19.07.2011

Männerakte - Ästhetik & Reduktion aufs Wesentliche

Fotograf Thomas Bielski inszeniert vorwiegend erotische Männeraktfotos

SteffsArt in Szene gesetzt von Thomas Bielski
SteffsArt in Szene gesetzt von Thomas Bielski

Das Männermotiv des Monats Mai in unserem JOYclub-Kalender für das Jahr 2011 steuerte der Fotograf Thomas Bielski bei, den wir euch in diesem Portrait etwas näher vorstellen wollen.

Hier erfahrt ihr alles über Thomas' Weg zur Aktfotografie, seine fotografischen Vorlieben und seinen Umgang mit seinen Models. Und natürlich präsentieren wir euch auch einen umfassenden visuellen Einblick in sein Schaffen.

Viel Spaß also beim Betrachten der männerdominierten Fotoarbeiten von Thomas.

Thomas Bielskis bewegtes Leben

Thomas Bielski aka photoD
Thomas Bielski aka photoD

Geboren wurde Thomas am 26. Februar 1971 in Essen und er ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel. 2002 beschloss er, sich beruflich umzuorientieren und zog nach Düsseldorf, wo er im Gastronomiebereich tätig war, nur um Anfang 2010 sein berufliches Leben wieder auf den Kopf zu stellen und nach München zu ziehen.

Heute teilt er sich mit einem sehr guten Freund eine Vierzimmerwohnung in München-Nymphenburg, wo beide noch einen kleinen Stubentiger beherbergen.

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Von Fotos für Freunden zur erotischen Männerfotografie

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Alles begann, als Thomas etwa zehn Jahre alt war und er die Möglichkeit hatte, seinem großen Bruder in seiner Badezimmerdunkelkammer über die Schulter zu gucken. Der Bruder ließ ihn dann auch Bilder von Objekten machen, die ihm gefielen. Das Ganze schlief aber schnell wieder ein.

Bis vor knapp fünf Jahren ein guter Freund von ihm Bewerbungsfotos für einen Job bei einer Fluggesellschaft brauchte. "Kannst du die nicht machen, hier vor deiner weißen Küchenwand?". Die Bilder fanden bei der Personalabteilung große Zustimmung und sein Freund meinte, Thomas könne doch auch noch private Bilder für seinen Internetauftritt machen, er habe da ein "Händchen" für.

Das sprach sich schnell in Thomas' Freundeskreis herum und ein natürlicher Lern- und Entwicklungsprozess setzte ein. Die Bilder mit der damals noch kleinen Digitalkamera wurden nach und nach besser, auch erotischer und freizügiger und er begann mit der Umsetzung gewagterer Posen.

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Erotische Männer Aktfotos bilden den fotografischen Schwerpunkt

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Thomas' fotografischer Schwerpunkt hat sich in den letzten Jahren auf erotische Männeraktfotografie gelegt. Sein Ziel dabei ist, Männer erotisch UND ästhetisch in Szene zu setzten, viel Haut zu zeigen, ohne dabei gleich immer alles zu entblößen. Dabei kehren bestimmte Posen natürlich immer wieder, wobei sie bei jedem Model anders herüberkommen.

Bei seiner Arbeit legt Thomas viel Wert auf Spontaneität und Kreativität. So kommen ihm spezielle Motive oder Shootingthemen schon, wenn er durch die Einkaufsstraßen läuft, Schaufenster betrachtet oder einfach einen Beutel mit Kunstschnee im Kaufhaus zu Weihnachten findet. Kurzum: Er lässt seiner kreativen Ader nur zu gerne freien Lauf.

Die technischen Rahmenbedingungen für Thomas' erotische Fotos

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Mittlerweile fotografiert Thomas mit einer Spiegelreflexkamera Typ D40 von Nikon. Nicht das neueste Model, aber für seine Zwecke völlig ausreichend. Zwei Studioblitze mit jeweils 300W, ein paar Lichtformer und ein Dauerlicht komplettieren seine Standardausrüstung.

Alle hier im Artikel gezeigten Bilder sind bei ihm Zuhause, in München, entstanden, wo er für Shootings sein Gästezimmer zu einem Studio umfunktioniert. Eine an der Wand entlang gespannte, 3x6 Meter große, schwarze Stoffbahn dient ihm für die Bilder als Hintergrund.

Er verzichtet nur zu gerne auf großartigen "Schnick-Schnack" und kann mit Säulen oder griechischen Amphoren im Hintergrund nichts anfangen. Für den Fotografen zählt ausschließlich sein Model.

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Einmal für den Aktfotografen Modellstehen

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Wer bei Thomas als TfP (Time for Prints) Model vor die Kamera möchte, sollte schon einen definierten Körper haben. Ein total ausgeprägtes Sixpack ist dabei allerdings keine zwingende Vorraussetzung, denn dem Fotografen sind auch Menschen mit schlanker oder normaler Figur willkommen. Das Model muss eben zu dem jeweiligen Shootingthema passen.

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Thomas versucht auf jeden Fall mit allen Models vor einem Shooting zumindest zu telefonieren, um ihnen seine Ideen vorstellen zu können. Es bringt ja niemandem etwas, wenn jemand gerne ein Modeshooting von sich hätte, aber Thomas zu 99% im Aktbereich arbeitet und ganz andere Schwerpunkte setzt.

Ist derart Grundsätzliches abgeklärt, plant Thomas für ein Shooting mindestens vier Stunden ein, wovon garantiert eine für das Kennenlernen abgeht. Thomas: "Ich bin kein Fotostudio, wo man eben reinkommt und ein paar Passbilder machen lässt". Er muss den Menschen eine Weile beobachten und sehen, wie er sich bewegt. Dabei kommen ihm häufig auch Bildideen, die man beim Shooting dann auch umsetzten könnte. Genauso geht er auch gerne auf die Ideen und Wünsche seiner Models ein.

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Jedes Model bekommt von dem Shooting eine DVD mit allen Bilddaten und natürlich einen Shootingvertrag. Je nach Anzahl der Fotos bearbeitet er ca. 5-10 Bilder, die Thomas größtenteils schon vorab mit dem Model aussucht. Diese gehen dann per E-Mail an das Model.

Die Models erwartet eine lockere Atmosphäre, denn bei Thomas Shootings darf der Spaß nicht zu kurz kommen. "Ein Shooting sollte beiden Parteien Freude machen, dann hat man am Ende auch gute Bilder im Kasten." Mit Einfühlungsvermögen, Verständnis und einem großen Herz versucht sich Thomas so gut wie irgend möglich auf seine Shootings und die Models einzustellen.

Die Projekte des Aktfotografen

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Bisher wurden erst einmal Bilder von Thomas ausgestellt und zwar in Düsseldorf in einem Szenelokal. Hier staffierte er, passend zur Weihnachtszeit, ein Model über und über mit Christbaumkugeln aus. Sieben großformatige Bilder des Shootingergebnisses schmückten dann in dem Lokal in der Advents- und Weihnachtszeit die Wände.

Im Oktober wird eine Galerie in Köln zu dem Thema "Natürlich Blond" ebenfalls ein paar Männerakte von Thomas ausstellen.

Aktuell liegen dem Fotografen zwei Projekte am Herzen, die er nach und nach umzusetzen gedenkt. Zum einen möchte er ein "BugShoot-Book" erstellen (BugShoots sind Knastbilder, bei denen die Models die filmtypischen Nummernanzüge tragen). Zum anderen möchte er in der nächsten Zeit ästhetische Bilder von "erregten" Männern anfertigen.

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Kommentare

@photoD

Die Fotos gefallen mir sehr gut!
Gibst du bitte Infos, wann und wo genau die Ausstellung in Köln stattfinden wird?
Ich komme ganz sicher!
LG
@photoD

Da hast Du was missverstanden. Man sieht, dass Du nicht mit Profis gearbeitet hast.

Kalter Schönling, der beim Sex keine Miene verzieht?

Eher: Der wirkt noch so kalt, den muss man zum Schmelzen bringen, unter dieser etwas kühlen Oberfläche lauert etwas, das darauf wartet, aufzuwachen.

Man muss es doch noch gar nicht sehen?

Diese bemüht ausdrucksvollen Männergesichter finde ich persönlich immer ziemlich anstrengend und abtörnend, weil ich da immer das Gefühl habe, er guckt nicht mich an. Wenn er wegguckt, bekomme ich dafür aber Lust, ihn dazu zu verführen, mich anzulächeln.
....

wo steht eigentlich das ich nur Profimodelle fotografiere oder habe?

Das sind bis auf 2 Ausnahmen alles Newcommer die vielleicht das erste Mal vor der Kamera gestanden haben...Ich selbst fotografiere auch erst seit ein paar Jahren in dem Bereich (glaub das hat auch noch keiner gelesen!!)

Zufällig bin ich auf dieses Bild gestolpert
http://www.joyclub.de/erotische_kunst/foto/4755292.pure.html

Das ist Stefan, sein erstes Shooting hatte er bei mir!!! Heute ist er ein Profi, shootet für Agenturen etc...
Ich kann mich noch gut dran erinnern...
Wisst ihr wie schwer es ist jemand der sowas noch nie gemacht hat mal zum lachen zu bekommen das es nicht gleich "lächerlich" wirkt....

Profis können das vielleicht, die haben das auch gelernt, ich bin Hobbyfotograf!
Ach so...

DAS ist mal ein Aspekt.

*zwinker*

Wunderbar.


Ne "coole Sau" kann trotzdem weitaus mehr "sprühen" als alle Models auf den hier gezeigten Photos zusammen.

Aber dieser Typ Mann muss doch so ausdruckslos schauen...das ist doch der Typ...der kalte Schönling...

der beim Vögeln keine Miene verzieht...entweder Mann/Frau mag diesen Typ oder nicht. Der Fotograf mag scheinbar diesen Typ, deswegen sind doch die Bilder auf keinen Fall schlecht *gruebel*

@FlyRed
Es ist nicht einfach, Models zu dirigieren und steuern, es gehört jedoch dennoch zur Aufgabe des Fotografen und ist nicht den Models anzulasen.

Das stimme ich dir 100% zu.

Deswegen finde ich, dass es nicht unbedingt an den Models liegt, wenn die Fotos von Thomas Bielski - für manche - so unerotisch und uninteressant rüber kommen.
Es gibt so viele Fotos hier auf JC wo übergewichtige Hausfrauen wie Vamps aussehen - da waren gute Fotografen am Werke.

ach ich weiss nicht....Kritik ist selten so richtig konstruktiv....muss ich am eigenen Leibe auch immer wieder erleben....jeder sieht es komplett anders....KOMPLETT!! von Genial bis Genial daneben.

Da kann einem die Freude vergehen! Am besten gar nicht fragen! *aetsch*

Ich suche auch überhaupt keine Ausreden für die schlechten Fotos. Das würde bedeuten, dass ich es nicht schlimm finde, dass die Models so ausdruckslos sind. Ich habe versucht, die Ausdruckslosigkeit zu erklären.

Ich habe schon viele Models fotografiert. Wenn Du einen Freund fotografierst, ist das etwas ganz anderes als wenn Du ein Dir nicht bekanntes Model fotografierst. Dein Freund wird Dir gegenüber sehr viel aufgeschlossener und entspannter sein als ein unerfahrenes Model einem ihm unbekannten Fotografen gegenüber. Was ich damit sagen will: Es ist nicht einfach, Models zu dirigieren und steuern, es gehört jedoch dennoch zur Aufgabe des Fotografen und ist nicht den Models anzulasen.

@FlyRed
Aber wer Profimodelle fotogarfiert, hat es leichter.

Ich finde falsch, Ausreden zu finden, warum ein Foto nicht gelungen ist. Ob das Modell profi ist oder nicht - das Foto macht der Fotograf.

Gute Fotos zu machen ist in der Tat nicht leicht.
Deswegen erkennt man richtig gute Fotografen daran, dass sie das richtige Modell für das richtige Foto richtig inszenieren.

Man muss aber nicht unbedingt Profimodelle nehmen. In meiner Jugend habe ich einen Fotokurs gemacht und einen Freund fotografiert, kein Profimodell und sicherlich kein besonders attraktiver Mann. Digital, Schwarzweiß, mit Klamotten.
Am Ende des Kurses wurde eine Ausstellunge gemacht, darunter war auch mein Foto. Bei Ausstellungseröffnung ist dann was Merkwürdiges passiert: Vor meinem Foto stand eine Traube von Frauen, die sich anscheinend nicht satt sehen konnten! Es war einfach etwas in dem Blick dieses Mannes, was unglaublich tief und erotisch war. Dieser Blick hatte er übrigens "im Echten" eigentlich gar nicht. *gg*
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