22.03.2011

Spanking
Die Lust am Hintern versohlen

Spanking ist ein englischer Ausdruck, der das Schlagen auf das Gesäß eines Menschen beschreibt. In der Welt der Erotik zählt Spanking folglich zu den Spielarten des BDSM.

Spanking...
Spanking...

Ursprünglich stammt die Bezeichnung jedoch aus englischen Schulen, in denen Schüler für Fehlverhalten durch Schläge mit dem Rohrstock auf ihr Gesäß gezüchtigt wurden. Bis heute ist ein gängiges Synonym für Spanking unter Liebhabern dieser Praktik deshalb der Begriff englische Erziehung.

Gleiches gilt für die Ausdrücke Caning, Flogging oder Paddling. In deutscher Umgangssprache taucht auch immer wieder der Begriff Versohlen auf.

Spanking als sexuell stimulierende Praktik

Die Methode, einen Partner durch Schläge auf den Hintern sexuell zu stimulieren, beschränkt sich nicht nur auf die Liebhaber des BDSM. Leichte Schläge finden insbesondere in der Phase des Vorspiels auch unter sogenannten "Vanilla-Paaren" ihre Anhänger.

Es gibt mehrere mehr oder weniger wissenschaftliche Erklärungen für diesen Umstand: So sollen die Schläge zum einen die Durchblutungsgeschwindigkeit im Körper erhöhen und dadurch die ohnehin schon vorhandene Erregung vergrößern, zum anderen den Körper aber auch für alle äußeren Reize sensibilisieren und dadurch die Lust an jeder Berührung erhöhen.

Spanking beim BDSM

Im BDSM-Bereich haben diese Erklärungen jedoch keine Gültigkeit mehr. Ist ein Schlag unter einem Vanilla-Paar zu heftig, vergeht durch den Schmerz die Lust. Um diesen geht es jedoch gezielt bei BDSM-Liebhabern. Spanking wird häufig als Spielart verwendet, in der der dominante den unterlegenen Part durch die Hinzufügung von Schmerzen bestraft.

Ist der Sub überwiegend devot, genießt also das Gefühl der Unterwerfung, muss der Top darauf achten, nicht zu heftig zu schlagen. Diese Spielart dient in diesem Fall dazu, die Dominanz des Tops dadurch zu zeigen, dass er über die Macht verfügt, dem Sub Schmerzen zuzufügen. Ist dieser jedoch überwiegend masochistisch und zieht seine Lust aus dem Schmerz, sind dem Top nur wenig Grenzen gesetzt.

Geeignete Spielzeuge fürs Spanking

Beim Spanking können diverse Spielzeuge zum Einsatz kommen, die verschieden starken Schmerz verursachen. Zu Beginn des Spiels findet die Anwärmphase des Gesäßes statt. Diese wird mit der Hand und/ oder einem Paddel durchgeführt. Danach folgen meist leichte Peitschen, die von schmerzhafteren (Flogger) abgelöst werden können. Je nach Lust des Tops kommen auch Reitgerten zum Einsatz. Ein Spanking endet oftmals mit dem Rohrstock. In Spielen mit extremen Masochisten kann aber auch eine Bullenpeitsche den Abschluss bilden.

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