20.11.2007

Entdeckung des Öko-SMs

Von Brombeer-Peitsche bis zur Liebeskugel alla Hagebutte

Bild: DarkFrog
Bild: DarkFrog

Liebe Freunde im JOYclub, ein außergewöhnlich verregneter Sommer liegt hinter uns. Bei uns im Norden fand der Sommer im April statt und ich hatte bereits vor Ostern mit meiner Liebsten auf einer Wiese traumhaften Sex. Ab Mai herrschte bei uns nur noch ein Mix aus April und November.

Doch mein Humor ist unkaputtbar, und so möchte ich – die Idee lieferte ein vorzeitiger Herbstspaziergang (im August!!!) – mal wieder etwas Belustigendes zum Besten geben. Es gibt ja in der Erotik die unterschiedlichsten Fetische.

Manche kommen ohne sonderlich viel Geld aus, andere sind recht kostenintensiv. So auch derjenige, den ich diesmal auf´s Korn genommen habe.

Es geht auch billiger

Entdeckung des Öko-SMs

Viele Liebhaber der SM-Erotik investieren Hunderte von Euros, um ihre diversen Werkzeuge und Bekleidungsstücke zu erwerben.

Schon das Ausgeben horrender Summen und das damit einhergehende Strapazieren des Portemonnaies setzt ja eine gewisse Leidensfähigkeit voraus.

Aber muss man wirklich ein Großverdiener sein, um diesen Fetisch ausleben zu können?

Die Lösung dazu kam mir bei besagtem Spaziergang im bewaldeten Hamburger Randgebiet: Der preisbewusste Anhänger des SM-Fetisches greift in kreativer Weise auf Mittel zurück, die ihm Mutter Natur zur gefälligen Verfügung stellt!

Ideen aus der Natur

Entdeckung des Öko-SMs

Die erste Idee, natürliche Ressourcen für SM-Spiele zu benutzen, bekam ich, als mir auf dem Erdboden ein paar Kastanien samt Stiel ins Auge fielen.

Die leuchtend grünen, stachelbewehrten Kügelchen sind bestimmt hervorragend als Schlagwerkzeug geeignet. Oder aber man zwingt den Sub bzw. die Subse, sich darauf zu setzen oder in diverse Körperöffnungen einführen zu lassen.

Auch frische Brennessel (schreibt man das jetzt eigentlich mit drei „n“? Grübel ... Rechtschreib-SM hatte ich noch gar nicht!) spendet willig ihre quälenden Stoffe fürzärtlich-schmerzhafte Streicheleinheiten oder Spanking auf vegetarische Art (fürs Leder muss ja das Tier sein Leben lassen).

Jeder Liebhaber von richtig derben Peitschenschlägen schneidet sich einfach mit einem Taschenmesser ein Stück Weidenrute ab, und auf geht´s, an biodynamische Striemen-Festival!

Noch mehr Natur

Entdeckung des Öko-SMs

Wem das noch nicht genügt, der kann sich ja auch mit einem Brombeerzweig samt daran hängenden Früchten verhauen lassen, dann bekommt das Ganze auch noch einen vampirhaften Touch, wenn der oder die Auspeitschende sagt: "Ich trinke von deinem süßen Blut!"

Wer mal das ultimative Jucken in Anus oder Pussy verspüren möchte, lässt sich am Besten eine angeritzte Hagebutte einführen. Ich wette, Reizstrom ist eine Lachnummer dagegen, schon allein deshalb, weil sich die Hagebutte nicht so einfach "abschalten" lässt, har har!

Vogelfedern samt Kiel benutzt man in optimaler Weise zum Strapazieren der Haut, entweder zum Streicheln bis es weh tut, oder in der brutaleren Variante zum Aufritzen derselben.

Fantasie ohne Grenzen

Entdeckung des Öko-SMs

Sie sehen, der Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt, und die Liste der verfügbaren Bio-SM-Tools ist hiermit noch lange nicht erschöpft! Also lassen Sie sich doch auch mal bei einem Ausflug in den Wald inspirieren, dann beginnt der Spaß am SM schon beim Sammeln!

Was die Kleidung betrifft, schauen Sie doch mal im Shop von Samt und Seide rein, dort lässt sich bestimmt etwas geschmeidiges finden, sowohl für die Dame als auch für den Herrn.

Bis zum nächsten Mal, wenn alle Wunden verheilt sind,

Euer Matthias Kayser

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Kommentare

  • Neu hier? Kein Problem!
Der Autor
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Wir danken Matthias Kayser für die Kolumne.