Wir wissen inzwischen, warum Männer nicht tanzen und was sie so für Macken haben, aber wie es dem heutigen Mann wirklich geht, das wird kaum betrachtet. Männer sind heute nämlich häufig sehr verunsichert, was ihr "Mannsein" betrifft, denn es gibt kein klar definiertes Bild mehr von Männlichkeit, das Sinn macht und Sinn gibt. Peter Aman Schröter hat sich in den letzten Jahren auf dieses Thema spezialisiert. Seit 25 Jahren arbeitet er in Einzelsitzungen und Seminaren mit Männern und hat zum Thema "Das Schweigen der Männer" einige Tipps auf Lager.

Viele Männer sind verunsichert, was ihr "Mannsein" betrifft.
Männer früher und heute
Früher wurden wir Männer vielfach noch initiiert und engen Verhaltensregeln unterworfen – da war ein Mann Erzeuger, Ernährer, Beschützer und hatte ein Territorium zu verteidigen. All dies hat heute für 90 Prozent aller Männer drastisch an Bedeutung verloren. Heute wird stattdessen die Individuation groß geschrieben. Da soll Mann den eigenen Weg gehen, sich integrieren und sich selbst verwirklichen. Wie bitte? Wie soll man denn dabei noch Mann sein und "gewinnen" können?

Früher war der Mann Erzeuger, Ernährer, Beschützer und hatte ein Territorium zu verteidigen
Die ökonomische Unabhängigkeit der Frau, Gleichberechtigung, die Frauenbewegung erschüttern die Männer der Mittelschicht in ihrem Rollenverständnis, so dass sie als Reaktion entweder auf das alte Machomodell oder den Sanften Mann zurückgreifen.
Da Männer stark außenorientiert sind, fehlt ihnen vielfach die Wahrnehmung des Innenraumes ebenso wie die Fähigkeit darüber zu kommunizieren. Nicht über etwas Materielles zu reden (Auto, Sport etcetera) sondern über Gefühle und Empfindungen, sich selbst direkt mitteilen, den anderen an seiner Innenwelt teilhaben lassen, das fällt vielen Männern schwer.
Angst vor dem Weiblichen
Auch die Angst vor Intimität und Nähe zu anderen Männern macht vielen zu schaffen. Diese tiefe Verunsicherung war allerdings - verdeckt - schon immer da. Die Angst vorm Weiblichen ließ Männer das Patriarchat errichten, Misogynie hielt Einzug. Frauen wurden (und werden) als Menschen zweiter Klasse behandelt, abgewertet, als sexuelle Beute gesehen oder gewaltsam niedergehalten, um eine strikte Grenze zwischen Mann und Frau zu ziehen.
Die Angst vor der eigenen inneren Weiblichkeit wurde (und wird noch immer allzu oft) stark kontrolliert und tritt als Homophobie an die Oberfläche. Ein zu langer, entspannter Blick, eine Berührung, die über ein kollegiales Schulterklopfen hinausgeht, lassen die Warnlampen angehen. Dann wird Mann misstrauisch, unsicher und distanziert.
Übermutterung und Untervaterung lassen vielen Jungen nur die Wahl zwischen dem Ablehnen ihrer eigenen Männlichkeit (der geschlechtslose, sanfte Mann) oder der Annahme der Gleichung: Mann ist gleich nicht Frau. Aus der heraus Qualitäten wie Sinnlichkeit, Körperlichkeit, Nähren, Kommunizieren abgewertet und als zweitrangig betrachtet werden. So bleibt nur der Penis, der in der Folge überbewertet wird. Mit ihm "steht und fällt" das Selbstbewusstsein eines Mannes, der sich hauptsächlich über seine penile Potenz definiert.
Auswirkungen auf das Männerleben
Die oben aufgezählten Punkte führen zu einem starken Konkurrenzkampf unter Männern. Alles dreht sich darum, wer den größten … Wagen, das größte Einkommen, die besseren Markenartikel, mehr Macht oder die schönste Frau hat.

Der Mann von heute ist süchtig nach Intensität ...
Je mehr Mann sich von den anderen abhebt, desto einsamer wird Mann, und desto mehr konzentriert Mann sich auf seine Arbeit, vielleicht noch auf die Familie. Fragt man ihn nach seinem besten Freund, so antwortet der vereinsamte Mann: "Der beste Freund, den ich habe, ist meine Frau." Was die Zusammenbrüche erklärt, wenn es zur Scheidung "aus heiteren Himmel" kommt.
Hinzu kommen die Betonung von Narzissmus, Körperkult und die Verdrängung des Alters. Um abzuschalten, sich zu betäuben oder auch um mit der gleichen Intensität weiterzufahren, werden viele Männer süchtig. Süchtig nach Intensität ganz allgemein, nach Arbeit, Sex, Beziehung, Drogen oder Risikosport. Die Unfähigkeit sich zu entspannen und nach innen zu schauen, verschließt für sie den Zugang zu Lebensqualitäten wie Ekstase, Sinnlichkeit, Lebendigkeit, Neugierde, Leidenschaft, Stille, Einfachheit und dem Gefühl des Eingebundenseins.
Auswirkungen auf die Partnerschaft
Das Pendeln zwischen Gewalt (Erregung) und totaler Abhängigkeit (Depression) bestimmt viele Partnerschaften. Die Gewalt kann sich in den verschiedensten Formen manifestieren. Die Palette reicht von Schweigen, Schneiden, kleinen Gemeinheiten, ungerechtfertigtem Kritteln, Nörgeln, körperlicher Ablehnung, Vergleichen mit anderen Frauen, psychischem und physischem Druck bis hin zu Drohungen, Schlagen und Vergewaltigung.
Ebenso hat die Abhängigkeit viele Facetten. Viele Männer lassen, sich sobald sie nach Hause kommen, bedienen; sie sind weinerlich, missgelaunt, depressiv und wollen aufgepäppelt werden. So wird die Partnerin zur Mutter, zum Kindermädchen gemacht. Der "pflegebedürftige" Mann ist ohne Initiative, zeigt Stimmungsschwankungen, weiß nicht, was er will; er wird von seiner Anima drangsaliert.
Dieses Pendeln verunsichert beide. Es gibt Anlass zu Streiterreien oder Rückzug ("Der Alte spinnt mal wieder"). Solch ein Zusammenleben funktioniert nach dem Motto: Ich hasse dich, verlass mich nicht!
Zwei verschiedene Kommunikationsstile

Der Mann redet lieber über Sachen, sie über Gefühle ...
Dadurch, dass Mann und Frau zwei verschiedene Kommunikationsstile haben, wird die Beziehung noch erschwert. Männer sprechen eher über Sachen, halten Vorträge, lösen Probleme, sind heftig und streiten, können sich aber auch schneller wieder vertragen. Frauen sprechen eher über Gefühle, Beziehungen, hören zu, schwingen mit, haben einen demokratischeren Diskussionsstil, müssen nicht immer Recht haben.
Die Machtfrage, der alte Geschlechterkampf, schwebt ständig in der Luft. Wer ist tonangebend in der Beziehung? Kann man je nach Erfordernis wechseln, oder zieht dies schwere Verstimmungen, ja Kampf nach sich?
Meine Partnerin und ich fanden heraus, dass in glücklichen und langlebigen Partnerschaften der Mann, ohne auf einer Vormachtstellung zu beharren, leicht tonangebend war. Auf dieser Basis sind dann Spiel, Humor und auch eine Rollenumkehr möglich.
Die Droge Frau

Die Droge des Mannes ... Frauen.
Männer sind abhängig, ja süchtig nach Frauen. Frauen decken einen Großteil dessen ab, was Mann aus seinem Verhaltensrepertoire streichen musste – und so leidet er wie ein Drogenabhängiger unter Entzugserscheinungen, wenn sie sich beispielsweise verweigert oder trennen will.
Dies führt zu Androhungen, Zwang, Erpressung, Untreue oder Gewaltanwendung, zu Rückzug, Verweigerung oder Depression.
Aus dem Gesagten lassen sich folgende Tipps für ein gesundes und sinnvolles Männerleben entnehmen …
Tipps für ein gesundes und sinnvolles Männerleben
- Balanciertes Mannsein richtet den Blick auf positive Potenziale und pendelt zwischen den Polen aktiv-reflexiv, Einbindung – Durchsetzungskraft, Leistung – Entspannung, Stärke – Anerkennen eigener Grenzen, Intimität und Nähe zu Männern und Frauen. Hier entsteht der phallische Mann, der Kontakt hat zu den Qualitäten der vier Archetypen: Krieger, Liebhaber, Magier und König.
- Gute Männerfreundschaften braucht es, um eine Heilung der "Vaterwunde" anzugehen. Hier erhält der Mann eine Nahrung, die er vergeblich bei den Frauen sucht, und die unerlässlich für sein Selbstverständnis und Selbstvertrauen ist. Achtung: Die Clubs, Vereine und Stammtische mögen ein Ventil sein, unterstützen aber eher das patriarchale Männerbild. Die Vaterwunde wird bewusst und fängt an zu heilen, wenn Männer unter sich sind, über ihre Gefühle sprechen und sie zeigen, sanften, aber auch aggressiven körperlichen Kontakt zulassen, miteinander streiten und schweigen.

Wege zu einem verbesserten Selbstbild Mann
- Stille, Alleinsein, Natur: Die meisten Männer halten Stille und Nichtstun nicht aus. Sie müssen in der Natur Bäume fällen, Bäche stauen oder Würste braten. Sich aber mal hinzusetzen, vielleicht bei einer Visionssuche mal drei Tage und Nächte allein zu sein, zu fasten und sich dem Nichtstun auszusetzen, das braucht sehr viel Mut und Hingabe. Auch hilft eine regelmäßige Meditationspraxis, die einem den Weg nach innen öffnet.
- Beziehung: Ein sehr gutes Lernfeld ist natürlich eine Beziehung. Eine stimmige Beziehungsform finden (Zusammen? Jeder für sich? Nur am Wochenende?), klare Grenzen setzen, gute Kommunikation einüben (z.B. Zwiegespräche), alles ansprechen können, aber nicht müssen (auch ein Geheimnis kann einmal gut tun). Hier werden jedem Partner sämtliche Knöpfe gedrückt, und man hat die Chance aneinander zu wachsen oder miteinander durch die Hölle zu gehen. Manchmal hilft dann der Kontakt mit einer neutralen Instanz: Therapeuten, die bestimmte blinde Flecken aufdecken und damit die Beziehung entlasten können.
© Peter A. Schröter
Demnächst widmen wir uns an dieser Stelle der modernen Frau ...
| |
 | die Welt positiv sehen
Lieber J_PS, wie ich merke bist Du kein Mann, der schweigt
Danke für deinen sehr ausführlichen Beitrag!
Bedenke bitte, dass Du Dich hier im Joyclub "kostenfrei" in einem kommerziellen Forum präsentieren darfst... das ist eine gute Sache.
1. Unsere Gesellschaft hat wirklich viele Stellen, welche "Überarbeitung" bedürfen. Deshalb muss ich sie nicht schlecht reden.
2. Die Wahrheit ist aber auch, dass Dir unsere Gesellschaft das Recht gibt Dich für (d)einen Weg zu entscheiden oder einfach auszuwandern! Die Gesellschaft gibt Dir auch das Recht, sie von innen zu verändern und aktiv zu gestalten (... und das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn Du Dir die Welt anschaust.)
3. Thema Steinzeit: 7 Milliarden Menschen können nicht (al a Naturrelegion) in der Steinzeit leben. Sorry, aber das ist Quark!
4. Der Sinn des Lebens: Glücklich sein! Stell Dir mal vor... Es gibt Menschen, die DSDS schauen, die Bild lesen und Scooter hören... die völlig "integriert" sind. Sie sind damit glücklich, weil es ihr Weg ist und ich akzeptiere das auch.
5. Habe ich Freunde und Kunden aus Politik und Wirtschaft, die ich echt bewundere. Warum? Ganz einfach: Sie klagen nicht! Sie jammern nicht! Sie kämpfen weil sie die Gesellschaft verändern und aktiv gestalten wollen. Das sind echte Männer, sag ich Dir
Selbst bin ich glücklich ("damals" mit zarten 34 Jahren) meinen Weg gefunden zu haben... und ich bin dankbar, dass ich in dieser Gesellschaft leben darf, weil sie mir das ermöglicht hat. Punkt.
mit sportlichen Grüßen |
 |
@keinRomeo
Lach, nun zu jener Zeit befand ich mich in der glücklichen Lage, sowohl finanziell als auch von jeglichen Verpflichtungen frei zu sein. Deshalb sagte ich bereits, dass dieser Schritt sicherlich äußerst radikal und nicht für jeden umsetzbar ist, noch dass dies irgendjemand tuen sollte. Ich teile einfach nur Erfahrungen aus meinem eigenen Leben, was ein jeder daraus macht, liegt in seiner eigenen Hand.
Man kann auch im kleinen Anfangen, wenn man den möchte und einen Sinn darin sieht, dies kann nur ein jeder für sich selbst erkennen und entscheiden, was sein Weg ist und wie man ihn bestreitet.
Lass es mich mal so formulieren, meiner Meinung nach Leben wir in keiner gesunden Gesellschaft, unsere Gesellschaft macht krank. Da braucht man nur in psycho-somatischen Kliniken schauen, wie ausgelastet Psychologen und Psychotherapeuten sind und wie viel Umsätze die Pharmaindustrie mit Anti-Depressiva macht, wohl wissend dass dies die Symptome "lindert" und nicht an der Wurzel ansetzt. Schau dir an wie viele Menschen unglücklich sind, obwohl sie schon alles haben, was die Schattenseite "Burn-Out"-Syndrom mit Menschen die ehrgeizig ihre Karriere-ziele verfolgen macht.
Das ist nicht nur in Deutschland so ;-).
Wie ich mich dem Einfluss entziehe? In dem ich mich bewusst entscheide, Tag für Tag! Ich begründe mein Selbst aus mir heraus, und nicht wie ich wahrgenommen oder bewertet werde. Ich entscheide mich für mich und lass mich nicht fremd-bestimmen.
Dazu gehört dass man fähig ist zu reflektieren und differenzieren, dass man sein Gehirn nicht nur dazu einsetz Phrasen anderer Menschen zu wiederholen, sondern imstande ist sich eine eigene Meinung und eigene Gedanken zu bilden, um für sich glücklich sein Leben zu leben.
Und wie viele Menschen können schon von sich aus sagen "Ich bin glücklich mit meinem Leben, aus mir heraus"?
Zu erstens:
Nun, um präziser zu werden, eine gewinnorientierte Konsum-Gesellschaft, in der ein Menschen-Leben nicht sonderlich viel Wert ist, in der suggeriert wird dass man nie genug hat, sondern die neusten, besten, tollsten Status-Symbole braucht, kann so nicht funktionieren. Und die Wälder in Deutschland sind schön leer, lach, ich genieße es ;-).
Kein TV zu schauen und sich generell den Medien zu entziehen soll helfen, ich lebe es jedenfalls erfolgreich seit mehreren Jahren.
Und bevor der Einwand kommt, ich würde dies nur behaupten da ich nie Geld hatte, ich war selbstständiger Versicherungsvertreter, hatte ein eigenes Mietshaus, einen Alfa Romeo 159 Neuwagen, teure schöne Anzüge etc pp.
Zu zweitens:
Natürlich kann ich das!
Müssen muss man gar nichts, selbst wenn du mit Waffengewalt gezwungen werden solltest kannst du dich entscheiden lieber zu sterben, als dich zu etwas gegen deinen Willen zwingen zu lassen. Das ist Freiheit!
Was an der Steinzeit so verkehrt sein soll verstehe ich auch nicht ganz, damals haben es jedenfalls die Menschen wenigstens geschafft im Einklang mit der Natur zu leben.
Mal ganz ehrlich, ich genieße meine Freizeit, lieber alleine, in der Natur oder mit etwas mir persönlich sinnvollen, als mich mit Menschen zu umgeben die mir nichts "geben" oder mich von TV voll-dröhnen zu lassen.
In der Arbeitswelt war ich entweder Selbstständig oder aber in Positionen die selbstständiges arbeiten ermöglichten. Und derzeit befinde ich mich im IIIten Semester zum Physiotherapeuten. Wie ich mich dem Einfluss entziehe? Nun wenn ich einen Tag Auszeit brauche, dann nehme ich mir einen Tag Auszeit ;-).
Was ich danach geplant habe, willst du wahrscheinlich gar nicht wissen, lach.
Nun ob dies für dich negativ ist, kannst nur du für dich entscheiden, du lebst das deinige Leben, ich das meinige ;-). Und wenn du für dich, deine Lösung gefunden hast, dann ist doch alles gut, lach.
Ich für mich, bin jedenfalls kein Freund von Anpassung sondern von Individualität und vor allem Authentizität, ein integeres Leben zu führen. Nicht um sich von anderen Menschen zu distanzieren, sondern sie wahrlich kennen zu lernen. Den mit der nötigen Toleranz und Akzeptanz, die zugegebenermaßen in unseren Gefilden etwas seltener anzutreffen ist, macht es die Welt um einiges interessanter :-). |
 | @J_PS
Aber sicher kannst Du Dich für ein Jahr der Gesellschaft entziehen... wenn Du es kannst! (Das ist ein wirklich mutiger Schritt von Dir) Wenn Du Verpflichtungen hast, kannst Du es nicht.
Die Gesellschaft in der Du jetzt gerade lebst - Deutschland, BW, Stadt, Job, Sport, Freunde, Familie... Sag mir bitte lieber J_PS, wie genau Du Dich jeden Tag dem Einfluss dieser entziehst?
1. Kann eine Gesellschaft nicht existieren, wenn jeder sich ein Jahr Auszeit nimmt. Nicht weil, die Gesellschaft, die Induviduen vermisst, eher weil 7 Milliarden Menschen keinen Platz haben, um allein zu sein.
2. Kannst Du - wenn Du in Deutschland wohnst, etwas essen, trinken, arbeiten... möchtest - Dich nicht der Gesellschaft entziehen! Du kommunizierst, interagierst mit ihr und musst Dich anpassen, sonst würden wir ja in der Steinzeit leben...
(Ist das sooooo negativ, wenn ich mich anpasse?)
Lösung: Ich passe mich an, kann aber trotzdem meinen eigenen Weg gehen.
Noch Fragen? |
 |
@Sunfra
Wie viele Menschen üben den wahrhafte Selbst-Reflexion aus?
Selbst-Bewusstsein, Selbst-Verantwortung ist nicht die Rückfrage wie andere mich wahrnehmen, noch ist es sein Leben nach den Lehren eines Meisters oder Vorbildes auszurichten, noch den Segen Dritter zu erhalten, sondern sein Leben selbst zu bestimmen, seinen Weg zu gehen, eigene Entscheidungen zu treffen, kurz um selbstbestimmt zu denken und handeln.
Wenn du wahrhaftig alleine bist, brauchst du niemanden etwas zu beweißen, vor allem nicht dir selbst. Das bedarf den Mut, auch mal sich ein Jahr Auszeit zu nehmen, und als Eremit zu leben. Wobei dieser zugegeben radikaler Weg sicherlich nicht für ein jeden geeignet ist.
@keinRomeo
Natürlich geht dass, du hast immer die Wahl, ob du dich der Gesellschaft anpasst, dich ihr unterwirfst, oder aber dein eigenen Weg gehst. Beides ist schlussendlich deine Entscheidung.
Ich habe ein Jahr ohne Menschen, enthaltsam verbracht und mir persönlich hat es sehr viel gebracht, da mir nicht bewusst geworden ist wer ich sein wollte, dass hatte ich 25 Jahre meines Lebens gewusst. Sondern ich habe mich kennen gelernt, wer ich bin.
Unmännlich ist nur dass was du als unmännlich erachtest. Oder aber auf die Meinung anderer, sprich der Gesellschaft wert legst. Jeder Mensch, lebt sein ur-eigenes Leben, wir alle gehen verschiedene Wege und dass ist auch gut so. Es bedarf nur des Mutes, seinen eigenen Weg zu gehen, gleich was andere davon halten.
Alles ist gut :-).
@evian
Du als Frau hast doch gerade den meisten Männern etwas voraus, höre auf deine Intuition, lach.
Die Frage ist natürlich die Gesprächsgrundlage, die Intention, ob es prahlerisch ist, Selbst-Darstellung, oder aber ein offenes Gespräch. Aber das weißt du sicherlich selbst. |
 |
Und in unserer heutigen Gesellschaft gibt es genug Frauen die sich ebenso wie unzählige Männer über die Anzahl der Sexualpartner definieren, da schenken sich die Geschlechter nichts ;-).
Da kommt bei mir die Frage auf, wie stelle ich denn fest, ob ich einen omnipotenten Mann vor mir habe der sich über seine Sexualpartnerinnen definiert?
Wäre er der richtige Gesprächspartner für mich wenn er mir beim Date seine zahlreichen Sexgeschichten offenbart?
Umgekehrt wäre das wohl auch nicht so das richtige Gesprächsthema.
Da wäre das Schweigen wohl mal angebracht.  |
 | @ J_PS
Interessante Meinung.
Klar sollte MANN von sich aus wirken und sich nicht (nur) von außen (Werbung, Freundeskreis, Sportverein, Arbeit...) beeinflussen lassen.
Leider geht es ohne dieses "außen" nicht, da ich mich deren Wirkung nicht entziehen kann. Der Mensch ist nun einmal ein soziales Wesen.
Die Frage - um deinen Faden aufzunehmen - für mich ist nicht nur, wer ich wirklich bin, sondern wer ich sein möchte... ob sich das mit meinem wahren ich verträgt, ob es darauf aufbauen kann oder eher unrealistisch ist, wird sich schnell zeigen.
... und doch kenn ich dieses gewisse Schweigen, dieses "den Schwanz einziehen", weil man(n) leicht überfordert ist. Jedoch würde ich dies nicht gleich als unmännlich einstufen - Mann kann eben nicht immer gewinnen
Alles wird gut! |
 |
Die meisten Menschen, Mann wie auch Frau, bauen ihr Selbstbild auf dem "Außen" auf, wie sie wahrgenommen werden, wie sie gesehen werden wollen und sind so viel mehr mit dem wirken beschäftigt als dem sein.
Wenn dem so wäre, dann würde es weniger verzerrte Selbstwahrnehmungen geben, als es in der Realität der Fall ist. Viele würden dann viel realistischer in ihrer Selbstreflexion sein. |
 |
Ich finde es an sich immer wieder recht amüsant und dies wohl eher unfreiwillig, dass aus diesem Thema oft ein "Geschlechter-k(r)ampf" entsteht.
Ein Mann ist ein Mann, und dass ganz einfach aus sicher heraus, ein Mann braucht nicht die Bestätigung vom außen um als Mann gesehen zu werden oder gar um Mann zu sein.
Die meisten Menschen, Mann wie auch Frau, bauen ihr Selbstbild auf dem "Außen" auf, wie sie wahrgenommen werden, wie sie gesehen werden wollen und sind so viel mehr mit dem wirken beschäftigt als dem sein.
Und in unserer heutigen Gesellschaft gibt es genug Frauen die sich ebenso wie unzählige Männer über die Anzahl der Sexualpartner definieren, da schenken sich die Geschlechter nichts ;-).
Die essentielle Frage ist nicht "wie werde ich gesehen", sondern "wie sehe ich mich selber". |
 | @Bernbrecht
Wir betrachten hier den Mann, daher ist er auch die Ausgangsposition meiner Aussage. Sprich: Ein Kerl mit hohem Verschleiß muss nicht unbedingt die Granate im Bett sein.
Dass er allein zuständig sei für die sexuelle Zufriedenheit seiner regelmäßigen Gespielin, hast jetzt Du hinein interpretiert.
Ist aber eine völlig andere Baustelle.
Klugschiss Ende!  |
 |
... es ihm gelingt, die Eine immer wieder hinein zu kriegen.
Herrje, muss Liebe anstrengend sein - also für den Mann. Die Damenwelt zu ihrem Glück (oder zumindest Vergnügen) zu motivieren ist also Aufgabe der Männerwelt? Ich dachte wir leben im Zeitalter der Emanzipation.
Versteh einer die Frauen...
"Ich sag dazu nix mehr" (schweigen...passend zum threadtitel  ) |