Normalerweise sind Möbel eher langweilig. Aber nicht wenn sie von dem niederländischen Künstler Mario Philippona stammen. Denn fasziniert durch die Rundungen des weiblichen Körpers erschafft er "sexy Möbel" und "erotische Skulpturen" aus Holz. Tische, Regale und Schränke die die wildesten Fantasien wecken.

Mario Philippona begann seine Karriere in Amsterdam als Tischlerlehrling und ist heute ein angesagter Designer für erotische Möbel. Schon in seiner Lehrzeit entdeckte er bei der Vertiefung seiner handwerklichen Fähigkeiten, dass er weibliche Formen am liebsten hat. Währende seines Studiums der Architektur in San Francisco erschuf Mario dann seine ersten Holzskulpturen und erkannte schnell, dass aus seiner Leidenschaft mehr als nur ein Hobby entstehen sollte. Aber ihm reichte die Qualität seiner Skulpturen noch nicht. Außerdem stieß er durch die ungenügende Größe der verfügbaren Holzklötze und zahlreicher Fehler im Holz, immer wieder an Grenzen.

Inspiration und Experimente für erotische Möbel
Erst eine Ausstellung des niederländischen Künstlers Gerhard Lentink inspirierte ihn seine Skulpturen nicht mehr aus einem Stück sondern aus verschiedenen Schichten anzufertigen. Er begann wie ein Möbeltischler zu arbeiten, experimentierte mit verschiedenen Holzarten, verfeinerte seine Technik und erschuf schon bald hochwertige und vor allem heiße Möbel wie einen kleinen Weintisch auf High Heels “wine on heels“, Pame-la (la ist das niederländische Wort für Schublade) ein Regal in Form zweier langer, wohlgerundeter Beine und einer Schublade an der Stelle wo man die Vagina vermutet.
Oder das Weinregal "boobycase", bei dem sich die Gläser hinter zwei üppigen Brüsten verbergen. Während seiner ersten Arbeiten entwickelten sich immer neue Ideen so dass er heute eine ganze Reihe an sexy Möbeln in seinem eigenen Geschäft verkauft.

Wir haben Mario gefragt was Ihn eigentlich inspiriert hat, solch extravagante Möble mit weiblichen Formen herzustellen. „Viele große Künstler wie, Allen Jones, ein Popkunstkünstler aus den sechziger Jahren, der Frauen auf hohen Absätzen zeichnete und einen Kaffeetisch einer knienden Frau entwarf oder Dali, der einen Rumpf mit Schubladen machte, inspirierten mich.“
Erotische Möbel aus Holz - Vollkommenheit ohne Silikon
Mario liebt es, einfach mit Holz zu arbeiten und seine Natürlichkeit zu fühlen. „Zeitschriften wie Playboy und Penthouse oder Musikvideos auf MTV erschaffen ein Bild des perfekten weiblichen Körpers. Es ist die reine Vollkommenheit, die ich durch die Bildhauerei erschaffen kann, ohne Silikon und die Bildbearbeitung in PhotoShop wie bei den Models“ erzählt er uns. „Und die Möglichkeiten sind so vielseitig, eine andere Holzart hat auch eine andere Farbe und eine andere Struktur, welche ich in meinen Entwürfen kombinieren kann.“
Und was für eine Idee steckt dahinter, zum Beispiel einen Tisch zu entwerfen, dessen Tischplatte von gebückten weiblichen Unterkörpern gehalten wird? „Die Idee entstand in einem Designworkshop für Möbeltischler, wir hatten die Aufgabe einen Tisch zu gestalten und erörterten Lösungen wie man die Tischbeine mit der Tischplatte verbinden kann. Das löste bei mir weitere Ideen für sexy Möbelstücke aus.“

Zum Schluss wollten wir noch wissen, welche Pläne Mario für die Zukunft hat und ob seine Kunden spezielle Wünsche haben. „Ich habe gerade einen Auftrag für eine Firma beendet, die wollten einen Schreibtisch auf Beinen. Und gegenwärtig arbeite ich an einigen neuen Stücken, einem Bett, einem kleinen Laptoptisch und einer Obstschale.“
Achtung: Erotische Möbel haben ihren Preis
Wir sind gespannt, welches Körperteil Mario wohl als Obstschale abbildet. Wer mehr über Mario und seine Möbel mit Sex-Appeal erfahren möchte kann sich auch auf seiner Website www.sexyfurniture.nl umsehen. Allerdings sollte vorher noch erwähnt werden, dass man für die scharfen Teile schon mal ein kleines Vermögen hinlegen muss. Handarbeit hat eben ihren Preis.






