26.01.2012

BDSM und Sicherheit

Alles über den Grundsatz SSC

Mit BDSM erweitern viele Menschen ihr Sexualleben: Einige nur zur Abwechslung, ohne darin eine unabdingbare Notwendigkeit zu sehen, andere wiederum spüren tief innerlich eine Leidenschaft, die den praktizierten Sex ohne BDSM fast nicht möglich macht. Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche Ansätze BDSM auszuleben, aber beide Parteien eint die Prämisse der Sicherheit beim BDSM.

BDSM-Praktiken erfordern ein hohes Maß an Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein.
BDSM-Praktiken erfordern ein hohes Maß an Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein.

Sowohl Anfänger als auch Erfahrene, sowohl Tops als auch Subs müssen sich fragen, wie sie ihren favorisierten Praktiken am sichersten nachgehen. Der verantwortungsvolle Umgang der eigenen sowie der anderen Person gegenüber, gleich ob auf körperlicher oder geistiger Ebene, ist enorm wichtig und der Ausgangspunkt eines harmonischen Zusammenspiels. Hierfür hat sich in der Szene der SSC als wichtigster Grundsatz etabliert.

Mit Hilfe von SecretSins, Kenner der BDSM-Szene, möchten wir wichtige Aspekte der SSC-Regel erklären. Auf diese solltet ihr achten, wenn ihr härtere Fantasien mit dem Partner oder fremden Menschen realisieren möchtet.

SSC als Grundlage für BDSM Praktiken

BDSM-Sessions müssen sicher, gesund und einvernehmlich stattfinden.
BDSM-Sessions müssen sicher, gesund und einvernehmlich stattfinden.

Die Abkürzung SSC steht für "save", "sane" und "consensual" und bedeutet im Deutschen "sicher", "mit gesundem Menschenverstand" und "einvernehmlich". Gemeint ist, dass sich mündige Personen freiwillig und in wechselseitigem Einverständnis auf die Praktiken einlassen.

Viele Entwicklungen und Begriffe, insbesondere im Rahmen bizarrer Sex-Praktiken, haben ihren Ursprung in der Schwulenszene. Diese Bewegung hat ihre Sexualität bereits viel früher als Heterosexuelle öffentlich in Bars, Clubs und Cruising-Kellern ausgelebt. So entstand hier in den 80er Jahren auch der Begriff SSC.

Seither ist SSC die absolute Grundlage für Menschen, die gemeinsam BDSM praktizieren möchten, egal wie vertraut sie miteinander sind. Insbesondere bei Fessel- und Knebel- Aktionen, in denen sich eine Person während der Session schwer verständlich machen kann, ist es unabdingbar, dass der Gegenpart stets nach dem SSC handelt. Dieser setzt sich aus den nachfolgenden Aspekten zusammen, die vorher besprochen bzw. vorbereitet und während der Session umgesetzt werden sollten.

Tabus und Grenzen für die BDSM Session festlegen

Es gibt bestimmte Dinge, die Menschen beispielsweise aufgrund von traumatischen Erlebnissen nicht mögen. Wird diese Grenze überschritten, kann dies zu starken seelischen Belastungen führen. Sehr häufig ist beispielsweise der Griff am Hals dabei. Solche Grenzen müssen besprochen und streng eingehalten werden.

Bei Peitschen-Schlägen gilt es bestimmte NoGo Bereiche auszusparen.
Bei Peitschen-Schlägen gilt es bestimmte NoGo Bereiche auszusparen.

Neben den individuellen Grenzen gibt es auch allgemeine NoGo Bereiche. Das Schlagen mit Peitsche, Paddel oder anderen Schlaginstrumenten ist die wohl am weitesten verbreitete Form des BDSM-Spiels. Ausgelassen werden sollten dabei jedoch unbedingt Gelenke, Augen-, Ohren-, Nasen-, Nieren-, Leber-, Milz-, Magen- und Herz-Region sowie Hals und Wirbelsäule. Tabu sind des Weiteren Faustschläge ins Gesicht. Bei Ohr- und Backpfeifen empfiehlt es sich den Kopf festzuhalten, um Hals- und Wirbelsäulenverletzungen zu vermeiden. Bedacht werden muss zudem, dass das Schlagen der weiblichen Brust deren Milchdrüsen verletzen kann.

Ampelcode und Safeword bestimmen

Bei der gemeinsamen vorbereitenden Absprache sollte der submissive Part via Ampelprinzip festlegen, wo seine Schmerzgrenze liegt. Dafür können die Ampelfarben bzw. drei bestimmte Wörter genutzt werden. Eines der drei Wörter bedeutet analog der grünen Ampelfarbe, dass alles ok ist und das Spiel weitergehen kann. Das gelb-parallele Wort drückt aus, dass die Schmerzen hart an der Grenze sind und die Praktiken umsichtiger ausgeführt werden sollten.

Zur Einordnung der Schmerzgrenzen ist die Vereinbarung eines Ampelcodes beliebt.
Zur Einordnung der Schmerzgrenzen ist die Vereinbarung eines Ampelcodes beliebt.

Einen sofortigen Stopp aller BDSM-Praktiken hat das Safeword, also das Wort, das der roten Ampelfarbe entspricht, zur Folge. Spricht der Sub dieses Wort, beispielsweise "Mayday", aus, weiß der Top, jetzt ist die absolute Schmerzgrenze erreicht. Es sollten dafür keinesfalls Wörter wie "Stopp" oder "Aufhören" gewählt werden, da solche Begriffe vielfach auch absichtlich genannt werden können, um das Spiel noch spannender zu machen.

Im BDSM-Spiel ist es jedoch auch möglich, dass der Mund beispielsweise durch Knebel oder Folie verschlossen ist und deshalb die Wörter nicht gesprochen werden können. Daher sollten zudem Klopfzeichen vereinbart werden.

Das Ampelprinzip hilft dem Top die Situation relativ genau einschätzen zu können. Nichtsdestotrotz sollte der dominante Part stets selbst achtsam sein und mögliche Grenzen erkennen, indem er mit dem Sub Blickkontakt hält - also gegebenenfalls auf Augenbinden verzichtet - und ihn auch immer mal wieder anspricht. Vielfach ist es nämlich schwierig, vorab alle Szenarien durchzugehen: Mitunter verschieben sich auch Grenzen zum Positiven, d.h. der Sub geht doch weiter, als vorher erwartet.

Krankheiten besprechen und Hygiene beachten

Daneben ist es wichtig, sich über mögliche Krankheiten, Allergien oder wichtige Medikamenteneinnahmen auszutauschen. So ist beispielsweise bei der Krankheit Hämophilie die Blutgerinnung gestört. Hier muss dann bei der Session unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Wunden entstehen. Ähnliches gilt auch bei anderen medizinischen Aspekten.

Hygiene ist bei BDSM-Praktiken, insbesondere Klinikspielen, sehr wichtig.
Hygiene ist bei BDSM-Praktiken, insbesondere Klinikspielen, sehr wichtig.

Unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit möchten wir auch die Hygiene ansprechen. Diese wird vielfach mit Sauberkeit verwechselt. Hygiene ist jedoch die Steigerung von Sauberkeit und schließt die Desinfektion und Sterilisation der Umgebung mit ein. Während beim konventionellen Sex Sauberkeit vollkommen ausreichend ist, sollte jedoch bei BDSM-Praktiken die Hygiene nicht vernachlässigt werden.

Warum diese unterschiedliche Betrachtungsweise? Die vielseitigen Sexualpraktiken beim BDSM gehen weit über das "normale" Sexualleben hinaus. So nutzen BDSM-Partner beispielsweise beim sogenannten "weißen SM" Nadeln, Katheter, Einläufe oder Spritzen im Intimbereich oder Haut- und Schleimhautregionen. In anderen Fällen entstehen beim Einsatz von Schlaginstrumenten, wie der Peitsche, dem Paddel oder dem Rohrstock Verletzungen am Körper. Eine sterile Umgebung ist aus diesen Gründen unabdingbar.

Daher dient die Flächendesinfektion dazu, Unterlagen und Möbel zu entkeimen und bakterizid, fungizid und viruzid zu behandeln. Ein geeignetes Mittel ist beispielsweise Sagrotan ®, das es als Sprayflasche fast in jedem gut sortierten Handel gibt. Die Hautdesinfektion lässt sich unter anderem mit Octeniderm ® gewährleisten. Dieses Mittel wird zur Vorbereitung von Punktionen, Injektionen und zur Nahtversorgung eingesetzt und ist bakterizid, fungizid und tuberkulozid. Die Schleimhautdesinfektion gelingt zum Beispiel mit Octenisept ®, das gegen Bakterien einschließlich Chlamydien, Mycoplasmen, Hefen und andere Pilze wirkt und zudem virusinaktivierend ist. Die Hände können separat mit Sterillium ® desinfiziert werden.

Weitere Schutzmaßnahmen gegen Krankheiten wie HIV, Hepatitis, Syphilis oder Tripper stellen analog zum konventionellen Sex Kondome und Dental Dams dar. Letzteres sind dünne Lecktücher aus Latex, die über die Scheide oder den Anus gelegt werden und in jeder Apotheke erhältlich sind. Auch Sexspielzeug wie Analplugs oder Dildos sollten gegebenenfalls mit einem Kondom versehen werden, denn beispielsweise HIV-Viren bleiben noch außerhalb des Körpers aktiv. Beim Fisten, Fingern oder Klinikspielen empfehlen sich zudem Einmalhandschuhe aus Latex, Vinyl oder Nitril.

Und nochmals: Ein Anstecken mit Krankheiten ist vermeidbar, indem man sich gegenseitig ehrlich über bestehende Infekte aufklärt. Zur Sicherheit kann auch darauf geachtet werden, ob die Häute im Intimbereich des anderen bereits auffällige Merkmale zeigen.

Zurechnungsfähigkeit und Selbsteinschätzung überprüfen

Im Gespräch sollte die Kontrollfähigkeit des anderes gecheckt werden. Alkohol ist hier eher Fehl am Platz.
Im Gespräch sollte die Kontrollfähigkeit des anderes gecheckt werden. Alkohol ist hier eher Fehl am Platz.

Beim BDSM-Spiel ist Konzentration und eine genaue Wahrnehmung sehr wichtig. Übermäßiger Konsum von Betäubungsmittel wie Alkohol oder gar Drogen sollte vorher und währenddessen vermieden werden.

Vorab müssten auch die BDSM-Erfahrungen ausgetauscht werden. Um den möglicherweise fremden Partner und dessen Selbsteinschätzung besser beurteilen zu können, sollte man zudem hinterfragende Aspekte einbauen, die mit der eigentlichen Session nichts zu tun haben. Unter Umständen ist dann so manche Grenze anders einzustufen.

Bei überhöhter Selbsteinschätzung des anderen ist Vorsicht geboten. Jemand, der alles kann, weiß und dem Partner nicht richtig zuhört, ist kein guter Spielpartner. BDSM ist äußerst facettenreich und jede Handlung wirkt bei jedem Menschen physisch und psychisch unterschiedlich. Man kann nicht alles wissen.

Tipp: Covern lassen
Wer sich insbesondere als Frau mit devot-masochistischer Neigung mit einem vollkommen fremden Menschen für BDSM-Spiele treffen möchte, jedoch unsicher ist, kann das Covern als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme nutzen. Dabei informiert man Familienmitglieder, Freunde und Bekannte über seine Absicht und den vereinbarten Ort. Zudem wird eine Zeit für einen Anruf abgesprochen, mit dem der Anvertraute sicherstellt, dass es dem "Gecouverten" gut geht.

Gern kann man auch Mitglieder aus unserer Covering-Gruppe kontaktieren.

Ende der Session definieren

Ein gutes BDSM Spiel hat auch ein definiertes Ende. Dies sollten beide Partner vorher festlegen. Neben dem Safeword, das ein sofortiges und mitunter auch früheres Ende der Praktiken zur Folge hat, können auch bestimmte Handlungen ausgemacht werden. So weiß der devote Part, wenn jene Handlung des Tops kommt, ist die Session beendet. Denkbar wäre auch die Festlegung eines bestimmten zeitlichen Rahmens, in dem das Spiel stattfindet.

Unter Beachtung dieser Prinzipien steht einem lustvollen BDSM-Spiel nichts im Weg.

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Kommentare


Lasst jetzt aber bitte die Diskussion um die Beurteilung des Beitrags an sich.

wie war das noch mit der freien meinungsäusserung *zwinker*


Wir werden jetzt hier natürlich nicht jeden Artikel umschreiben....

nicht jeden artikel, nur ein paar sätze in diesem und nur das was den ansonsten guten beitrag zur lachnummer macht - für erfahrene BDSM'ler die in der lage sind fehler zu erkennen.

sinngemäß bedeuted dieser beitrag:

anfänger finden das gut auch wenn ein paar stilfehler drin sind, lassen wir das so. inhaltlich ist nix falsch.

oder

anfänger finden den artikel toll - na, klar woher sollen die wissen dass sie manches aufs glatteis führen wird, dass was ihnen als gut verkauft wird üble nebenwirkungen haben kann. die grundlegenden dinge sollen durch uns erweitert werden? aha, aber am inhalt dürfen nicht meckern *g* und verbessert wird nicht.

was schreiben wir eigentlich hier noch?

plagen und halt weiter in den foren und gruppen mit den schlecht und falsch informierten anfängern rum *g*
²Cadsu

Wenn deine Meinung dazu, eine andere ist, bitte.

hab genau die selbe meinung dazu ^^

das thema habe ich in maßen (trotz vereinzeltem gegenwind) bewusst stehen gelassen und erst als das thema zu sehr ins OT ging und es themenabweichend dominierte hab ich eingegriffen.

LG vom daneben liegenden
nike *zwinker*

Also zunächst mal Danke für die zahlreichen Kommentare, die eben auch zeigen, wie wichtig das Thema ist. Die konstruktiven inhaltlichen Ergänzungen haben wie gewünscht auch zu einer Erweiterung der im Beitrag angesprochenen Hinweise geführt… so war der Thread angedacht *g*. Uns ist durchaus bewusst, dass es schwer ist ein Thema allumfänglich darzustellen.

Wie bereits erwähnt, ist der Beitrag insbesondere als Einstieg für Anfänger gedacht… denen eben auch vermeintliche Selbstverständlichkeiten neu sind. Und eben jene Anfänger finden den Beitrag durchaus hilfreich. Das zeigen sowohl hiesige Postings als auch Meinungen, die per CM kundgetan werden. Der Beitrag zeigt bestimmte Aspekte auf, bei Fragen fragt ein Anfänger ggf. nochmals bei einem Profi nach. Und da haben sich in dem Thread ja auch viele aufgetan… *zwinker*

Was das Neuschreiben des Beitrags angeht: Natürlich können es andere immer besser *zwinker*. Wir werden jetzt hier natürlich nicht jeden Artikel umschreiben, wenn einer die Struktur, Formulierungen oder ähnliches unpassend findet. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass die Anregungen in dieser Hinsicht unerhört bleiben. Und auch inhaltliche Ergänzungen nehmen wir sofern sinnvoll als Anregung für mögliche weitere Beiträge.

Lasst jetzt aber bitte die Diskussion um die Beurteilung des Beitrags an sich. Wie gesagt, die dortigen grundlegenden Dinge sollen hier durch eure Erfahrungswerte erweitert werden.
So, nun mal Butter...

... bei die Fische.

Wird der Artikel überarbeitet werden oder nicht?
Ansonsten finde ich die Kommentare zwar teilweise hilfreich, aber im Grunde für überflüssig, wenn sich nichts ändert und schließe meine da mit ein.

Oder brauchen wir alle genau das? Ein entsprechender Artikel, nach dem sich dann jeder entsprechend positionieren kann und in dem sich Informationen aufschlüsseln?

Nimmt nun jemand den Artikel auseinander und korrigiert Art und Weise, sowie Inhalt, damit die "Anfänger" einen Einblick bekommen und die "Profis" eine "Erinnerung" daran erhalten, wie die Dinge mal waren oder sind, damit sie durch Alltragstrott nicht in die Gefahr laufen, unreflektierter zu werden?

Außerdem habe ich direkte Anmerkungen und Fragen, die mich seid Jahren beschäftigen.

1. Leidiges Thema "Kann, soll, muss, verboten, erlaubt......"
Ja, im Grunde ist das lästig, wenn man durch diese Art Sprachgebrauch den Eindruck vermittelt bekommt, Dinge aus dieser Welt unterliegen Regeln, die man selbst nicht hat oder lebt.

Aber ich möchte mal darauf Hinweisen, das wenn man immer alles durcheinander kommentiert, doch hier und da ein MUSS stehen sollte. Bestes Beispiel: Nadeln.
Ein maximales MUSS an Hygiene kann und darf hier nicht von der Hand gewiesen werden. Denn Verletzungen, Infektionen, Unsachlichkeit, kann hier zum Tod führen. Nicht notwendiger Weise, aber es kann.

Und hier ein "man MUSS darauf achten das...." ist meiner Meinung nach absolut unverzichtbar.

Allerdings stimme ich dem zu, das man dieses MUSS als BEFEHL oder HANDLUNGSAUFFORDERUNG dadurch relativieren kann, indem man beschreibt, warum diese Dinge notwendig sind.

Denn ich glaube, letzten Endes ist es ja egal, wie es da steht. Solange es Sachlich richtig ist, verschiedene Möglichkeiten enthält und einfach verständlich gehalten wurde, dürfte es unter Erwachsenen doch egal sein, wie es da steht, da alle wissen wie es gemeint ist und jeder sich seine eigene Meinung oder sein eigenes Wissen herauszieht. Außerdem können wir alle Fragen, wenn was unklar ist.

Also ist die Frage, soll, darf oder muss ein Artikel so geschrieben werden ?


2. Leidiges Thema "Leitfaden"
Der Artikel wird hier zerrissen, weil er sachlich oberflächlich ist, teilweise falsche Informationen darstellt und hier und da über oder untertreibt.

Aber in den Kommentaren, lese ich oft harsche Ablehnungen, wenn es um da Thema Leitfaden geht, Korrektur von Artikeln oder Beiträgen.

Seit Jahren beobachte ich dieses Phänomenen hier im JC, allen anderen Foren und Seiten, Stammtische, Clubs.
Und fast immer kommt in sekundenschnelle aus der Pistole:
"Quatsch! Tut nicht not! Überbewertet! Brauchen wir nicht!!"
usw usw usw usw.

Dazu fällt mir auf, das es fast immer die Doms/Tops sind. Und fast immer jene Menschen, die oft ihr eigenes BDSM in den Vordergrund stellen. Und noch viel häufiger jene, die in Clubs oder auf Stammtischen immer die lauteste Klappe haben, aber nicht über den nötigen Hintergrund verfügen.

Richtlinien, Prinzipien, Regeln. Wir alle leben damit. Wir alle brauchen sie. Und ja, jeder definiert sie auf seine Weise und prägt sich selbst aus.

Und ja, es ist/wäre schwer, so etwas zu realisieren. Aber wenn ich mitkriege, wie sehr sich in den letzten Jahren die BDSM gewandelt hat. Wie viel Zulauf existiert. Wie viele junge Menschen, besonders Frauen in diese Szene wollen, weil sie denken, ein Dom sei automatisch ein richtiger Mann, der ihnen ein tolles sexuelles Leben bieten kann. Naja, die Liste kann ich hier jetzt endlos weiter schreiben.

Der Artikel hier.... und so wie einige es kommentieren, ist, trotz seiner unbeholfenen Art ja wohl doch notwendig, wenn man liest, wie viele Menschen damit Probleme habe oder wie ich, verständnislos davor sitzen und den Kopf schütteln.

Also, da diese Welt stetig und rasant ansteigt. Und wirklich jeder seinen Senf dazu gibt und die Suppe schon seit Jahren dadurch versalzen ist, ob der Anzahl Köche, wäre ein solcher Artikel und die Kommentare dazu eigentlich ein Grund, es anzugehen, und nicht per se abzulehnen.

Das es sicherlich ausgesprochen schwer sein wird, kaum zu 100% jede Meinung treffen wird und letzten Endes doch nur ein Anblick gewährt und niemals das Ganze erfassen kann ist klar.

Oder brauchen wir (wer ist eigentlich diese "Wir" immer?) alle wirklich keinen Leitfaden, der ja eigentlich eher Einsteigern, Anfängern, leicht Fortgeschrittenen, usw dienen soll? Lehnen wir (<< tolles Wort) ab, eventuell durch ein solches Werk verglichen werden zu können oder das es plötzlich bemissbar wird, wie viel jemand wirklich Ahnung von seinen Gebieten hat? Warum die Angst vor einem Leitfaden, bei dem man ja locker immer wieder darauf Hinweise kann, das es nur eine Übersicht ist und jeder seinen eigenen Weg finden soll.

Ich persönlich, habe keine Angst davor, das ich vielleicht wegen eines solchen Leitfadens kritisiert werden könnte, denn ich bin ein Mensch der Fehler macht und reflektieren geht am besten mit Wissen.


3. Der Artikel.
Ich habe dazu eine für mich sehr wichtige Frage:
Lieber TE/Artikelschreiber. Was genau war deine Intention?

Warum, wieso, weshalb.
Warum so?
Wieso jetzt?
Weshalb auf diese Art?

Eigentlich, auch wenn ich selbst den Artikel bemängel, bin ich doch dankbar, das jemand sich Mühen macht. Aber ich bin auch ein Mensch, der diese Mühen hinterfragt.

@Cata

Ich liebe deinen Verstand. Und ich werde sicher nicht müde, dir das zu schreiben. Und danke, das du das Thema wieder reingeholt hast.

@Nike

Sorry, aber du liegst m.E. komplett daneben.

Da einer der ursprünglichen Hauptgedanken des SSC eben genau auch die Prävention gegen Ansteckung mit HIV gewesen ist, kann das Thema hier ruhig locker einfließen und darf ruhig disputiert werden.

Nicht ausgiebig, und sicherlich immer in Bezug auf den Artikel bezogen, aber es ist eines DER Schwerpunkte des SSC im "Safe"-Bereich.

Wenn deine Meinung dazu, eine andere ist, bitte. Aber in Bezug auf SSC hat das Thema HIV hier was zu suchen. Besonders wenn das Thema "Klinikerotik" erwähnt wird, wo Ansteckungen schneller passieren können, als drei HI-Viren eine Pokerrunde beenden können.

Gruß
Cadsu

Sorry,
aber ich kann Kommentare, die sagen, HIV und AIDS würden nicht existieren einfach nicht tollerieren.


Hm.. ich kann nicht tolerieren, wenn jemand bestimmen möchte, was andere, mündige Menschen und ich zu lesen haben und was nicht.Egal wie verkehrt das sein mag.Dazu möchte ich mir mein eigenes Urteil bilden.

auf das thema HIV hinzuweisen ist eine sache, es schwerpunktmäßig in das thema einfließen zu lassen allerdings eine andere - dies ist nunmehr wiegesagt unerwünscht.

da allg. meinungsfreiheit gilt sehe ich keine veranlassung die postings zu löschen auf denen auch mal falschaussagen getätig bzw. andere sichtweisen aufgeführt werden. dass HIV existiert steht wohl außer frage.

bitte jetzt weiterhin beim eigtl. thema bleiben - weitere OTs werde ich ohne ankündigung wieder aus dem thema nehmen.

LG nike ^^
Lieber Moderator-...

da im Beitrag auch die Sicherheit beim Sex angesprochen wird, sind wir gar nicht so weit off topic. Davon abgesehen ist es nie falsch, nochmal darauf hinzuweisen.

Ich fände es übrigens ganz toll, wenn die beiden Beiträge, in denen geleugnet wird, dass HIV existiert, gelöscht werden. Ich verspreche, dass ich dann auch nichts mehr zu dem Thema schreiben werde und wieder brav dem eigentlichen Thema folgen werde *liebguck*

Liebe Grüße,

der Hase

*modda*

bitte darum weiterhin beim eigentlichen thema zu bleiben und alle anderen
off-topics in passenderen threads oder auf anderem wege unterzubringen.

besten dank u.
viele grüße
nike ^^

*grins* Nein, der war erfolgreicher....

Alles richtig. Ich hätte das allerdings eher kurz abgehandelt (Beitrag melden, damit er gelöscht wird), als dem hier noch breiten Raum zu geben.

Bei dem Versuch, gegen solche Dummheit zu kämpfen, kommt wahrscheinlich genau so viel heraus wie bei dem Kampf des Don Quixote de la Mancha gegen die Windmühlen.

  • Neu hier? Kein Problem!
Der Autor
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Wir danken SecretSins für die Sicherheits-hinweise.
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