Im zweiten Teil des Geschlechterk(r)ampfzyklus präsentierte unser Kolumnist Matthias Kayser präzise recherchierte Fakten über den ewigen Kampf in Sachen "Orgasmus ist für alle da!". Heute widmet er sich seiner ganz eigenen, wissenschaftlich genau analysierten Auslegung der Schöpfungsgeschichte, die seiner Meinung nach für uns Männer ungeahnte - um nicht zu sagen verheerende - Folgen hatte.
Das Goldene Zepter und der heilige Gral – die ewigen Antagonisten, Teil 2
Im zweiten Teil dieses bedeutungsvollen Themas widme ich mich nun dem weiblichen Geschlecht und seinen Irrungen und Wirrungen.
Zugegeben, die Frauen können eigentlich nichts dafür. Verbockt hat es unser Schöpfer. Da hat er mal eben in sechs Tagen die Welt geschaffen, am siebten Tag gechillt, und am achten hat er sich das Ergebnis kritisch angeschaut.
"Ich muss schon sagen, die Welt ist mir ziemlich gut gelungen!", sinnierte er mit stolzgeschwellter Brust vor sich hin. "Allerdings ging mir das Ganze ein bisschen zu flott, und so richtig schwierig war es auch nicht. Jetzt will ich mal was richtig Kompliziertes machen!" Das war sein erster Fehler.
Sprach's und zog sich in seine Alchimistenkammer zurück. Er probierte und verwarf, experimentierte und zerstörte. Nichts befriedigte seine Ansprüche an etwas Hochkomplexes. Da fiel sein Blick auf Adam, der sich auf der Erde langweilte und mal wieder an sich herumspielte.
"Heureka", rief da der Schöpfer, denn er hatte eine Eingebung. Während Adam schlief, klaute er ihm eine Rippe – hätte er ihm mal lieber den Schwanz genommen!, das war sein zweiter Fehler – und bastelte und werkelte die nächsten sieben Monate an seiner – wie er noch nicht wusste – letzten Schöpfung. Nachdem er die Folgen zu spüren bekam, schwor er nämlich weiteren Schöpfungen ab.
Jedenfalls erschuf er aus Adams Rippe bekanntermaßen ein Weib. Dass er so lange dafür brauchte, wird in der Bibel verschwiegen. Nach zahllosen, teilweise selbst für den Schöpfer lebensgefährlichen Experimenten war er eines Tages endlich mit seiner neuen Kreatur zufrieden. Er hatte eine Frau erschaffen.
Er nannte sie – na wie wohl? – Mandy-Chantal. Voller Zufriedenheit blickte der Schöpfer auf sein Werk. Aber ach, die Freude sollte nicht lange währen! Recht bald ging ihm das Weib gehörig auf die Nerven, und das nicht etwa nur im 28-tägigem Rhythmus! Nein, in absolut unregelmäßigen Abständen und völlig unvorhersehbaren Situationen drangsalierte Mandy-Chantal ihn mit ihren Launen, Zickereien und Egoismen.
Eines Tages platzte ihm der Kragen. Kurzerhand nahm er den Hörer des Roten Telefons und rief seinen Bruder an. "Hey Satan, hast du Bock auf eine richtig geile Action? Hundertmal besser als deine Dämonen?", fragte er ihn scheinheilig. Und Satan, der sich auch schon seit geraumer Zeit nach etwas Abwechslung sehnte, roch den Braten nicht und willigte ein, das Weib zu sich zu nehmen. Als erstes gab er ihr einen neuen Namen: Lilith, heutzutage bekannt als der erste weibliche Vampir.
Und der Name war Programm. Lilith ging dem Teufel so heftig an die Wäsche, und das meine ich nicht nur im körperlichen Sinne, dass er sehr bald den Eindruck bekam, seine Kerze würde an beiden Enden brennen!
Lilith ging ihm dermaßen auf die Hörner und saugte ihm sein böses Leben aus dem Leib, dass ihm aus schierem Selbsterhaltungstrieb nichts anderes übrig blieb, als sie im hohen Bogen aus der Hölle zu schmeißen.
So landete sie schlussendlich auf der Erde und bei Adam. Dieser nannte sie – Eva. Drei Buchstaben, das musste reichen, mehr gab sein Grips nicht her. In der Zwischenzeit beklagte sich der Teufel bitter bei seinem Bruder und fragte ihn, was er sich bei dieser Kreatur gedacht habe.
"Tut mir leid!", entschuldigte der Schöpfer sich, "Ich weiß, dass ich übers Ziel hinaus geschossen bin, aber das 'Pussy-de-Luxe'-Gen erschien mir einfach zu verlockend! Und schließlich wollte ich ja etwas richtig Kompliziertes erschaffen ..."
Das war der dritte Fehler: das "P-d-L"-Gen. Und jetzt wüsste ich so ganz nebenbei sehr gerne, woher eigentlich der Ausspruch "Aller guten Dinge sind drei" kommt!
Damit sind wir aber bei des Drudels Kern angelangt: Zwar ist es unbestritten, dass wir Männer Euch wegen eurer Brüste und des Hinterns, erst recht wegen des "Heiligen Grals" begehren, denn hinter all der Jagd nach Geld und Ansehen steckt doch lediglich die Absicht, euch zu beeindrucken und dadurch möglichst oft zum Stich zu kommen, doch gibt das dieser speziellen Sorte Frauen das Recht, dermaßen egozentrisch am Rad zu drehen und einen Lebensstil der perfekten Selbstsucht zu zelebrieren?
Glaubt sie wirklich, Männer müssten alle Zickereien erdulden, womöglich sogar bewundern? Und das bis zum Lebensende? Ich hatte mal eine Freundin, die auf meine Frage, ob sie ihre Keiferei und Launenhaftigkeit eigentlich in Ordnung finden würde, antwortete: "Also ich habe immer gedacht, meine Männer müssten das ertragen!"
Gar groß wurden ihre Kulleraugen, als ich ihr eröffnete, dass zumindest ich dies nicht müsste, nur weil sie zwei Paar Lippen habe – das eine zum Scheißelabern, das andere zum Wiedergutmachen – und ich mich obendrein nicht zum Kasper meiner Hormone machen würde. Doch meine Erklärung fruchtete nicht, und so gab ich ihr nach weiteren sechs Wochen den Pass – und zwar den zum Laufen.
Was versprechen sich solche Frauen also von Internet-Nicknamen wie:
Superzicke
Terrorbiene
Zicke-de-Luxe
Zickenalarm
Oberzicke
Giftzwerg
Teufelinchen
Beastmasterin
Mega-Hexe und nicht zu letzt Pussy-de-Luxe!!!
Ist das schon der vorweggenommene Versuch der Legitimation ihres fragwürdigen Benehmens? Ein Karpfen beißt doch auch nicht an, wenn am Köderhaken ein Hecht befestigt ist! Na gut, manche Männer sind noch blöder als Karpfen!
Trotzdem, den Weg zum gemeinsamen Glücklichsein versperren sich solche Frauen mit ihrem "Die Welt dreht sich nur um mich"-Gebaren auf nicht ungefährliche Weise. Gefährlich deshalb, weil sie sich ihres Verhaltens nicht bewusst sind, und in überschwänglicher Selbstzufriedenheit munter ihr Prinzessinen- , Königinnen- oder Göttinen-Dasein zelebrieren.

Fazit: Dieser Teil der Frauen findet es scheiße, wenn Männer sie auf das Körperliche reduzieren, und doch benutzen sie die oben genannte Dreifaltigkeit Brüste, Arsch und erst Recht die Vagina, um ihre Ansprüche erfüllt zu sehen. Schlimmer geht es eigentlich kaum noch!
Was bin ich froh, dass ich Atheist bin, und obendrein dank meines freien Willens derlei Sirenen und ihre trügerischen Pussys-de-Luxe umschiffen kann!
P.S. Jetzt wollt ihr Frauen sicherlich aber noch wissen, warum es mindestens genauso viel durchgeknallte Männer gibt. Nun – die Antwort ist bemerkenswert einfach: Was der Schöpfer mal eben in fünf Minuten zusammengefrickelt hat, kann beileibe nicht perfekt sein!
Euer
Matthias Kayser








