21.03.2007

Seilkunde

Durchmesser

Es empfiehlt sich, Seilstärken zwischen 6 und 10 mm zu verwenden. Wir verwenden fast ausschliesslich Seile mit einem Durchmesser von 8 mm.

Beim Seildurchmesser gilt: je dünner ein Seil ist, desto leichter lässt es sich knüpfen - gleichzeitig ist aber die Gefahr von Verletzungen durch Einschnürungen ungleich grösser. Es ist zwingend zu beachten, dass bei einem kleineren Seildurchmesser zur Vermeidung von Einschnürungen mehrere Windungen nötig sind.

Seele

Seile aus gewissen Materialien (z.B. Baumwolle) werden ohne oder mit Seele angeboten. Die Seele ist in der Regel ein Kunststoffseil oder -körper, um den das Seil geflochten oder gedrillt wird.

Seile mit Seele haben in der Regel eine höhere Reissfestigkeit, als solche ohne Seele. Sie sind jedoch steifer und von daher nicht so leicht zu verknoten wie Seile ohne Seele.

Reißfestigkeit

Sofern keine Hängebondages gemacht werden, muss der Reissfestigkeit eigentlich keine Beachtung geschenkt werden. Sollen auch Hängebondages durchgeführt werden, sollte das Seil eine Reissfestigkeit von mind. 100 kg (1kN) aufweisen. Dies ist ganz wichtig, denn durch die Knoten im Seil verringert sich dessen Tragfähigkeit in der Regel um mind. 50%.

Zudem können sich bei Hängebondages auch dynamische Lasten durch das Schwingen des Passiven ergeben. Diese können von zärtlicher oder härterer Bearbeitung durch den Aktiven, GV etc. her rühren und sind nicht zu kalkulieren.

Materialien

Am weitesten verbreitet sind Seile aus Kunststoff, Baumwolle oder Hanf. Diese sind je nach Flechtung unterschiedlich rauh. Bei der Session ist unbedingt darauf zu achten, dass die Seile nicht über den Körper gezogen werden. Dies kann zu schweren Verbrennungen führen. Darum sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einrechnen.

Autor: faustspiele

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