Erfolg beim Dating ist nicht immer leicht. Einige Singles haben sich sicherlich schon mal gefragt, warum es denn beim Gegenüber manchmal nicht so recht klappen will. Anhand zweier verschiedener Männertypen erklärt Dating Coach Kolja Alexander Bonke im Folgenden mit einem Augenzwinkern, welche Gründe es für Dating Misserfolge geben kann und mit welchen Tipps man dann doch beim weiblichen Geschlecht landet.

In guten Männerfreundschaften hilft man sich, wo man kann. Lange vor meiner Zeit als Dating Coach versuchte ich bereits, Freunden unter die Arme zu greifen, bei denen es mit den Mädels nicht rund lief. Zwei meiner alten Kumpels, nennen wir sie Jörgi und Jimmy, waren total unterschiedliche Persönlichkeiten.
Ihre einzige Gemeinsamkeit war der fehlende Erfolg beim weiblichen Geschlecht. Ich glaube, durch diese beiden Kollegen wurde mir zum ersten Mal klar, wie der Dating-Hase oder vielmehr die Häsin läuft: Ausbleibender Erfolg bei Frauen konnte offenbar viele verschiedene Gründe haben …
Fall 1: Jörgi, der Seriöse

Jörgi war der seriöseste meiner Freunde. Höflich, nett, gut in der Schule, aber in weiblicher Gesellschaft eher unsicher und zaghaft. Mit ihm konnte man prima reden, solange man keine Frau war – falls doch, wurde es schnell zäh. Lockere Sprüche, Selbstsicherheit und Swag, wie es heute heißt, Fehlanzeige.
Männlich-sexy geht anders. Jörgi war für die Mädels einfach viel zu langweilig. Bevor irgendetwas passieren konnte, wurde er meist in die Wüste oder, noch schlimmer, ins Gute-Freunde-Land geschickt – einem trostlosen Flecken ohne Sex, dafür mit Problemgesprächen und kostenlosen Handwerkerdiensten. Wenn er Glück hatte, erbarmte sich alle Jubeljahre jemand für eine feste Beziehung. Mehr lief in Sachen Dating nicht.
Fall 2: Jimmy, der Hallodri

Jimmy war ein völlig anderer Fall. Im Gegensatz zu Jörgi fast schon ein Draufgänger und Wirbelwind, trotzdem lief es auch bei ihm nicht wirklich prall. Jimmy fand sich selbst prima – stand damit aber ziemlich alleine da. In der Disko wurden zwar hin und wieder Geknutsche, Fummeleien und eingetütete Telefonnummern aufs Parkett gelegt, danach war allerdings fast immer Sense.
Erfolg beim Dating war kaum vorhanden: Meist war die Nummer falsch und er landete in Amtsstuben oder Tante-Emma-Läden. Oder es ging gar keiner ran. Manchmal wurde ein Date verabredet, zu dem dann nur einer erschien: Jimmy.
Tipps für Fall 1: Anziehung durch Haltung, Blicke und Assoziationen
Jörgi, dem Peter Zwegat unter meinen Kumpels, fehlte Anziehung. Anziehung ist die Spannung und das Feuer zwischen sexuell kompatiblen Menschen. Leidenschaft, die ein laues Lüftchen in einen Sturm verwandelt und der Treibstoff jeden Flirts ist.
Um seine Anziehungskraft auf Frauen zu vergrößern, musste Jörgi unbedingt mehr von sich selbst überzeugt sein. Durch eine gerade Haltung zum Beispiel – sieht nicht nur selbstsicher aus, sondern macht auch selbstsicher. Und selbst wann man im Inneren noch Unsicherheiten aufweist, ist es möglich, auf andere einen selbstbewussten Eindruck zu machen: Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit kann man lernen! Einfach täglich Frauen ansprechen, zur Not nur nach dem Weg fragen. Das Beste daran: Das Innere zieht irgendwann nach und die Selbstsicherheit geht in Fleisch und Blut über.

Plötzlich konnte Jörgi dem Blick einer Frau so lange standhalten, bis sie ihre Augen senkt. Man sollte als Mann nämlich nie zu früh wegschauen. Er blickte auch nur noch in ein Auge, statt wie früher fahrig zwischen beiden Augen zu pendeln. Und wenn eine Frau ihn doch nervös machte, begann er, Iris, Wimpern und Äderchen einzeln zu betrachten. Das nimmt dem Blick des Gesprächspartners den Druck.
Er wurde insgesamt viel mutiger, traute sich Frauen wie selbstverständlich anzufassen und viel natürlicher zu behandeln. Auch seine Gespräche liefen besser: Er fing an, im Kopf Assoziationsketten zu bilden. Auf jedes interessante Stichwort von ihr konnte er nun mit "da fällt mir ein" oder "apropos" zu neuen Themen überleiten. Das macht Unterhaltungen deutlich spannender.
Er lernte außerdem, wie man Frauen zum Lachen bringt und auf die Schippe nimmt, ohne sich zum Clown zu machen. Denn über Clowns wird zwar gelacht, aber mit ihnen hat niemand Sex.
Tipps für Fall 2: Wert durch Erfolg, Äußeres und Gemeinsamkeiten
Auch Jimmy, dem Diskokönig, konnte geholfen werden. Was ihm fehlte, war Wert. Der Wert eines Mannes als Partner für eine Frau besteht aus Dingen wie finanziellem und sozialem Status, gepflegtem Äußeren und Gemeinsamkeiten. Männlicher Wert sorgt für eine Steigerung der Lebensqualität der Frau im Falle einer festen Beziehung.
Jimmy musste zuerst sein Leben auf die Kette kriegen, denn Männer mit attraktivem Lifestyle haben selten Probleme mit Frauen. Er kümmerte sich um eine vernünftige Ausbildung und wurde beruflich erfolgreich. Seine Einstellung zum Leben wurde deutlich positiver.

Seine Plauze war ihm im Nahkampf mit Frauen häufig im Weg, deshalb stellte er seine Ernährung um und begann, mehr Sport zu treiben. Die verlorenen zehn Kilo vergrößerten seinen Dating Erfolg enorm. Neue Klamotten wurden fällig – er nutzte die Gelegenheit, um seinen Stil gründlich zu ändern und dem neuen Lebensabschnitt anzupassen. Die Jogginghosen von früher wurden jetzt nur noch zur körperlichen Ertüchtigung getragen.
In Gesprächen mit neuen Bekanntschaften fing er an, Gemeinsamkeiten herauszustellen und positive Züge seiner Persönlichkeit zu vermitteln. Das aufdringliche Baggern und die Angeberei früherer Tage legte er ab. Er lernte, wie er seine Vorzüge clever zur Geltung bringen konnte. Sogar einen Schuss Selbstironie integrierte er in seine Geschichten. Das wirkt entwaffnend und Frauen bekommen weniger schnell den Eindruck, es mit einem Schwätzer zu tun zu haben.
Als Jimmy diese Baustellen in seinem Leben in Ordnung gebracht hatte, zog auch der Lebensbereich Dating nach: Er kam zu Verabredungen und ernsthaften Beziehungen mit Frauen, so wie er es sich immer gewünscht hatte.
Der Optimalfall in Sachen Dating: Wert und Anziehung

Wie die Beispiele von Jörgi und Jimmy zeigen, kann man auf einem Bein nicht stehen. Jedenfalls nicht lange – für dauerhaften Erfolg bei Frauen sind Wert und Anziehung nötig. Nur wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Mann regelmäßig attraktive Frauen anziehen, ausziehen und behalten. Wenn nicht, bleibt das Dating meist eine Baustelle.
Jeder kann seine Attraktivität verbessern. Der erste Schritt ist, sich über die eigenen Stärken und Schwächen klar zu werden. Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Wie steht's um meine Anziehungskraft auf Frauen und wie wertvoll bin ich für eine Frau als Partner? Was kann ich konkret tun, um mehr Erfolg beim anderen Geschlecht zu haben?
Buchtipp:
Weitere Tipps und Anregungen zur Beantwortung dieser Fragen sowie über Wert, Anziehung und andere funktionierende Konzepte findet ihr in dem Buch von Kolja Alexander Bonke "Erfolg bei Frauen: Wie Sie Ihre sexuelle Anziehungskraft erhöhen, gekonnt verführen und regelmäßig Sex haben", das im humboldt Verlag erschienen ist.




