
Bodypainting bzw. einen Körper nur mittels Farbe und kleinen Accessoires in ein Kunstwerk zu verwandeln, ist eine Meisterleistung, die man nicht genug ehren und würdigen kann. Wenn man diese Kunst in großem Stil hautnah bewundern und mitverfolgen kann, dann auf der "Maskerade" in Venlo, dem größten, internationalen Indoor-Bodypaintingevent. Unsere Mitglieder Heximausi und ploep berichten für uns von dem Event und wie Heximausi selbst zur Leinwand wurde …
Indoor-Bodypaintingevent vereint Creme der Körpermalkünstler
Dank des unermüdlichen Engagements von Bert und Carolien Verstappen (Initiatoren der "Maskerade") - und der Unterstützung durch ein großes Helferteam im Hintergrund - wurde dieser Event mittlerweile zum siebten Mal ausgetragen. Auf diese Entwicklung können die Organisatoren stolz sein, denn die "Maskerade" hat sich in der Szene mittlerweile sehr erfolgreich etabliert.
Die besten Bodypaintingkünstler aus Europa zählen zu den Teilnehmern und messen sich im Wettbewerb um die begehrten Trophäen. Aufgeteilt auf zwei Tage konnten die Painter in den Kategorien Face- & Bellypainting, Bodypainting – hier wurde noch einmal unterteilt in die Techniken Airbrush und Pinsel/Schwamm – und Special Effects ihr Können unter Beweis stellen.
Für alle Bereiche war im Vorfeld der "Maskerade" das Motto "Memories" bekannt gegeben wurden, so dass die gemeldeten Painter ihre Ideen ausarbeiten konnten. Einzige Ausnahme war die Kategorie Facepainting. Dabei mussten für den Award zwei Paintings geboten werden. Eines nach dem bekannten Motto und eines nach einem Überraschungsmotto, das kurz vor Beginn des Events bekannt gegeben wurde. In diesem Jahr war dies "Flowers/Florales". Die Painter mussten sich demzufolge während ihres ersten Paintings Gedanken machen, was für Ideen sie im zweiten Durchgang umsetzen wollten.
Bodypainting findet immer mehr Anhänger
Erfreulicherweise darf sich Bodypainting einer stetig wachsenden Anhängerschaft erfreuen, was bestimmt auch auf Auszeichnungen beruht, die großes Engagement im Sinne des Bodypainting würdigen. Bei der "Maskerade" ist dies die "Ferenc Hottya Wechseltrophäe", die jedes Jahr neu verliehen wird.
Die "Maskerade" legt großen Wert darauf, nicht nur ein Wettbewerb zu sein, sondern auch Künstlertreff für Face- und Bodypainter, sowie Marktplatz für alle, die der Bodypaintingvirus erwischt hat. Einmal infiziert, immer infiziert. Entweder man liebt und schätzt die Kunst des Bodypaintings oder man findet gar keinen Gefallen daran. Einen Mittelweg gibt es nicht.
Jedes Bodypainting ist einmalig und unvergleichlich
Ein Bodypaintingevent ist unbeschreiblich warm, fröhlich und herzlich, denn man kann hier wirklich von einer großen Familie Gleichgesinnter sprechen. Ein freudiges Wiedersehen mit liebgewonnen Menschen, die man auf Grund der internationalen Herkunft leider viel zu selten trifft. Vielleicht ist es gerade dies, was Bodypaintingevents so unbeschreiblich macht.
Abgesehen von der farbenfrohen Kunst, die ihresgleichen sucht. Jedes Kunstwerk ist einmalig und unvergleichlich. Alle Grundlagen für die Paintings - also die Körper der Models - sind individuell und die Painter müssen sich immer wieder neu auf die jeweilige "Leinwand" einstellen.
Bodypainting Events sind sehr rar gesät
Auch wir sind schon lange mit dem Virus Bodypainting infiziert (im JOYclub durch unsere Gruppe Bodypainting mitzuverfolgen) und sind in die große Künstlergemeinschaft aufgenommen wurden, durch die man über die wichtigsten Neuigkeiten und Events informiert wird. So haben uns die mittlerweile liebgewonnenen Painter Brigit Hertfelder und ihre Tochter Mimi auf die "Maskerade" hingewiesen.
Da die Events im Bereich Bodypainting sehr rar sind, war es außer Frage, dass wir dabei sein würden. Auch wenn es inzwischen sehr knapp vor dem Event war und wir uns ernsthaft fragten, ob wir so kurzfristig noch eine Unterkunft bekommen würden. Am Freitag, den 4. November 2011, ging es dann los in Richtung Niederlande. Zu unserem Quartier, einem Feriencampingplatz, der in Venlo speziell für das Wochenende den Teilnehmern der "Maskerade" zur Verfügung gestellt wurde.
Die Bodypaintingszene – eine große Familie
Mit großem Hallo treffen nach und nach alle ein. Ein Familientreffen, bei dem jeder für jeden da ist und jeder jedem hilft, wenn Not am Mann ist - egal ob selbst Painter oder Liebhaber. Da sagt keiner "nein" wenn es nicht wirklich sein muss.
So auch wir nicht. Birgit und Mimi war ein Model ausgefallen und somit wäre die Teilnahme für den Bereich Facepainting nicht mehr realisierbar gewesen. Es ist aufgrund des engen Zeitplans für die Models nicht möglich, sich zwischen Painting, Jurybewertung und dem Posieren im Fotobereich mal eben für ein weiteres Painting abzuschminken.
"Einer für alle" und somit bin ich Freitagabend kurzfristig als Facepaintingmodel eingesprungen. Es wäre zu schade gewesen, wenn nach all den Vorbereitungen und der Anreise die Teilnahme für Birgit und Mimi an dem Event gescheitert wäre.
Aufgrund der Umstände starteten wir ohne jede Erwartung in den Wettbewerb. Wir wollten nichts gewinnen… Dabei sein ist alles. Die 75 Minuten, in denen das Painting fertig sein musste, vergingen wie im Flug und das Facepainting war ein Kunstwerk. Meine Hochachtung, was die Painter leisten, denn zur Vorbereitung des Überraschungsthemas blieb ihnen kaum Zeit.
Heximausi ist Facepainting Model 2011

Neben den Ehrungen für die Künstler gibt es für jede Kategorie auch einen Modelpreis, womit den Models gedankt wird: "The Model Of The Year". Eine liebe Geste, denn auch die Models müssen sehr viel Geduld aufbringen. Stillsitzen, posen, immer lächeln. Die "Maskerade" wird für uns unvergesslich bleiben, denn wir waren nicht nur live dabei, sondern sind auch geehrt worden. Denn ich bin zum Facepainting-Model 2011 der "Maskerade 2011" in Venlo ernannt wurden.
Memories… was sind Erinnerungen…? Dinge, die wir nie vergessen wollen, die aber leider durch den Alltag doch immer viel zu schnell verblassen und wie ein Bodypainting vergänglich sind. Für uns werden diese Tage in Venlo durch den Model Award immer unvergessliche, wunderschöne "Memories" bleiben, von denen eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen ist.






















