Das Foto "Suite" ist unser Bild des Monats für Januar 2012. Es zeigt ein hübsches Model sexy und erotisch in einer Hotelsuite posierend. Interessant: Die Suite wurde erst nachträglich eingefügt. In Szene gesetzt wurde die Bildintention von Fotograf ulrichw im Rahmen einer Foto-Serie zum Thema "Frühstück im Bett".
Im Folgenden verrät uns der Macher des Monatsbildes Details zur Bildentstehung, seinem fotografischen Wirken sowie seinen persönlichen Schwerpunkten Bildbearbeitung und Composing.
Das Bild des Monats Januar 2012
Hintergrund nachträglich eingefügt
Das Bild habe ich während eines Auftragsshootings geschossen, bei dem das Model in verschiedenen Szenen bei der Hausarbeit, wie beispielsweise beim Bügeln, Staubsaugen, an der Waschmaschine oder in der Küche, gezeigt wird. Diese Situationen natürlich entsprechend erotisch dargestellt. Aus dem Set "Frühstück im Bett" stammt das hier vorgestellte Foto.
Die Location ist mein eigenes Studio. Im Originalbild ist der neutrale Studiohintergrund zu sehen. Für das fertige Bild habe ich den Hintergrund gegen ein luxuriöses Ambiente ausgetauscht, eben die Hotelsuite. Die kam für mich in Frage, weil die warmen Farben besonders gut mit dem Hautton des Models harmonieren.
Mit dem Model hatte ich bereits mehrere Shootings. Ich habe sie für diesen Auftrag angesprochen, da ich ihre professionelle Arbeit und ihr perfektes Posing sehr schätze. Außerdem stimmt die Chemie, ohne die wirklich gute Bilder nicht entstehen können. Das ist enorm wichtig und wird oft unterschätzt.
Die technischen Details zum Bild des Monats
Das Foto ist mit einer Nikon D2x entstanden. Objektiv: 50mm f/1,8 D. Kameradaten: 1/160 sec.; Blende 5,6; ISO 100; Brennweite 50mm. Für den Lichtaufbau habe ich drei Elinchrom-Blitze verwendet: Einer von hinten links mit Softbox, einer von hinten rechts mit Softbox und der Hauptblitz von vorne mit Oktabox.
Nachbearbeitet wurde das Bild in Photoshop. Hier habe ich die wesentlichen Arbeitsschritte Hautretusche, dodge&burn, Kontraste & Farben sowie Freistellen angewendet. Letzteres um den Hintergrund auszutauschen.
Frühstück im Bett
Hier seht ihr weitere Bilder im Original, die bei dem Shooting "Frühstück im Bett" entstanden sind.
Die Fotografie als kreativer Ausgleich
Ich bin kein hauptberuflicher Fotograf, sondern betreibe die Fotografie aus Leidenschaft. Shootings mache ich meist auf TFP-Basis, aber ich nehme auch Auftragsshootings an für Kunden, denen mein Stil gefällt und die gerne erotische Fotos von sich haben wollen. Manchmal werde ich auch angefragt, Fotos für Werbezwecke, z.B. Kalender oder Websites anzubieten.
Im eigentlichen Leben bin ich Wirtschaftsingenieur und beschäftige mich mit der Entwicklung und Finanzierung von Großprojekten. Die Fotografie ist mein kreativer Ausgleich für dieses eher rationale Geschäft.
Zum Fotografieren bin ich 2005 gekommen, als ich erstmalig eine alte Nikon F50 (analog) in die Hände bekam. Ich habe in einem Fotoclub in Wuppertal an meinem ersten Workshop teilgenommen, der sich mit Aktfotografie beschäftigte und so nahm die Begeisterung für die Akt- und Studiofotografie seinen Anfang.
Fokus liegt verstärkt auf Bildbearbeitung und Composing
Hauptmotive sind weibliche Modelle in verführerischen, erotischen Posen. Insbesondere Playboy-Fotografen wie Stephen Hicks und Suze Randall haben mich sehr beeinflusst. In letzter Zeit widme ich mich verstärkt auch der Bildbearbeitung bis hin zu Composing-Arbeiten.
Die meisten Fotos sind in meinem eigenen Studio entstanden. Dort habe ich meine eigene Lichtanlage, Hintergründe etc. Mittlerweile suche ich auch oft Hotelzimmer oder auch die Wohnung des Models auf, um dort mit meinem mobilen Lichtequipment zu shooten. Das macht mir mittlerweile fast mehr Spaß als das Studio, da Alltagsgegenstände in das Shooting einbezogen werden können und die Lichtsituation immer wieder neue Herausforderungen bereithält.
Meinen Stil würde ich der erotischen Fotografie zuordnen mit starken Einflüssen aus der Bildbearbeitung. Manche Bilder wirken deshalb wie gemalt, was durchaus gewollt ist, aber nicht jedermanns Sache ist. Oftmals entstehen beim Durchsehen eines Sets erst die Ideen, wie ich das Bild verändern kann, es z.B. für ein Composing verwenden kann. Das war dann ursprünglich so gar nicht beabsichtigt.



















