09.07.2008

Die neue Männlichkeit?

Emanzipation und die Folgen für die Männerwelt.

Im Juli 1958 trat in Deutschland das so genannte Gleichberechtigungsgesetz in Kraft. Dieses garantierte nun neben dem Grundgesetz die Gleichstellung der beiden Geschlechter vor dem Gesetz. Dies war das Ergebnis einer lang anhaltenden Bewegung starker Frauen, die vehement um ihr Recht auf Gleichstellung mit dem männlichen Geschlecht stritten. Umschrieben wird diese Entwicklung mit dem Begriff „Emanzipation der Frau“.

So hinterließen wir Männer früher unser Heim ... mit Frau drin! Klar!
So hinterließen wir Männer früher unser Heim ... mit Frau drin! Klar!

Nimmt man es ganz genau, stammt der Emanzipationsbegriff von dem lateinischen emancipare ab und bedeutete soviel, wie einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ in die Eigenständigkeit zu entlassen.

Doch irgendwann kam es hier zu einer Bedeutungsverschiebung.

Aus dem Gewähren von Selbstständigkeit wurde ein Akt der Selbstbefreiung von gesellschaftlichen und politischen Zwängen durch die Beseitigung von Diskriminierung unter gleichzeitigem Hinzugewinnen von mehr Gleichheit und Freiheit.

Doch die Frauen streiften die Ketten ab.
Doch die Frauen streiften die Ketten ab.

Und dann … irgendwann … stand der Begriff einfach synonym für die Frauenemanzipation. Und keiner weiß warum … vor allem nicht wir Männer, denn eine Frage stellt sich doch jedem testikeltragenden, aufrecht gehenden Lebewesen in unserer Community:

Brachte die Emanzipation wirklich nur Vorteile, wie es die Frauen immer skandieren? Oder werden nun in Wirklichkeit nicht wir Männer benachteiligt?

Verbannten uns an den Herd!
Verbannten uns an den Herd!

Was soll denn der Mann zum Beispiel am heimischen Herd, wie es im Zuge diverser Kindererziehungsdiskussionen immer gefordert wird? Belegte nicht schon die Evolution, dass wir Männer eher zum Jagen und damit für die harten Arbeiten geeignet sind und weniger zum Kinderhüten? Warum können in dem Zusammenhang auf einmal so viele Frauen nicht mehr kochen? Ist das wirklich so verpönt und falls ja, warum kochen jetzt so viele Männer? Aus Angst zu verhungern?

Wieso spielen weibliche Tennisprofis eigentlich nur zwei Gewinnsätze und männliche drei? Warum tragen wir Männer immer noch die schweren Taschen? Was würde wohl passieren, wenn ein Mann in der Armee jammert, weil ihm beim Waffenputzen ein Nagel abgebrochen ist? Warum sind es immer noch die Männer, die auf jetzt viel selbstbewusstere Frauen zugehen müssen und sich jetzt noch harschere Abfuhren einhandeln als noch vor hunderten von Jahren, als nur die Dicke des Geldbeutels wichtig zu sein schien?

Und verpassten uns Ketten!
Und verpassten uns Ketten!

Ist sie heute auch noch, aber mittlerweile kommen da echt Punkte dazu wie Charakter, Humor … oder Figurfragen!!! War es früher nicht doch einfacher, wenn Mann mit der Keule loszog und sich sein Weibchen einfach erlegte und in die urige Höhle schleifte? Oder was ist mit diesen althergebrachten Männerritualen? Wer von uns Männern kratzt sich denn noch öffentlich am Sack oder zieht einen Grünen hoch, um ihn jubilierend auf die Straße zu befördern?

Klar, Fußballfans … aber sonst? Und was soll das eigentlich mit dem Fußball? Die Frauen als Weltmeister und wir Männer? Vizeeuropameister? Und wieso werden jetzt auch Frauen geduldet, wenn wir Männer Fußball gucken? Vor allem, wenn sie im Anschluss meinen, wie sexy die Kerle doch in ihren kurzen verschwitzten Leibchen seien. Hallo? Und uns Männern die niveaulosen Pornos vorhalten? Und damit sind wir beim Thema: Wer will denn bitte Pornos aus Frauenhand sehen? Oh Je … Handlung und künstlerische Einstellungen?

Immer mehr gerieten die Bastionen der Männlichkeit ins Visier der bösen Frauen!
Immer mehr gerieten die Bastionen der Männlichkeit ins Visier der bösen Frauen!

Und wieso eigentlich mutieren toughe Frauen in Filmen immer zu zwei Prototypen: Entweder zum männerfressenden Vamp, der Männer nach seinem Gutdünken beherrscht, oder zu einer "Frau", die männlicher zu sein scheint, als jeder Mann (siehe Mannweib Lara Croft (Angelina Jolie), die eher von ihren riesigen Brüsten denn von irgendwelchen MÄNNLICHEN Gegnern erschlagen wird).

Und was ist das Ergebnis dieser sogenannten Emanzipation der Frau? Eine vollkommen verunsicherte Männerwelt. Kein Wunder, dass immer mehr Männer zu pinkfarbene Hemden tragenden Weicheiern mutieren und irgendwelchen gelackten Metrosexuellen nacheifern, weil die angeblich die neue Männlichkeit stellen … die weiche … die weibliche … die frauenverstehende Sex and the City aus Interesse guckende Männermasse.

Und sie unterwanderten ALLE hohen Positionen!
Und sie unterwanderten ALLE hohen Positionen!

Doch Vorsicht Männer … wer vermittelt uns dieses neue Männerbild? Klar, Frauen, die als leitende Redakteure längst auch die Medien in ihre gierigen Finger bekommen haben. Nimmt man all das zusammen, was ist denn dann die Emanzipation? Eine positive und notwendige Entwicklung oder doch das Ende der Männlichkeit? Zu Hülf!

Ok, ok, ok, ich gebe zu, hier und da habe ich die Situation ein ganz klein wenig überzeichnet … und ein frauenhassendes Chauvieschwein sieht auch anders aus als ich (zumal ich voll die pinken Hemden trage!). Und dennoch titelte unlängst auch der Spiegel in einer seiner letzten Ausgaben: „Was vom Mann noch übrig ist“ (Spiegel: Ausgabe 26). Und im Grunde wollen wir eigentlich jetzt genau das von euch einmal wissen.

Der Mann von heute: Traum und Wirklichkeit
Der Mann von heute: Traum und Wirklichkeit

Was ist eurer Meinung nach noch übrig vom Mann … dem Idealbild … dem kernigen, Frauen rettenden und sich nur über Grunzlaute unterhaltenden Familienversorger, der spätabends heimkommt und darauf pocht, dass das Essen warm dampfend auf dem Tisch zu stehen hat und der bei Streitereien mit der Frau einfach das Haushaltsgeld kürzt?

Gibt es diese Männer eigentlich noch? Was meint ihr (und damit meinen wir Männlein und Weiblein!) und vor allem, was sind eigentlich die letzten Bastionen der Männlichkeit, wenn es sie denn noch gibt? Wir sind gespannt auf eure Meinung ...

In diesem Sinne:
freeman

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Kommentare

Gleichberechtigung is o.k.

aber wollen Frauen die wirklich?
Eine provokante Frage - aber ich bring mal paar Beispiele:
Ein Bäcker schleppt ein 70 Kilo Sack aus'm Lager in die Backstube. Die Bäckerin is dazu körperlich nicht in der Lage. Hat Sie den gleichen Lohn verdient wie Er?
Oder ein extremeres Beispiel: Während meiner Lokführerausbildung hatten wir eine Frau in unserer Klasse. Sie erwähnte eigentlich immer folgendes: "die letzten S-Bahnen (in Frankfurt/M) fährt sie nicht". Ich kann ja verstehen das sie Angst um ihre Gesundheit bzw. Leben hat bei dem Volk welches sich teilweise in den letzten S-Bahnen rumtreibt. Aber für den Arbeitgeber hat unter Berücksichtigung dieses Wunsches die Mitarbeiterin nur Nachteile - gewisse Schichten sind für sie einfach nicht möglich, was mit erhöhtem Dispositionsaufwand verbunden ist. Hat Sie den gleichen Lohn verdient wie ein männlicher Lokführer der auch die "Drogen-S-Bahn" fährt?
Teilweise bekommen Frauen kostenlosen Eintritt in Disco's. Und Männer: zahlen den Eintritt der Frauen mit? In Single-Portalen is es ja grundsätzlich so.
Gleichberechtigung?
Damals in jungen Jahren während meiner Schulzeit ist folgendes passiert:
Wenn mir ein Schüler auf'n Sack ging und das verbal nich raffen wollte gabs nen Satz heisse Ohren. Keiner hat sich drüber aufgeregt, kam halt ab und zu mal vor - und ausser "dem Fünfer auf der Backe" is eigentlich nie mehr passiert (mir is jedenfalls kein Fall von gebrochenen Knochen oder gar Messerangriffen oder ähnlichen bekannt).
Aber: eine Klassenkameradin ging mir auch mal tierisch auf die Eier. Die verbalen Warnungen wurden von ihr konsequent ignoriert - da gabs halt heisse Ohren.
Und was musste ich mir anhören? Ihr ahnt es sicherlich: "Mädchen schlägt man nich." und "kannste doch nich machen" ....
Plötzlich kam das grosse Erwachen das Gleichberechtigung ja auch Nachteile haben kann. Davon will die Damenwelt aber nix wissen. Nur die Rosinen des Gleichberechtigungskuchens - die futtern sie zu gerne.
Ich möchte hier noch folgendes klarstellen:
1) Ich bin bestimmt kein Schläger oder so.
2) Ich bin schon gar nich der Typ der nach der Arbeit heim kommt, mit dem Finger schnippst und Frau bringt das Bier.
Aber gewisse "Geschichten" gehen einfach nich.
Grüsse an Alle die jetzt heiss diskutieren

eine viel dumpfbackigere, pauschalere und mit hohlen Stereotypen gepflasterte Darstellung der ganzen Thematik hab ich noch nicht gelesen, auch wenn ichs nicht bis zum Ende ausgehalten hab.

Wär gut wenn sich der zum schreiben berufene auch dazu eignen würde.!

Das trifft die Gedankentiefe des Beitrages, wenn man hier überhaupt davon sprechen kann, sehr gut. Denn ich kann darin auch nur die penetrante Aneinanderreihung von Klischees erkennen, die keiner tieferen Betrachtung stand halten.

Zudem hat der Autor sich nicht einmal selbst Gedanken gemacht, sondern lediglich Forenbeiträge aus diesem Thread:

Die neue Männlichkeit?

für sein Machwerk ausgeschlachtet.
Nur eben, dass er jede, aber auch jede Idee, in den darin pro und contra der neuen Männlichkeit geäußerten Beiträgen, zu Ungunsten der Männer, im hier vorliegenden Eingangsbeitrag umschreibt und verwendet.

Ich bin froh, dass nicht alle Männer auf so blasse Fassaden abfahren!

Du hast mich falch verstanden Ich fand dies unheimlich spassig und wollte mich nur im Thema einbringen.Bin schon 17. jahre in Beziehung, aber trotzdem nett für Aussage bin leider schon vergeben.Weiter so mit Satiere

Monika, ich versteh Dich schon (die Satire war ja auch nur ein Spaß).
Aber welcher Männertyp gerade in Mode ist, meine Güte... Ich bin wie ich bin und fertig.

weiss was er will,humor voll ist, mit Kindern umgehen kann ... überall mit anpacken kann...
Hm, leider bin ich schon vergeben. *mrgreen*
Vernachlässigung

Steffen 2-die witzige Kolumbie hat mir gut gefallen, aber wir Frauen suchen doch nur ein Mann der weiss was er will,humor voll ist, mit Kindern umgehen kann (also evt. als Vater in Frage kommt).Wenn beide arbeiten evt. auch überall mit anpacken kann und zudem noch für einen recht passable aussieht. Also egal ob Macho oder Softie. Nur sein.wir müssen ja auch viel bieten- Freundin, Mutter, geliebte und gepflegt und lecker aussehen.Das ist dann gleichberrechtigt.

-- Ich werde hier die Begriffe Softie und Macho verwenden, ich hoffe das nimmt mir keiner Übel, der negative Beigeschmack sei jedem selbst überlassen *baeh*

Oh "mann" Lichtkunst, ich hatte soeben angefangen wie verrückt auf den Tasten zu kloppen und merkte dass ich nie fertig werden würde und wieder mal zu weit aushole also las ich noch schnell noch einige weitere Beiträge und muss zu deinem sagen:

EXAKT!

Das Thema hier ist *mein* Thema, ich habe mich damit schon in jungen Jahren beschäftigt und bin erst in diesem Jahr erst erneut zu eiskalten Erkenntnissen gekommen, nämlich wie *sehr* ich mit meinen Vermutungen recht hatte *snief*

Es eine riesen Wut in mir, wenn ich nur daran denke was alles falsch läuft angefangen fast bei der Geburt über Kindergarten, Studium bis zum Beruf und Familienleben im Leben des sogenannten Mannes.

Wer sich allein mit den rechtlichen Aspekten beschäftigen möchte beginne vielleicht hier: Links nur für Mitglieder

Ich selbst überfordere die Jungs in unserem Freundeskreis in jeder Hinsicht. Unter anderem weil die Softies sehen, dass ich doch immernoch der Kerl in der Beziehung bin und gleichzeitig die Machos zusehen müssen, dass ich mit ihren Frauen besser kann als wie sie selbst.

Die Folgen dieses "Spiels"?

1. Es machen einem der Neid, der beiden Lager kaputt, das merkt man erst, wenn es zu spät ist.
2. Man macht sich selbst kaputt. Mann führt ein schizoides Dasein, was aber nicht einfach nur in das Leben zu Hause und das Leben da draußen zu trennen ist, sondern die eigene Frau erwartet von einem eben den ganzen schizoiden Mann, sowohl Softie als auch Macho, wie das auch im Berufsleben der Fall ist! Mann verlernt *sich* zu Leben, falls er es überhaupt irgendwann mal gelernt hat.
Helft uns Männern -Bitte!!!

letzte Meldung:

Was sind das für Frauen, die zu so etwas fähig sind, fragt man sich unwillkürlich angesichts des neuesten Falles von gefährlicher Vernachlässigung, der sich letztes Wochenende in Berlin ereignete. Wie erst jetzt bekannt wurde, befreite die Polizei am Sonntag gegen Mittag in Pankow aus einer Hochparterrewohnung einen kurz vor dem Verdursten stehenden 37-jährigen Mann.

Er war schlecht ernährt und hatte keine schönen Sachen. Nachbarn hatten die Ordnungshüter alarmiert, da ihnen im Treppenhaus der Geruch aufgefallen war. Die Lebensgefährtin des Mannes, der sich selbst als Schriftsteller und Künstler bezeichnet, war am Morgen für ein paar Stunden mit den Kindern an einen See gefahren. In der Wohnung fanden die Mitarbeiter der Polizei keine altersgerechten Getränke. „Nur Wasser, Tee und Säfte, so was habe ich noch nie gesehen", so der noch sichtlich mitgenommene Wachtmeister Schlibrowski.
Er und seine Kollegen erleben so einiges, aber in jener Wohnung fanden sie nicht einmal genügend Nahrung für eine einzige Männermahlzeit. Nur Müsli, Milchprodukte und Rohstoffe wie Kartoffeln, Reis oder Eier, die vor dem Verzehr erst noch verarbeitet werden müssten, befanden sich in der Küche.

Die Regale der Wohnung quollen über von soziologischer und kulturwissenschaftlicher Fachliteratur. Aber es fand sich keine einzige Männer-, Auto- oder Fußballzeitschrift. Auch kein Fernsehgerät. Die Beamten brachten den Mann in einer Kriseneinrichtung der gastronomischen Hilfe unter, dem „Bräustübel" in der Kuglerstraße. Der Leiter der Einrichtung päppelte den Mann persönlich mühsam über Stunden mit Pils und Korn wieder auf.

Mitarbeiter des zuständigen Pizza-Service verteilten Notrufnummern in der Nachbarschaft. Warum, fragten einige, erst jetzt?
„Isse so traurisch", sagte Guilermo, der Chef des Pizzadienstes, der eigentlich Achmed heißt, „rufe erst an, die Leute, wenn isse zu spät. Oder gar nischt."

Oftmals sind Männer, die Opfer dieser Form von Vernachlässigung geworden sind, schlicht und einfach nicht in der Lage, selbst um Hilfe zu bitten. Spätestens seit sich schnurlose Telefone in den Haushalten allgemein durchgesetzt haben, wissen oft nur noch die Frauen, wo in der Wohnung sich diese Telefone befinden.

Dass sich Fälle wie der geschilderte häufen, bestätigt auch Chantal Schünemann. Sie leitet ein Krisentelefon mit 0900-Nummer. Junge Frauen seien mit der Haltung und Pflege eines Mannes häufig überfordert. Der zuerst possierlich wirkende Mann werde schnell zu einer Belastung, wenn er nach der Balz seine typischen Verhaltensweisen der Sesshaftigkeit ausbilde. Spätestens wenn die ersten Kinder da seien, bleibe den Frauen neben ihrer Berufstätigkeit kaum noch Zeit für den Mann. Böse Absicht sei es eigentlich so gut wie nie, die Frauen dazu bewege, ihren Mann alleine zu Hause zu lassen.

Aber Fälle wie dieser erschüttern auch Chantal Schünemann. „Der Ärmste hat bloß noch 90 Kilo gewogen." Sie schüttelt fasssungslos den Kopf.

Dem jungen Schriftsteller geht es glücklicherweise wieder den Umständen entsprechend gut. Aber das Entsetzen bleibt, Nachbarn und Anwohner stellten Flachmänner und Six-Packs unter dem Balkon des Opfers auf und entzündeten Kerzen. Auf einem handgeschriebenen Zettel steht die Frage: „Warum?" Sie bewegt hier alle.

Die Lebensgefährtin des Mannes wollte am späten Nachmittag vom See zurück sein. Na, die wird Augen machen!

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Was soll das ganze??


@tagesnutzer

Zur Beantwortung dieser Frage könnte es von Nutzen sein noch einmal von ganzganz vorne zu beginnen. Mein Vorschlag hierzu der Klassiker aus den neunziger Jahren : Kleine Helden in Not. Jungen auf der Suche nach Männlichkeit.
Am meisten hat mich das Kapitel über HeMan den „Psychopathen im Kinderzimmer“ beeindruckt.
HeMan diese Spielfigur die vor Jahren nach Angaben der Autoren in jedem dritten Jungenzimmer zu finden war.

“ HeMan wird komplett aus Hartplastik hergestellt - mit Ausnahme des Kopfes. Welches Bild den Jungen vom Mann präsentiert wird, lässt sich so in einem knappen Satz zusammenfassen. Das einzig Weiche an ihm ist die Birne.“ (D.Schnack/R.Neutzling)

…also ich fand diesen Macho immer potthässlich…aber eigentlich war er ja Prinz Adam ein unsicherer Knirps mit einem Zauberschwert und so. weiter. und weiter...Seine Schwester soll übrigens Barbie sein…doch das ist ein ganzganz anderes Thema.

…und noch was : Männer-Beauty-Special hin oder her….gezupfte Männeraugenbrauen ausserhalb Gross-oder-Kleinkunst-Bühnen-Berufung finde ich scheußlich…allerdings ist das ein noch ganzganzganz anderes Thema.

Rosalba
Bleiben wir doch einfach wie wir sind...

....Denk mal das Problem ist das sich die Männerwelt auch viel zu viel Gedanken darüber macht, sich von den Medien dermaßen beeinflussen läßt und sich selber anfängt in Frage zu stellen. Übertriebene Emanzipation bei manchen Frauen tut dann noch das übrige. Was soll daß? Daß die Frauen mehr Rechte bekommen haben und beruflich gleich gestellt werden sollten ist doch OK. Aber warum müssen dann einige gleich den ganzen Spieß dermaßen umdrehen, Kosmtetik- und Beautytips-Magazine für Männer herausbringen und und und. Manchmal kommt es mir so vor als ob die ganze Angelegenheit total umgedreht wird. Völliger Rollentausch.
Denk mal so funktioniert daß nicht. Bleiben wir doch einfach die Männer, bleiben stark genug um auch mal schwach zu sein, sind sicher in dem was wir tun, bleiben Gentleman und machen den Frauen weiterhin die Türen auf, bleiben Macho um zu zeigen daß diese Frau aber mir gehört, bleiben so viel Mann, damit sich eine Frau auf mal fallen lassen kann und weiß aufgefangen zu werden und wissen, daß Dominanz und Zärtlichkeit keine Gegensätze sind, sondern einander ergänzen......

Was soll das ganze??
Vom Streß der Freiheit

Die Lebensmodelle und die Verhaltensmöglichkeiten sind vielfältiger geworden - für beide Geschlechter... Das war 1960 alles viel starrer und eingeschränkter; und es war zweifellos eine echte Revolution, wenn man sieht, was 15 Jahre später alles ging...
Ich denke, daß diese geschlechter-übergreifende Erweiterung der Lebens- und Verhaltensmöglichkeiten, die sich ja auch in den letzten Jahren noch ständig fortgesetzt hat, nicht nur mit dem zu tun hat, was allgemein als Emanzipation bezeichnet wird. Es ist nicht bloß ein Hinzugewinnen von (legitimen) Rechten der Frau, und dadurch - aus Männersicht - eine neu entstandene Konkurrenz... Oder daß die Etikette und Normen früherer Zeiten heute nicht mehr zwingend sind (aber sie sind immer noch erlaubt!)...
Sondern wir alle finden uns heute in einer völlig gewandelten sozioökonomischen Situation (und die treibende Kraft technologischer Neuerungen sollte man in diesem Zusammenhang nicht unterschätzen!) - man denke hier nur an die multikulturelle Zusammensetzung unserer Bevölkerung oder an die Globalisierung des Handels und der Wirtschaft.
Praktisch überall finden wir über die Jahre ein stetiges Hinzugewinnen von Bewegungsmöglichkeiten und Freiheiten für den Einzelnen, damit einhergehend eine wachsende Verhaltensvariabilität. Eine rückläufige Entwicklung kann man kaum irgendwo beobachten...
Für das persönliche Erleben des Einzelnen bedeutet das vielfach: ich sehe mich mit einem schwierigen Durcheinander konfrontiert, ich muß ständig Entscheidungen treffen, Orientierungen gibt es haufenweise - aber welche sind für mich die richtigen?
Also: eine beträchtliche Zunahme an Verhaltensmöglichkeiten geht einher mit einer entsprechend gewachsenen Unsicherheit...

(Der Deutsch-Lehrer würde mir jetzt vermutlich sagen: Thema verfehlt! Aber heute würde ich dem Deutsch-Lehrer den Stinkefinger zeigen...)
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    Anregende, heiße und punktgenaue, erotische Sichtweisen unserer Kolumnisten

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