Der Fotograf Richard Gode inszeniert die scharfen Kurven seiner Models bei seinen Shootings am liebsten gemeinsam mit den heißen Kurven von Oldtimern. Dabei setzt er sie bevorzugt erotisch in Szene, will aber eher andeuten als enthüllen. Ganz oder teilweise nackte Mädchen findet man also weniger in dieser Fotoreihe.
Der Fotograf des kurvenlastigen Shootings
Richard Gode wurde 1967 in Bochum geboren und ist gelernter Siebdrucker mit Fachoberschulreife in Gestaltung und zudem gelernter Werbefachmann. Schon früh widmete er sich der Kunst und beschäftigte sich sowohl mit der Fotografie als auch der Malerei. Doch irgendwann legte er das Fotografieren eine ganze Weile ad acta.
Nach dieser längeren Fotografiepause gab er vor vier Jahren vor allem seine Abwehrhaltung gegen die Digitalfotografie auf und entdeckte deren kreativen Vorteile für seine Fotoarbeiten.
Erotische Trash- & Subkulturfotografie mit Hang zu On-Location Shootings
Richard suchte in den 80ern die Locations für seine People- und Industrialfotografie vor allem in der deutschen Stahlhochburg, dem Ruhrgebiet, und fand hier dank alter Fabrikhallen, Schrottplätze und den Halden der großen Stahlwerke vielfältigste Hintergründe.
Diese Vorliebe für Industrielocations und die damals von ihm exerzierte Trash- und Subkulturfotografie hat sich Richard bis heute erhalten, auch in Bezug auf die erotische Fotografie.
Daraus ergibt sich natürlich ein offensichtliches Faible für On-Location Shootings. Die Studiofotografie ist Richard zu begrenzt in ihren Möglichkeiten und er nutzt das Umfeld seiner Locations einfach zu gerne als Nebendarsteller, um damit mehr Atmosphäre und Inhalt zu transportieren. Seine Lieblingslocations: 50er Jahre Werkstätten, Reifenwerkstätten, Autokinos, Industrielocations, Musikclubs, Abrisshäuser und alles im Umfeld des Rotlichtmilieus. Diese Schauplätze und seine Models setzt er bevorzugt mit einer dunkleren Lichtsetzung in Schwarz/Weiß oder im Stil der Bilder der 50er Jahre koloriert um.
Rebellion und Oldtimer
Richard: "Wir lebten in den 80ern unseren eigenen Stil der jugendlichen Rebellion. Wir hatten unsere Klamotten, unsere Musik, unsere Partys. Wir fühlten uns gut und einzigartig in unserem Style als Outlaws, waren Psychobillys, Rockabillys, Mods oder Rocker.
Und zu diesem Style gehörten auch immer Autos oder Motorräder. So individuell wie wir uns fühlten, sollten auch unsere motorisierten Fortbewegungsmittel sein. Oldtimer verschiedenster Couleur - Voraussetzung: nicht zu teuer - eigene Arbeit reinstecken inbegriffen. In den meist großen Oldtimerinnenräumen konnte sich die von uns geliebte Musik erst so richtig entfalten und sorgte für eine einzigartige Verbindung aus Fahrgefühl und Musik.
Diese Faszination für Oldtimer, die heute alle von Freunden für meine Shootings zur Verfügung gestellt werden, floss schnell in meine Fotografie ein. Für wen sind Autos und Frauen denn keine magischen Anziehungspunkte? Es geht um das Lebensgefühl auf der Überholspur. Lebe deine Lust, lebe deine Begierden, denk nicht an morgen und vergiss die Nachbarn."
Ein erotisches Shooting mit Richard
Vor jedem Shooting muss Richard natürlich die Location und den Oldtimer organisieren. Dann tauscht er sich weit im Vorfeld mit dem Model aus, um die Wünsche und Vorstellungen an das Shooting abzugleichen und auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Vor Ort wird dann das Licht aufgebaut und der Oldtimer wird in der 50er Jahre Werkstatt oder einem Hinterhof platziert. Ist alles aufgebaut und steht die Technik, geht es los. Dabei ist es Richard wichtig, dass die Fototechnik einwandfrei funktioniert (was er so früh wie irgend möglich abklärt), damit er sich voll und ganz auf die ständige Kommunikation mit und die freundliche Fürsorge für sein Model einstellen kann.
Dies ist ihm immens wichtig, denn nur so können sich die Models wohl fühlen, sich entspannen und das liefern, was er von ihnen gerne sehen möchte: Selbstbewusst sollen sie ihre erotischen Waffen zeigen und einsetzen, die ultimative Verkörperung der Outlawtrashbitch sein - schön mit Kippe im Mundwinkel.
Denn laut Richards Erfahrung fühlen sich auch abgebrühte Models manchmal unbehaglich (gerade bei Aktaufnahmen), wenn sie sich nackt vor ihm, seinem Gehilfen, dem Werkstattbesitzer etc. präsentieren "müssen". Doch fühlt sich das Model wohl und sicher, strahlt es fast von alleine das aus, was der Fotograf abbilden möchte.
Ein wichtiger Bestandteil der Shootings mit Richard ist Musik: "Wenn Rock 'n' Roll, Ska oder 60ties Musik aus den Boxen dröhnt, ist das die Schmiere im Getriebe." Und last but not least ist die wohl wichtigste Zutat bei Richards Shootings die Spontaneität … und da ist es immer am Besten, wenn sich das Model wirklich mit dem identifizieren kann, was es vor seiner Kamera verkörpert/verkörpern will.






























