Stefan Kapust möchte mit seinen Aufnahmen die Einzigartigkeit jedes Körpers zum Vorschein bringen.
Die Körperlandschaften aber auch einzelne Körperdetails hält er leidenschaftlich fest ohne das Gesicht des Akteurs mit einzubeziehen. Somit steht allein die Körperästhetik mit allen ihren Rundungen im Vordergrund.
Im JOYclub-Kalender 2007 ist Stefan mit seinem Motiv für den Monat Oktober vertreten.
Zur Person
Stefan Kapust wurde 1963 im Bergischen Land geboren, ist Vater von zwei Kindern und im Besitz einer Werbeagentur, in der er seinen Alltag verbringt.
In seiner Freizeit ist er in der Feng-Shui-Beratung tätig und interessiert sich zudem für die östliche Philosophie. Beides übt einen starken Einfluss auf seine Gestaltungen aus, da ihm der ganzheitliche Aspekt seiner Arbeiten sehr wichtig ist.
Stefan ist viel unterwegs und fühlt sich in München, wie auch in Wuppertal, heimisch. Am liebsten jedoch hält er sich auf der Insel Madeira im Atlantik auf.
Zurzeit befindet er sich in München, wo er gerade sein neues Fotostudio einrichtet, um seiner getrennt lebenden Tochter (8) näher zu sein. Auch sein Sohn (18), der sich momentan für 2 Jahre in einem College in Boston befindet, liegt ihm sehr am Herzen. Er ist oft mit der Kamera unterwegs und scheint den "Kamerablick" von seinem Vater geerbt zu haben.
Sein Weg
"Erotik ist die Phantasie deiner Sinne"
Anfangs studierte Stefan Elektrotechnik in Aachen und arbeitete nebenbei im Jugendzentrum als AG-Leiter für Tontechnik. Zur selben Zeit fand in dieser Einrichtung eine Foto AG statt, die von seinem Freund Eberhard geleitet wurde. Erst durch ihn sprang der Funke für die Fotografie über. Seit dem galt es mit der Spiegelreflex-Kamera des Vaters, alles abzulichten, was sehenswert war.
Kurz darauf kam er zu dem Entschluss, seinem Freund in Sachen Fotografie zu folgen. Er wechselte sein Studium und machte sich auf den Weg nach Wuppertal. Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie war von nun an sein Fachgebiet.
Das dafür notwendige Praktikum erfolgte bei TOM Foto in Bergisch Gladbach. Der Inhaber war damals Ausbildungswart der Fotografenlehre, so dass Stefan in dem halben Jahr viel an Fachwissen bei Profiproduktionen für Sony, Obi und Wolff mitnehmen konnte. Auch der studienbegleitende Job als Sportfotograf für die WZ brachte Erfahrungen mit sich, selbst bei extremen Situationen noch "den" Treffer zu erzielen.
Später war er als Dozent aktiv um Portrait-Fotografen die "neuen" Möglichkeiten der digitalen Bildverarbeitung näher zu bringen. Leider steckte zu dieser Zeit die digitale Fotografie noch in den Kinderschuhen.
Doch die Entwicklung macht keinen Halt und somit entstanden bald auch Kamera-Chips für den professionellen Bereich, die Stefan Kapust dazu brachten seine technische und die Mittelformat-Kameraausrüstung endgültig gegen eine digitale Kamera einzutauchen.
Seine Schwerpunkte
Alle seine Aufnahmen beziehen sich auf die Ästhetik des menschlichen Körpers, die mit Hilfe von Licht und Schatten zum Ausdruck gebracht werden. Stefan möchte damit die Einzigartigkeit jedes Körpers zum Vorschein bringen.
Diese Körperlandschaften aber auch einzelne Körperdetails hält er leidenschaftlich fest, ohne das Gesicht des Akteurs mit einzubeziehen, denn schließlich soll die Körperästhetik mit allen ihren Rundungen im Vordergrund stehen.
Die Erotik wird durch intime Perspektive und Situation hervorgerufen. Weniger ist mehr: Ausschnitte und gezielte Schattenspiele sollen die Fantasie des Betrachters anregen, damit die eigenen Gedanken das nicht Sichtbare durch persönliche Erinnerungen ergänzen.
Die Kunst besteht darin, so wenig wie nötig zu zeigen und doch so viel, um anzuregen. Denn auch ein Bildausschnitt einer Rückenpartie enthält die gesamte "Aura" des Menschen.
Atmosphäre
Die Stimmung im Studio spielt bei den Aufnahmen eine wichtige Rolle, sowohl vor, während und nach dem Fototermin. Für das Model ist es eine neue Erfahrung den eigenen Körper derartig erotisch in Licht und Schatten zusehen. Vertrauen in dem Wechselspiel zwischen Model und Künstler ist dabei die Basis des Erfolgs.
Deshalb gibt es bei seinen privaten Fotoshoots stets zwei Termine: Beim Ersten geht es ihm darum, das Vertrauen gegenüber dem Model aufzubauen.
Der zweite Termin wiederum verläuft viel effizienter, da sich die Selbstsicherheit des Models in jedem Bild wieder spiegelt. Durch diese Art des Kennenlernens erweitern sich die Grenzen der Models, so dass freizügigere Bilder möglich werden.
Natürlich ist auch bei Stefan Diskretion bei seinen Aufnahmen oberstes Gebot! So gehören auch viele Privatpersonen zu den KundInnen, deren Alltag im öffentlichen Dienst oder gar in juristischen Berufen zu finden ist. Zum weiteren Schutz vergibt der Fotograf seinen Models einen Künstlernamen, soweit dieser noch nicht vorhanden ist.
Sein Stil
Stefan möchte bei seinen Aufnahmen immer einen bestimmtes Niveau erreichen. Erst wenn ein Foto dazu geeignet ist als Poster oder Leinwandbild an der Wand zu hängen und dazu verleitet länger und immer wieder betrachtet zu werden, ist es für ihn gut genug, veröffentlicht zu werden.
Dabei ist er kein Fan von Retusche und wenn er doch mal zum digitalen Werkzeug greift, dann nur um die Aussage des Bildes von ablenkenden Details zu befreien.
Seine Models sind ausschließlich Amateure, auch wenn es sich um professionelle Kundenaufträge handelt. "Die Aufnahmen sind authentischer und machen mehr Spaß, und das ist mir wichtig!" sagt Stefan Kapust.
Seine Aktaufnahmen sind als Hingucker und Augenweide auf den Titeln von Imagebroschüren für Edelstahl-Tischhersteller oder Duschhersteller ebenso zu finden, wie auf den Homepages von Tantra-Anbietern.
Schon während des Studiums vor rund 20 Jahren entstanden die ersten Aktaufnahmen, die kommerziell in Imagebroschüren für Hifi-Lautsprecher als Hintergrund dienten.
Ausblick
Zurzeit ist einiges in Bewegung in Sachen "bodyfotos": In Kürze erscheint sein erstes Buch - eine Serie von kleinen Geschenkbüchern mit seinen Fotos sowie eigenen Gedichten.
Außerdem wird es 2008 einen eigenen Bodyfotos-Kalender geben.
Auch seine Homepage bekommt ein neues Design sowie neue Funktionen und befindet sich bereits im Relaunch.
Noch hinzukommt, dass 2008 erstmals eigene Posterdrucke und Leinwandbilder ausgewählter Motive in der Galerie ZENKATAO auch online erhältlich sein werden.
So nun seid ihr gefragt, denn für das Buchprojekt "Bed'n'Body" sucht Stefan noch weibliche Modelpaare. Ebenso für ein Buchprojekt, hält er Ausschau nach Damen mit kräftigerem Körperbau, mit denen der Künstler zeigen möchte, dass Körperästhetik im Bild nicht nur mit Idealmaßen möglich ist.




































