich selbst auch als androgynen Typen, das war aber schon immer so. Da haben schon mal die einen oder anderen vermutet: Der muss doch schwul sein, aber weit gefehlt. Mein Thema Nr.1 war schon immer das weibliche Geschlecht, direkt gefolgt von meiner Liebe zur Musik.
Weißt du, ich habe damals mit Ach und Krach mein Abitur geschafft, und das auch nur, weil mein lieber Vater, der Arzt war, gesagt hat: "Pass auf Alter, du wirst dich niemals unterordnen können. Wenn du aber noch eine Chance haben willst und du frei bleiben willst, musst du dein Abitur schaffen." Genauso denkt auch meine Tochter und das ohne eine erzieherische Einimpfung von mir.
Der Ehrgeiz, mit dem sie ihre Karriere vorbereitet, ist unglaublich. Aber sie macht sich da auch selber nichts vor. Sie bestätigt es immer wieder, dass es ein unglaublich harter Job ist. Trotzdem ist ihr das Abitur nicht weniger wichtig. Ich bin unglaublich stolz auf meine kleine Tochter, die mit ihrer Energie auch zu einer modernen und selbstbewussten Frau heranwachsen wird. Du musst im Job und im Leben und besonders auch im Umgang mit Frauen wissen, was du willst. Authentisch leben ist wichtig, um in dieser Welt glücklich sein zu können.
Jürgen Drews und die Ehe
- Glück in der Zweisamkeit bringt mich auf die Frage, was du zu den aktuellen Scheidungsraten sagst. Jede zweite Ehe wird geschieden und die monogame Zweierbeziehung hält im Schnitt sieben Jahre.
"Bis dass der Tod uns scheidet". Das ist eine Erfindung der repräsentativen Köpfe der katholischen Kirche. Das lässt sich in der heutigen Zeit immer schwerer realisieren. Daher denke ich, dass "Lebensabschnittsgefährte" die bessere Bezeichnung ist, weil damit auch das wiedergegeben wird, was in unserer Gesellschaft wirklich passiert. Ich hatte in meinem Leben auch immer nur die sechs bis sieben Jahres-Zyklen, IMMER. Das fing damit an, dass die Libido nach vier Jahren zurückging. Wie heißt dieses Zitat noch? "Das Verfügbare wird irgendwann langweilig." Und das habe ich am eigenen Leibe immer wieder erfahren dürfen.
Und bevor wir uns jetzt missverstehen, ich habe die Frau natürlich noch geliebt, aber die sexuelle Anziehung ist durch den Alltag immer weiter nach hinten gerückt. Aber es kann auch anders kommen, wenn ich meine jetzige Ehe mit Ramona betrachte. Ich habe ihr erst vorhin wieder gesagt "Du bist das Allergrößte, was mir je unter gekommen ist." In Ramona stecken aber auch drei Frauen in einer Person…
- Dann seid ihr Seelenverwandte…
Sie ist alles für mich und das wird auch immer so bleiben.
- Ja, ihr wirkt gemeinsam auch wie eine Einheit, die immer zusammenhält, auch bei angespannten Situationen.
Absolut. Auch als ich vor vielen Jahren mal in einer echten Notsituation war, beruflich wie auch privat. Wir saßen in einer kleinen Talkshow im Züricher Fernsehen, wo wir relativ offen über die Sexualität und Libido gesprochen haben. Das war die berühmte Nummer, wo Ramona vor laufenden Kameras ein paar Tropfen Muttermilch aus ihrer Brust spritzen ließ. Nur wenige haben durch ihren begrenzten Horizont kapiert, was wir eigentlich damit sagen wollten.
Das war für uns was völlig Normales, was in unseren Köpfen auch aus der sexuellen Befreiung herangereift ist. Es handelte sich ja um eine natürliche Körperlichkeit, die ich sehr toll finde. Dieses Ereignis zog eine Hetzjagd der Medien nach sich, bei der Ramona und ich falsch zitiert wurden. Erst vorgestern haben wir in einem Restaurant eine Dame in unserer Nähe gehabt, die ihr Kind stillte. Wir schauten zu ihr rüber und lächelten und sie schaute auch lächelnd zu uns zurück und ich freute mich sehr darüber, dass sowas endlich Platz in der Normalität gefunden hat.
Das war vor zehn Jahren nicht der Fall. Die damalige Moderatorin witterte natürlich durch meine offenen Erklärungen den kleinen Skandal und erkannte, dass sie durch unsere - von den Medien aberkannte - Normalität, höhere Einschaltquoten erzielen würde. Ich hatte es aber auch bewusst darauf angelegt, dass es in der Öffentlichkeit passierte. Wir wollten beide ein Zeichen setzen, was heutzutage wahrscheinlich besser von den Boulevardmedien verstanden werden würde als damals. Um das Thema abzuschließen: Natürlich wollte ich, dass die Boulevardblätter groß darauf einsteigen, aber ich habe einen großen Gedankenfehler gemacht und der war, dass die Zeit für sowas im Fernsehen oder in der Zeitung noch nicht reif war. Man belohnte uns mit dem Skandal-de-Grande.
Einige Zeit nach der Sendung rief mich ein Professor der Sexualwissenschaft an, der genau verstanden hat, was wir damals mit der Aktion eigentlich nach außen tragen wollten. Er meinte "Herr Drews, wenn sie meine Unterstützung bei dieser Diskussion brauchen, für Talkshows oder Interviews, dann bin ich sofort an Ihrer Seite. Weil das, was Sie sagten und zum Ausdruck bringen wollten, war VÖLLIG RICHTIG." Ich wurde auch von einer bekannten Journalistin aus der Schweiz aufgesucht, die unseren Zweck auch verstand und bestätigte. Sie war selbst Mutter von vier Kindern und meinte: "Auch wenn viele den Kopf schüttelten, hattet ihr völlig Recht". Wenige Tage später hat RTL-EXCLUSIV das Thema gepuscht und diesen unverständlichen Medienskandal inszeniert und machte uns zum peinlichsten Paar des Jahres 2000, wegen ein paar Spritzern Muttermilch aus der Brust meiner wundervollen Frau.
"Neue" Möglichkeiten, um den sexuellen Horizont zu erweitern
- Immer mehr Paare und Singles leben seit einigen Jahren wesentlich offener und offensiver ihre Sexualität auf Swingerpartys und Casual Sex Seiten aus, da findet ein starker Wandel statt.
Ja, das ist mir auch bekannt. Viele Paare sagen sich mittlerweile "Wir lieben uns, aber wir möchten gemeinsam sexuell auch mehr Erfahrungen sammeln und unseren Horizont erweitern." Irgendwann hat man ja so alles durch, was man zu zweit machen kann und dann wird offen und ehrlich beschlossen, weitere Dinge auszuprobieren - und das in einer ehrlichen Gemeinsamkeit. Es gibt so viele Dinge, mit denen man in einer guten Partnerschaft zusammenwachsen kann. Sowas kann die Liebe innerhalb der Zweisamkeit auch erneut beflügeln. Dadurch kann das Vertrauen wachsen und man hat mit dieser Offenheit auch weniger Geheimnisse voreinander.
Bei mir und Ramona ist es aber ganz anders. Ich weiß genau, sie könnte meine Gedanken auch zu einhundert Prozent nachvollziehen, wenn ich ihr mal sowas vorschlagen würde. Aber wir haben beide überhaupt nicht das Verlangen, diesen Weg auch mal gehen zu wollen. Weibliche Reize von außerhalb gehören zu meinem Job und das seit vielen Jahren und ich habe auch eine andere Betrachtung dazu. Ich sagte mal zu dem Schönheitschirurg Professor Mang, "Du Werner, ich hatte schon mehr Brüste in der Hand, als du auf deinem OP Tisch." Damit möchte ich sagen, dass schöne Frauen und ihre Reize nicht so eine Macht über mich haben, weil es zu meinem Alltag gehört, wo ich viele Dinge sehe, die mich aber immer wieder darin bestätigen, dass ich zu Hause mit Ramona alles habe, was ich begehre. Ich kann sie, und das im wahrsten Sinne des Wortes, so gut riechen, da stimmen sogar unsere Pheromone.
- Du bestätigst damit, dass man nur in einer Partnerschaft gemeinsam wachsen kann.
Würde ich sagen, JA, das ist ja auch mehr als einmal wissenschaftlich erwiesen. Wenn du wie ich in der Partnerschaft und beim Sex den 6er im Lotto mit Zusatzzahl hast, brauchst du Dir keine großen Sorgen mehr machen. Wenn es nicht so wäre, würde ich aber auch anders leben. Vielleicht hätte ich dann auch eine offene Beziehung oder zwei Frauen gleichzeitig und würde zusätzlich dann noch eine weitere Frau mit nach Hause nehmen und würde denen dann zuschauen.
Ich bin sehr auf Frauen fixiert, Zärtlichkeit unter Männern ist überhaupt nicht mein Ding. Ich mag aber homosexuelle Männer sehr. Ich kenne einige, die ich auch geil finde, weil ich ihre Ästhetik sehr bewundere und auch absolut nachvollziehen kann, dass Männer sich untereinander sexuell attraktiv finden können. Mit meiner persönlichen Sexualität kann ich das aber nicht vereinbaren, aber ich freue mich, dass heute so vieles möglich ist und noch viel mehr von dieser Offenheit in Zukunft auf uns warten wird.
© Heiko_PO










