
Gibt es eine schönere und erotischere Plattform, um ein Kunstwerk zu erschaffen, als den weiblichen Körper? Viele halten den weiblichen Körper an sich ja schon für ein vollendetes Kunstwerk, eingekleidet in ein Bodypainting ist dies dann wahrlich nicht mehr zu toppen.
Unsere Mitglieder ploep und Heximausi hatten bei einem Bodypainting Event die Gelegenheit, dem Künstler Udo Schurr, der als Airfrog im JOYclub unterwegs ist, beim Erstellen eines Bodypaintings zuzuschauen und wollen uns an ihrem Erlebnis teilhaben lassen.
Kunst für einen guten Zweck
Wir durften die Entstehung eines Bodypainting Kunstwerkes anlässlich der 2. Maikammerer Kunst- und Genussmeile mitverfolgen und in Bildern dokumentieren.
Eine passendere Location konnte es hierfür eigentlich gar nicht geben, denn dieses Event wurde unterstützt von insgesamt 66 Künstlern aus verschiedenen Bereichen wie Acrylmalerei, Öl, Mischtechniken, Aquarell, Fotografie, Skulpturen. Noch dazu ging der Reinerlös einem guten Zweck zu, wurde er doch dem Kinderhospiz "Sterntaler" in Dudenhofen gespendet.
Den Höhepunkt bestritt in diesem Jahr die Präsentation des bekannten Bodypainters Udo M. Schurr, der im JOYclub als Airfrog angemeldet ist und bereits zweimal zum Bodypainting Weltmeister gekürt wurde.
Der Weg des Bodypaintingkünstlers Udo Schurr
Wie kommt man eigentlich zum Bodypainting? Im Falle von Airfrog begann alles im zarten Alter von sieben Jahren, wo er die ersten Kunstwerke mit Buntstiften zu Papier brachte. Cartoons und Skizzen entwickelten sich auf einfachem Papier. 1978 gewann er den ersten Platz bei einem Schülerwettbewerb anlässlich des 75jährigen Bestehens seines Heimatturnvereins.
Darauf folgten Bilder in Öl, Aquarell und Acryl. Diese Techniken reichten für die vom Künstler erwünschte Perfektion bald nicht mehr aus und er stieg 1989 auf die Technik des Airbrushens um. Objekte wie Hauswände, Motorhauben und Motorradtanks sowie diverse Gebrauchsgegenstände wurden fortan von Udo optisch verschönert.
1991 versuchte er sich dann erstmals im Bodypainting. Was heute oftmals mittels digitaler Technik ergänzt wird, komplettierte Udo Schurr schon damals mit Airbrush. Der Start für einen künstlerisch erfolgreichen Weg war gelegt und die Erfolge bei verschiedenen Wettbewerben zeichnen ihn noch bis heute aus.
So zum Beispiel der zweite Platz beim WBF 2002, dem World Bodypainting Festival in Seeboden/Österreich, an dem er zum erstem Mal mit seinem damaligen Partner Patrick MC Cann unter dem Künstlernamen "The Brushers" teilnahm.
2003 belegten beide wieder den zweiten Platz, durften sich aber bereits ein Jahr später über den heiß begehrten Weltmeistertitel freuen. 2005 und 2006 erreichten sie wieder den glanzvollen zweiten Platz, um im Jahr 2007 ihre kreative Kunst ein weiteres Mal mit dem Weltmeistertitel zu krönen. Dieser stellte zugleich das Ende des gemeinsamen Schaffens von "The Brushers" dar.
Nach einer kreativen Pause startet Udo wieder durch
Unser Kontakt zu Airfrog kam hier im JOYclub über die Gruppe Bodypainting zustande, woraus sich im Laufe der Zeit eine wundervolle Freundschaft entwickelt hat. So kam es dann auch, dass er uns von der Maikammerer Kunst- und Genussmeile erzählte, wo er nach einer kreativen Pause zum ersten Mal wieder live ein Painting gestalten wollte!
Für uns war sofort klar, dass wir diesen Neubeginn gerne mit ihm miterleben wollten, denn "Nirgendwo ist bildende Kunst so lebendig."
Ein Kunstwerk entsteht auf menschlicher Haut
Am Anfang von allem ist immer die Idee. Wie man zu der passenden Idee kommt? So etwas kann man nicht erlernen oder erzwingen, sie ist einfach irgendwann da.
In diesem Fall war schnell klar, dass die Gegebenheiten um Maikammer, das an der südlichen Weinstrasse liegt, integriert werden sollten.
Was gehört also dazu? Wein, Weinreben und ein Weinfass sollten mindestens zu dem Motiv gehören. Somit war die Idee für das Motiv geboren und musste jetzt nur noch auf dem Körper umgesetzt werden.
Zugrunde lag Udo eine grobe Skizze, die er sich im Vorfeld gemacht hatte. Das eigentliche Kunstwerk aber entwickelt sich erst bei der Umsetzung, denn jeder Körper ist anders.
Man fängt mit der Grundierung an und dann folgen die einzelnen Motive, bei denen beim Painten weitere spontane Ideen einfach mit einfließen – ein Hauch mehr Farbe hier, ein Strich dort. Oft reicht ein ein simples Betrachten aus der Entfernung und schon kommen dem Künstler weitere Feinheiten in den Sinn, die immer mehr zu dem Gesamtkunstwerk verschmelzen.
Faszination Bodypainting
Jeder noch so kleine Hauch von Farbe verleiht dem Kunstwerk eine neue Dimension und Tiefe – für den Zuschauer ist das im ersten Moment gar nicht wahrnehmbar, aber bei genauerem Beobachten wird man immer mehr in den Bann gezogen und die Faszination Bodypainting zieht einen immer mehr magisch an. Wen sie einmal gefangen hat, den lässt sie nicht mehr los – entweder man liebt es oder man findet keinen Bezug zu dieser unbeschreiblichen und unverwechselbaren Kunst, die mit keiner anderen Kunstform zu vergleichen ist.
Virus Bodypainting – uns hat er auf jeden Fall infiziert und in seinen Bann gezogen. So sehr, dass wir demnächst gemeinsame Projekte mit Airfrog in Angriff nehmen wollen. Ihr dürft gespannt darauf sein!
In diesem Sinne und mit farbigem Gruss
Euer Heximausi und euer ploep
















